Corona-Impfung

Biontech: Corona-Impfstoff gegen Omikron wohl im März fertig

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Biontech-Chef für Corona-Booster nach drei Monaten

Biontech-Chef für Corona-Booster nach drei Monaten

Biontech-Mitgründer Ugur Sahin hat sich für eine Corona-Auffrischungsimpfung bereits ab drei Monaten nach der Zweitimpfung ausgesprochen. Zwei Dosen seien noch keine abgeschlossene Impfung mit ausreichendem Schutz, sagte Sahin dem "Spiegel".

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Berlin  Biontech-Chef Şahin rechnet für März mit den ersten Lieferungen eines an Omikron angepassten Impfstoffs. Ein Schritt fehlt aber noch.

  • Biontech/Pfizer haben mit der Produktion eines an die Omikron-Variante angepassten Vakzins begonnen
  • Biontech-Chef Uğur Şahin äußerte sich am Dienstag zum Zeitplan
  • Die beiden Unternehmen gehen bei der Produktion durchaus ein Risiko ein, wie sie sagten

Der Impftstoffhersteller Pfizer produziert bereits einen angepassten Corona-Impfstoff von Biontech gegen die Omikron-Variante. Dieser sei bereits im März fertig, sagte der CEO des Pharmaunternehmens, Albert Bourla, dem Fernsehsehsender CNBC.

Dies bestätigte auch Uğur Şahin, Chef des deutschen Unternehmens Biontech. Wie Şahin am Dienstag per Videoschalte auf einem Gesundheitskongress der US-Bank J.P. Morgan sagte, werde Ende Januar eine klinische Studie zu dem Impfstoff beginnen. "Wir gehen davon aus, dass wir bis März für eine Belieferung des Marktes bereit sind, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen."

Tatsächlich hat die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) noch nicht erklärt, ob sie einen Omikron-spezifischen Impfstoff für notwendig hält. Für das Jahr 2022 rechnen Biontech/Pfizer mit einer Produktionskapazität von bis zu vier Milliarden Vakzin-Dosen weltweit.

Ob der Impfstoff tatsächlich auch zum Einsatz kommt, ist derzeit unklar. Man habe mit der Herstellung auf eigenes Risiko begonnen, so Bourla. Die Hoffnung sei, dass man einen besseren Schutz gegen Infektionen bieten könne. Der Impfstoff solle zudem auch gegen andere Varianten wirksam sein.

Pfizer/Biontech: Jährliche Corona-Impfungen könnten nötig werden

Wenige Stunden nach seinem TV-Interview sagte Bourla, dass dennoch auch jährliche Corona-Impfungen nötig werden könnten. Hochrisiko-Patienten könnten sogar noch häufiger eine Auffrischung erhalten, so Bourla, der sich wie sein Geschäftspartner Şahin ebenfalls bei der Gesundheitskonferenz von J.P. Morgan äußerte.

Bereits im Dezember hatte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eine schnelle Zulassung eines modifizierten Corona-Impfstoffs gegen die Omikron-Variante in Aussicht gestellt.

Pfizer hat mit dem Impfstoff sowie einer neuen Corona-Pille gleich zwei wichtige Produkte im Kampf gegen Corona im Rennen. Damit hat auch die Aktie von Biontech hat nach dem zuletzt schwachen Verlauf wieder kräftig zulegen können. Biontech profitiert also weiterhin vom Corona-Impfstoff. Zudem scheint man der Konkurrenz voraus zu sein.

Moderna rechnet mit Omikron-Impfstoff im Herbst

Bei Moderna wird es jedoch offenbar länger dauern, ehe ein Omikron-spezifischer Impfstoff zur Verfügung steht. Konzern-Chef Stéphane Bancel sagte gegenüber CNBS, dass sein Unternehmen an einer Auffrischungsimpfung für den Herbst arbeite. Das Vakzin werde bald in die klinische Erprobung gehen, kündigte Bancel an. (bef/mja/mit dpa)

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