Martin Schulz warnt vor „Demokratiefeinden“ in der AfD

Berlin  Martin Schulz hat die SPD-Fraktion im Bundestag offenbar überzeugt. Und der Kanzlerkandidat legte nach – mit einer Attacke auf die AfD.

Bester Stimmung: Martin Schulz (l.) und der Noch-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel (M.) zu Beginn der Sitzung am Mittwoch.++

Bester Stimmung: Martin Schulz (l.) und der Noch-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel (M.) zu Beginn der Sitzung am Mittwoch.++

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat nach Einschätzung von Bundestagsfraktionschef Thomas Oppermann bei seinem ersten Auftritt vor der SPD-Fraktion die Abgeordneten überzeugt. Er habe eine „Aufbruchstimmung“ gespürt, sagte Oppermann nach dem Treffen. Schulz habe „die volle Rückendeckung der Fraktion“.

Schulz selbst deutete an, er werde „die Bewahrung des Zusammenhalts der Gesellschaft“ in den Mittelpunkt seines Wahlkampfs stellen. Mit Bezug auf den AfD-Politiker Björn Höcke, der trotz seinen viel kritisierten Äußerungen über das Holocaust-Mahnmal in Berlin zumindest vorerst in der Partei bleiben darf, sagte er: „Die Fliehkräfte der Krise setzen die Kräfte der Demokratiefeinde frei.“

„Gabriel spielt eine dienende Rolle“

Schulz bekräftigte, die SPD wolle nach der Bundestagswahl 2017 den Bundeskanzler stellen – „in welcher Konstellation auch immer“. Die SPD habe „den Anspruch, dieses Land zu führen“. Der Besuch in der SPD-Fraktion sei ein guter Start in den Wahlkampf gewesen.

Zur Rolle des scheidenden SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel im Wahlkampf erklärte Thomas Oppermann: „Sigmar Gabriel wird im Wahlkampf eine dienende Rolle spielen.“ (W.B.)

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