Newsblog

Corona: Ampel-Parteien wollen Krisenstab einrichten

| Lesedauer: 46 Minuten
Scholz kündigt weitere Maßnahmen gegen Corona-Pandemie an

Scholz kündigt weitere Maßnahmen gegen Corona-Pandemie an

Der voraussichtlich künftige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat in Berlin weitere Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie angekündigt. Die neue Bundesregierung werde alles erforderliche tun, um das Land gut durch diese Teit zu bringen, verprach der SPD-Politiker.

Beschreibung anzeigen

Berlin.  Das RKI meldet Rekord-Zahlen. Die Ampel-Parteien haben verkündet, einen Corona-Krisenstab einrichten zu wollen. Mehr dazu im Blog.

  • Die Zahl der Neuinfektionen steigt in Deutschland auf immer dramatischere Höhen
  • Das RKI meldet erstmals in der Corona-Pandemie eine bundesweite Inzidenz von über 400
  • Fußballspieler Joshua Kimmich hat sich mit Corona infiziert
  • Die Ampel-Parteien wollen einen Corona-Krisenstab einrichten
  • Ab heute gilt bundesweit die 3G-Regel in Bus und Bahn sowie am Arbeitsplatz
  • Die Union dringt auf härtere Corona-Maßnahmen

Berlin. Die Corona-Zahlen steigen rasant, täglich meldet das Robert Koch-Institut (RKI) neue Rekorde. Bei der Vorstellung des Koalitionsvertrages der Ampel-Parteien, sprach auch der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz von einer ernsten Lage. Er kündigte einen ständigen Bund-Länder-Krisenstab im Kanzleramt und einen Bonus für Pflegekräfte an. Für den Bonus will die Ampel Scholz zufolge eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen.

Scholz verwies zudem auf das in Kraft getretene neue Infektionsschutzgesetzes. Seit heute gelten bundesweit neue Regeln, die die vierte Welle eindämmen sollen. So tritt die 3G-Regel am Arbeitsplatz sowie in Bus und Bahn in Kraft.

Zudem werden die Maßnahmen in Bundesländern mit besonders hohen Inzidenzen verschärft. Das öffentliche Leben in Bayern, Sachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt wird eingeschränkt, auch andere Bundesländer beraten über eine Verschärfung. Beim jüngsten Corona-Gipfel wurde die Hospitalisierungsinzidenz als Maßstab für härtere Corona-Regeln festgelegt. Ab einem Wert von drei soll in den Bundesländern die 2G-Regel gelten, ab sechs 2G plus.

Derweil wird eine allgemeine Impfpflicht als Maßnahme diskutiert. Mittlerweile haben sich bereits einige Experten für die Verpflichtung ausgesprochen. Juristen zufolge wäre ein derartiges Vorgehen vom Grundgesetz gedeckt. "Eine solche allgemeine Impfpflicht ist durchaus vertretbar – und zwar, um das Leben anderer Menschen zu schützen", so Staatsrechtlers Ulrich Battis im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

RKI meldet aktuelle Corona-Zahlen

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 66.884 Corona-Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland liegt bei 404,5 gegenüber 399,8 am Vortag. Lesen Sie dazu: Corona in Deutschland: Fallzahlen und Hospitalisierungsrate

Corona-News von Mittwoch, 24. November: Brinkhaus will Corona-Gipfel vorziehen

22.34 Uhr: Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus dringt auf schärfere Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus. Die auf den Weg gebrachten Maßnahmen würden wahrscheinlich nicht reichen, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend in einem ARD-"Brennpunkt". "Wir müssen jetzt intensiv handeln."

Die bisher von der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) geplante Bewertung am 9. Dezember sei "viel zu spät". Zuvor hatte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) ein rasches Treffen der Länder-Regierungschefs gefordert, am besten noch in dieser Woche.

Baerbock zur Corona-Krise: "Wir haben uns zehn Tage Zeit gegeben"

21.48 Uhr: Der von den Ampel-Parteien geplante Bund-Länder Krisenstab zur Corona-Lage soll nach Angaben von Grünen-Chefin Annalena Baerbock täglich die Situation analysieren. "Wir haben uns zehn Tage Zeit gegeben, um zu sehen, sind wir bei den Booster-Impfungen, sind wir bei den Schutzmaßnahmen weit genug gekommen", sagte Baerbock am Mittwochabend in den ARD-"Tagesthemen". Nach diesen zehn Tagen werde gemeinsam analysiert, "ob es weitere Maßnahmen braucht oder nicht".

Baerbock wollte eine allgemeine Impfpflicht nicht ausschließen. Zusätzlich zu einer Impfpflicht für bestimmte Bereichen und Berufe werde "mitgeprüft, was es braucht für eine allgemeine Impflicht", sagte sie in den "Tagesthemen". Dafür müssten rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden.

Bayerns Intensivstationen laut Klinikchef in Kürze überlastet

21.04 Uhr: Laut Thomas Riedel, Leitender Arzt der Intensivmedizin der Rottal-Inn Kliniken, stehen die Bayerischen Intensivstationen kurz vor dem Kollaps. In Kürze werde es nicht mehr genügen, Patienten innerhalb Bayerns zu verlegen, sagte Riedel dem ZDF. "Es wird zu bundesweiten Verlegungen kommen – zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland", so Riedel.

Italien verschärft Corona-Regeln und erweitert Impfpflicht

20.11 Uhr: Angesichts der vierten Corona-Welle hat Italiens Regierung strengere Regeln beschlossen und die Impfpflicht erweitert. „Wir wollen jetzt diese Normalität bewahren und wollen keine Risiken“, sagte Ministerpräsident Mario Draghi am Mittwoch. Ab dem 6. Dezember gelten in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern in vielen Bereichen 2G-Regeln. Die Regeln gelten landesweit zunächst bis zum 15. Januar. Danach nur in Regionen, die in Corona-Zonen mit strengeren Regeln eingeteilt sind.

Ab dem 15. Dezember müssen sich auch das Schulpersonal sowie Polizisten, Soldaten, Rettungskräfte und Angestellte in der Gesundheitsverwaltung gegen Covid-19 impfen lassen. Das Gesundheitspersonal, für das schon seit April eine Pflicht galt, braucht die Auffrischungsimpfung.

Düsseldorf verschiebt Rosenmontagszug auf den 8. Mai

20.06 Uhr: Die Düsseldorf Jecken verschieben den Rosenmontagszug wegen der Corona-Pandemie im kommenden Jahr vom 28. Februar auf den 8. Mai. Das entschied am Mittwoch das Comitee Düsseldorfer Carneval. Der neue Termin eröffne die Chance, den Düsseldorfer Rosenmontagszug in der gewohnten Weise mit Tausenden von Zuschauern am Straßenrand durchzuführen, begründeten die Narren den Schritt.

