Veilchen starten mit Sieg in das neue Jahr

Giessen  In der Basketball-Bundesliga siegt die BG Göttingen mit 92:90 (50:44) bei den Giessen 46ers.

Die Fans der BG Göttingen hatten Grund zum Jubeln (Symbolbild).

Die Fans der BG Göttingen hatten Grund zum Jubeln (Symbolbild).

Foto: Privat / HK-Archiv

Die BG Göttingen ist mit einem Sieg ins Jahr 2021 gestartet. Bei den JobStairs Giessen 46ers gewann die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors am 2. Januar 92:90 (50:44). Zuschauer waren aufgrund der Corona-Pandemie in der Sporthalle Gießen-Ost nicht zugelassen. Die Gäste aus Südniedersachsen starteten mit viel Energie und Treffsicherheit in die Partie und setzten sich immer wieder ab. Doch die hessischen Gastgeber kämpften sich jedes Mal erneut an die Göttinger heran. Ein 14-Punkte-Vorsprung (79:65/33.) schmolz Stück für Stück, weil bei der BG die Nerven flatterten. Am Ende zitterte sich die Moors-Truppe aber zum dritten Saisonsieg in der Basketball Bundesliga. Bester Veilchen-Werfer war Aubrey Dawkins mit 18 Punkten. Für Gießen traf Jonathan Stark am häufigsten (23 Zähler).

Bei den Veilchen waren Luke Nelson und Mathis Mönninghoff wieder fit; auch Neuzugang Deishuan Booker konnte nach zwei negativen PCR-Tests auf das Corona-Virus mitwirken. Als siebter und achter Ausländer setzten Galen Robinson Jr. und Will Rayman aus. Die Südniedersachsen starteten mit zwei Nelson-Dreiern zum 6:0 ins Spiel (2.). Der Brite zeigte von Beginn an, wie wichtig er für die Göttinger ist. Mitte des Abschnitts traf der Guard seinen dritten Dreier zum 15:6 und zwang Gießens Headcoach Rolf Scholz zu seiner ersten Auszeit (5.). Danach lief es besser für die Gastgeber, die durch einen 0:8-Lauf auf 15:14 herankamen. Doch Booker, der am Ende bester BG-Assistgeber war (7), verschaffte seinem Team durch seine ersten drei Punkte wieder etwas Luft (18:14/7.). Die Veilchen zogen nach einem Dreier von Nelson Weidemann wieder etwas davon (25:18), doch auch Gießen war in dieser Phase treffsicher von außen und hielt den Rückstand zum Viertelende bei vier Punkten (28:24).

Im zweiten Abschnitt lief es wieder besser für die Moors-Truppe. Harper Kamp, der von seinem belgischen Headcoach erstmals in die Startaufstellung beordert wurde, ließ den Vorsprung in der 15. Minute zweistellig anwachsen (37:27). Tai Odiase, der ein Double-Double auflegte (12 Punkte, 10 Rebounds), und Jorge Gutiérrez trafen zum 41:30, doch Scholz wartete bis zum 45:34 mit seiner nächsten Auszeit (17.). Erneut fing sich das Team des Interims-Headcoaches und verkürzte auf 45:40 (18.). Kurz vor der Halbzeitpause nahm Moors dann eine Auszeit, nach der seine Mannschaft wieder besser agierte und mit einem Sechs-Punkte-Vorsprung in die Kabine ging (50:44).

Nach dem Seitenwechsel gab es gleich eine schlechte Nachricht für die Göttinger: Nelson ließ sich auswechseln und kehrte – als Vorsichtsmaßnahme – nicht mehr auf das Parkett zurück. Doch seine Teamkameraden hielten die 46ers auch ohne den Briten zunächst auf Abstand (55:48/23.). Allerdings blieben die Hessen kämpferisch und ließen den nächsten Lauf zum 55:54 folgen (25.). Weidemann sorgte mit seinem Dreier dafür, dass die Hausherren nicht die Führung übernahmen. Die Veilchen legten sofort nach und machten ihren Vorsprung innerhalb kurzer Zeit wieder zweistellig (66:56/28.). Bei diesen zehn Punkten Unterschied schien es nach einem weiteren Booker-Dreier zum 71:61 auch zu bleiben, doch mit der Viertelsirene verkürzte Scottie James Jr. auf 71:63.

Beeindrucken ließen sich die Veilchen davon zum Start des Schlussabschnitts aber nicht. Akeem Vargas, Dennis Kramer und Weidemann ließen den Vorsprung auf 14 Punkte anwachsen (77:63/32.). Doch gegen die schnell spielenden Gießener war das noch lange keine Vorentscheidung. Nach einer Scholz-Auszeit folgte so der nächste 46ers-Lauf zum 80:75, den wiederum Moors mit einer Auszeit stoppte. Die Göttinger wehrten sich mit ihrem Kämpferherz dagegen, den Gastgebern die Kontrolle zu geben. Nach Punkten von Brandon Bowman zum 82:78 antworteten Gutiérrez und Kamp zum 85:78 (38.). In der Schlussphase setzte sich Odiase zweimal hintereinander stark in der Zone durch (90:82/39.). Doch die Gießener gaben noch nicht auf. Die BG leistete sich in der letzten Minute unnötige Fehler und gab den Hausherren wieder Selbstvertrauen. 46ers-Guard Stark verkürzte so zwölf Sekunden vor dem Ende auf 91:89. Im Gegenzug traf Gutiérrez nur einen von zwei Freiwürfen, sodass Gießen mit einem Dreier die Verlängerung erreichen konnte. Aber die Veilchen foulten früh genug und schickten Stark 1,2 Sekunden vor Schluss für zwei Freiwürfe an die Linie. Der Topscorer traf den ersten und wollte den zweiten absichtlich daneben werfen, versenkte diesen aber versehentlich und trat zu schnell über die Linie. So zählte der Punkt nicht, und die Göttinger siegten glücklich, aber nicht unverdient.

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