Sabine Howind führt den Betreuungsverein in Peine

Peine.  Der bisherige Geschäftsführer Michael Gruber verlässt den Verein nach fast 27 Jahren. Er stellt sich einer neuen beruflichen Herausforderung.

Blumen für die Nachfolgerin: Sabine Howind übernimmt von Michael Gruber die Leitung des Peiner Betreuungsvereins.

Blumen für die Nachfolgerin: Sabine Howind übernimmt von Michael Gruber die Leitung des Peiner Betreuungsvereins.

Foto: Betreuungsverein Peine

Wachwechsel an der Spitze des Peiner Betreuungsvereins: Der vieljährige Geschäftsführer Michael Gruber verlässt den Verein und übergibt die Leitung an Sabine Howind. Das teilte der Peiner Caritas-Geschäftsführer Gerhard Nolte mit. Der Betreuungsverein (gesetzliche Betreuung Volljähriger; Begleitung und Weiterbildung ehrenamtlicher Betreuer) ist Mitglied im Caritasverband, Nolte gehört dem Vereinsvorstand an.

Bald 27 Jahre hat Michael Gruber den Peiner Betreuungsverein geleitet – von der Aufbauarbeit 1993 bis zur heutigen Vereinsarbeit mit 24 Mitarbeitern und rund 300 hauptamtlich geführten Betreuungen. Dazu kommen zahlreiche geführte Vormundschaften und seit 2018 die EUTB (ergänzende unabhängige Teilhabeberatungsstelle).

Es geht um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Die Dienste sind in Peine am Echternplatz 19/20 gebündelt untergebracht, und sie bieten neben den eigenen Klientenkontakten auch das Angebot der Beratung unter anderem in den Bereichen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Die EUTB berät zu allen Themen rund um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Anfang der 1990er Jahre waren es die christlichen Kirchen mit ihren Wohlfahrtsverbänden Diakonie und Caritas, die das neue Betreuungsgesetz zum Anlass nahmen, um die Strukturen im Landkreis Peine für die Menschen, die ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht selbst besorgen können, zu erweitern. Mit der Gründung des Betreuungsvereines wurde vor allem das Ziel der persönlichen Betreuung verfolgt, was sich wie ein roter Faden im Gesetz wiederfindet. So hat der Betreuungsverein mit seinen 70 Mitgliedern viele ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer geworben, ausgebildet und sie in der täglichen Arbeit begleitet.

Caritas-Geschäftsführer Gerhard Nolte lobt die Arbeit

Gerhard Nolte beschreibt die Bedeutung des Vereins so: „Die gesellschaftlichen Veränderungen machen heute den Betreuungsverein zu einem unverzichtbaren Bestandteil der sozialen Infrastruktur im Landkreis Peine, was auch in der jährlichen Förderung durch den Landkreis Peine sichtbar wird.“ Und über Michael Gruber sagt Nolte: „Er hat in seiner verbindlichen und fürsorglichen Art die Vereinsarbeit mit einem engagierten Team aufgebaut, das kompetent und sehr verlässlich tätig ist, was sich an der hohen Anerkennung, besonders durch das Betreuungsgericht und der Betreuungsstelle des Landkreises, für die tägliche Arbeit ablesen lässt.“

Offizielle Feierstunde wegen Corona abgesagt

Gruber will sich nun neuen beruflichen Herausforderungen stellen. Seine Nachfolgerin Sabine Howind kommt aus dem Landkreis Peine und hat vor ihrer jetzigen Tätigkeit in Hildesheim auch im Landkreis Peine im sozialen Bereich gearbeitet. Ein ursprünglich geplanter Empfang zur Verabschiedung Grubers und der Übergabe der Leitung an Sabine Howind musste wegen der Corona-Krise abgesagt werden.

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