Corona-Hilfen: Gesonderte Förderung der Jugendarbeit möglich

Hannover.  Sportjugend und der LSB Niedersachsen stellen kurzfristig 250.000 Euro aus Mitteln der Finanzhilfe des Landes für Maßnahmen der Jugendarbeit bereit.

Logo des LSB Niedersachsen.

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Foto: LSB Niedersachsen / Verband

Kinder und Jugendliche im Vereinssport sind von der Corona-Pandemie und dem momentanen Lockdown besonders betroffen. Junge Menschen brauchen Lern-, Erfahrungs- und Freiräume zur Persönlichkeitsentwicklung. Sie brauchen, neben digitalen Angeboten der Jugendarbeit, auch direkte Kontakte – den Austausch mit Menschen ihrer Altersgruppe sowie älteren Vertrauenspersonen außerhalb familiärer Zusammenhänge und im Sportverein. Aktivitäten der Jugendarbeit im Sport bieten ihnen die Möglichkeit, ihre persönlichen Fähigkeiten und soziale Kompetenzen zu erleben und zu erweitern.

Die Sportjugend und der Landessportbund Niedersachsen stellen daher kurzfristig für den Zeitraum 12. November bis 31. Dezember 250.000 Euro aus Mitteln der Finanzhilfe des Landes Niedersachsen für Maßnahmen der Jugendarbeit in Präsenz oder online bereit. Der Vorstand der Sportjugend, Reiner Sonntag, und LSB-Präsident, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, sehen das Sonder-Programm, das mit dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport abgestimmt wurde, als wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Sport stärkt Abwehrkräfte

„Besonders im Herbst und Winter kann Sport die Abwehrkräfte der Menschen und ihre gesamte Resilienz stärken. Wann wäre das wichtiger als in der jetzigen Corona-Pandemiephase? Ein starkes und stabiles Immunsystem ist unsere beste Prophylaxe gegen Krankheiten und Ansteckungen“, unterstreichen Umbach und Sonntag.

„Unsere Sportvereine, die Sportverbände und Landessportbünde in Deutschland sind in der Lage, zahlreiche Sportangebote zu unterbreiten, die auch bei hohen Inzidenzwerten verantwortbar sind, um die genannten positiven Effekte zu erzielen und damit die Pandemiebekämpfung zu unterstützen. Dies gilt unter anderem für die Mehrzahl der Bewegungsangebote auf Sportfreianlagen, im öffentlichen Raum und auch in großen gedeckten Sportanlagen. Umfangreiche Infektionsschutz- und Hygienekonzepte sind vorhanden und werden erfolgreich umgesetzt. Sie haben sich seit Beginn der Pandemie bewährt und wurden laufend verbessert“, sagen sie.

Boris Pistorius, Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, betont: „Der Gesundheitsschutz ist im Moment das Wichtigste in der Gesellschaft – auch beim Sport! Gleichzeitig helfen der Sport und der Zusammenhalt im Verein vielen Menschen dabei, einen Weg durch die aktuelle Krise zu finden. Sport ist nicht nur gesund, auch die Sportvereine sind ein wichtiger gesellschaftlicher Faktor.“ Über die mögliche Förderung der Online-Angebote freut er sich: „Die Finanzhilfe des Landes an den organisierten Sport in Niedersachsen kann dabei flexibel eingesetzt werden. Statt der Förderung von Präsenz-Veranstaltungen kann damit schwerpunktmäßig das Online-Angebot bei der Sportjugend gefördert werden.“

Weitere Infos und das Antragsformular unter www.sportjugend-nds.de.

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