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Spanien: Einreise nun mit Antigen-Schnelltest möglich

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Nachhaltig Reisen: Was ist sanfter Tourismus?

Nachhaltig Reisen: Was ist sanfter Tourismus?

Nachhaltig Reisen: Was ist eigentlich sanfter Tourismus?

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Madrid.  Die Corona-Situation in Spanien entspannt sich. Seit Montag brauchen Urlauber keinen PCR-Test für die Einreise. Alle wichtigen Infos.

  • Die Corona-Pandemie hat Spanien wie kaum ein anderes Land in Europa getroffen
  • Mittlerweile ist der Corona-Notstand aber beendet
  • Die Einreise für Urlauber wurde deutlich erleichtert – die Einreise ist mit Antigen-Schnelltest möglich

Nach einem halben Jahr Alarmzustand wurde am 9. Mai 2021 der Corona-Notstand in Spanien beendet: Galt das beliebte Reiseziel der Deutschen lange als stark betroffenes Risikogebiet, hat sich die Inzidenz mittlerweile landesweit stabilisiert.

Mittlerweile gelten viele Regionen des Landes nicht mehr als Risikogebiet. Auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wurde zuvor bereits für ein paar Regionen aufgehoben. Nun will Spanien den Tourismus weiter ankurbeln: In Regionen mit weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner dürfen Nachtclubs wieder öffnen - allerdings nur bis 3 Uhr morgens.

Obwohl keine offizielle Reisewarnung ausgesprochen wurde, rät das Auswärtige Amt auch weiterhin vor jeglichen nicht notwendigen Reisen ab. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die folgenden autonomen Gemeinschaften wird gewarnt:

  • Andalusien
  • Aragonien
  • Kastilien-Léon
  • Katalonien
  • Madrid
  • Navarra
  • La Rioja
  • dem Baskenland
  • der Exklave Melilla

Abgeraten wird zudem von touristischen Reisen in die autonomen Gemeinschaften Asturien, Extremadura, Galicien, Kantabrien, Kastilien-La Mancha, Valencia, Murcia, auf die Balearen, auf die Kanarischen Inseln und in die Exklave Ceuta.

Ein- und Ausreise: Das müssen Spanien-Urlauber beachten

Grundsätzliche Regeln gelten weiterhin:

  • Für alle Reisenden ab einem Alter von sechs Jahren, die auf dem Luft- oder Seeweg nach Spanien einreisen und aus einem Risikoland/-gebiet kommen, gilt die Verpflichtung, ein negatives Testergebnis eines molekularbiologischen Tests (entweder ein PCR-Test oder ein sogenannter TMA-Test) oder eines Antigen-Schnelltests mit sich zu führen.
  • Wer vollständig geimpft oder nach einer Covid-19-Erkrankung genesen ist, darf ohne Test nach Spanien einreisen - unabhängig vom Herkunftsland.
  • Seit 7. Juni sind spanische Häfen auch wieder für Kreuzfahrtschiffe offen, die international verkehren.

Zudem müssen Flug- und Fährpassagiere vorab eine elektronische Erklärung ausfüllen, in welcher der Gesundheitszustand, persönliche Daten, Handynummer und Ferienadresse abgefragt werden. Die Gesundheitserklärung kann online oder per App SpTH ausgefüllt werden. Die elektronische Erklärung generiert einen QR-Code, der dann bei der Einreise vorgelegt werden muss. Wer mit dem Auto oder Zug über die Landgrenzen einreist, muss bisher keine Erklärung abgeben.

Bei der Ankunft in Spanien erwartet die Urlauber zudem eine Gesundheitskontrolle. Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde messen die Körpertemperatur - bei einer Temperatur von über 37,5 Grad oder anderen Auffälligkeiten müssen Einreisende mit weiteren Untersuchung rechnen. Im Normalfall müssen sich Einreisende allerdings nicht in Quarantäne begeben.

Rückreise nach Deutschland: Unterschiedliche Maßnahmen je nach Gebiet

Bei der Rückreise aus Spanien müssen sowohl Urlauber eines Nicht-Risikogebiets als auch Urlauber eines Risikogebiets am Abflugort einen Corona-Test machen. Fällt dieser positiv aus, muss der Reisende die erforderliche Quarantäne vor Ort verbringen. Die Regionalregierung der Balearen stellt dazu spezielle Quarantänehotels für Infizierte zur Verfügung.

Fällt der Test negativ aus, entfällt für Urlauber eines Nicht-Risikogebiets die Testpflicht nach der Rückreise als auch die Quarantäne in Deutschland und die Meldepflicht nach der Rückkehr.

Reist man aus einem Risikogebiet zurück, besteht auch nach der Rückreise eine Testpflicht sowie eine Quarantäne. Hier können sich Rückreisende allerdings freitesten. Die Meldepflicht nach der Rückkehr bleibt ebenfalls bestehen.

Diese Corona-Regeln gelten in Spanien

Aufrund der positiven Pandemieentwicklung entfallen in vielen Regionen Spaniens die Einreisesperren und Beschränkungen der Mobilität. Eine allgemeine Richtlinie gibt es allerdings nicht. Die autonomen Gemeinschaften können mit Zustimmung der Gerichte und abhängig von der Infektionslage auch weiterhin nächtliche Ausgangssperren und weitere Beschränkungen verhängen und so auch Zusammenkünfte auf eine Personenzahl begrenzen.

Auf den Kanaren wurde die Fortsetzung der nächtlichen Ausgangssperre untersagt - auch auf Mallorca wurde sie bereits aufgehoben. Die Maskenpflicht gilt fast überall - und zwar auch im Freien. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss nach wie vor eingehalten werden. Außerdem besteht im Freien ein Rauchverbot, wenn der Abstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.

Auf den Balearen dürfen Gastronominnen und Gastronomen seit 7. Juni auch wieder auch abends ihre Innenräume öffnen, wie die Regionalregierung mitteilte. Die Sperrstunde für Gastronomie und Einzelhandel wurde zudem von 23 auf 24 Uhr verlegt. Bei privaten Zusammenkünften dürfen sich im Freien bis zu 15 Personen treffen, in privaten Innenräumen maximal zehn.

(day/fmg)

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