HSG Oha feiert Start-Ziel-Sieg zum Auftakt

Herzberg.  Die Verletzung von David Güthers überschattet den 27:21-Erfolg der Verbandsligahandballer der HSG Oha über die HSG Rhumetal.

Die Handballer der HSG Oha (schwarz-rot) waren von Anpfiff an nicht von den Gästen der HSG Rhumetal zu stoppen. 

Die Handballer der HSG Oha (schwarz-rot) waren von Anpfiff an nicht von den Gästen der HSG Rhumetal zu stoppen. 

Foto: Arne Hoffschlaeger / HK

Die Verbandsligahandballer der HSG Oha starteten mit einem 27:21 (16:6)-Sieg über die HSG Rhumetal in ihre Handballsaison. Sowohl der Spielverlauf auf der Platte, als auch die Einhaltung der Coronaverordnungen abseits des Platzes verliefen reibungslos. Einen Wermutstropfen hatte der Saisonauftakt aber auch, verletzungsbedingt verlor man David Güthers früh in der Partie.

Es ist wie verhext bei der HSG Oha: So wie die vergangene Saison beendet wurde, begann auch die neue Spielzeit. Zur Erinnerung: Im letzten Spiel vor Saisonabbruch riss sich Mathis Mönnich das Kreuzband, der Aufbauspieler fehlt weiterhin. In der dritten Spielminute, beim Stand von 1:2 dann der Schock in der Mahntehalle. David Güthers ging während eines Angriffes zu Boden und musste anschließend gestützt von der Platte gebracht werden. Die Diagnose: Achillessehnenriss. Jens Wilfer war nach dem Spiel sehr betroffen: „Die Verletzung von David tut uns allen einfach nur weh. Es tut mir für David unglaublich leid“, fand Wilfer nur schwer die Worte.

Umso beeindruckender ist es, wie die Mannschaft nach dem nächsten derben Nackenschlag antwortete. In der siebten Minute glich Cedric Wecker zum 3:3 aus, nach einjähriger Pause war es das Comebacktor des Rückraumspielers. Von dort an dominierten die Harzer die Partie.

In der Abwehr machte die Wilfer-Sieben einen überragenden Job, die Gäste hatten keine Lösung gegen die HSG-Deckung parat. Vor allem Abwehrchef Max Holzapfel war hellwach und klaute viele Bälle, sodass einfache Tore für den Gastgeber folgen konnten.

Immer wieder gab es Gegenstöße, Christoph Gropengießer sorgte für die erste Führung (4:3), Robin Großkopf vollendete mit seinem zweiten Treffer zum 8:3. Rhumetal-Trainer Stefan Hogreve zog in der zwölften Minute die Notbremse, indem er eine Auszeit nahm, doch der Zug der Wilfer-Sieben fuhr einfach weiter.

Die Gäste versuchten mit dem siebten Feldspieler mehr Druck im Angriff zu erzeugen, doch das klappte nicht. HSG-Torwart Niklas Berger traf doppelt ins leere Tor und baute die Führung aus. Kurze Zeit später hielt er noch einen Siebenmeter, auf der anderen Seite sorgte Yannik Rauch mit dem zehnten Treffer in Folge für das 12:3 (16.). Anschließend war Jannik Schlüter per Strafwurf doppelt für die Katlenburger erfolgreich, Torben Schweidler sorgte postwendend aber für die erste Zehn-Tore-Führung des Gastgebers (15:5, 21.). Diese hatte bis zur Halbzeit bestand, es ging mit 16:6 in die Kabinen.

„Die ersten 20 Minuten waren richtig gut von uns. Wir haben eine überragende Abwehr gehabt, für die Rhumetal einfach keine Lösung hatte. Zudem haben wir im Angriff unsere Chancen genutzt, das war einfach gut“, lobte der Coach.

Der erste Treffer des zweiten Durchgangs ging an die Harzer, danach hatte man etwas Pech im Abschluss, ließ die Gäste-HSG aber nicht näher herankommen als auf acht Tore. Nachdem Holzapfel den alten Abstand wiederherstellte (20:10, 38.), fiel man in ein kleines Loch. „Jeder macht hier jetzt seins“, rief Wilfer in der 43. Spielminute beim Stand von 20:14 rein und forderte wieder mehr Mannschaftshandball. Das fruchtete: Berger parierte den nächsten Strafwurf – am Ende sollte er drei der fünf Siebenmeter gehalten haben –, Kilian Strüver traf gute Entscheidungen, Großkopf machte mit dem 24:15 (50.) den Deckel endgültig drauf.

Kurz zuvor sah Holzapfel nach einem Foul die rote Karte. In den letzten Minuten wechselte der Coach ein bisschen durch, unter anderem Daniel Flörke konnte sich im Tor auch noch mal auszeichnen. Am Ende stand der 27:21-Derbysieg für die HSG und vor allem für David Güthers.

„Das war ein Start-Ziel-Sieg, der zu keiner Zeit gefährdet war. Das war sehr wichtig für uns, weil wir schon ordentlich Druck gespürt haben. Jetzt gilt es, diesen Sieg zu bestätigen“, so Wilfer, der hoch zufrieden war, aber auch noch Verbesserungen sieht. „Gegen die 5:1-Abwehr haben wir das Spiel zu sehr zentriert, da hätten wir breiter spielen müssen.“

Abschließend lobte er noch das Publikum: „Das Hygienekonzept hat sehr gut geklappt. Die Leute haben sich dran gehalten und es war eine super Stimmung.“

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