"Wir alle gehen davon aus, dass wir im kommenden Frühjahr die vierte Coronawelle überwunden haben", sagte der Präsident des Comitees, Michael Laumen. Gleichzeitig biete die damit verbundene Verlängerung der Session allen Vereinen die Möglichkeit, ihre für Januar und Februar 2022 geplanten Veranstaltungen zu verlegen. "Wir sehen darin eine echte Chance, den Karneval am Leben zu erhalten und trotzdem zu feiern", sagte Vizepräsident Stefan Kleinehr.

Auch Arminia Bielefeld streicht Ungeimpften bei Quarantäne das Gehalt

19.19 Uhr: Auch der Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld streicht nicht geimpften Profis das Gehalt, falls diese sich in häusliche Quarantäne begeben müssen. Das bestätigte Arminias Sportchef Samir Arabi der "Neuen Westfälischen". Der Verein habe in Bezug auf die Impfungen einen "sehr guten" Wert, einzelne Spieler hätten sich aber bisher geweigert, sich impfen zu lassen.

Bereits einige andere Vereine aus der Bundesliga und der 2. Liga hatten angekündigt, ihren ungeimpften Profis das Gehalt für den Zeitpunkt einer Quarantäne zu streichen, falls sie sich zum Beispiel als Kontakt einer infizierten Person in diese begeben müssen.

Großrazzia gegen mutmaßliche Impfpassfälscher-Bande

18.30 Uhr: Im Zuge von Ermittlungen gegen mutmaßliche Impfpassfälscher haben am Mittwoch rund 300 Polizistinnen und Polizisten 24 Gebäude in Niedersachsen und Hessen durchsucht. Bei dem Einsatz unter Leitung der Staatsanwaltschaft Hildesheim wurden in großem Umfang Beweismittel sichergestellt, wie das niedersächsische Innenministerium in Hannover mitteilte. Diese deuteten auch auf weitere Straftaten wie Waffen- und Drogendelikte hin. Die Ermittlungen richten sich gegen eine Bande, die im großen Stil Impfzertifikate gefälscht und verkauft haben soll.

Der Fall zeige, dass kriminelle Gruppen viel Geld damit verdienen wollten, das Leben und den Gesundheitsschutz anderer aufs Spiel zu setzen, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD). Es sei zudem völlig inakzeptabel, dass sich Impfunwillige über den illegalen Online-Handel mit falschen Impfpässen versorgten und damit Maßnahmen zum Infektionsschutz unterliefen. "Die Fälschenden wie die Abnehmenden sollten wissen, dass das strafrechtliche Folgen nach sich zieht", betonte Pistorius. Die Dreistigkeit der Fälscher mache ihn vor dem Hintergrund täglich steigender Infektionszahlen fassungslos.

Kimmich hat sich mit Corona infiziert

17.47 Uhr: Der Fußballspieler Joshua Kimmich hat sich laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung mit dem Coronavirus infiziert. Die Zeitung beruft sich auf zwei voneinander unabhängige Quellen, welche die Infektion bestätigt hätten. Kurze Zeit nach Veröffentlichung des Berichts bestätigte auch der FC Bayern den Vorfall.

Kimmich steht seit Wochen in den Schlagzeilen, nachdem bekannt geworden war, dass der Nationalspieler noch nicht geimpft ist. Erst am Nachmittag hatte Bundestrainer Hansi Flick von einem Gespräch mit dem 26-Jährigen berichtet. Er denke, "dass es auch in die Richtung geht, dass er sich impfen lässt", sagte Flick. Derzeit befindet sich Kimmich als ungeimpfte Kontaktperson eines Corona-Falls in Quarantäne. Nach seiner Infektion muss Kimmich nun in häuslicher Isolation bleiben, kann sich dann mit einem negativen PCR-Test freitesten.

Bundeswehr könnte wieder in Pflegeheimen aushelfen

17.07 Uhr: Angesichts der zusätzlichen Kontrollpflichten in der neuen Corona-Verordnung kann sich die Diakonie wieder unterstützende Soldatinnen und Soldaten in den Alten- und Pflegheimen vorstellen.

"Die Testpflicht sowie die anhängenden Nachweis-, Dokumentations- und Meldepflichten aufgrund des Infektionsschutzgesetzes sind vielerorts durch das normale Personal kaum zu leisten", sagte der Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, Hans-Joachim Lenke, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Beschäftigten müssten für die Pflege und Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner da sein.

In den Pflegeeinrichtungen werde dringend Unterstützung benötigt. "Unsere Pflegemitarbeitenden sind seit 21 Monaten unter einer extremen Belastung und müssen diesen Winter in der vierten Welle überstehen. Wir können uns die Bewältigung dieser Situation nicht anders als mit externer Hilfe vorstellen", unterstrich Lenke.

Corona-Krisenstab soll schon vor Regierungswechsel starten

16.15 Uhr: Der von den Ampel-Parteien geplante Krisenstab zur Corona-Lage im Kanzleramt soll nach Worten des voraussichtlichen künftigen Bundeskanzlers Olaf Scholz schon eingerichtet werden, bevor die neue Regierung im Amt ist.

Es gehe um einen guten Übergang, sagte Scholz am Mittwoch in Berlin. "Auch die wissenschaftliche Begleitung wünschen wir uns anders." Die geplante Regierung wolle präzise ausdiskutierte Vorschläge haben und wissen, wie sich die Lage in einzelnen Bereichen genau entwickele. "Hier ist klares geordnetes Handeln erforderlich."

Gesundheitsminister beraten über Patientenverlegungen

16.04 Uhr: Bund und Länder wollen über das Vorgehen bei Patientenverlegungen wegen der kritischen Corona-Lage in Deutschland beraten. Dazu ist an diesem Donnerstag eine Sonder-Videokonferenz der Gesundheitsminister angesetzt, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen erfuhr. Auch auf Drängen des geschäftsführenden Bundesministers Jens Spahn (CDU) soll demnach unter anderem über den Stand bei Verlegungen und Kapazitäten nach dem sogenannten Kleeblatt-Konzept beraten werden.

Olaf Scholz kündigt Einrichtung eines Corona-Kristenstabs an

15.17 Uhr: Bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Koalitionsvertrages der Ampelparteien hat Kanzlerkandidat Olaf Scholz mehrere Punkte vorgestellt, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie umgesetzt werden sollen. So soll es etwa einen ständigen Krisenstab von Bund und Ländern geben, die auch die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen überprüfen. Eine Expertengruppe - die unter anderem aus Virologen, Epidemologen, Soziologen und Psychologen bestehen soll - soll die Corona-Lage täglich beurteilen.

Zudem soll die Impfkampagne massiv vorangebracht werden, Impfzentren ausgebaut, mobile Teams eingesetzt und Arztpraxen und Apotheken stärker eingebunden werden. Überlegt werde auch, Impfungen in Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen verpflichtend zu machen, wie Scholz sagte. Pflegekräfte sollen eine Bonuszahlung erhalten. Dafür will der Bund eine Milliarde Euro bereitstellen.

Leipzig lässt Kulturbetrieb ruhen

14.58 Uhr: Die Stadt Leipzig lässt einen Teil ihres Kulturbetriebs wegen der Corona-Pandemie bis zum 9. Januar ruhen. Die städtischen Bühnenhäuser Oper Leipzig, Gewandhaus, Schauspiel und Theater der Jungen Welt sagen alle Eigenveranstaltungen bis dahin ab, wie das Kulturdezernat der Stadt am Mittwoch mitteilte. "Um sowohl dem Publikum als auch den Mitarbeitern der städtischen Bühnenhäuser größtmöglichen Schutz sowie Planungssicherheit zu geben, haben wir die Entscheidung getroffen", sagte Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke).

Merkel sieht Notlage wegen Corona-Ausbreitung

14.02 Uhr: Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt darauf, die bedrohliche Corona-Ausbreitung in Deutschland einzudämmen. Merkel habe in einem Gespräch mit Spitzenvertretern der voraussichtlichen künftigen Regierungspartner SPD, Grüne und FDP "den außerordentlichen Ernst der Lage" deutlich gemacht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. "Wir sind auf dem Weg in eine Notlage, wie wir sie hierzulande noch nie hatten." Er verwies unter anderem auf immer knappere Intensivkapazitäten und die Notwendigkeit, Patienten überregional in andere Kliniken zu verlegen.

Es müsse jetzt darum gehen, die vierte Corona-Welle zu bremsen und zu brechen, machte Seibert für die Kanzlerin deutlich. Zu möglichen weiteren Eindämmungsmaßnahmen und Forderungen nach einer rascheren erneuten Bund-Länder-Abstimmung machte er keine Angaben. Er verwies auch auf Vertraulichkeit des Gesprächs mit SPD, Grünen und FDP.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat rasche Beratungen der Ministerpräsidenten über einheitlich strengere Regeln gefordert. "Wir müssen die drohende Überlastung des Gesundheitswesens mit aller Macht verhindern und dürfen nicht bis zum 9. Dezember warten, um die Lage zu analysieren", sagte Hans am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Verteidigungsressort macht Corona-Schutzimpfung duldungspflichtig

13.26 Uhr: Das Verteidigungsministerium hat die Corona-Schutzimpfung für die Männer und Frauen in der Bundeswehr duldungspflichtig gemacht. Eine entsprechende Entscheidung habe die geschäftsführende Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Mittwoch getroffen, wie ein Sprecher des Ministeriums erklärte. Zuvor hatte ein Schlichtergremium - eine Runde aus je drei Vertretern des Verteidigungsministeriums und der Beteiligungsgremien - in einem langen Streit eine Vorentscheidung getroffen und empfohlen, den Schutz in die Liste der duldungspflichtigen Impfungen aufzunehmen.

In der Bundeswehr wurde die Duldungspflicht für Impf- und Vorsorgemaßnahmen vor einigen Jahren eingeführt. Soldaten, die diese verweigern, drohen disziplinarrechtliche Konsequenzen. Die Bundeswehr verweist auf das Soldatengesetz und die Einsatzbereitschaft der Truppe.

EU-Gesundheitsbehörde warnt vor schwierigem Corona-Winter

12.48 Uhr: Ohne sofortige Corona-Maßnahmen und höhere Impfzahlen steht Europa nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC ein schwieriger Winter bevor. Modellierungsszenarien wiesen darauf hin, dass dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) im Dezember und Januar eine möglicherweise sehr hohe Krankheitsbelastung durch die Delta-Variante drohe - es sei denn, man wende umgehend sogenannte nicht-pharmazeutische Interventionen (NPI) an, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Zu solchen Maßnahmen zählen zum Beispiel Abstand halten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Gleichzeitig müssten mehr Menschen geimpft werden, hieß es in der neuen Corona-Risikoeinschätzung des ECDC.

Weil die Impfstoffe einen hohen Schutz gegen schwere Krankheitsfolgen bieten, werden Ungeimpfte laut ECDC-Direktorin Andrea Ammon eine große Zahl neuer Krankenhauseinweisungen ausmachen, darunter vor allem Ungeimpfte in Risikogruppen. Die derzeitige Gesamtimpfrate im EWR werde unzureichend sein, um die Belastung durch Corona-Fälle und Einweisungen in den Wintermonaten zu begrenzen. Europa müsse Immunitätslücken in der erwachsenen Bevölkerung schließen.

EU empfiehlt Booster für Erwachsene frühestens nach 6 Monaten

12.33 Uhr: Jetzt macht auch die Europäische Union Druck für Auffrischungsimpfungen: Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC empfiehlt nun offiziell einen Booster für alle ab 18 Jahren, mit Vorrang für jene, die älter als 40 Jahre sind. Allerdings folgen die Experten der Union nicht dem Rat einiger Virologen, schon sehr frühzeitig die Auffrischungsimpfungen zu spritzen: "Der Booster ist frühestens sechs Monate nach dem Abschluss der Erstimpfung empfohlen", sagte ECDC-Direktorin Andrea Ammon am Mittwoch.

Durch die Auffrischungsimpfungen könnte die Übertragung des Corona-Virus verringert werden, was schwere und tödliche Verläufe verhindere, meinte Ammon. Sie verwies auf Erkenntnisse über eine im Zeitverlauf schwindende Wirksamkeit der Corona-Vakzine. Zugleich forderte die EU-Gesundheitsbehörde dringend, die Impflücke in vielen EU-Staaten zu schließen. Offen ist noch, ob die EU mit Blick auf die nachlassende Schutzwirkung der Vakzine die Gültigkeit der europaweiten Covid-Impfzertifikate begrenzt. Die EU-Kommission will auf Drängen mehrerer EU-Staaten am Donnerstag einen Vorschlag vorlegen.

Staatsanwaltschaft: Keine Anklage zur Corona-Ausbreitung in Ischgl

12.11 Uhr: Die Staatsanwaltschaft hat die strafrechtlichen Ermittlungen zur Corona-Ausbreitung im österreichischen Skiort Ischgl im Frühjahr 2020 eingestellt. "Es kommt zu keiner Anklage“, teilte die Behörde am Mittwoch in Innsbruck mit. Es gebe keine Beweise dafür, "dass jemand schuldhaft etwas getan oder unterlassen hätte, das zu einer Erhöhung der Ansteckungsgefahr geführt hätte", hieß es in der Begründung. Ischgl galt im März 2020 auch wegen seiner Après-Ski-Szene als ein Hotspot der Verbreitung des Virus. Der Ort sowie das gesamte Paznauntal wurden schließlich unter teils chaotischen Umständen unter Quarantäne gestellt. Im Visier der Ermittlungen standen fünf Amtsträger.

Geprüft worden seien die Maßnahmen nach Bekanntwerden der ersten Infektionsfälle, die Erlassung und Umsetzung von Verordnungen über Schließung von Lokalen, des Skibetriebes und die weiteren Verkehrsbeschränkungen in Ischgl beziehungsweise die Quarantäne im Paznauntal, so die Staatsanwaltschaft. Der Ermittlungsakt umfasse 15.000 Seiten Protokolle, Berichte und sonstiges Beweismaterial. Um die Abläufe nachvollziehen und bewerten zu können, seien 27 Personen durch die Staatsanwaltschaft vernommen worden.

Tägliche Tests – erste Praxen drohen mit Schließung

11.35 Uhr: Laut dem neuen Infektionsschutzgesetz, das am heutigen Mittwoch in Kraft tritt, müssen Beschäftige und Besucher von Arztpraxen oder anderen Gesundheitseinrichtungen täglich einen tagesaktuellen Antigentest vorlegen - das gilt auch für Geimpfte und Genesene. Nur Patienten sind von der Regelung ausgenommen. Alternativ reichen zwei PCR-Tests pro Woche.

Das Problem: Die Coronavirus-Testverordnung sieht für Praxispersonal nur zehn kostenlose Tests pro Monat vor. Das sorgt im Gesundheitswesen für Verärgerung, erste Praxen drohen gar mit Schließung. Christiane Thiele , Landesvorsitzende des Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) Nordrhein, sagte dazu: "Wenn Eltern nur noch getestet in die Praxis dürfen, sind das täglich über 100 Personen. Das bedeutet, dass für Behandlung und Versorgung der Kinder keine Zeit mehr bleibt."

Auf Twitter ging ein Post des Arztes Christian Kröner viral. Auch er kritisierte die entsprechende Verordnung im Infektionsschutzgesetz und äußerte seinen Ärger über die Politik. Dazu schrieb er: "Die ständige Gängelung der Praxen ist unerträglich und behindert lebenswichtige Arbeit!"

Wieder mehr Corona-Erstimpfungen – Höchster Wert seit zwei Monaten

11.19 Uhr: Die Impfkampagne in Deutschland nimmt wieder Schwung auf: Am Dienstag haben so viele Menschen eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten wie zuletzt vor zwei Monaten. 84.478 Menschen in Deutschland ließen sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmalig gegen das Virus impfen (Stand Mittwoch, 10.43 Uhr). Zuletzt wurde ein ähnlich hoher Wert am 23. September erreicht - damals ließen sich 90.995 Menschen eine erste Immunisierung gegen das gefährliche Virus geben.

Am Dienstag wurden außerdem gut 56.000 Zweit- und knapp eine halbe Million Booster-Impfungen verabreicht. Insgesamt sind damit 68,1 Prozent der Deutschen - 56,6 Millionen - vollständig gegen Corona geimpft. 58,8 Millionen (70,7 Prozent) haben eine Erstimpfung bekommen. 6,6 Millionen Menschen haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. Insgesamt wurden 638.109 Impfungen verabreicht - so viele wie zuletzt am 28. Juli (693.714). Lesen Sie auch: Warum RKI-Chef Lothar Wieler seinen Ton verschärft hat

Bundesweite Verlegung von rund 80 Patienten wird vorbereitet

10.51 Uhr: Um Engpässe in der intensivmedizinischen Behandlung zu vermeiden, sollen bis zum Wochenende mehrere Dutzend Patienten aus den stark von Corona betroffenen Regionen im Osten und Süden in andere Teile Deutschlands verlegt werden. Wie der Vorsitzende des Arbeitskreises der Innenministerkonferenz für Feuerwehrangelegenheiten, Rettungswesen, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung, Hermann Schröder, auf Anfrage mitteilte, wurden über das sogenannte Kleeblatt-Verfahren am Mittwoch Anträge auf bundesweite Verlegung für insgesamt rund 80 Patienten aus Bayern und dem Kleeblatt-Ost geprüft.

Vor allem Covid-19-Patienten sollen in andere Regionen gebracht werden. In Ausnahmefällen könnten auch Patienten mit anderen Erkrankungen verlegt werden, sagte Schröder. Generell werde darauf geachtet, dass die aufnehmenden Krankenhäuser in Regionen liegen, die aktuell weniger stark von der Corona-Pandemie betroffen sind. Lesen Sie auch: 100.000 Corona-Tote: Politik und Gesellschaft haben versagt

Neuer Totimpfstoff überzeugt in Studie

9.43 Uhr: Totimpfstoffe sind die aktuellen Hoffnungsträger in der Pandemie-Bekämpfung - die altbewährte Technologie könnte auch Impfskeptiker überzeugen. Ein neuer Impfstoffkandidat aus Indien überzeugt nun in einer klinischen Studie. Das Vakzin mit dem Namen "BBV152" wurde laut Deutschem Gesundheitsportal (DGP) in der sogenannten Phase-3-Studie bereits in 25 indischen Kliniken getestet.

Dazu wurden die rund 26.000 in zwei Gruppen eingeteilt - eine erhielt den Impfstoff, die andere ein Placebo. Auf Basis dieser Daten ergab sich in der Studie eine Wirksamkeit von 77,8 Prozent, in Bezug auf Delta betrug sie 65,2 Prozent. Eine abschließende Bewertung der Wirksamkeit ist aktuell aber noch nicht möglich. Insgesamt war das Vakzin bei Kindern und Erwachsenen aller Altersgruppen gut verträglich - zwar traten Nebenwirkungen wie etwa Kopfschmerzen und Fieber auf, schwere allergische Reaktionen oder gar Todesfälle gab es aber nicht.

Umfrage: Große Mehrheit befürwortet Corona-Impfpflicht

9.02 Uhr: Eine große Mehrheit in Deutschland ist jetzt für eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 69 Prozent der Befragten für eine allgemein verpflichtende Immunisierung gegen das gefährliche Virus aus. 23 Prozent würden dies ablehnen.

