Niedersachsens Kulturminister für zügige Theateröffnung

Osnabrück.  „Ich würde es sehr begrüßen, wenn wir am 25. Mai mit ersten Aufführungen unter freiem Himmel wieder starten könnten“, sagte Kulturminister Thümler.

Björn Thümler, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur (CDU), will zügig weitere Corona-Lockerungen erwirken und macht sich für eine möglichst zeitnahe Öffnung von Theatern stark (Archivbild).

Björn Thümler, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur (CDU), will zügig weitere Corona-Lockerungen erwirken und macht sich für eine möglichst zeitnahe Öffnung von Theatern stark (Archivbild).

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Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler (CDU) will zügig weitere Corona-Lockerungen erwirken und macht sich für eine möglichst zeitnahe Öffnung von Theatern stark. „Ich würde es sehr begrüßen, wenn wir am 25. Mai mit ersten Aufführungen unter freiem Himmel wieder starten könnten“, sagte der CDU-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag).

Thümler fürchtet durch Corona schlimme Folgen für die Kulturlandschaft

Gleichzeitig plädierte Thümler für ein bundeseinheitliches Vorgehen. Er hoffe sehr auf eine zeitnahe Einigung. Mit Blick auf Nordrhein-Westfalen, wo erste Theater bereits wieder geöffnet sind, erklärte der Minister: „Deswegen sollten wir zügig nachziehen. Es ist den Menschen schwer erklärbar, warum sie beispielsweise in Münster ins Theater gehen dürfen, in Osnabrück aber nicht.“

Trotz umfangreicher staatlicher Finanzhilfen befürchtet Thümler durch die Corona-Krise schlimme Folgen für die Kulturlandschaft. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Kultur in Niedersachsen nicht ohne Blessuren davonkommen wird.“

Suche nach Corona-Impfstoff: Forscher sollen stärker miteinander verzahnt werden

Gleichzeitig kündigte der auch für die Wissenschaft zuständige Minister an, die an der Suche nach einem Corona-Impfstoff beteiligten Forscher stärker miteinander zu verzahnen. Zu diesem Zweck soll in Niedersachsen laut Thümler noch in diesem Jahr ein Infektionsnetzwerk gegründet werden und seine Arbeit aufnehmen. Gespräche mit unterschiedlichen Forschungseinrichtungen in Göttingen, Hannover, Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück und andernorts würden bereits geführt. Im Kampf gegen Corona müsse es gelingen, in der Wissenschaft zu einer noch intensiveren Zusammenarbeit zu kommen, betonte der Minister.

Dauerhafte Schädigung der reichhaltigen Kulturlandschaft müsse verhindert werden

Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Kulturminister von Bund und Ländern sich auf Eckpunkte für die weitere Öffnung des kulturellen Lebens in der Corona-Krise verständigt hätten. In einem sechsseitigen Konzept für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder spricht sich die Ministerrunde für „eine planvolle Öffnung weiterer kultureller Einrichtungen und Aktivitäten“ aus. Eine dauerhafte Schädigung der reichhaltigen Kulturlandschaft müsse verhindert werden.

Mit der Öffnung erster Bibliotheken, Museen oder Ausstellungshäusern seien bereits wichtige Schritte gemacht worden. Nun sollten Vor-Ort-Konzepte entwickelt werden, die individuell an die jeweilige Spielstätte, Einrichtung oder Veranstaltung angepasst seien. kna

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