Zumindest die Kasse stimmt für Eintracht

Braunschweig  Der Zweitligist bekommt einen Teil der Münchner Ticketeinnahmen.

Der Gegner fürs Achtelfinale war Benjamin Kessel in diesem Moment ziemlich egal. „Es kann kommen, wer will – nur schön wäre ein Heimspiel“, gab Eintrachts Rechtsverteidiger am Mittwochabend nach dem schwer erkämpften 1:0 (0:0)-Sieg in Würzburg nassgeschwitzt zu Protokoll. Ein Wunsch, der bei der wenig später durchgeführten Auslosung nicht in Erfüllung gehen sollte.

Es war bereits kurz nach Mitternacht, die Mannschaft längst auf der Rückfahrt, als Tagesschau-Moderatorin Judith Rakers dem Zweitligisten ein Auswärtsspiel beim Rekordmeister FC Bayern München zuloste. Nach zwei unterklassigen Gegnern in den beiden ersten Runden erwischten die Braunschweiger damit diesmal „das sportlich schwerste Los“, wie Manager Marc Arnold wenig überraschend befand.

Auch 2011 ging es bereits gegen den FC Bayern München

Es ist bereits das zweite Mal innerhalb der letzten vier Jahre, dass sich beide Mannschaften im DFB-Pokal begegnen. 2011 hatten die Braunschweiger in der ersten Runde mit 0:3 das Nachsehen. Das Duell gegen „die beste deutsche Mannschaft“ sei dennoch „etwas ganz Besonderes“, sagte Manager Arnold, sehr genau wissend, dass die Chancen auf das Erreichen des Viertelfinales damit auf ein Minimum gesunken sind.

Ein schwacher Trost dürfte sein, dass sich die Braunschweiger zusätzlich zu den garantierten 527 000 Euro aus der zentralen Vermarktung durch den DFB über stattliche Zuschauereinnahmen freuen dürfen. Die nämlich werden im Pokal-Wettbewerb nach Abzug der entsprechenden Ausgaben für Sicherheitsdienst und Ähnliches, zwischen Heim- und Auswärtsteam aufgeteilt.

Damit werden die Braunschweiger in dieser Pokalsaison mehr als eine Million Euro einnehmen. Eine stattliche Summe, die in der Planung des Etats vor Beginn der aktuellen Zweitliga-Spielzeit noch nicht vorgesehen war.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder