Emden wird zweiter E-Auto-Standort von VW in Deutschland

Emden.  Der VW-Konzern hat beschlossen sein Engagement im Elektro-Segment zu intensivieren. Mit der Anlage in Emden wird ein weiteres Werk dahin umgestellt.

Das VW-Werk in Emden (Vordergrund links) wird der zweite Standort in Deutschland, der auf die Produktion von Elektrofahrzeugen umgestellt wird.

Das VW-Werk in Emden (Vordergrund links) wird der zweite Standort in Deutschland, der auf die Produktion von Elektrofahrzeugen umgestellt wird.

Foto: Tobias Bruns / dpa

Der VW-Konzern hat mit dem Aufbau einer zweiten Elektrofabrik in Deutschland begonnen. Für rund eine Milliarde Euro wird die Fabrik im ostfriesischen Emden umgerüstet, wie das „Handelsblatt“ am Montag berichtete. „Wir wandeln Emden zu einer der modernsten Fabriken unserer Industrie und entwickeln den Standort zu einem weiteren Leuchtturm-Projekt für E-Mobilität“, sagte Volkswagen-Produktionsvorstand Andreas Tostmann dem Blatt.

Nach dem Werk in Zwickau wird der Standort Emden das zweite Werk, das auf E-Modelle umgerüstet wird

Die VW-Fabrik in Zwickau war die erste Fabrik, die der Konzern auf seine neuen E-Modelle umgerüstet hatte. In einer Übergangszeit sollen in Emden laut „Handelsblatt“ zunächst gleichermaßen neue Elektroautos und konventionelle Passat-Varianten mit Verbrennungsmotor produziert werden. Später nimmt Volkswagen demnach den Passat komplett aus Emden heraus und konzentriert sich dort wie in Zwickau ausschließlich auf die Produktion von Elektroautos.

In Emden werden das Elektro-SUV ID.4 hergestellt werden

Im ersten Halbjahr 2022 soll die Fertigung von ID-Modellen in Emden starten. „Die Übergangszeit mit einer gemischten Produktion dürfte mehrere Jahre dauern“, erläuterte Produktionsvorstand Tostmann. VW startet in Emden mit dem Elektro-SUV ID.4, später sollen andere Modelle dazukommen. Volkswagen sucht jetzt einen neuen Standort für den Passat. Darüber will der Konzern noch vor den Ende Juli beginnenden Werksferien entscheiden. „Es gibt mehrere Bewerber dafür“, sagte Produktionsvorstand Tostmann. Zu den Favoriten gehört dem Bericht zufolge die VW-Fabrik in der slowakischen Hauptstadt Bratislava.

VW will die Nummer eins der E-Mobilität werden

Volkswagen will Weltmarktführer für E-Mobilität werden und tritt dabei auch gegen den US-Rivalen Tesla an. 2025 soll jedes fünfte im Konzern hergestellte Fahrzeug einen Elektromotor haben, entsprechend einer Stückzahl von 2,5 Millionen. Die Gesamtinvestitionen liegen bis 2024 bei 33 Milliarden Euro, davon entfällt ein Drittel auf die Autos der VW-Hauptmarke. In Deutschland sollen die E-Fahrzeuge des Konzerns neben Zwickau und Emden in Hannover, Zuffenhausen und Dresden produziert werden.

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