Merkel fordert europäische Zusammenarbeit gegen Corona-Krise

Meseberg  Wenn sich die EU-Staats- und Regierungschefs am Freitag endlich wieder persönlich treffen, geht es um viel Geld, um die Corona-Folgen abzumildern. Die Kompromiss-Suche läuft bereits auf Hochtouren.

Italiens Premierminister Giuseppe Conte und Bundeskanzlerin Angela Merkel 2019 bei einem Gespräch beim EU-Gipfel.

Italiens Premierminister Giuseppe Conte und Bundeskanzlerin Angela Merkel 2019 bei einem Gespräch beim EU-Gipfel.

Foto: dpa

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht nach Gesprächen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte grundsätzliche Übereinstimmung für die Grundstruktur des EU-Wiederaufbaufonds.

Nach Gesprächen auf Schloss Meseberg nördlich von Berlin forderte Merkel gemeinsame Anstrengungen in der EU, um aus dem humanitären Desaster und der großen wirtschaftlichen Schwäche in Folge der Corona-Pandemie gut herauszukommen.

An die Adresse der Bundesbürger sagte sie, Deutschland habe wie andere Staaten ein Interesse an einem gut funktionierenden Binnenmarkt in der Union. Sie plädierte dafür, die anstehenden Beratungen in Brüssel in großer Freundschaft und Verbundenheit zu führen.

Italien hat die Corona-Krise mit rund 35.000 Toten besonders hart getroffen, wie Spanien ist das Land möglicher Hauptempfänger der geplanten EU-Hilfen. Die Niederlande gehören mit Österreich, Dänemark und Schweden zu den sogenannten "Sparsamen Vier", die nicht rückzahlbare Milliardenzuwendungen ablehnen.

Von den 750 Milliarden Euro des schuldenfinanzierten Wiederaufbauplans sollen nach den Vorstellungen der EU-Kommission 500 Milliarden als Zuschüsse und 250 Milliarden als Kredite vergeben werden.

© dpa-infocom, dpa:200713-99-767403/4

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