ÖPNV

Ein Drittel der Züge in Braunschweig und Wolfsburg kommt zu spät

In Braunschweig und Wolfsburg waren die Züge deutlich seltener pünktlich als etwa in Helmstedt oder Peine.

In Braunschweig und Wolfsburg waren die Züge deutlich seltener pünktlich als etwa in Helmstedt oder Peine.

Foto: Michael Matthey / dpa

Braunschweig.  Nach einer Auswertung des Magazins „Der Spiegel“ beträgt die durchschnittliche Verspätung in Wolfsburg 10 Minuten und in Braunschweig 7 Minuten.

Dass die Bahn in der Region häufig Verspätung hat, ist nicht nur ein Klischee: Das Magazin „Der Spiegel“ hat ausgewertet, wie häufig die Fernverkehrszüge an den Bahnhöfen Deutschlands 2022 pünktlich waren. In unserer Region belegt Wolfsburg hier den ersten Platz: Nur 61 Prozent der Fernverkehrszüge waren in der VW-Stadt pünktlich, mehr als jeder dritte Fernverkehrszug war demnach unpünktlich. Im Durchschnitt hatten die Züge dann 10 Minuten Verspätung. Bei der Deutschen Bahn gelten alle Züge mit weniger als sechs Minuten Verspätung in der Statistik als pünktlich.

In Braunschweig sieht es kaum besser aus: Hier waren 69 Prozent der Fernzüge pünktlich. Die durchschnittliche Verspätung betrug in der Löwenstadt 7 Minuten.

Fernzüge in Helmstedt und Peine deutlich pünktlicher als in Braunschweig und Wolfsburg

Deutlich besser sieht es an den kleineren Bahnhöfen in der Region aus: In Helmstedt waren 79 Prozent der Fernzüge pünktlich. Die durchschnittliche Verspätung betrug hier 5 Minuten.

In Peine sind die Fernzüge mit 83 Prozent am häufigsten pünktlich gewesen. Die durchschnittliche Verspätung betrug hier nur drei Minuten. Gifhorn, Salzgitter und Wolfenbüttel führt der „Spiegel“ mangels Fernzugverkehr nicht auf.

Die Methodik

Nach Angaben von „Der Spiegel“ stammen die Daten vom Portal „Zugfinder“, das unabhängig von der Deutschen Bahn ist. Ausgewertet wurden Informationen über insgesamt 8,7 Millionen Einzelhalte von Fernzügen an deutschen Bahnhöfen zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 31. Dezember 2022.

Mehr Nachrichten aus der Region: