Meerestiere

Seltenes Tier am Strand von Elba schockiert Urlauber

Lesedauer: 3 Minuten
Rote Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten wird länger

Rote Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten wird länger

Die Rote Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten wird angesichts des Klimawandels und des Eingriffs der Menschen in die Natur immer länger - stark gefährdet ist nun auch der berühmte Komodowaran. das gab die Weltnaturschutzunion (IUCN) auf ihrem Kongress in Marseille bekannt.

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Berlin  Vor der italienischen Urlaubsinsel Elba wurde ein mysteriöses Tier aus dem Wasser gezogen. Die Fotos sorgen auf Facebook für Trubel.

  • Auf der Urlaubsinsel Elba in Italien wurde ein seltener Schweinshai entdeckt
  • Fotos davon machten im Netz die Runde
  • Nicht alle zeigten sich über den toten Fund begeistert

Große Augen, ein Kamm auf dem Rücken, üppige Flossen und Nüstern die an ein Nilpferd erinnern - bei Facebook sorgen Fotos eines ungewöhnliches Fischs für Aufsehen. Gefunden wurde das Tier schon am 19. August im Hafenbecken der Urlaubsinsel Elba vor der italienischen Küste, doch erst durch einen Post der Facebook-Seite Isola d‘Elba App erreichten die Bilder die Menschen im Netz.

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Bei dem Tier handelt es sich um eine gefleckte Meersau aus der Gattung der Schweinshaie. Der wissenschaftliche Name lautet Oxynotus centrina. Ein äußerst seltener Fund – denn die Tiere gelten als stark gefährdet. Außerdem lebt die Art hauptsächlich im Ostatlantik und im Schwarzen Meer, in einer Tiefe von 100 bis 600 Metern. Dem Menschen begegnet das Tier eigentlich nicht.

Große Aufregung um die Meersau - doch das Tier war schon tot

Das Exemplar ist mehr als einen Meter lang und wurde leblos im Wasser gefunden und anschließend geborgen. Bei Facebook sorgt der Post allerdings nicht nur für Begeisterung. Offenbar war anfänglich nicht deutlich, dass es sich um ein bereits totes Tier gehandelt hat. Lesen Sie hier: Das sind die lustigsten Tier-Fotos aus dem Jahr 2020.

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Fakten zum Schweinshai:

  • Schweinshaie gehören zu den kleinen Haien
  • Es gibt insgesamt fünf Arten von ihnen, sie können bis zu 1,50 Meter groß werden
  • Im Deutschen werden sei auch Meersäue genannt, sie kommen vor allem im Atlantik vor, werden aber auch im Mittelmeer gesichtet
  • Besonders ist, dass sie sogenannte Leuchtorgane haben, also in der Lage sind, Licht zu erzeugen

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Die Diskussion wurde in Teilen hitzig geführt. So kommentiert eine Nutzerin: "Armes Geschöpf! Ich fühle Wut und Traurigkeit über diese Kreaturen, die definitiv sterben wegen dem unsensiblen und bösen Menschen." Eine andere Userin schreibt: "Denkst du das wirklich? Glaubt ihr, dass ein Fisch, der in 700 m Tiefe und einem bestimmten Druck lebt (ganz anders als unserer), an die Oberfläche kommt und noch am Leben ist?"

Forscher untersuchen seltenen Tierkadaver

Der Betreiber oder die Betreiberin der Seite Isola d‘Elba App erklärt, dass der Fund zu ungewöhnlich war, um ihn nicht zu teilen. "Ich wollte euch nur an diesen sehr besonderen Fotos von diesem Fisch teilhaben lassen, den ich noch nie gesehen hatte", kommentiert Isola d‘Elba App. Der Kadaver wird nun von Forschenden untersucht.

Bei dem Hai handelt es sich um ein relativ großes Expemplar. Die gefleckte Meersau erreicht eine Maximallänge von 120 bis 150 Zentimetern, bleibt aber für gewöhnlich bei einer Länge von 55 Zentimetern. Sie ernährt sich von Krebstieren und kleinen Fischen oder Würmern. Für den Menschen ist der Hai ungefährlich. (vad)

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