Martin Kobylanski fehlt Eintracht ein weiteres Mal

Braunschweig.  Doch die Eintracht will auch ohne ihren Spielmacher am Samstag gegen Karlsruhe bestehen.

Eintracht muss gegen Karlsruhe auf Kapitän Martin Kobylanski verzichten.

Eintracht muss gegen Karlsruhe auf Kapitän Martin Kobylanski verzichten.

Foto: Darius Simka / regios24

„Das war Glück im Unglück“, sagt Eintracht-Trainer Daniel Meyer. Drei Spieler seiner Mannschaft haben sich mit Corona infiziert und werden für das Heimspiel am Samstag (13 Uhr) gegen Karlsruher SC nicht zur Verfügung stehen. Doch so wie es im Moment ausschaut, ist es den Zweitliga-Fußballern gelungen, dass das Virus im Team nicht weitere Kreise zog, weil die Akteure sich im Reha-Training befanden und keinen Kontakt zu den Mitspielern hatten.

Auch der Zeitpunkt der Infektionen in der Länderspielpause stellt sich für die Blau-Gelben aus sportlicher Sicht als weniger gravierend dar. Trotzdem sagt Meyer: „Die drei positiven Corona-Test haben bei uns Wirkung hinterlassen. Das sensibilisiert alle noch einmal“, beschreibt er, wie die Pandemie damit auch bei den Löwen wieder etwas näher gerückt ist. Die Vorbereitung auf die Partie gegen den KSC hat das erschwert, aber Meyer will daraus keine großen Nachteile für die Blau-Gelben ableiten. „Seit Beginn der Woche liegt unser Fokus wieder auf dem Spiel“, sagt er.

Corona-Infizierte wollen anonym bleiben

Dennoch ist es so, dass die Löwen sehr ersatzgeschwächt ins Heimspiel gehen. Da die infizierten Spieler darum gebeten haben, dass ihre Namen anonym bleiben, verzichtete Meyer darauf, die Gründe für die Ausfälle der einzelnen Akteure zu nennen. Fakt ist, dass Suleiman Abdullahi, Leon Bürger, Martin Kobylanski, Iba May, Nico Klaß und Niko Kijewski für die Begegnung gegen Karlsruhe nicht zur Verfügung stehen. Zumindest Kijewski und Bürger wären aufgrund von Kreuzbandriss beziehungsweise Mittelfußbruch so oder so ausgefallen. Vor allem bei Kobylanski hatten die Braunschweiger aber auf eine Rückkehr in den Kader gehofft.

Der Mittelfeldspieler hatte bereits am vergangenen Spieltag beim 2:2 in Sandhausen gefehlt. In der ersten Hälfte machte sich das deutlich bemerkbar. In der zweiten Hälfte konnten die Kollegen des Spielmachers dessen Ausfall mit viel Engagement und Moral wettmachen und schafften nach einem 0:2-Rückstand noch den Ausgleich. Deshalb ist Meyer über das erneute Fehlen Kobylanskis nicht glücklich, aber zuversichtlich, dass sein Team das auch ein weiteres Mal kompensieren kann. „Wir tun gut daran, uns nicht nur von einem Spieler abhängig zu machen. Manuel Schwenk und Patrick Kammerbauer haben das vergangene Spiel genutzt, um Werbung für sich zu machen“, sagt Meyer. Er ist sich sicher, dass auch gegen den KSC die Kollegen für Kobylanski in die Bresche springen.

Spiel gegen den KSC kann Fingerzeig sein

Das wird auch nötig sein, denn die Partie dürfte schon entscheidenden Charakter besitzen, wie es für die Eintracht in den nächsten Wochen weitergeht. Mit der Punktausbeute von acht Zählern können die Braunschweiger zufrieden sein, aber der Abstand auf die Abstiegsplätze ist gering. Da der KSC mit einem Punkt weniger nur einen Tabellenrang hinter den Löwen liegt, könnte das Ausgang ein Fingerzeig für den weiteren Saisonverlauf sein. Mit einem Sieg würden sich die Eintracht erstmals in dieser Spielzeit entscheidend von der kritischen Zone absetzen. Auf der anderen Seite droht bei einer Niederlage die Rückkehr auf einen Abstiegsplatz. Und nur zwei Wochen später würde dann der FC St. Pauli zum Kellerduell an der Hamburger Straße bereitstehen. Ein kleines Polster nach unten würde alle etwas leichter in die Zukunft blicken lassen.

Durch die erfolgreiche Aufholjagd in Sandhausen sieht Meyer seine Mannschaft aber gestärkt in die weiteren Aufgaben gehen. „Wir sind punktmäßig im Soll und besitzen eine gute Mentalität. Das macht mich optimistisch für die Wochen bis Weihnachten, die eine Tendenz anzeigen werden“, sagt der Coach. Ob die positiv oder negativ ausfällt, hängt stark von der Partie gegen den KSC ab. Übrigens auch für den Gegner, der zuletzt mit einem 3:0-Erfolg bei St. Pauli aufhorchen ließ. Deshalb ist für Meyer im Vorfeld vor allem eines sicher: „Es wird ein umkämpftes Match.“

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