Spahn kündigt neue Corona-Strategie für Herbst und Winter an

Berlin.  Zur Vorbereitung auf eine neue Corona-Welle kündigte Jens Spahn die Einrichtung von Fieberambulanzen an. Die Entwicklungen im Newsblog.

Coronavirus: Das sind die Symptome, so wird es übertragen

Während die Zahl der Neuinfektion mit dem Coronavirus wieder steigt, sorgen sich viele um die Symptome. Verweisen Niesen, Schnupfen, Halsschmerzen oder Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen auf das Coronavirus? Dieses Video zeigt, wann sie alarmiert sein sollten.

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  • Corona sorgt für Hochzeitsabsagen – Zahl der Ehen 2020 deutlich geringer als im Vorjahr
  • Spahn kündigt neue Corona-Strategie für kalte Jahreszeit an
  • SPD-Parteichefin Saskia Esken hat vor dem Corona-Schulgipfel kostenlose Nachhilfe für benachteiligte Schüler ins Gespräch gebracht
  • Verkehrsminister Andreas Scheuer hat ein Konzept zur Rettung der deutschen Flugindustrie angekündigt
  • Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt kritisiert AfD-Abgeordnete, die im Bundestag keine Maske tragen
  • Mehrere Länder in Osteuropa melden neue Rekordstände bei den Infektionszahlen
  • In Deutschland gibt es unseren Recherchen zufolge rund 274.000 registrierte Corona-Infektionen und 9390 Todesfälle
  • Weltweit wurden mehr als 30,9 Millionen Corona-Infektionen registriert, mehr als 959.000 Menschen starben an der Lungenerkrankung Covid-19

Vor ein paar Wochen hatte Kanzlerin Angela Merkel das Thema Schulen in der Corona-Zeit zur Chefsache gemacht. Nach einem kleinen Gipfel im August kommen am Montagabend die Bildungsminister aus Bund und Ländern, SPD-Chefin Esken und Merkel zu weiteren Beratungen zusammen. Neben einem Austausch über Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen soll es um weitere Schritte bei der Schuldigitalisierung gehen und um die Weiterbildung von Lehrern im Umgang mit digitalen Medien. Lesen Sie hier: Vor dem Corona-Schulgipfel: SPD schlägt kostenlose Nachhilfe vor

Seit Beginn der Corona-Krise sind weltweit mehr als 30 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Der Trend ist in vielen Staaten trotz zwischenzeitlicher Erfolge im Kampf gegen die Pandemie negativ.

Corona-News-Ticker: 922 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Laut Robert Koch-Institut (RKI) haben die Gesundheitsämter in Deutschland innerhalb eines Tages 922 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies gab das RKI am Montag auf seiner Homepage bekannt. Die Zahlen sind an Sonn- und Montagen erfahrungsgemäß niedriger, weil nicht alle Ämter aktuelle Zahlen melden. Am Samstag waren 2297 Neuinfektionen gemeldet worden – der höchste Wert seit Ende April. Alle aktuellen RKI-Fallzahlen für Deutschland lesen Sie hier : Aktuelle RKI-Fallzahlen und Corona-Produktionszahl

Montag, 21. September: Tschechischer Gesundheitsminister zurückgetreten

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9.42 Uhr: Inmitten steigender Corona-Infektionszahlen hat der tschechische Gesundheitsminister Adam Vojtech seinen Rücktritt erklärt. Er wolle neuen Raum für die Lösung der Krise eröffnen, sagte der 33-Jährige. Ministerpräsident Andrej Babis dankte seinem Parteikollegen bei Twitter für seine geleistete Arbeit. Er habe die erste Infektionswelle im Frühjahr „auf unglaubliche Weise“ gemeistert.

In den letzten Wochen war die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Tschechien rapide angestiegen. Fast täglich waren neue Höchststände zu vermelden. Experten sprachen von einer „zweiten Welle“ des Infektionsgeschehens. Vojtech wollte die Maßnahmen schon früher verschärfen, wurde aber teilweise von Regierungschef Babis wieder zurückgepfiffen.

