Sommer

Hitzerekorde in Deutschland: Die heißesten Orte der Republik

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Vergangene sieben Jahre waren die bislang heißesten

Vergangene sieben Jahre waren die bislang heißesten

Die vergangenen sieben Jahre waren nach Angaben der UN-Wetterorganisation WMO die weltweit heißesten überhaupt. Trotz des kühlenden Wetterphänomens La Niña gehörte auch das Jahr 2021 zu den wärmsten aller Zeiten.

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Berlin  Der Klimwandel sorgt für immer heißere Sommer, regelmäßig fallen die Hitze-Rekorde. Doch was sind die heißesten Orte der Republik?

Endlose, heiße Sommer mit Temperaturen über 40 Grad. Wer dabei an den Süden Europas oder gar Nordafrika denkt, sollte sich in Deutschland noch einmal genau umsehen. Denn auch hierzulande werden die Sommer durch den menschengemachten Klimawandel bedingt immer heißer. Das führt auch dazu, dass immer neue Hitze-Rekorde aufgestellt werden. Wir zeigen, wo aktuell die heißesten Orte Deutschlands liegen. Lesen Sie auch: Sahara-Hitze: Ministerin ruft zu Vorsorge auf

Hitze Rekorde in Deutschland: Hier wurden die höchsten Temperaturen gemessen

Wiederholt wurden in den vergangenen Jahren in Deutschland neue Hitze-Rekorde aufgestellt. Waren Temperaturen über 40 Grad in der Vergangenheit hierzulande fast ausgeschlossen, wurden inzwischen mehrfach solche Werte erreicht. Dabei sticht der 25. Juli 2019 besonders heraus. An diesem Tag wurden die höchsten Temperaturen erreicht, die jemals in der Republik gemessen wurden.

  • Duisburg-Baerl (NRW): 41,2 Grad
  • Tönisvorst (NRW): 41,2 Grad
  • Köln-Stammheim (NRW): 41,1 Grad
  • Bonn-Roleber (NRW): 40,9 Grad
  • Kleve (NRW): 40,9 Grad

Damit befinden sich die derzeit heißesten Orte der Republik alle in Nordrhein-Westfalen. Zeitweise galt zwar Lingen in Niedersachsen mit 42,6 Grad als Rekordhalter, diesen Wert annullierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) aber später wegen eines Messfehlers.

Im Schnitt am wärmsten: Wo in Deutschland ist die Temperatur im Durchschnitt am höchsten?

Bei den oben genannten Rekorden handelt es sich allerdings nur um einzelne Ausreiser. Nur weil es an diesen Ort einmalig so heiß war, muss das nicht immer der Fall sein. Doch wo ist es in Deutschland im Schnitt am wärmsten? Betrachtet man das Jahr 2021, war Köln-Stammheim (NRW) mit im Jahresdurchschnitt 11,4 Grad der wärmste Ort der Republik. Danach folgen Waghäusel in Baden-Württemberg mit 11,2 Grad und Mannheim (Baden-Württemberg) mit 10,9 Grad.

Übrigens: Während Deutschland in Sachen Hitze eher im Mittelfeld landet, gehört ein Ort in der Republik beim Thema Kälte zur Weltspitze. Genauer gesagt geht es um den Funtensee in Bayern. Dort wurde 2001 ein Extremwert von -45,9 Grad erreicht. Damit ist der Funtensee nicht nur der mit Abstand kälteste Ort Deutschlands, sondern erreichte auch eine der niedrigsten Temperaturen, die je auf der Erde gemessen wurden.

Tropische Nächte: Hier ist es in Deutschland nachts am heißesten

Während bei den Höchsttemperaturen am Tag zwei Orte in Nordrhein-Westfalen die Spitzenplätze einnehmen, geht der Nacht-Rekord an einen Berg in Rheinland-Pfalz. Dort fiel am 25. Juli 2019 die Temperatur auch in der Nacht nicht unter 26,2 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) unserer Redaktion auf Nachfrage mitteilte. Das waren laut DWD die wärmsten Nächte in Deutschland:

  • Neustadt an der Weinstraße, Weinbiet (Rheinland-Pfalz): Temperatur nicht unter 26,2 Grad, 25. Juli 2019
  • Kubschütz (Sachsen): Temperatur nicht unter 26,1 Grad, 16. Juli 2007
  • Weiskirchen (Saarland): Temperatur nicht unter 26,0 Grad, 5. August 2003
  • Lindenfels (Hessen): Temperatur nicht unter 26,0 Grad, 13. August 2003
  • Freiburg (Baden-Württemberg): Temperatur nicht unter 26,0 Grad, 5. Juli 1957

Insgesamt nimmt die Zahl der tropischen Nächte in Deutschland zu. Damit gemeint sind Nächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen. In den meisten Regionen passiert das nur sehr selten, laut DWD im Durchschnitt weniger als einmal pro Jahr. Allerdings registrierte das Umweltbundesamt im Jahr 2018 in manchen Gegenden Deutschlands mehr als zehn Tropennächte.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.