Pandemie

Corona: So kommen Privatversicherte an die Impfung

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Neue Corona-Impfstoffe für Kinder

Neue Corona-Impfstoffe für Kinder

Kinder haben eine andere Konstitution als Erwachsene. Deshalb dürfen normale Impfstoffe auch nicht ohne Weiteres bei Kindern verwendet werden. Bei der Entwicklung von einem Corona-Vakzin für Kinder ist ein Anbieter vorn.

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Berlin  Mit der Impfkampagne geht es voran - doch viele Privatpatienten fragen sich, wie sie die Corona-Impfung kriegen. Das ist zu beachten.

Das Impftempo in Deutschland nimmt an Fahrt auf: In der vergangenen Woche wurden hierzulande erstmals an einem Tag mehr als eine Million Menschen gegen Covid-19 geimpft. Viele können es vor lauter Impfneid kaum erwarten, endlich selbst an die Reihe zu kommen. Doch wie sieht es eigentlich mit der Corona-Impfung für Privatpatientinnen und -patienten aus?

Viele Personen mit privater Krankenversicherung wissen nicht, welche Formalitäten sie beachten müssen, wenn sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen möchten - und wie es mit der Abrechnung läuft. Wir erklären, wie es funktioniert.

Wo können sich Privatpatienten gegen Corona impfen lassen?

Privatversicherte können sich genau wie Kassenversicherte in den staatlich eingerichteten Impfzentren oder in den Praxen der niedergelassenen Vertragsärztinnen und -ärzte impfen lassen, sobald ihre Priorisierungsgruppe an der Reihe ist, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung auf ihrer Webseite aufklärt.

Bekommt man die Corona-Impfung auch in einer Privatpraxis?

Nein, in Privatpraxen ist die Impfung derzeit nicht möglich: Privatärztinnen und -ärzte bekommen keinen Impfstoff zur Verfügung gestellt. Rechtsgrundlage für dieses Vorgehen ist eine Allgemeinverfügung des Bundesgesundheitsministeriums vom 31. März 2021, in der die Verteilung des Corona-Impfstoffs an Arztpraxen geregelt ist: "Apotheken geben auf Bestellung Impfstoff gegen COVID-19 ausschließlich an die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Arztpraxen ab, die sie mit Praxisbedarf versorgen", heißt es darin. Lesen Sie hier: Kein Alkohol? Worauf man nach der Impfung achten sollte

Ein Privatarzt war Ende April vor dem Berliner Verwaltungsgericht mit einem gerichtlichen Anliegen gescheitert, Vakzine vom Land Berlin zu bekommen. Der Mediziner hatte auf seine Berufspflicht verwiesen: Ohne den Impfstoff könne er nicht zugunsten seiner Patienten handeln, er müsse gegen sein ärztliches Gelöbnis verstoßen. Das Gericht wies den Eilantrag allerdings ab - schließlich können sich Privatversichte bei Kassenärztinnen- und ärzten oder in den Impfzentren impfen lassen. Lesen Sie hier: Was Sie tun können, um einen Impftermin zu bekommen

Gegen den Gerichtsbeschluss (VG 14 L 190/21) kann noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

Was kostet die Corona-Impfung für Privatversicherte?

Impfungen gegen Covid-19 sind in Deutschland für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos - sowohl für privat als auch für gesetzlich Versicherte. Dies stellt die Kassenärztliche Bundesvereinigung auf ihrer Webseite klar. Die Corona-Impfungen werden von den Ärztinnen und Ärzten über ihre Kassenärztliche Vereinigung abgerechnet. Die Privatversicherten müssen die Abrechnung also nicht übernehmen. (mit dpa)

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