Es bleibt wenig Zeit bis zur Fusionsentscheidung

„Einwohner wie Politik und Verwaltung brauchen Infos zur möglichen Südharzfusion, um entscheiden zu können.“

Die Bürger von Bad Sachsa sollen über eine mögliche Fusion entscheiden – dies ist zumindest der Wunsch der drei Uffestädter, die hierzu ein Bürgerbegehren gestartet haben. Ob es dazu kommt, dass hängt zunächst von der formalen rechtlichen Prüfung ab – und dem späteren Interesse der Einwohner, sich an der Aktion zu beteiligen.

Gerade darauf kommt es den Initiatoren aber auch an: Sie selbst sind zwar klar gegen einen möglichen Zusammenschluss der Uffestadt mit Bad Lauterberg und Walkenried, wollen aber mit ihrer Aktion vor allem bewirken, dass sich die Einwohner in die Sondierung einbringen, ihre Positionen vertreten. Das ist bei einer weitreichenden Entscheidung zweifelsohne wichtig, betonten doch durchweg auch die Vertreter aus Kommunalpolitik und Verwaltung, dass die Einwohner vor Ort in dem Prozess mitgenommen werden müssen.

Allerdings bleibt auch festzuhalten, dass es vom demokratischen Grundsatz nicht falsch ist, wenn die drei Räte die Entscheidung treffen. In Deutschland gibt es eine repräsentative Demokratie – und genau aus diesem Grund werden Volksvertreter gewählt. Diese sollten dann eben das machen – ihre Wähler vertreten.

Natürlich ist es aber auch wichtig, dass die Einwohner sich in den Prozess eingebunden fühlen, sich ein möglicher Zusammenschluss eben nicht wie von oben aufgedrückt anfühlt. Gerade im Südharz merkt und hört man immer wieder, dass sich die Einwohner abgehängt fühlen.

Dagegen hilft am Ende nur eins: eine gute Information. Denn nicht nur die Einwohner, sondern auch die Vertreter von Politik und Verwaltung müssen alle Fakten kennen, um die Entscheidung für oder gegen eine Fusion zu treffen. Und bis April 2020 bleibt nicht viel Zeit, diese zusammenzutragen.

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