Flugzeugabsturz

Frachtflugzeug in Griechenland abgestürzt: Acht Todesopfer

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Die Trümmer des abgestürzten Antonow-Frachtflugzeugs.

Die Trümmer des abgestürzten Antonow-Frachtflugzeugs.

Foto: Giannis Papanikos/AP/dpa

Kavla/Berlin  Nach dem Absturz eines Frachtflugzeugs in Griechenland sollen Anwohner ihre Häuser nicht verlassen. Der Grund sind giftige Dämpfe.

Bei dem Absturz eines Frachflugzeuges im Nordosten Griechenlands sind am Samstag alle acht Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Nun bereitet auch die Fracht Sorgen. Nach dem Absturz haben sich an der Unglücksstelle beißende Dämpfe verbreitet. Anwohner sollen ihre Fenster geschlossen halten, die Klimaanlagen ausstellen und die Häuser nicht verlassen.

Das Bürgerschutzministerium schickte eine entsprechende Warn-SMS an die Anwohner. Die Antonow An-12 soll zwölf Tonnen „toxisches Gut“ an Bord gehabt haben, berichtete der Staatssender ERT in der Nacht zum Sonntag. Um was genau es sich bei der Fracht handelte, wurde zunächst nicht bekannt.

Die Antonow war Berichten zufolge im serbischen Nis gestartet und auf dem Weg nach Amman in Jordanien, als der Pilot Probleme mit einem Triebwerk meldete und eine Notlandung auf dem Flughafen der Stadt Kavala beantragte. Beim Flug-Tracker Flightradar24 war zu sehen, wie das Flugzeug nahe der Halbinsel Chalkidiki über der Nordägäis den Kurs Richtung Kavala änderte – doch bis dahin schaffte es die Crew nicht mehr. Der Flieger stürzte nahe den Dörfern Paleochori und Antifilippi weniger als 40 Kilometern von Kalava entfernt auf unbewohntem Gebiet ab.

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In der Umgebung sahen und filmten etliche Anwohner den Absturz des Flugzeugs, das bereits in der Luft brannte und deshalb am Nachthimmel deutlich auszumachen war. Zunächst rückte ein Großaufgebot aus Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei an, doch schon bald zogen sich die Rettungskräfte zurück. „Obwohl wir Masken trugen, war die Luft unerträglich. Es gab nicht nur Rauch, sondern auch beißende Dämpfe“, sagte ein Feuerwehrmann gegenüber Journalisten. Zwei seiner Kollegen seien mit Atemwegsproblemen ins Krankenhaus gebracht worden.

Der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Pangeo, Filippos Anastasiadis, bestätigte noch in der Nacht, dass die Maschine „gefährliches Material“ geladen hatte. Es habe sich vermutlich um Munition gehandelt, sagte er gegenüber dem Staatssender ERT und versicherte, dass es keine chemischen oder nuklearen Kampfstoffe seien. Das Militär sei auf dem Weg zur Unglücksstelle.

Noch Stunden nach dem Absturz waren aus den brennenden Überresten der Maschine Explosionen zu hören. Die Trümmer der Antonow sollen in einem Umkreis von 800 Metern verteilt liegen, das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt. Experten sagten im Fernsehen, bei Begriffen wie „toxisches Gut“ könne es sich um viele verschiedene Dinge handeln, um Munition, um Waffen, aber beispielsweise auch um Batterien für militärische Zwecke, die bei einem Brand ebenfalls giftige Gase freisetzen würden. (dpa/bef)

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Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.