Platz sieben für die Wichernschule beim Bundeswettbewerb

Königslutter  Die „Genusswerkstatt“ der Wichernschule fiebert beim Finale der Schülerfirmen in Berlin.

Die Aufregung für die nach Berlin gereisten Wichernschüler aus Königslutter und ihre Lehrer war groß. Am Freitag würden sie nun endlich erfahren, auf welchem Platz sie mit ihrer Firma „Genusswerkstatt“ beim Bundes-Schülerfirmen-Contest gelandet sind, einem Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel.

Mehr als 200 Schülerfirmen hätten sich beworben, berichtete die Leiterin der Schulaußenstelle, Petra Oppe. Die Königslutteraner hatten es zunächst durch eine Online-Abstimmung unter die letzten 20 geschafft und wurden dann von einer Jury mit neun anderen in die Finalrunde geschickt. Damit ging es bereits am Donnerstag nach Berlin, wo die Siegermannschaft gekürt wurde.

Der Anruf von Lehrerin Uta Klose-Blaurock in der Redaktion kam dann am frühen Freitagnachmittag: „Wir sind auf Platz sieben gelandet. Das ist okay.“ Klingt da ein bisschen Enttäuschung mit? „Nein, nein“, versichert sie, „das war schon alles toll. Auch die Schüler waren keineswegs enttäuscht. Für die war die gesamte Reise sehr aufregend.“

Immerhin: 500 Euro nimmt die Gruppe als Preisgeld wieder mit nach Königslutter. Gewonnen hat übrigens ein Gymnasium aus Osnabrück, das eine Imkerei betreibt. „Das ist schon ein tolles Projekt“, lobte Klose-Blaurock die Mitstreiter. Über das der Wichernschule hätte die Jury gesagt, es sei sehr professionell und zudem positiv hervorgehoben, dass die Schüler mit lokalen Kooperationspartnern arbeiteten.

Am Freitagnachmittag trat die Gruppe auch schon ihre Heimreise an, schließlich wartet daheim schon der Alltag auf die Schüler. Am Samstag zum Beispiel sind sie mit ihrem Stand beim Lichterfest in Sunstedt vertreten und verkaufen dort Kaffee und Kuchen. Aufregung herrscht auch, weil gerade das zweite Kochbuch der Genusswerkstatt erschienen ist. Es ist das erste, das Lehrer und Schüler komplett in Eigenregie fertiggestellt haben. „Das hat ein dreiviertel Jahr gedauert“, macht Petra Oppe deutlich. Denn unter anderem habe es bedeutet, dass alle Rezepte gekocht und bildgerecht aufgearbeitet werden mussten. „Jetzt gibt‘s Häppchen“ sei auf Initiative der Sponsoren entstanden, berichtete sie weiter. „Seit sieben Jahren machen wir Sponsorenessen und wurden dabei immer wieder darauf angesprochen, ob wir nicht mal unsere Rezepte aufschreiben könnten. Jetzt haben wir es gemacht.“

DIE GENUSSWERKSTATT

Seit Dezember 2012 ist die Genusswerkstatt der Wichernschule Königslutter eine Schülergenossenschaft.

Entstanden ist das Unternehmen aus mehreren Projekten, bei dem unter anderem Marmeladen oder Chutneys selbst hergestellt wurden.

Ihre Produkte verkaufen die Schüler unter anderem an einem Stand auf dem Wochenmarkt in Königslutter, wo sie regelmäßig vertreten sind.

„Jetzt gibt‘s Häppchen“ heißt das neue Kochbuch der Genusswerkstatt, entstanden komplett in Eigenregie.

Erhältlich ist das Kochbuch unter anderem in der Wichernschule selbst, aber auch im örtlichen Buchhandel, etwa bei Kolbe in Königslutter oder bei Gröpern 5 in Helmstedt.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder