Ungleicher Kampf gegen Feinde des Waldes

„Bad Sachsas Stadtwald muss mit allen Mitteln zukunftssicher aufgestellt werden – für die Einwohner und Touristen.“

Es ist wahrhaft ein ungleicher Kampf, den die Mitarbeiter im Forst seit mehr oder weniger einem Jahr durchgehend führen müssen: Sturm, Hitze und der Borkenkäfer haben ihre Spuren und Probleme hinterlassen – so auch in Bad Sachsa.

Das, was auf der Sitzung des Finanzausschusses deutlich und offen gesagt wurde, stimmt einen schon mehr als nur nachdenklich. Wenn ein Mann wie Ulrich Bosse, der wirklich für den Sachsaer Stadtwald lebt und ihn seit vier Jahrzehnten kennt, von Schäden im historischen Ausmaß spricht, ist klar, dass die Lage überaus ernst ist. Insofern ist es absolut richtig, mehr finanzielle Mittel für die Aufarbeitung des Schadholzes zur Verfügung zu stellen. Meiner Meinung nach muss aber auch die Frage gestellt werden, ob neben der einen zusätzlichen Stelle für einen Forstwirt noch weitere geschaffen werden müssen.

Und noch einen weiteren Aspekt zeigt die momentane Situation auf: Aktuell geht es nur noch darum, den Wald zu retten. Von großen Erträgen, wie sie in Bad Sachsa seit Jahrzehnten im Stadtwald generiert wurden, muss in absehbarer Zeit wohl niemand mehr sprechen.

Es wird vielmehr darum gehen, noch weitere finanzielle Mittel für den Stadtwald bereitzustellen. Ob von den Einwohnern oder den Gästen: Die Schönheit der Wälder und die besonders gute Luft in der Uffestadt wird immer wieder betont. Damit dies auch künftig so bleibt, muss man eben dafür sorgen, dass das Forstamt über genug Mittel verfügt. Schafft man es nicht, den Wald besser aufzustellen gegen die Einflüsse durch Sturm, Hitze und Borkenkäfer, muss sich am Ende niemand mehr wundern, wenn die Touristen ausbleiben, die – wie stets von Politik und Verwaltung betont wird – Bad Sachsas wichtigste Einnahmequelle sind.

Denn ist die gute Luft dahin, der Wald vielleicht sogar wie im Nationalpark aussieht, dann erübrigen sich alle Diskussionen um das Hatix, Veranstaltungen und vieles mehr, wie sie im Ausschuss geführt wurden. Dann ist Bad Sachsa weder für Touristen attraktiv noch für die Bewohner – und genau das gilt es mit allen Mitteln zu verhindern.

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