Vor zwei Wochen (11. November) hatten sich in einer YouGov-Umfrage lediglich 44 Prozent der Befragten für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. 27 Prozent lehnten dies ab. Insgesamt hat sich die Stimmung seit Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland vor knapp einem Jahr gedreht. Wenige Tage nach der ersten Impfung am 26. Dezember vergangenen Jahres waren laut einer YouGov-Umfrage noch 56 Prozent gegen eine allgemeine Impfpflicht und nur 33 Prozent dafür gewesen.

Überlastete Kliniken: Größere Verlegungen aus Bayern in Vorbereitung

7.44 Uhr: Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage in den Kliniken bereitet sich Bayern auf den Transport einer größeren Zahl von Intensivpatienten in andere Bundesländer vor. Für den Freistaat sei dazu inzwischen das sogenannte Kleeblatt-Konzept zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten innerhalb Deutschlands aktiviert. Das teilte die Deutsche interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in der Nacht zum Mittwoch mit.

In den nächsten Tagen soll eine größere Anzahl an Patienten in andere Kleeblatt-Regionen verlegt werden. Bayern ist in der Notfall-Struktur das Kleeblatt Süd. Auch die ebenfalls besonders von Corona betroffenen Länder Thüringen, Sachsen, Berlin und Brandenburg haben den Angaben nach das Konzept aktiviert, sie gehören zum Kleeblatt Ost. Aktuell gab es zuletzt im Norden und in Hessen noch freie Kapazitäten.

Unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle hatten Bund und Länder im Frühjahr 2020 ein Konzept für die bundesweite Verlegung von Patienten entwickelt. Im September vergangenen Jahres wurde das sogenannte Kleeblatt-Konzept dann durch die Innen- und Gesundheitsminister beschlossen.

Ethikrats-Vize hält allgemeine Impfpflicht für denkbar

7.07 Uhr: Die stellvertretende Vorsitzende des Ethikrats, Susanne Schreiber, hält eine allgemeine Impfpflicht unter bestimmten Voraussetzungen für denkbar. Eine Impfpflicht berge zwar die Gefahr, durch ihren bevormundenden Charakter die freiwillige Akzeptanz von Impfungen zu senken, sagte Schreiber der "Rheinischen Post". "Im Moment können wir jedoch nicht ignorieren, dass sich die pandemische Lage massiv zuspitzt. Wenn Krankenhäuser und Intensivstationen aufgrund der Überlastung ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen können, müssen wir eingreifen – zum Schutz des Klinikpersonals und zum Schutz unser aller Gesundheit."

Schreiber sagte: "Je nach Dramatik der Lage können unter solch schwierigen Umständen dann auch gesetzliche Vorgaben zu Impfverpflichtungen – gegebenenfalls gestaffelt nach Gefährdung – aus ethischer Sicht nicht mehr grundsätzlich abgelehnt werden, um das Pandemiegeschehen langfristig in den Griff zu bekommen." Ohne ausreichende Impfungen sei man für kommende Wellen schlicht nicht gewappnet, "wenn Kontaktbeschränkungen und Lockdowns nicht zu unseren ständigen Begleitern werden sollen."

Corona-Spätfolgen: Verbesserungsbedarf bei Diagnose und Behandlung

6.11 Uhr: Mit einem neuen Fachverband soll die Behandlung von Corona-Spätfolgen verbessert werden. Für Patienten, die nach einem eigentlich milden Verlauf der Krankheit mit teils schweren Beeinträchtigungen kämpfen, gebe es "noch keinen medikamentösen kausalen Therapieansatz", sagte die Mitinitiatorin und Chefärztin der Median-Reha-Klinik Heiligendamm, Jördis Frommhold, der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb hält sie einen stärkeren interdisziplinären Austausch für nötig. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Fachrichtungen will Frommhold einen neuen Fachverband ins Leben rufen, um die Behandlung zu verbessern.

Wie viele Patienten es insgesamt gibt, darüber fehlten aktuell noch belastbare Zahlen, heißt es vom Robert Koch-Institut (RKI). Eine im Juli 2021 im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlichte Studie aus Deutschland bietet jedoch einen Anhaltspunkt: In der Arbeit zu Spätfolgen nach milden Corona-Verläufen heißt es, dass etwa eine von zehn Personen mit zunächst geringen oder keinen Symptomen auch Monate nach der akuten Erkrankung noch Symptome wie Atembeschwerden, Schlaflosigkeit, Geschmacksstörungen und Müdigkeit hatten. Auch das RKI verlinkt auf diese Studie. Frommhold zufolge könnte das Krankheitsbild jetzt schon bis zu 500.000 Menschen in Deutschland betreffen.

Neuseelands Grenzen bleiben noch mindestens fünf Monate für Ausländer geschlossen

5.12 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie bleiben Neuseelands Grenzen für Reisende aus dem Ausland noch mindestens fünf Monate geschlossen. Ausländer müssen noch mindestens bis Ende April warten, bis sie nach Neuseeland einreisen können, wie der Minister für die Reaktion auf die Corona-Pandemie, Chris Hipkins, am Mittwoch sagte.

Durch die Grenzschließung in Australien gestrandete Neuseeländer können dem am Mittwoch vorgestellten Plan zur allmählichen Grenzöffnung ab Mitte Januar ins Land zurückkehren, anderswo festsitzende Neuseeländer ab Mitte Februar. Nach der Ankunft ist eine siebentägige Selbstisolation vorgeschrieben, Einreisende müssen zudem vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein und ein negatives Testergebnis vorweisen.

Göring-Eckardt für Impfpflicht unter bestimmten Voraussetzungen

4.01 Uhr: Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, ist unter bestimmten Voraussetzungen für eine allgemeine Impfpflicht. "Eine allgemeine Impfpflicht bedeutet einen Eingriff in die Grundrechte jedes einzelnen Menschen", sagte Göring-Eckardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Gegenüber stark die Freiheit der gesamten Gesellschaft betreffenden Maßnahmen wie wiederkehrende Lockdowns mit starken Kontaktbeschränkungen und gravierenden Folgen insbesondere für Kinder, aber auch ökonomischen Konsequenzen stellt eine Impfpflicht jedoch das mildere Mittel dar."

Die bisher erreichte Impfquote reiche nicht aus, um wirksam schwere Infektionswellen in der Covid-19 Pandemie zu verhindern, sagte Göring-Eckardt. "Unsere dringendste Aufgabe ist es daher dafür zu sorgen, dass alle Menschen die jetzt vor den Impfzentren Schlange stehen oder Termine buchen wollen, zeitnah und so einfach wie möglich eine Schutzimpfung erhalten, seien es Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfungen." Zudem müssten alle Vorbereitungen für einen zügigen Start der Kinderimpfungen geschaffen werden, sobald die Wirkstoffe dafür zugelassen seien. "Zudem werden wir zeitnah eine einrichtungsbezogene Impfpflicht auf den Weg bringen, um vulnerable Personen in Einrichtungen wie der Alten- und Krankenpflege besser zu schützen."

