Fällarbeiten

Borkenkäfer: Niedersächsisches Forstamt sperrt Wanderwege

Mit einer smarten Borkenkäferfalle, die gleichzeitig eine Wetterstation ist, will das Unternehmen Flügel beim Innovationspreis des Landkreises Göttingen punkten

Mit einer smarten Borkenkäferfalle, die gleichzeitig eine Wetterstation ist, will das Unternehmen Flügel beim Innovationspreis des Landkreises Göttingen punkten

Foto: Daniel Grosch / HK

Riefensbeek.  Sie sind winzig und zerstören Massen von Bäumen: Borkenkäfer. Ab Montag werden einige Wanderwege gesperrt, um Baumfällarbeiten durchzuführen.

Das Niedersächsische Forstamt Riefensbeek fällt in den kommenden Wochen Bäume am Morgenbrodtstaler Graben und am Ifenweg. Die Wanderwege sind während der Forstarbeiten ab dem heutigen Montag, 5. September, für mehrere Wochen nicht begehbar. Die Sperrung beginnt ab der Bundesstraße 242 kurz hinter dem „Sperberhaier Dammhaus“.

Wanderwege begehbar halten

Die Niedersächsischen Landesforsten beseitigen abgestorbene Bäume, die von Fichtenborkenkäfern zerstört wurden. Ziel der Forstarbeiten ist es, die beliebten Wanderwege entlang des Weltkulturerbes wieder sicher begehbar zu halten, heißt es in einer Mitteilung.

Die Baumfällungen sind auf zwei Arbeitsblöcke verteilt. Der Erste wird rund drei Wochen dauern. Der zweite Abschnitt befindet sich nahe dem Großen Wehr, an dem sich eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel befindet. Die Stempelstelle bleibt vorerst von Stieglitzeck und von Kamschlacken aus erreichbar.

Das Forstamt wird die Sperrung des Wanderweges zur Stempelstelle rechtzeitig vor Beginn des zweiten Arbeitsblockes ankündigen. Die schwierigen Geländeverhältnisse mit steilen Hängen erfordern den Einsatz einer Seilkrananlage.

Hintergrund

Das „Große Wehr“ befindet sich zwischen der Hammersteinklippe an der Stieglitzecke und dem „Sperberhaier Dammhaus“ und ist der Beginn des „Morgenbrodtsthalergraben“.

Der Morgenbrodtsthalergraben hat eine Länge von 4,1 Kilometern, wird von der Großen Söse und dem Morgenbrodtsbach gespeist und leitet das Wasser weiter zum Dammgraben.

Mit dem Bau des „Sperberhaier Dammes“, des großen Harzaquäduktes (1732/1734) wurde die Möglichkeit geschaffen, das Wasser des bereits im Jahr 1715 erschlossenen Morgenbrodtsthaler Grabens, für den Erzbergbau in den Gruben Dorothea und Caroline zu nutzen.