BG Göttingen feiert gegen Chemnitz den dritten Sieg in Serie

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Göttingens Big Man Tai Odiase schrammte knapp an einem Double-Double vorbei. Er steuerte beim Sieg der Veilchen gegen Chemnitz 14 Punkte bei und sammelte zudem neun Rebounds.

Göttingens Big Man Tai Odiase schrammte knapp an einem Double-Double vorbei. Er steuerte beim Sieg der Veilchen gegen Chemnitz 14 Punkte bei und sammelte zudem neun Rebounds.

Foto: Verein / BG Göttingen

Göttingen.  Die Veilchen sind in der Basketball-Bundesliga auf Erfolgskurs. Gegen den Aufsteiger aus Sachsen gab eine starke Defensivleistung den Ausschlag.

Die BG Göttingen hat den Schwung aus dem Auswärtserfolg in Vechta mitgenommen. Die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors besiegte am Dienstagabend die Niners Chemnitz mit 68:55 (34:27) und feierte so in der Basketball-Bundesliga den dritten Sieg in Folge. Zuschauer waren in der Sparkassen-Arena aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin nicht zugelassen. War es am Wochenende vor allem die überragende Offensive, die zum Erfolg führte, so bestachen die Veilchen diesmal über 40 Minuten mit einer konzentrierten Defensive. Dank ihrer guten Verteidigung konnten die Hausherren auch einen nicht so guten Tag in der Offensive verschmerzen. Bester Veilchen-Werfer war Rihards Lomazs mit 18 Punkten. Tai Odiase schrammte mit 14 Punkten und neun Rebounds knapp an einem Double-Double vorbei. Für Chemnitz traf nur Marcus Thornton zweistellig (15 Zähler).

Die Veilchen, die auf ihren am Sprunggelenk verletzten Kapitän Akeem Vargas verzichten mussten, starteten mit Intensität in der Verteidigung in die Partie, so dass es mehr als zwei Minuten dauerte, bis Chemnitz die ersten Zähler erzielte (4:3/3.). Im Anschluss daran blieb die BG bissig in der Defense und kam auch offensiv ins Rollen. Luke Nelson schloss einen 8:0-Lauf zum 12:3 ab und zwang Niners-Headcoach Rodrigo Pastore zu seiner ersten Auszeit (4.). Auch danach lief es für die Gäste aus Sachsen im Angriff nicht deutlich besser. Weil aber auch die Veilchen Chancen vergaben, änderte sich am Abstand zunächst nicht viel (18:7/8.). Jan Niklas Wimberg brachte die Niners auf 18:10 heran, doch Dennis Kramer konterte zum 20:10-Viertelendstand.

Thornton hält Chemnitz im Spiel

Im zweiten Abschnitt brauchten die Göttinger ein bisschen Zeit, um wieder zu punkten. Harper Kamp erlöste sein Team durch einen Dreier zum 23:15 (13.). Aber die Hausherren taten sich weiter schwer, Chemnitz blieb an der BG dran (23:18/14.). Auch eine Moors-Auszeit brachte zunächst keine Besserung, weil die Veilchen ihre freien Dreier dieses Mal nicht so hochprozentig trafen wie gegen Vechta. Bei den Gästen drehte nun Thornton auf. Der US-Guard hielt sein Team im Alleingang im Spiel, aber auch bei den Göttingern fiel der eine oder andere Dreier. Mathis Mönninghoff konterte einen Thornton-Dreier zum 32:25 (19.). Vor der Halbzeitpause verließ die BG das Wurfglück aber wieder, so dass ihr Vorsprung bei sieben Punkten blieb (34:27).

Nach dem Seitenwechsel taten sich die Veilchen in der Offensive zunächst schwer, aber auch die Sachsen kamen nicht richtig in Schwung (38:30/22.). Die Gastgeber fanden ihren Rhythmus zuerst wieder und zwangen Pastore nach Tai Odiases Punkten zum 42:30 zu seiner nächsten Auszeit (24.). Die Göttinger hielten die Niners zunächst durch zwei Lomazs-Dreier auf Abstand (48:37/27.). Aber die Chemnitzer kämpften weiter und verkürzten auf 48:42 (28.). Zum Viertelende gab die BG noch einmal Gas und ging mit einer 53:42-Führung in den Schlussabschnitt.

Im letzten Viertel dauerte es mehr als drei Minuten bis zum ersten Korberfolg: Odiase traf zum 55:42 (33.). Chemnitz antwortete direkt zum 55:44. Punkte blieben aber zunächst auf beiden Seiten Mangelware. Nach einer weiteren Pastore-Auszeit verkürzten die Gäste auf 57:48, aber die BG wurde nicht nervös und zog durch einen kleinen Lauf wieder auf 62:48 davon (37.). Angesichts der wenigen Punkte drohte den Sachsen nur die Zeit davonzulaufen. Nach Mönninghoffs Korb zum 64:50 versuchte Pastore noch einmal sein Team in einer Auszeit auf die Siegerstraße zu bringen. Doch dem 64:52 durch Jonas Richter ließ Deishuan Booker einen Dreier zum 67:52 folgen und machte den BG-Sieg damit perfekt.

Stimmen zum Spiel

„Man hat heute gesehen, wir hatten Bock zu verteidigen. Wenn der Gegner nur 55 Punkte macht, haben wir immer eine Chance zu gewinnen. Wenn man dann vorne ordentlich spielt, den Ball bewegt und gut trifft, dann gewinnt man die Spiele“, sagte Mönninghoff im Anschluss. Mit elf Punkten, sieben Rebounds sowie einer bissigen Verteidigung lieferte der Small Forward einmal mehr eine solide Vorstellung ab.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung. Es war ein Spiel mit nicht so viel Rhythmus in der Offensive. Trotzdem kann ich solche Spiele genießen, wenn alle ihr Maximum in der Defensive geben. Wir haben ein wirklich gutes defensives Spiel gemacht. Seit einige Wochen machen wir schon gute Sachen in der Defensive und das hat sich heute fortgesetzt“, stellte auch BG-Coach Roel Moors die Abwehrleistung in den Fokus. Gefrustet war hingegen Niners-Headcoach Rodrigo Pastore: „Ich bin von unserer Leistung enttäuscht, weil ich Besseres erwartet habe. Das war ein Schritt zurück. Wir haben zu viel gedribbelt, keinen Teambasketball gespielt und hatten keine Intensität in der Verteidigung. Das Heimteam, Coaches und Spieler. hat den Sieg heute verdient.“

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