Spahn zu Ungeimpften: "Was muss eigentlich noch passieren?"

3.26 Uhr: Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angesichts der Corona-Lage das Verhalten von Ungeimpften beklagt. "Es gibt immer noch diejenigen, die glauben, das Virus können ihnen nichts anhaben. Diese Menschen würde ich am liebsten auf eine Intensivstation zerren und sie im Angesicht des Leids fragen: Was muss eigentlich noch passieren, damit ihr es kapiert?", sagte Spahn der "Rheinischen Post".

Der CDU-Politiker hält es für möglich, die für den 9. Dezember geplante nächste Ministerpräsidentenkonferenz vorzuziehen. "Wir werden früher handeln müssen. Wir sehen ja, dass in Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen die Lage sehr ernst ist. Wir müssen wohl erstmals Patienten in großem Stil innerhalb Deutschlands verlegen." Schärfere Maßnahmen für Veranstaltungen, Bars und Clubs müssten geprüft werden.

Auf die Frage, ob er einen Teil-Lockdown ausschließe, sagte Spahn: "Ausschließen sollte man in dieser Lage gar nichts, so bitter das ist." Wichtig sei allerdings, dass alles getan werde, um Schließungen von Kitas und Schulen zu vermeiden.

Merz für weitgehenden Lockdown für Ungeimpfte

3.01 Uhr: Angesichts der vierten Corona-Welle hat sich der CDU-Politiker Friedrich Merz für einen weitgehenden Lockdown für Ungeimpfte ausgesprochen. Wer nicht geimpft oder genesen sei, solle "nur noch zur Apotheke, in den Supermarkt und zum Arzt" können, sagte Merz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Eine solche Regelung sei verhältnismäßig und könnte auch sofort umgesetzt werden. Der ehemalige CDU/CSU-Fraktionschef bewirbt sich nach zwei gescheiterten Versuchen wieder um den Parteivorsitz der CDU.

Merz verwies darauf, dass Beschäftigte ohne Impfung bei einem solchen Lockdown dann auch nicht mehr arbeiten könnten. "Mit konsequenter 2G-Regelung wäre der Zugang zum Betrieb und zur Arbeitsstelle auch nur noch für Geimpfte und Genese möglich – mit allen Konsequenzen." Es müsse gelten: "Kein Ungeimpfter mehr im Büro, kein ungeimpfter Fußballspieler mehr auf dem Rasen, kein ungeimpfter Abgeordneter mehr im Bundestag, kein ungeimpfter Student mehr im Hörsaal."

Skeptisch bewertete Merz dagegen abermals eine Impfpflicht. "Ich bin dafür, staatliche Anordnungen nur zu treffen, wenn man sie auch durchsetzen kann", sagte er.

Stiko will Impfempfehlung für Kinder ab fünf Jahren noch dieses Jahr vorlegen

2.56 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) bereitet eine Empfehlung zur Corona-Impfung für Kinder zwischen fünf und elf Jahren pünktlich zum Start der ersten Impfstofflieferung vor: Die Kommission arbeite derzeit noch an der Empfehlung, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens dieser Redaktion. "Unser Ziel ist es, diese Empfehlung bis Ende Dezember, möglichst bis zum Start der Auslieferung des Kinder-Impfstoffs an die Länder, fertig zu stellen."

Eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zur Zulassung eines Corona-Impfstoffs für Kinder zwischen fünf und elf Jahren wird noch in dieser Woche erwartet. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, den Ländern ab 20. Dezember die erste Lieferung mit 2,4 Millionen Dosen des Kinderimpfstoffs zur Verfügung zu stellen.

Linken-Chefin Wissler fordert Booster-Priorisierung für ältere Menschen und Pflegekräfte

1.46 Uhr: Um besonders gefährdeten Menschen schneller eine Booster-Impfung zu verschaffen, fordert Linken-Chefin Janine Wissler konkrete Terminangebote, zuerst für ältere Menschen. "Das Problem liegt bei der Bundesregierung, die zugelassen hat, dass die meisten Impfzentren geschlossen wurden, und die keine Priorisierung beim Boostern vorgenommen hat", sagte Wissler dieser Redaktion. Auch beim Boostern hätte man mit den Hochbetagten und Pflegekräften beginnen müssen, deren Impfung am längsten zurückliegt und deren Impfschutz nachlässt.

"Jüngere und fitte Menschen können stundenlang in der Kälte vor den wenigen Impfzentren Schlange für ihre Booster-Impfung stehen, Alte und Kranke können das nicht", sagte Wissler weiter. Sie müssen oft monatelang auf einen Termin beim Hausarzt warten, obwohl sie die Impfung am dringendsten brauchen.

Statt die Verantwortung auf überlastete Hausarztpraxen "abzuschieben", müssten die Impfzentren sofort wiedereröffnet werden und mobile Impfteams eingesetzt werden, damit sich das Boostern nicht bis ins Frühjahr zieht, fordert die Linkenvorsitzende. "Es war ein riesiger Fehler, dass die meisten Impfzentren geschlossen wurden, obwohl bekannt war, dass im Herbst Auffrischungsimpfungen nötig werden.

Dienstag, 23. November – Überlastung in Kliniken: Kleeblatt-Konferenz aktiviert

23.00 Uhr: Damit Covid-19-Patienten trotz sich abzeichnender Engpässe in einigen Regionen weiterhin intensivmedizinisch behandelt werden können, hat das strategische Steuerungsgremium von Bund und Ländern die sogenannte Kleeblatt-Konferenz aktiviert. Die Entscheidung sei am Montagabend getroffen worden, teilte der Vorsitzende des Arbeitskreises der Innenministerkonferenz für Feuerwehrangelegenheiten, Rettungswesen, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung, Hermann Schröder, am Dienstag auf Anfrage mit.

Zweck dieser Konferenz, die sich täglich oder im Zwei-Tages-Rhythmus austauscht, ist es, eine bundesweite Verlegung von Patienten zu organisieren. Dabei geht es darum, freie Plätze und geeignete Transportmittel zu finden. "Wir müssen davon ausgehen, dass es zu Verlegungen über ein Kleeblatt hinaus kommen wird", sagte Schröder der Deutschen Presse-Agentur.

Berliner Bürgermeister Müller ist für Impfpflicht

21.39 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hält die Einführung einer Corona-Impfpflicht angesichts der bundesweit dramatischen Infektionslage für unausweichlich. Im RBB sagte der SPD.-Politiker, er glaube, man werde um die Impfpflicht nicht herumkommen. "Nur die Impfung sichert dauerhaft ab, dass wir alles so erleben können, wie wir es wollen.

Die hohe Anzahl der Ungeimpften verhindert immer wieder diesen Schritt in die Normalität." Müller sprach von einem schwierigen Abwägungsprozess. Aus seiner Sicht sei es aber nicht mehr tragbar, immer wieder die Geimpften für die Unvernunft der Ungeimpften zu bestrafen. Damit alle sicher leben könnten, müsse es eine hohe Impfquote geben.

FDP offen für beschränkte Impfpflicht

20.44 Uhr: Die FDP hat sich offen dafür gezeigt, eine beschränkte Impfpflicht zu akzeptieren. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP, Christine Aschenberg-Dugnus, sagte dem Nachrichtenportal Watson, sie selbst und ihre Partei hätten sich schon immer für den Schutz von vulnerablen Gruppen eingesetzt. "Aufgrund der stockenden Impfkampagne müssen wir feststellen, dass wir den Schutz der vulnerablen Gruppen nicht gewährleisten können.

Deswegen stellen wir uns auch der Diskussion um eine Impfpflicht."Zu einer generellen Impfpflicht äußerte sich Aschenberg-Dugnus zwar erneut kritisch. Allerdings halte sie eine partielle Impfpflicht für den medizinischen Bereich für denkbar. Die FDP-Politikerin verwies auf die Möglichkeit "für eine einrichtungsbezogene Impfpflicht, die zum Beispiel zeitlich begrenzt sein könnte". Für ein solches Modell werben auch SPD und Grüne, die FDP war hier bisher im Kreis der potentiellen Koalitionspartner eher zurückhaltend.

Impfpflicht bei der Bundeswehr kann kommen

19.40 Uhr: Die Bundeswehr dürfte in Kürze als erste Institution in Deutschland eine Impfpflicht gegen das Coronavirus einführen. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte, verständigte sich die Ministeriumsleitung mit der Personalvertretung darauf, die Schutzimpfung "in den Katalog der duldungspflichtigen Impfungen" aufzunehmen. "Mit einer zeitnahen Umsetzung ist zu rechnen", sagte der Sprecher weiter.

Dafür ist ein formaler Verwaltungsakt erforderlich. Dieser stand zunächst noch aus, er dürfte aber dem Sprecher zufolge bald erfolgen, da sich Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) wiederholt "nachdrücklich für die Duldungspflicht eingesetzt" habe.

"Eine vollständige Immunisierung der Soldatinnen und Soldaten ist in unserem gesteigerten Interesse", betonte der Ministeriumssprecher. Er hob weiter hervor, die Bundeswehr nehme die Corona-Pandemie sehr ernst. Soldatinnen und Soldaten sind auch jetzt bereits verpflichtet, sich bestimmte Impfungen verabreichen zu lassen, etwa gegen Tetanus oder in einigen Einsatzgebieten gegen Gelbfieber. Eine Weigerung kann disziplinarrechtlich geahndet werden.

Neuer Impfstoff CoVac-1: "Potente Aktivierung" gegen Covid

19.15 Uhr: Das Vakzin heißt CoVac-1 und ist weder ein Totimpfstoff noch basiert es auf mRNA, sondern auf Proteinen Es könnte Skeptiker überzeugen, die keine Impfgegner sind, aber auf eine schonende Alternativen zu den etablierten Präparaten warten.

Von proteinbasierten Impfstoffen wie CoVac-1 nahm man bisher an, dass sie besser verträglich sind, aber keine so starke Immunantwort hervorrufen wie die Präparate von Biontech und Moderna.

Umso überraschender das Ergebnis der Phase-I-Studie mit 36 gesunden Probanden und Probandinnen zwischen 18 und 80 Jahren, die das Tübinger Universitätsklinikum am Abend bekanntgab. Die Studie, im November 2020 gestartet, belege "eine potente Aktivierung der T-Zell-Antwort gegen das Coronavirus".

  • Nach vier Wochen eine breite und starke Immunantwort, die auch danach anhielt.
  • Gleiche Wirksamkeit bei allen SARS-CoV-2-Varianten, also auch bei Delta.
  • Stärkere Reaktionen als bei Genesenen nach Infektion oder sogar bei einer Impfung mit den zugelassenen mRNA- oder Vektorimpfstoffen.
  • Keine schwerwiegenden Nebenwirkungen. „Bei wenigen Teilnehmenden wurden leichte Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Müdigkeit beobachtet“, heißt es in der Studie.

CoVac-1 wird noch im Wirkstoffpeptidlabor des Universitätsklinikums hergestellt. Biontech hat aber gezeigt, dass im Idealfall die Entwicklungsspanne bis zur Zulassung und zur Massenproduktion nicht länger als ein Jahr dauern muss.

Ciesek über Booster-Impfung: Welcher Impfstoff besser ist

18.28 Uhr: Die Diskussionen um die Booster-Impfung sorgen für derzeit bei vielen für Verunsicherung. Die Virologin Sandra Ciesek klärt nun im NDR-Pocast "Coronavirus-Update" auf. Sie sagt, wann der Impfschutz nach der dritten Impfung wieder da ist und welcher Impfstoff besser sei – Biontech oder Moderna.

Ampel-Spitzen beraten mit Merkel über Corona-Lage

18.27 Uhr: Die Spitzenpolitiker der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP haben sich am späten Nachmittag kurzfristig mit Merkel im Kanzleramt getroffen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurde das Treffen im Kanzleramt wegen der dramatischen Pandemie-Lage organisiert.

Zuerst berichtete die "Bild"-Zeitung, die auch Fotos der Ankunft von Olaf Scholz (SPD), Annalena Baerbock und Robert Habeck (beide Grüne) sowie Christian Lindner und Marco Buschmann (beide FDP) zeigte. Zum genauen Inhalt der Gespräche gab es zunächst keine Angaben.

NRW erhebt hohe Bußgelder für Verstöße gegen Regeln

18.19 Uhr: Nordrhein-Westfalen verschärft die Strafen für Verstöße gegen die neuen Corona-Regeln. "Verstöße werden künftig höher und damit spürbarer geahndet. Insbesondere das Tricksen und Fälschen bei Impfnachweisen macht wütend und gehört mit aller Härte bestraft", sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst der "Rheinischen Post".Wer im öffentlichen Nahverkehr etwa eine medizinische Maske dabei hat, sie aber nicht über Mund und Nase zieht, oder aber nur eine Alltagsmaske trägt, soll künftig 150 Euro Strafe zahlen. Für die Fälschung eines Testnachweises werden künftig zwischen 2000 und 5000 fällig.

