Ermittlungen

Cyberangriff: Baerbock, Habeck und weitere Grüne gehackt

Immer mehr Cyberangriffe gegen deutsche Unternehmen

Immer mehr Cyberangriffe gegen deutsche Unternehmen

Die deutsche Wirtschaft ist zunehmend von Cyberkriminalität bedroht. Laut einer Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft und Telekommunikation wurden 90 Prozent der befragten Unternehmen schon einmal Opfer von Sabotage, Datendiebstahl und Spionage. Dabei geht es um dreistellige Milliardenbeträge an Schäden.

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Berlin   Grünen-Politiker ausgespäht – Mailinhalte sind auf externen Servern gelandet. Wie die Partei verzweifelt gegen die Attacken kämpft.

Die IT-Systeme der Grünen sind Opfer von Cyberangriffen geworden. Eine Sprecherin der Grünen bestätigte den Vorfall am Samstag. Dabei seien die Mailadressen der ehemaligen Grünen-Vorsitzenden und Ampel-Politiker Robert Habeck und Annalena Baerbock betroffen gewesen. Die Mailadressen seien jedoch laut Sprecherin nicht mehr aktiv genutzt worden.

Erste Spuren zu den Cyberangriffen führten die Ermittler laut "Spiegel" nach Russland. Die Sicherheitsbehörden würden demnach zu der Einschätzung kommen, dass durch ein gezieltes Vorgehen wie auch der technischen Details von russischen Hackern ausgegangen werden könne.

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Interne Mailkonten geknackt: E-Mails an externe Server geleitet

Dabei seien Grünen-Politiker bereits in den letzten Wochen mehrfach zur Zielscheibe von Hackern geworden, was die Grünen-Sprecherin schon am Donnerstag bestätigt hatte. Die interne Partei-Plattform "Das Grüne Netz" sei schon seit dem 13. Juni nur noch eingeschränkt nutzbar.

Die Hacker griffen zudem auch die parteiinternen Mail-Konten der neuen Grünen-Vorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour an. Dabei sei es gelungen, E-Mails teilweise an externe Server weiterzuleiten. Schon am 30. Mai gab es erste Angriffe auf das IT-System der Grünen. Die Partei erstattete danach Anzeige.

Nach Angaben des "Spiegels" habe die Berliner Staatsanwaltschaft mittlerweile ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wegen des Ausspähens von Daten und der Datenveränderung. Neben dem Landeskriminalamt sei auch das Bundeskriminalamt in die Ermittlungen eingebunden. (dpa)

Dieser Artikel erschien zuerst auf waz.de