Camacho „bekommt alle Zeit der Welt“

Wolfsburg.  Kann der spanische Abräumer Wolfsburgs Fußball-Bundesligisten noch einmal helfen? Ginczek übt mindestens bis zum Trainingslager individuell.

Wird er wieder fit? Ignacio Camacho ist das größte Sorgenkind des VfL.

Wird er wieder fit? Ignacio Camacho ist das größte Sorgenkind des VfL.

Foto: Darius Simka / regios24

Maximilian Arnold, John Anthony Brooks, Renato Steffen und Admir Mehmedi haben bereits kleinere Blessuren überstanden, Paulo Otavio wird vielleicht schon heute zurückkehren, so dass VfL-Trainer Oliver Glasner zufrieden feststellen konnte: „Wir werden immer mehr.“ Es gibt aber zwei Akteure, die ihm aktuell Sorgen bereiten – Stürmer Daniel Ginczek und Abräumer Ignacio Camacho. Mindestens bis zur Abfahrt ins Trainingslager in der kommenden Woche rechnet der neue Wolfsburger Coach nicht mehr mit mit den beiden. Bei letzterem könnte es bis zur Rückkehr sogar noch bedeutend länger dauern.

Ginczek hatte bereits in der vergangenen Saison immer mal wieder mit Rückenproblemen zu kämpfen, deswegen gehen sie beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten ganz behutsam mit dem Angreifer um. Es könne, so Glasner, nicht das Ziel sein, den 28-Jährigen einige Wochen dabei zu haben, um dann wieder zwei Wochen auf ihn zu verzichten. Bis zum Trainingslager in Schladming fehlt Ginczek auf jeden Fall noch im Mannschaftstraining. Ob es dann Sinn ergibt, den Angreifer mitzunehmen oder ihn in Wolfsburg weiter individuell arbeiten zu lassen, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden.

Ungewisser ist die Zukunft beim Spanier Camacho. Seit Ende September 2018 hatte er kein Pflichtspiel mehr bestritten, sein Sprunggelenk sollte endlich komplett ausheilen. Zum Start der Vorbereitung hat der 29-Jährige dann wieder mitgemischt, sogar im Test gegen Drittligist Hansa Rostock (2:1) auf dem Rasen gestanden – und seitdem fehlt er erneut, trainiert nur hinter verschlossenen Türen individuell im Kraftraum des VfL-Centers. Glasner äußerte sich auf Nachfrage vage über die Zukunft des früheren VfL-Kapitäns. Kommt Camacho noch einmal zurück? „Er hat auf jeden Fall alle Unterstützung, die er braucht und alle Zeit der Welt. Wir drängen ihn nicht“, so der Coach. Die Zweifel an einer Rückkehr des Abräumers kann er nicht zerstreuen. Ein Zeitpunkt für eine Rückkehr scheint aktuell kein Thema zu sein. Über die Gemütslage des Spaniers sagt Wolfsburgs Trainer: „Er war natürlich enttäuscht und frustriert.“

Camacho war mit großen Hoffnungen zum Trainingsauftakt wieder eingestiegen. An ein Karriereende habe er, so sagte er noch vor gut einer Woche, trotz der langen Ausfallzeit und der immer wiederkehrenden Probleme im Fuß nicht gedacht. Nach dem neuerlichen Rückschlag steht aber zumindest zu befürchten, dass sich das doch geändert haben könnte.

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