Merkels Ehemann über Ungeimpfte: "Liegt an einer gewissen Faulheit"

17.03 Uhr: Der Ehemann von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Joachim Sauer, hat sich verwundert über die geringe Impfquote in Deutschland geäußert. "Es ist erstaunlich, dass ein Drittel der Bevölkerung nicht den wissenschaftlichen Erkenntnissen folgt", sagte der Quantenchemiker nach Angaben der Tageszeitung "Die Welt" vom Dienstag dem italienischen Partnerblatt "La Repubblica". "Zum Teil liegt das an einer gewissen Faulheit und Bequemlichkeit der Deutschen."

Der 72-Jährige, der sich nur selten offiziell äußert, war dem Bericht zufolge nach Turin gereist, um dort sein Diplom als neues ausländisches Mitglied der Akademie der Wissenschaften entgegenzunehmen. Im Interview äußerte sich der Wissenschaftler auch kritisch gegenüber Akademikern, die eine Impfung verweigern. "Die andere Gruppe sind Menschen, die einer persönlichen Überzeugung folgen, einer Art ideologischer Reaktion auf das, was sie für eine Impfdiktatur halten. Dies gilt für alle Bildungsschichten, auch für Akademiker, Ärzte und Wissenschaftler."

Wahrscheinlich, so Sauer weiter, habe es diese Einstellung bei einigen Menschen schon immer gegeben, "Aber sie war noch nie so offensichtlich wie jetzt. Dabei erleben wir gerade jetzt einen großen Erfolg der Wissenschaft".

Corona: Spahn entschuldigt sich bei Ärzteschaft

15.36 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich nach einem Zeitungsbericht in einem Brief an die Ärzteschaft für seine Kommunikation rund um die Begrenzung von Biontech-Dosen entschuldigt. "Diese zu kurzfristige Kommunikation, den entstandenen zusätzlichen Aufwand sowie Ihre verständliche Verärgerung bedauere ich ausdrücklich", schrieb der geschäftsführende Minister nach einem Bericht der "Welt" in einem Brief an die Vertragsärzte.

"Ich möchte mich dafür bei Ihnen und Ihren Teams entschuldigen." Bereits am Vortag hatte Spahn bei einem öffentlichen Auftritt sein Bedauern ausgedrückt. Zuvor hatte sein Ministerium die Begrenzung des Biontech-Impfstoffs in den nächsten Wochen bekanntgegeben und damit Unmut bei Ärztinnen und Ärzten hervorgerufen.

Sachsen-Anhalt führt 2G-Zugangsmodell für Innenräume ein

15.28 Uhr: In Sachsen-Anhalt haben in der Corona-Pandemie künftig nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens. Das Kabinett gab am Dienstag in Magdeburg eine landesweite 2G-Pflicht unter anderem für die Innengastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Veranstaltungen ab 50 Personen und bei privaten Übernachtungen in Hotels bekannt. Ausnahmen soll es für Kinder und Jugendliche geben.

Krankenhauskoordinator: Sachsen weit von Triage entfernt

15.19 Uhr: Sachsen ist nach Worten von Krankenhauskoordinator Michael Albrecht noch weit von einer Triage entfernt. Das Dresdner Uniklinikum habe in der Nacht zu Montag erst zehn neue Intensivpatienten aufgenommen. "Wir sind also jeden Tag am Umorganisieren der verfügbaren Kapazitäten, um die Versorgung zu gewährleisten. Dennoch sind wir weit weg davon, die Angebote an intensivmedizinischer Versorgung zu limitieren oder zu triagieren."

Am Montag hatte der Präsident der Landesärztekammer, Erik Bodendieck, in mehreren Interviews gesagt, dass sich Sachsen auf eine Triage vorbereiten müsse. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen.

Aerosolforscher sehen Absage von Weihnachtsmärkten kritisch

15.06 Uhr: Aerosolforscher halten die Absage von Weihnachtsmärkten wegen der hohen Corona-Infektionszahlen für kontraproduktiv. "Aus aerosolphysikalischer Sicht macht ein Verbot von Weihnachtsmärkten absolut keinen Sinn. Im Freien finden nur sehr wenige Ansteckungen statt", sagte Gerhard Scheuch, der früherer Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosolmedizin, der "Welt" am Dienstag. Aus Sicht des Präsidenten der Gesellschaft für Aerosolforschung, Christof Asbach, ist die Öffnung von Weihnachtsmärkten, auf denen ausreichend Abstand gehalten werden kann, vertretbar. "Ich befürchte, dass eine generelle Schließung verstärkt dazu führt, dass die Menschen sich im privaten Umfeld in Innenräumen treffen, was das Infektionsrisiko deutlich erhöht", sagte Asbach der "Welt".

Auch Ausgangssperren für Ungeimpfte in Hotspots sehen die beiden Forscher kritisch. "Dies suggeriert, dass draußen die Gefahren lauern, das Gegenteil ist aber der Fall", sagte Scheuch. Ausgangssperren seien absolut kontraproduktiv. Asbach hält die Effizienz von Ausgangssperren für "sehr umstritten". Wichtig sei die Kontaktvermeidung in Innenbereichen, für Ungeimpfte gelte dies aufgrund der stärkeren Gefährdung umso stärker.

WHO befürchtet 700.000 weitere Corona-Tote in Europa bis März 2022

14.51 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet einen bedeutenden Anstieg der Todeszahlen durch die Corona-Pandemie in Europa. "Die kumulierten gemeldeten Todesfälle bis zum Frühjahr nächsten Jahres werden voraussichtlich über 2,2 Millionen erreichen", erklärte die WHO in einem am Dienstag in Kopenhagen vorgestellten Bericht. Bislang sind in Europa seit Ausbruch der Pandemie nachweislich 1,5 Millionen Menschen durch das Coronavirus gestorben. Wenn der aktuelle Trend anhält, könnten laut WHO bis zum Frühjahr also 700.000 Tote hinzukommen.

In Deutschland dürfte angesichts der aktuellen Entwicklung des Infektionsgeschehens in wenigen Tagen die Schwelle von 100.000 Toten erreicht werden. Europaweit haben sich die durchschnittlichen täglichen Todesfälle nach WHO-Angaben seit Ende September verdoppelt, von 2100 auf fast 4200 am Tag. Bis März ist den Angaben zufolge zudem davon auszugehen, dass die Intensivstationen in 49 von 53 europäischen Ländern "stark oder extrem" ausgelastet sein werden.

Hier startet ein neuer Corona-Blog. Alle bisherigen Corona-News finden Sie hier.

(fmg/dpa/afp/epd)

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder