Freiwilligendienste sind Entscheidung fürs Leben

„Freiwilligendienste bieten eine Auszeit nach der Schule und eine gute Chance zum Erkennen eigener Potenziale.“

Freiwilliges Soziales Jahr, Freiwilliges Ökologisches Jahr, Bundesfreiwilligendienst oder Freiwilliger Wehrdienst bei der Bundeswehr – immer mehr Jugendliche denken darüber nach, im Anschluss an die Schulzeit erst einmal ein Jahr lang freiwillig einen Dienst abzuleisten. Und zwar, bevor sie mit dem Studium oder einer Ausbildung beginnen.

Was sich möglicherweise ein wenig martialisch anhört, ist jedoch eine gute Idee. Der Grund: Freiwilligendienste bieten eine Auszeit nach der Schule und somit eine gute Chance zum Erkennen eigener Potenziale. Dabei sind die Motive, sich für einen Freiwilligendienst zu entscheiden, vielfältig. Denn gemäß der Bundesagentur für Arbeit liegt der Schwerpunkt im Freiwilligendienst darauf, sich für andere zu engagieren und dabei erste Berufserfahrungen zu sammeln.

Möglichkeiten gibt es viele: in den Feuerwehren, in Sportvereinen, in der Kinder- und Jugendarbeit, in der Gesundheits- und Altenpflege, in einer kulturellen Einrichtung oder Schule oder im Umwelt- und Naturschutz. Viele dieser Bereiche funktionieren, weil sich Menschen ehrenamtlich einsetzen. Auch ein Freiwilligendienst im Ausland ist möglich, unter Umständen sogar eine Kombination.

Fazit: Der Freiwilligendienst bringt den Absolventen bzw. die Absolventin persönlich weiter: Er oder sie kann mehr über die eigenen Stärken herausfinden, praktische Erfahrungen sammeln oder die Sprachkenntnisse verbessern. Ob als Überbrückung, bis es mit dem Studienplatz klappt, ob als Engagement für eine gemeinnützige Institution, ob als Selbstfindungsphase oder als Zeitraum, um sich klar zu werden, welchen Weg man einschlagen möchte. So ist dieses Jahr nicht verloren oder verschenkt. Vielmehr kann es helfen bei der Entscheidung, wie das Leben nach der Schule weitergehen soll – also eine Lebens-Entscheidung.

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