"Tatort"-Kommissarin

Maria Furtwängler und Hubert Burda: Trennung nach 30 Jahren

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"Tatort"-Kommissarin Maria Furtwängler und ihr Mann haben sich getrennt.

"Tatort"-Kommissarin Maria Furtwängler und ihr Mann haben sich getrennt.

Foto: dpa

Berlin  Nach mehr als 30 Jahren Ehe haben sich die "Tatort"-Fernsehkommissarin und der 82-jährige Verleger getrennt. Das Paar hat zwei Kinder.

  • Es ist offiziell vorbei: Die beliebte Schauspielerin Maria Furtwängler und Hubert Burda haben sich getrennt
  • Über 30 Jahre waren die beiden ein Paar gewesen
  • Gerüchte über eine mögliche Trennung gibt es bereits seit Jahren

Sie, die erfolgreiche Schauspielerin. Er, der erfolgreiche Unternehmer: Maria Furtwängler (55) und Hubert Burda (82) galten jahrzehntelang als das Vorzeige-Paar. Nach mehr als 30 Jahren Ehe haben sie nun ihre Trennung bekannt gegeben, wie die Sprecherin von Maria Furtwängler am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mitteilte.

In einer Erklärung im Namen der Eheleute heißt es: „Maria Furtwängler und Hubert Burda gehen bereits seit geraumer Zeit getrennte Wege. Sie sind einander, auch angesichts der beiden gemeinsamen Kinder, freundschaftlich und familiär verbunden und werden dies auch in Zukunft so handhaben.“ Darüber hinaus machte das Paar in der Angelegenheit keine weiteren Einzelheiten öffentlich.

Hinter vorgehaltener Hand war seit längerem die Rede, dass die Ehe wohl nur noch auf dem Papier besteht. Konfrontiert mit Gerüchten wich Maria Furtwängler gern burschikos aus: „Was soll ich machen?“, sagte sie im Spiegel-Interview vor zehn Jahren. Auf die Frage, ob ihr viele Affären angedichtet werden, sagte sie: „Na, ich hoffe doch ständig. Angeblich soll ich sogar mal was mit meinem Mann gehabt haben.“

Furtwängler und Burda: Seit 1991 verheiratet

Am 8. November 1991 gaben sich die Schauspielerin und der Medienmogul das Jawort. Sohn Jacob (32) war da bereits auf der Welt. Tochter Elisabeth Furtwängler (30), die heute als Rapperin „Kerfor“ Karriere macht, wurde kurz darauf geboren. 25 Jahre alt war Maria Furtwängler damals. Burda war doppelt so alt. Für ihn war es die zweite Ehe.

Im Spiegel-Interview von 2012 sagte sie, sie selbst sei auch durch die Ehe zur selbstbewussten Frau geworden: „Ich habe nun mal einen extrem starken und selbstbewussten Mann, in dessen Schatten man leicht zum Umfeld wird, zum Satelliten. Es klingt jetzt wahnsinnig klischeehaft, aber daraus ist möglicherweise umso mehr das Bedürfnis entstanden, mich selbst und meine eigene Welt zu finden.“

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Eine Welt in der Welt der Mächtigen: Die Burda-Mediengruppe macht jedes Jahr Milliardenumsätze: Dazu zählen das Magazin „Focus“, die People-Zeitschrift „Bunte“, das Modemagazin „Burda Style“ und die Fashion-Zeitschrift „Elle“. Das Medienhaus ist zu 100 Prozent in Familienbesitz. Hubert Burda ist Eigentümer zusammen mit seinen Kindern: Jacob Burda und Elisabeth Furtwängler halten an der Konzernholding seit 2017 jeweils 37,5 Prozent. Maria Furtwängler hält keine Anteile an dem Konzern, so das „Handelsblatt“.

Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Die vielfach preisgekrönte Maria Furtwängler, Großnichte des berühmten Dirigenten Wilhelm Furtwängler, die schon als kleines Kind vor der Kamera stand, erlebte ihren Durchbruch 1987 mit der ARD-Vorabendserie „Die glückliche Familie“. Ihre Paraderolle aber ist die „Tatort“-Fernsehkommissarin Charlotte Lindholm, die in den 20 Jahren immer wieder zur „belietesten Tatort-Ermittlerin“ gewählt wurde. Furtwängler, die neben dem Leben als Fernsehstar auch promovierte Ärztin ist, setzt sich zudem seit langem in der Öffentlichkeit für Frauenrechte ein.

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Mit ihrer Tochter Elisabeth gründete sie 2016 die MaLisa Stiftung, die sich auf internationaler Ebene gegen Gewalt an Frauen und Mädchen einsetzt. Nicht müde wird Maria Furtwängler, wenn es um Ideen zur. Überwindung einschränkender Rollenbilder geht.

Mit großem Temperament geht sie immer wieder gegen Klischees, Schönheitssterotype und Jugendwahn an. Im Interveiw mit unserer Redaktion sagte sie einmal, dass sie froh sei, dass das Thema Alterdiskriminierung nicht mehr so offensichtlich sei: „Jetzt guckt uns auch mal Auslandskorrespondentin um die sechzig an, es muss nicht mehr immer nur die hübsche, junge sein.“

Was sie aber zunehmend irritiert sei das Frauenbild auf Instagram und Co. „Das ist oft rückschrittlich. Die Top-Influencerinnen sind alle im Bereich Mode, Beauty, Kochen, Dating unterwegs. Man kommt sich manchmal vor wie in den 50er Jahren. Männliche Influencer können alles machen und sein. Die können dick sein, nicht besonders schön. Dürfen lustig sein oder die Welt erklären. Aber wehe, eine Frau erklärt die Welt. Die kriegen Hate-Botschaften.“

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.