Die HSG oha will in Stadtoldendorf ein unbequemer Gast sein

Stadtoldendorf  In der Verbandsliga könnte der TV 1887 mit einem Sieg gegen die Harzer den Oberliga-Aufstieg perfekt machen – die HSG will mehr als nur gratulieren.

Jan Mißling (l.) und Robin Großkopf von der HSG oha.

Jan Mißling (l.) und Robin Großkopf von der HSG oha.

Foto: Arne Hoffschlaeger / HK

Als Tabellenvierter reisen die Handballer der HSG oha am Sonntag zum TV 1887 Stadtoldendorf – und sind beim Tabellenzweiten trotzdem klarer Außenseiter. Zu unterschiedlich verliefen die Formkurven der beiden Mannschaften in der Verbandsliga zuletzt. Dennoch wollen die Harzer ab 17 Uhr alles geben, um den Gastgebern eine mögliche Aufstiegsparty zu vermiesen.

„Die Favoritenrolle ist klar verteilt, da braucht man kein Federlesen drum machen“, gibt sich HSG-Coach Jens Wilfer im Vorfeld realistisch. „Stadtoldendorf kann den Aufstieg perfekt machen, die Halle wird entsprechend voll sein – daraus kann man schließen, was uns erwartet.“ Bei einem Sieg würden die Gastgeber vorzeitig den Durchmarsch in die Oberliga eintüten, nur zum Gratulieren und Spalier stehen fährt die HSG aber nicht in das Weserbergland. „Wir werden denen nichts schenken“, unterstreicht Wilfer.

Starke Serie des TV 1887

Die Hausherren spielen eine überzeugende Saison. Nachdem der Aufsteiger die ersten drei Partien in den Sand setzte, startete man durch. Nur noch eine Niederlage steht seitdem für den TV 1887 zu Buche – und das gegen die HSG oha. Im Hinspiel Ende November behielt die Wilfer-Sieben in der Mahntehalle beim 30:22 sogar deutlich die Oberhand.

Den Harzern gelang es dabei hervorragend, die Kreise des wohl besten Kreisläufers der Liga einzuengen. Dem litauischen Zwei-Meter-Hünen Eimantas Grimuta gelangen nur drei Treffer. Allerdings ist auch der restliche Kader bei den Stadtoldendorfern stark besetzt. „Das ist eine sehr eingespielte Mannschaft, die sich sehr schnell in der Liga zurechtgefunden hat“, sagt Wilfer und fordert: „Wir müssen die erste Euphoriewelle des TV abfangen, um uns dann auf unsere eigenen Stärken zu besinnen.“

Für die HSG geht es nicht zuletzt darum, die Saison mit Anstand zu beenden. „Wir müssen gucken, dass sich die Spirale nicht weiter in die Abwärtsrichtung dreht“, berichtet der HSG-Coach. „Wir müssen wieder mehr miteinander spielen, weniger in Einzelaktionen verfallen.“ Dass das Erarbeiten dieser spielerischen Elemente angesichts der schwierigen Trainingssituation nicht einfach ist, weiß aber auch Wilfer. Daher geht es ihm auch um die Einstellung: „Wenn wir alles gegeben haben, dann kann ich am Ende Stadtoldendorf auch ruhigen Gewissens zum Aufstieg gratulieren.“

Verzichten muss die HSG auf Joshua Renner, für Torben Schweidler kommt ein Einsatz nach langer Verletzungspause noch zu früh. Dafür wird der A-Jugendliche Merlin Missling wieder den Kader verstärken.

HSG-Frauen

Die Handballerinnen der HSG oha bestreiten am Samstag ihr drittletztes Spiel der Saison. In der Regionsoberliga ist das Team beim MTV Geismar III gefordert, los geht es im Göttinger Süden um 15.30 Uhr.

Die Gastgeberinnen liegen zwei Punkte hinter der HSG auf dem letzten Platz, für die Harzerinnen also die gute Gelegenheit, den Vorsprung nach unten weiter auszubauen und in der Tabelle etwas zu klettern. Zuletzt überzeugte die HSG mit einem Remis gegen den neuen Meister Plesse II und einem Sieg über Landolfshausen. An den Gegner Geismar III hat das Team gute Erinnerungen, zum Auftakt der Runde im Januar gelang ein 19:15-Heimsieg.

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