Basketball: Veilchen wollen in Frankfurt nachlegen

Göttingen  Die BG Göttingen spielt am Sonntag bei den Skyliners und kann mit einem Sieg in der Tabelle gleichziehen.

Die Mannschaft der BG Göttingen für die BBL-Saison 2020/21. 

Die Mannschaft der BG Göttingen für die BBL-Saison 2020/21. 

Foto: Mirko Plha / Verein

Eine Woche nach dem 92:90-Erfolg bei den Gießen 46ers steht für die BG Göttingen die nächste Reise nach Hessen auf dem Spielplan der Basketball-Bundesliga. Das Team von BG-Headcoach Roel Moors tritt am Sonntag ab 15 Uhr bei den Frankfurt Skyliners in der Fraport Arena an. Ein Wiedersehen unter den Fan-Freunden wird es indes nicht geben, da aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin keine Zuschauer zugelassen sind.

Die Frankfurter stehen derzeit mit vier Siegen auf dem zehnten Tabellenplatz und haben somit einen Erfolg mehr auf dem Konto als die Veilchen. „Frankfurt hat einen schweren Saisonstart gegen Berlin, München und Oldenburg gehabt“, sagt BG-Co-Trainer Thomas Crab. „Seitdem halten sie ihr Level. Sie sind einfach ein sehr solides Team – offensiv und defensiv. Für mich ist es keine Überraschung, dass Frankfurt dort steht, wo es steht.“

Das Pokalspiel gegen Frankfurt konnte die BG Göttingen für sich entscheiden

Die Göttinger haben in dieser Saison bereits ein Pflichtspiel gegen das Team von Skyliners-Headcoach Sebastian Gleim absolviert. Im BBL-Pokal siegte die BG gleich zum Auftakt mit 79:64 und legte damit den Grundstein zum Einzug ins Halbfinale. „In dieser Partie waren wir sehr fokussiert“, so Crab. Bester Akteur der Frankfurter war dabei Jon Axel Gudmundsson mit 20 Punkten.

Ebenfalls zweistellig punktete Emmanuel Lecomte (16), der das Team inzwischen aber wieder verlassen hat. Keinen guten Tag erwischte Matt Mobley. Der US-Guard verwarf alle seine neun Versuche von der Drei-Punkte-Linie und kam insgesamt nur auf sechs Zähler. Den Pokal-Erfolg dürfen die Veilchen aber nicht als Gradmesser nehmen. Lecomte wurde inzwischen durch Joe Rahon ersetzt.

Die Offensive macht den Hessen derzeit zu schaffen

Mobley hat seinen Wurf wiedergefunden und ist bester Frankfurter Scorer mit durchschnittlich 19,3 Punkten (42 Prozent Dreier-Trefferquote). Gudmundsson ist beständig geblieben und erzielt im Schnitt 14,3 Zähler, zudem gibt der Isländer durchschnittlich 4,6 Assists. „Mobley und Gudmundsson sind zwei Spieler, die momentan auf einem sehr hohen Level spielen, was das Punkten betrifft. Für mich sind das die beiden wichtigsten Schlüsselspieler“, sagt der Veilchen-Assistenztrainer. „Aber Frankfurt hat einen Kern von fünf bis sechs Spielern, die sehr wichtig für das Spiel sind.“

Zu denen gehört weiterhin BBL-Veteran Quantez Robertson, der die längste Zeit auf dem Parkett steht (rund 33 Minuten pro Spiel). Der 36-jährige US-Guard kommt auf 8,6 Punkte, 5,2 Rebounds und 3,7 Assists pro Partie. Bester Frankfurter Rebounder ist Michael Kessens (6,1). Allerdings macht die Offensive den Hessen zu schaffen. Die Gleim-Truppe erzielt im Schnitt 78,9 Punkte pro Partie, nur drei Bundesligisten kommen auf weniger Zähler. Dafür lassen die Frankfurter durchschnittlich aber auch nur 82,8 gegnerische Punkte zu.

Die Erkenntnisse aus dem gewonnenen Pokalspiel als Marschroute

„Wir müssen genauso fokussiert wie im Pokalspiel sein, um dieses Team zu schlagen, das momentan sehr gut spielt“, so Crab. Ob Luke Nelson am Sonntag schon wieder für die Veilchen auflaufen kann, ist zumindest fraglich. Der Guard hatte in Gießen nach einer Verletzungspause sein Comeback gegeben, musste aber kurz nach der Pause angeschlagen raus und setzte mit dem Training aus. So könnte Will Raymen wieder in den Kader rücken, er war beim Sieg gegen die 46ers als überzähliger Ausländer zum Zuschauen gezwungen.

Wohl keine Zukunft bei der BG dürfte Galen Robinson Jr. haben. Dem US-Guard blieb in Gießen ebenfalls nur die Zuschauerrolle, für ihn lief der nachverpflichtete Deishuan Booker auf und überzeugte mit acht Punkten und sieben Assists durchaus.

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