Im Welfenschloss: Bildnisse von Fürsten und Mätressen

Herzberg.  Die Gemäldeausstellung im Rittersaal des Schlosses Herzberg lädt noch bis Donnerstag, 22. Oktober, ein. Außerdem gibt es eine Sonderausstellung.

Die Ausstellung wurde von der Amtsgerichtsdirektorin Katharina Studenroth im Beisein von Wolfgang Zeiss (rechts) und Manfred Kirchner eröffnet.

Die Ausstellung wurde von der Amtsgerichtsdirektorin Katharina Studenroth im Beisein von Wolfgang Zeiss (rechts) und Manfred Kirchner eröffnet.

Foto: Förderverein Schloss Herzberg

Unter dem Titel präsentiert der Förderverein Schloss Herzberg im Rittersaal des Schlosses eine Gemäldeausstellung. Die Bilder aus dem Besitz des Museums, des Amtsgerichts Herzberg und des Fördervereins sind seit Samstag, 10. Oktober, bis zum Donnerstag, 22. Oktober, zu sehen. Die Ausstellung wurde am Freitag von der Amtsgerichtsdirektorin Katharina Studenroth eröffnet. Sie freue sich, so die Direktorin, die Gemälde wieder anschauen zu dürfen.

„Wir wollen die Zeit nutzen, um Bilder zu zeigen, die wegen der Bauarbeiten im Amtsgericht nicht zu sehen sind und ausgelagert wurden“, so Manfred Kirchner vom Förderverein. Diese Bilder des Amtsgerichts sollen mit den vorhandenen Gemälden der Dauerausstellung verknüpft werden. Zu den sieben Bildern im Rittersaal gesellen sich zehn Bilder des Amtsgerichts. So darf Christian Ludwig seine im Amtsgericht verweilende Frau Dorothea im Rittersaal wiedersehen. „Und Sophie Amalie, Königin von Dänemark, trifft drei ihrer vier Brüder“, so Wolfgang Zeiss, der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, der die Ausstellung gemeinsam mit Manfred Kirchner konzipiert hat.

Geschichten und Geschichtchen

Um die Bilder ranken sich Geschichten und Geschichtchen, die in einem Flyer, der durch die Ausstellung führt, angerissen werden. So war Friedrich III., auch: Frederik III., König von Dänemark und Norwegen von 1648 bis 1670 und Graf von Oldenburg und Delmenhorst von 1667 bis 1670. Friedrich III. begründete den Absolutismus in Dänemark und Norwegen, der in Norwegen über fast 150 und in Dänemark über 200 Jahre Bestand hatte. 1643 heiratete er Sophie Amalie von Braunschweig-Calenberg (1628–1685), die ihm die folgenden acht Kinder gebar. Das Gemälde ist eine Leihgabe des Amtsgerichts Herzberg, ebenso wie das Bildnis von seiner Gattin Sophie Amalie.

Sophie Amalie von Braunschweig-Lüneburg wurde am 24. März 1628 auf Schloss Herzberg geboren. Sie war eine Prinzessin aus dem Haus der Welfen und durch Heirat auch Königin von Dänemark und Norwegen.

Literatur und Führungen

Wer mehr zu den Geschichten erfahren möchte, findet an der Kasse des Museums weitere Literatur. Zudem bietet Wolfgang Zeiss am Donnerstag, 22. Oktober, jeweils ab 17 Uhr Führungen durch die Ausstellung an. Weitere Führungen auf Anfrage.

Zu den Führungen sind Anmeldungen über das Schlossmuseum unter Telefon 05521/4799 erforderlich.

Es gelten die corona-bedingten Abstandsregeln. Auch gilt im Museum, in den Sonderausstellungsräumen und im Rittersaal die Maskenpflicht.

Info: Sonderausstellung „Harzer Legenden im Schloss Herzberg“

Neben dem Besuch der Gemäldeausstellung können Besucher auch noch die Sonderausstellung der Künstlerin Tura Jursa anschauen. Die Präsentation ihrer Holzschnitzarbeiten trägt den Titel „Harzer Legenden im Schloss Herzberg“.

Passend zur Geschichte des Schlosses und seiner ehemaligen Bewohner hat Tura Jursa die Legende vom Freudenstein am Schloss Herzberg in Holz gebannt. Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober in den Sonderausstellungsräumen des Museums Schloss Herzberg zu sehen.

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