Ermittlungen abgeschlossen

Ertrunkener bei Reinshof: Polizei geht von Unfall aus

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Taucher bargen den Verunglückten.

Taucher bargen den Verunglückten.

Foto: Stefan Rampfel

Göttingen.  Taucher bargen am Sonntag die Leiche eines jungen Mannes aus einem Teich bei Reinshof. Inzwischen hat die Polizei die Ermittlungen eingestellt.

Nach dem Tod eines 25-Jährigen am vergangenen Sonntag in einem Baggersee nahe der Ortschaft Reinshof sind die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen. Wie es in einem Pressebericht der Polizei heißt, geht sie aufgrund der Gesamtumstände des Vorfalls von einem tragischen Unfall aus. Die zuständige Staatsanwaltschaft Göttingen gab den Leichnam des jungen Mannes demnach deshalb am Dienstag zur Bestattung frei. Eine Obduktion hatte nicht stattgefunden.

Nach einer großangelegten Suchaktion zu Wasser, Land und aus der Luft, hatten Rettungskräfte am Sonntagvormittag (26.06.22) gegen 10 Uhr aus dem Rosdorfer Kiesteich nahe der Ortschaft Reinshof (Landkreis Göttingen) einen ertrunkenen jungen Mann geborgen.

Bekannte hatten sich am Sonntagmorgen bei der Polizei gemeldet und eine Vermisstenanzeige erstattet, nachdem sie ihren Freund seit dem Vortag nicht mehr hatten erreichen können. Erste Hinweise deuteten schließlich darauf hin, dass sich der Gesuchte an dem beliebten Badeort aufhalten könnte. Vor Ort stießen Beamte an der Westseite der Kiesgrube dann auch auf das Fahrrad des Vermissten sowie wenig später auf einen Rucksack mit diversen Gegenständen, unter anderem einem Handy.

Boot, Suchhunde und Taucher der Feuerwehr im Einsatz

Am Fundort der persönlichen Gegenstände fanden die Beamten außerdem frische Fußspuren, die direkt bis zum Wasser reichten. Die Polizei leitete daraufhin unmittelbar eine groß angelegte Suche ein. Eine Vielzahl angeforderter Einsatz- und Rettungskräfte, darunter die Freiwillige Feuerwehr Groß Schneen mit einem Boot, Flächensuchhunde und Taucher der Feuerwehr Northeim, trafen am Kiesteich ein und nahmen sofort die Arbeit

Nach rund zwei Stunden dann traurige Gewissheit: Der Körper des Mannes, der aus Indien kommt, wurde gegen 10 Uhr in rund 16 Metern Tiefe und sechs Meter vom Ufer entfernt leblos im Wasser gefunden. Ein Notarzt wurde später hinzugerufen, um den Tod offiziell festzustellen. Unbestätigten Angaben zufolge sollte der Inder nicht schwimmen können. Das Westufer des Sees fällt an dieser Stelle steil nach unten ab. Die polizeilichen Ermittlungen zur genauen Todesursache dauern an.

In den Sucheinsatz am Sonntagvormittag waren die FFW Groß Schneen, Stockhausen und Niedernjesa, Taucher der FW Northeim, Rettungshunde, der Rettungshubschrauber Christoph 44 sowie mehrere Streifenwagen der Polizei eingebunden.

Über den Baggersee

Der Baggersee bei Rosdorf (Kreis Göttingen) ist ein beliebtes Badeziel für Menschen jedes Alters. Das Baden ist hier offiziell verboten. Der See ist über 700 Meter lang, 250 Meter breit und bis zu 40 Meter tief. Der letzte tödliche Badeunfall am Rosdorfer Baggersee war im Sommer 2015. Damals ertrank ein 19-jähriger Asylbewerber aus dem Sudan.

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