Vortrag zu Geschäftsmodellen und ihrer Entwicklung

Osterode.  Beim Startup und Innovation Meetup sprach Dr. Mark Euler über verschiedene Geschäftsmodelle und Wege zum Erfolg.

Dr. Mark Euler sprach über verschiedene Geschäftsmodelle.

Dr. Mark Euler sprach über verschiedene Geschäftsmodelle.

Foto: Ralf Gießler / HK

Um Geschäftsmodelle ging es jüngst beim elften Startup und Innovation Meetup, veranstaltet vom Südniedersachsen Innovations Campus, der Wirtschaftsförderung Region Göttingen sowie Startup Göttingen: Was macht ein erfolgreiches Geschäftsmodell aus, wie wird es erstellt und wie kann ein bestehendes Modell weiterentwickelt werden? Diese Fragen höre Dr. Mark Euler oft von Unternehmensgründern. Antworten darauf gab er jetzt bei seinem Vortrag im Rahmen des Meetups.

Als Gründungsberater im Zentrum für Entrepreneurship der PFH Göttingen und Referent der SNIC-Innovationsakademie verfügt Euler über viel Erfahrung in diesem Metier. Zunächst wurden Komponenten einer Idee sowie dazu die konkreten Aufbauelemente vorgestellt. Der Referent erläuterte, dass es bisher keine einheitliche, allgemein anerkannte Definition von Geschäftsmodellen gebe. Ein Modell sei darüber definiert, wer die Kunden seien, was verkauft werde, wie man es herstelle und wie man einen Ertrag realisiere. Zu Beginn einer jeden unternehmerischen Tätigkeit sei zunächst nichts wichtiger, als bestehende Netzwerke zu nutzen. Diese seien als vertrauensbildende Maßnahme zu verstehen.

Nach einem kurzen Theorieteil stellte Euler einige erfolgreiche innovative Geschäftsmodelle vor, etwa „power-by-the-hour“ vom Flugzeugturbinenhersteller Rolls-Royce. Hier würden die Airlines nur noch die Betriebsstunden der Turbinen bezahlen. Die Turbine selbst bleibt im Besitz von Rolls-Royce. Dem Traditionsunternehmen ist es damit gelungen, konstante Umsatzströme zu generieren und durch ein effizientes Servicekonzept die Kosten zu senken.

Als Beispiel für ein Social Business wurde „Dialog im Dunkeln“ benannt. Die Idee dabei sei, dass sich in einem finsteren Raum blinde und sehende Menschen begegnen und mit „vertauschten Rollen“ zusammen kommen. Die Eintrittseinnahmen und Workshops trügen dazu bei, Arbeitsplätze für bereits mehr als 9.000 Blinde zu schaffen. Als weitere innovative Ideen wurden Zeit-Cafés, Teekampagne, Airbnb und Turntoo angesprochen.

Um so erfolgreich agieren zu können, sei es unabdingbar, die dominante Branchenlogik zu durchbrechen und Ideen außerhalb existierender Denkschemata zu entwickeln. Nur so könne wirklich Neues entstehen.

Das 12. Startup und Innovation Meetup findet Ende Januar statt.

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