Man muss sich nur auf die Socken machen

„Die Vereine brauchen dringend Hilfe, um die 10.000 Kilometer Wanderwege zu pflegen.“

Wandern ist zu einem hippen Hobby geworden. Wer will, kann sich mit einem GPS-Gerät auf die Suche nach versteckten Schachteln und besonderen Naturformationen machen. Das nennt sich Geocaching. Oder man peilt das Ziel an, Wanderkönig oder -kaiser zu werden, in dem man möglichst viele der 222 Stempelstellen aufsucht, die im Harz verteilt sind. Das hat sich zu richtigen Wettbewerben unter Freunden entwickelt.

Man kann auch mit der Familie oder in einer Gruppe gemütlich spazieren gehen, die Natur genießen, gemeinsam Butterbrote essen, das Wir-Gefühl stärken, Regionen und ihre Geschichte kennenlernen, seinen Orientierungssinn schärfen, beim Bewegen etwas für die eigene Gesundheit tun – das alles ohne viel Geld auszugeben. Im Gegenteil sogar: Kosten spart man auf der anderen Seite für das Fitnessstudio oder etwa für Tabletten, die gegen unruhige Nächte helfen, weil einem der stressige Alltag einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Was uns die Natur nicht alles bietet! Man muss sich nur auf die Socken machen, wie Irmgard Scholem vom Harzklub-Zweigverein Osterode so schön sagte.

Die Vereine brauchen dringend Hilfe, um die 10.000 Kilometer Wanderwege zu pflegen: Sie stellen Wegweiser und Sitzgelegenheiten auf, erhalten Biotope und Schutzhütten. Sie optimieren das Wegenetz, um doppelte oder kaum genutzte Wege zu ermitteln. 13.000 Freiwillige sind dafür unterwegs, einige wollten so gerne mitmachen, dass sie extra in den Harzklub eingetreten sind. Trotzdem wird nach wie vor jede helfende Hand benötigt – sicher auch meine und Ihre.

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