Rocken am Brocken startet Crowdfunding-Aktion

Elend.  Das Festival fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Mit der Schwarmfinanzierung soll das Event für die kommenden Jahre erhalten werden.

Konzerte wie dieses sollen auch im kommenden Jahr beim Festival „Rocken am Brocken“ wieder ermöglicht werden, deshalb haben die Veranstalter eine Crowdfunding-Aktion gestartet.

Konzerte wie dieses sollen auch im kommenden Jahr beim Festival „Rocken am Brocken“ wieder ermöglicht werden, deshalb haben die Veranstalter eine Crowdfunding-Aktion gestartet.

Foto: Markus Thöricht

Seit nunmehr 14 Jahren erschafft das Veranstaltungsteam mit Einsatz, Enthusiasmus und Hingabe das Festival „Rocken am Brocken“. Doch die Corona-Pandemie hat den Festivalsommer auf Eis gelegt. Großveranstaltungen sind zum Schutz aller bis mindestens September untersagt worden – da ist das Rocken am Brocken keine Ausnahme. Das Festival ist für das laufende Jahr abgesagt.

Wie viele andere Kulturschaffende auch möchte sich das Team von Rocken am Brocken für den Erhalt seines Festivals einsetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sie eine Crowdfunding Kampagne gestartet. Durch bereits mehr als 400 Unterstützer sei man der benötigten Fundingsumme bereits nahe gekommen. Von den Spenden werden laufende und anfallende Kosten der Zwangspause beglichen. Da der Veranstalter kein Gewinner der Krise sein möchte, wird jeder Euro, der am Ende nicht für die eigene Infrastruktur benötigt wird, an andere Akteure aus dem Festivalkontext weitergegeben, die ebenfalls in finanzielle Schieflage geraten sind und Unterstützung brauchen – wie etwa das Waldbad Elend. Denn auch da findet ein Teil des Rocken am Brocken statt. Auch im nächsten Jahr möchte man nicht auf die sportlichen Wettkämpfe in Form von Fußball- und Volleyballturnier im Waldbad verzichten und den Sprung ins erfrischende Wasser vermissen müssen, heißt es vonseiten der Veranstalter. Die in der Krise oft gerühmte Solidarität stehe beim Veranstalter an erster Stelle.

Der Herzenswunsch des Teams sei es, die Besucher im nächsten Jahr „mit aufgestauter Vorfreude und Tanzwut“ wieder begrüßen zu können, wie es in der Mitteilung der Veranstalter weiter heißt. Das Rocken am Brocken soll auch im nächsten Jahr ein Teil des Kulturreichtums bleiben und seinen künstlerischen, ökologischen und inklusiven Ansprüchen gerecht werden. „Natur. Musik. Freundschaft.“ ist das Motto, das sich durch das Festival wie ein roter Faden zieht. Inmitten des Nationalparks Harz wird das Festival in Elend bei Sorge veranstaltet. Die Natur stehe daher an erster Stelle. „Ökologische Nachhaltigkeit und ein achtsamer Umgang mit der wunderbaren Naturkulisse versteht sich für den Veranstalter von selbst“, heißt es vonseiten der Veranstalter. Die Liebe gehöre der Musik. Das ehrenamtliche Team bestehe aus vielen unterschiedlichen Menschen, diese Diversität spiegele sich auch im Line-Up wider.

„Die Verantwortlichen arbeiten stetig an der musikalischen Kuration, hinterfragen sich selbst und überraschen das Publikum mit neuen Acts“, so die Verantwortlichen. Besucher und Team verbinde eine Passion: die Liebe für die Festivalkultur. „Wie eine große Familie treffen sie sich jedes Jahr im Harz und verbringen wundervolle Tage miteinander in Freundschaft.“ Das wolle der Veranstalter auch im Jahr 2021 vom 5. bis 7. August ermöglichen.

Ticketinhaber finden alle Informationen zur Rückerstattung und Übertragung des Tickets auf 2021 auf der Webseite unter www.brocken.rocks. Die Crowdfunding Kampagne finden Interessierte unter www.startnext.com/rocken-am-brocken.

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