"Konrad Adenauer"

Deutsche „Air Force One“: Das kann der Regierungsflieger

| Lesedauer: 2 Minuten
Der Airbus A350 "Konrad Adenauer" wird in Hamburg enthüllt und von der Lufthansa Technik an die Bundeswehr übergeben.

Der Airbus A350 "Konrad Adenauer" wird in Hamburg enthüllt und von der Lufthansa Technik an die Bundeswehr übergeben.

Foto: Kilian Genius / dpa

Berlin.  Bundeskanzler Olaf Scholz steht ein neuer Regierungsflieger zur Verfügung. Die "Konrad Adenauer" ist komfortabler als seine Vorgänger.

In der Regel sind Fluggäste froh, wenn ihnen ein Sitz mit etwas mehr Beinfreiheit zugeteilt wird. Olaf Scholz darf sich ab sofort über eine noch ganz andere Art von Komfort freuen: Der Bundeskanzler kann seine Reisen künftig im neuen Regierungsflugzeug „Konrad Adenauer“ vom Typ Airbus A350 absolvieren. Das neue Flugzeug gilt in Anlehnung an den Flieger des US-Präsidenten als die „deutsche Air Force One“ und ist als erste Maschine der Regierungsflotte mit einer „vollumfänglichen“ Regierungskabine ausgestattet.

Zur Ausstattung der „Konrad Adenauer“ gehören Bereiche für Konferenzen sowie ein Privatabteil mit Bett und Badezimmer. Bei Bedarf kann ein Teil des Flugzeugs in eine fliegende Intensivstation umgewandelt werden. Die Regierungsmaschine war Ende März 2021 aus der Fabrik an die Lufthansa Technik geliefert und dann mit dem Einbau der Regierungskabine noch einmal gründlich überarbeitet worden.

Keine Fotos vom Innern der Maschine - aus Sicherheitsgründen

Die Regierungskabine in dem neuen „Flaggschiff“ der Flugbereitschaft der Bundeswehr setze mit „modernster Technologie und hoher Funktionalität“ neue Maßstäbe, preist das Unternehmen das Ergebnis. Verbaut sind in dem Flieger rund 50 Kilometer Kabel und 16 Tonnen Material. Aus Sicherheitsgründen wurden keine Innenaufnahmen des Flugzeugs veröffentlicht.

Lesen Sie auch:Die ungewöhnliche Corona-Tour des Kanzlers nach Peking

Nun steht es der Bundeswehr zur Verfügung, neben dem SPD-Kanzler können auch der Bundespräsident, Ministerinnen und Minister sowie Abgeordnete den neuen Flieger nutzen. Die Bundesregierung hatte 2019 insgesamt drei neue Regierungsmaschinen des Typs A350 bestellt, nachdem die alte Airbus-Flotte von einer Pannenserie heimgesucht worden war. Kostenpunkt für alle drei Maschinen: 1,2 Milliarden Euro.

Beinfreiheit auch für andere Reisende

Ein erster A350 wurde bereits 2020 ausgeliefert, der Maschine fehlt jedoch die neuartige VIP-Kabine. Übrigens: Auch die nicht für den Kanzler vorgesehenen Bereiche der „Konrad Adenauer“ verfügen über „eine Bestuhlung mit großzügigem Sitzabstand“.

Dieser Artikel erschien zuerst bei morgenpost.de.