Palast: Prinz Philip wurde erfolgreich am Herzen operiert

London/Berlin  Prinz Philip ist seit über zwei Wochen im Krankenhaus. Nun hat der 99-jährige Ehemann der Queen einen Eingriff am Herzen überstanden.

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Prinz Philip geht es etwas besser

Der Gesundheitszustand des britischen Prinzen Philip hat sich nach Angaben seiner Schwiegertochter Camilla "leicht verbessert". Der 99-jährige Ehemann von Königin Elizabeth II. leidet demnach manchmal noch unter Schmerzen.

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  • Prinz Philip, der Ehemann von Königin Elizabeth II., ist seit 17. Februar im Krankenhaus
  • Der Buckingham-Palast hat mitgeteilt, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handele
  • Am Montag wurde der Prinzgemahl in eine Klinik für Herzpatienten verlegt
  • Sein Zustand habe sich „leicht verbessert", erklärte Herzogin Camilla, die Schwiegertochter Philips
  • Nun wurde der 99-Jährige erfolgreich am Herzen operiert

Nach mehr als zwei Wochen in zwei Krankenhäusern soll es Prinz Philip etwas besser gehen. Wie der Buckingham-Palast am Donnerstag mitgeteilt hat, wurde der 99-Jährige am Herzen operiert. „Der Herzog von Edinburgh hat gestern im St. Bartholomäus-Krankenhaus einen erfolgreichen Eingriff wegen einer Vorerkrankung am Herzen überstanden“, heißt es in dem jüngsten Statement. Zur Erholung und weiteren Behandlung werde der Ehemann von Queen Elizabeth II. für einige weitere Tage im Krankenhaus bleiben.

Zuletzt bestätigte auch Herzogin Camilla, dass sich sein Gesundheitszustand „leicht verbessert" habe. Prinz Philip leide jedoch noch manchmal unter Schmerzen, erklärte die Frau von Prinz Charles bei einem Besuch in einem Londoner Impfzentrum. Sie fügte hinzu: „Wir drücken weiter die Daumen.“

Seit dem 17. Februar liegt Prinz Philip im Krankenhaus. Der 99 Jahre alte Herzog von Edinburgh war nach Angaben des Buckingham-Palastes auf Anraten seiner Ärzte „vorsorglich“ in die Klinik gebracht worden, nachdem er über Unwohlsein geklagt habe.

Prinz Philip: Infektion und Vorerkrankungen am Herz

Am Montag war Prinz Philip ins St. Bartholomäus-Krankenhaus verlegt worden, nachdem er bislang im König-Edward-VII-Krankenhaus behandelt worden war. Beide Kliniken liegen in London. Dort wurde er mit einer Infektion weiter behandelt, außerdem wurde seine Vorerkrankung am Herzen überwacht.

Sein Aufenthalt soll aber nicht im Zusammenhang mit Corona stehen, Philip und die Queen haben beide bereits eine erste Impfung erhalten. „Der Herzog fühlt sich weiterhin wohl und reagiert auf seine Behandlung“, hieß es in einem Statement.

Medienberichten zufolge ist es der längste Aufenthalt des Prinzgemahls in einem Krankenhaus. Bislang hat nur Thronfolger Prinz Charles seinen Vater im Krankenhaus besucht. Den Berichten zufolge soll ein Besuch der Queen wegen der Pandemie-Lage nicht geplant sein.

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Prinz Charles besuchte Prinz Philip im Krankenhaus

Vor einer Woche hatte sich Enkelsohn Prinz William über den Zustand seines Großvaters geäußert. „Es geht ihm okay, er steht unter Beobachtung“, sagte der Zweite in der britischen Thronfolge während des Besuchs eines Impfzentrums in Norfolk zu Journalisten und zwinkerte.

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Einige Tage zuvor hatte Prinz Charles (72) seinen Vater im Krankenhaus besucht. Dafür hatte der Thronfolger einen weiten Weg von seinem Landsitz in der Nähe von Bristol auf sich genommen. Berichten zufolge hatten sich die beiden mehrere Monate lang nicht gesehen.

In der vergangenen Woche hatte der jüngste Sohn des Königspaares, Prinz Edward, erklärt, dass es seinem Vater im Krankenhaus „viel besser“ gehe und dieser sich darauf freue, nach Hause zurückzukehren.

Woran der Herzog von Edinburgh konkret leidet, ist nicht bekannt. Queen Elizabeth II. blieb bislang während des Krankenhausaufenthaltes ihres Mannes auf Schloss Windsor in der Nähe von London, wo sich das Paar seit Monaten mit einem engen Kreis des Hofpersonals abschottet.

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Prinz Philip war bereits Ende 2019 wegen einer Vorerkrankung für einige Tage im Krankenhaus behandelt, aber am Heiligabend wieder rechtzeitig zum Weihnachtsfest entlassen worden. Auch in den Jahren zuvor war er mehrfach wegen verschiedener Leiden behandelt worden, aber immer wieder gesund geworden - darunter eine Blasenentzündung, eine Bauch-Operation sowie ein Herzleiden.

Wegen seiner Vorerkrankungen und des hohen Alters galt Prinz Philip – aber auch die Queen selbst – in der Pandemie als besonders gefährdet. Das übliche Hofpersonal, das die Royals versorgt, wurde daher auf die sogenannte „majestätische Bubble“ reduziert, für die besonders strenge Schutzvorkehrungen gelten.

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Corona: Royals ziehen sich zurück

Die Queen nahm, außer im Sommer, kaum noch öffentliche Auftritte vor Ort wahr. Stattdessen verbrachte das Paar ungewöhnlich viel Zeit zusammen, abgeschirmt auf Schloss Windsor in der Nähe von London.

Obwohl gesundheitliche Fragen bei den Royals traditionell möglichst privat bleiben, entschied sich der Palast im Januar, die ersten Corona-Impfungen des Paares öffentlich zu machen – offenbar um Spekulationen einen Riegen vorzuschieben, und womöglich auch, um die Impfbereitschaft zu erhöhen.

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Vor der Corona-Zeit verbrachte Prinz Philip in den vergangenen Jahren oft viele Monate im beschaulichen, ostenglischen Sandringham, fernab des Buckingham-Palastes und der Dauerbeobachtung der Hauptstadtpresse. 2017 war der Prinzgemahl mit 96 Jahren von seinen royalen Pflichten zurückgetreten und gewissermaßen in Rente gegangen.

Früher war er Schirmherr von Hunderten Organisationen gewesen, insgesamt hatte er über 22.000 Einzelauftritte und hielt etwa 5500 Reden. Erst mit 97 gab er nach einem schweren Unfall, bei dem er jedoch wie durch ein Wunder unverletzt blieb, das Autofahren auf. Am 10. Juni dieses Jahres wird Prinz Philip 100 Jahre alt. (dpa/fmg)

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