Die Opposition sprach von einem Bauernopfer vor den Regional- und Senatswahlen in weniger als zwei Wochen. Zugleich forderte sie schnellen Ersatz. Bis Montag stieg die Gesamtzahl der jemals Infizierten in Tschechien um 985 auf knapp 49 300. In Verbindung mit einer Covid-19-Erkranung starben 503 Menschen. Etwa die gleiche Zahl befand sich aktuell im Krankenhaus in Behandlung. Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

Deutlich weniger Hochzeiten wegen Corona-Pandemie

9.14 Uhr: Die Corona-Pandemie hat viele Heiratspläne vorerst platzen lassen. Das zeigt sich nun auch in der offiziellen Ehe-Statistik. In den ersten sechs Monaten wurden demnach bundesweit 139.900 Ehen geschlossen, 29.200 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte. Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, waren viele Standesämter vorübergehend ganz geschlossen, andere schränkten ihre Dienste ein.

Ohne zwei besondere Termine im Februar, hätte die Zahl der Ehen 2020 noch schlechter aussehen können, wie das Bundesamt berichtete. Mit dem 02.02.2020 und dem 20.02.2020 gab es gleich zwei attraktive Hochzeitsdaten, die reichlich genutzt wurden. So heirateten im Februar 2020 gleich 21.500 Paare, fast 7300 mehr als im Vorjahresmonat.

Erkenntnisse über die Auswirkung der Pandemie ließen sich erst langfristig gewinnen, erklärten die Statistiker. Denn langsam wieder steigende Zahlen vom Mai und Juni deuteten daraufhin, dass viele Standesamttermine lediglich verschoben und nicht abgesagt wurden.

Coronavirus: Knapp 7000 Schüler in NRW in Quarantäne

8.29 Uhr: Allein in Nordrhein-Westfalen befinden sich zurzeit knapp 7000 Schülerinnen und Schüler sowie rund 580 Lehrkräfte in Quarantäne.

Das geht aus aktuellen Zahlen des Schulministeriums hervor, aus denen die „Rheinische Post“ zitiert. Demnach wurden vier Schulen wegen der Corona-Pandemie komplett geschlossen, hinzu kommen mehr als 100 Teilschließungen. Knapp 240 Schüler und mehr als 40 Lehrer wurden positiv getestet. Das Ministerium hat die Zahlen in einer Umfrage ermittelt, an der sich die meisten Schulen beteiligten.

Der Verband Lehrer NRW kritisierte, vor allem die Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht zwei Wochen nach den Sommerferien habe zu massiver Verunsicherung bei Schülern und Lehrern geführt. Die Schulen würden alleingelassen, weil sie selbst keine verbindlichen Regeln beschließen dürften. So bleibe es bei freiwilligen Vereinbarungen.

Markus Söder stellt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in München in Aussicht

8.16 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in München in Aussicht gestellt, auf denen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Er habe sehr gemischte Gefühle, etwa wenn er sich die Bilder von wilden Wiesn-Ersatzfeiern wie am Wochenende auf dem Viktualienmarkt ansehe.

Daher wolle er mit der Stadt über einen Mund-Nasen-Schutz beraten, sagte der CSU-Chef dem Radiosender B5 aktuell. „Ich will keinem die Freude nehmen“, sagte Söder. Aber angesichts der hohen Infektionszahlen in München sollten Freude und Vernunft besser zusammengehen. Zudem soll das Gesundheitsamt der Stadt künftig durch die Bundeswehr unterstützt werden. „Wir werden die Bundeswehr bitten, 100 Leute zur Verfügung zu stellen, um die Nachverfolgung zu verbessern.“

Am Sonntag erreichten die Corona-Zahlen in München den Wert von 55,6 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner in einer Woche. Sorgen bereiteten Söder nicht professionell organisierte Veranstaltungen. „Das Problem sind die privaten Feiern“, sagte er. „Wenn die Vernunft nicht hilft, dann muss gesteuert werden.“ Ziel sei es, den Betrieb in Schulen und Kitas bayernweit weiter zu ermöglichen und die Wirtschaft vor weiteren Einschränkungen zu bewahren.

6.58 Uhr: „Geht Deutschland mit der richtigen Corona-Strategie in den Herbst?“, fragte Anne Will am Sonntagabend in ihrer ARD-Talkshow. Diskutiert wurde das Thema von dem Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, der SPD-Politikerin Malu Dreyer, der Autorin Marina Weisband, dem Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery und dem Virologen Hendrik Streeck, der einen besonders kontroversen Auftritt hinlegte. Lesen Sie hier: „Anne Will“ – Virologe Hendrik Streeck fordert Corona-Strategiewechsel

Spahn kündigt neue Corona-Strategie für kalte Jahreszeit an

5.56 Uhr: Mit sogenannten Fieberambulanzen und besonderen Schutzvorkehrungen für Risikogruppen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Land für den befürchteten Anstieg der Corona-Infektionszahlen in der kühleren Jahreszeit wappnen. Für Patienten mit klassischen Atemwegssymptomen, die auf eine Corona- oder Grippeinfektion hindeuten, solle es zentrale Anlaufstellen geben, sagte Spahn der „Rheinischen Post.“ Er setze darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche „Fieberambulanzen“ vor Ort anbieten würden. „Konzeptionell gibt es die schon – sie sollten im Herbst idealerweise flächendeckend zugänglich sein.“

Um Gefahren für Risikogruppen zu minimieren, soll es Spahn zufolge spezielle Maßnahmen geben. „Wichtig ist, dass wir die besonders betroffenen Risikogruppen weiter besonders schützen und die Konzepte dafür im Alltag wieder schärfen“, sagte der CDU-Politiker. „Deshalb werden präventive Reihentests in den sensiblen Bereichen wie zum Beispiel Pflegeheime ein fester Bestandteil der Teststrategie für Herbst und Winter. Dort müssen wir den Eintrag des Virus verhindern. Es gilt weiter höchste Wachsamkeit.“

Spahn erwartet, dass in Abstimmung mit den Ländern bis Mitte Oktober feststehen dürfte, wie die allgemeine Teststrategie für den Herbst und Winter weiterentwickelt wird. Antigen-Schnelltests seien ebenso vorgesehen wie neue Vorgaben des Bundesinnenministeriums zur Quarantäne-Zeit für Rückkehrer aus Risikogebieten. Spahn erklärte weiter, dass die Testkapazitäten enorm hochgefahren worden seien. „Allein in den letzten vier Wochen wurde etwa ein Drittel aller Tests seit Beginn der Pandemie gemacht.“

Sonntag 20. September: Madrid sperrt Corona-Viertel ab – Demonstrationen gegen „Ghettos“

18.05 Uhr Tausende Menschen haben in Madrid gegen die coronabedingte Abriegelung von mehreren einkommensschwachen Gebieten der spanischen Hauptstadt protestiert. Bei Großkundgebungen wurden die Maßnahmen am Sonntag als ungerecht und diskriminierend zurückgewiesen. Sie sollen am Montag in Kraft treten.

Die Menschen trugen Plakate mit Aufschriften wie „Unsere Stadtteile sind keine Ghettos“, „Mehr Ärzte, mehr Kontaktnachverfolger - keine Ausgrenzung“ oder „Ihr habt uns im Stich gelassen und nun sperrt ihr uns ein“. Sie forderten den Rücktritt der konservativen Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso: „Ayuso, Du bist das Virus“.

Die harten Maßnahmen sollen zunächst zwei Wochen lang gelten. Betroffen sind nach amtlichen Angaben 850.000 der rund 6,6 Millionen Einwohner der Region um die Hauptstadt. Abgeriegelt werden insgesamt 37 Gebiete in sechs Stadtteilen sowie in sieben Kommunen im Umland Madrids.

Corona-Demos in Düsseldorf mit weniger Teilnehmern als erwartet

15.05 Uhr: Wenige Tausend Menschen haben sich in Düsseldorf an einer Kundgebung gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen beteiligt. Begleitet wurden die Demonstranten von starker Polizeipräsenz. Auf der gegenüberliegenden Rhein-Seite versammelten sich zeitgleich Demonstranten der Initiative „Düsseldorf stellt sich quer“ zu einer Gegenveranstaltung.

Der Protestzug, der gegen 14.00 Uhr starten und durch die Straßen der Innenstadt führen sollte, verzögerte sich zunächst. Die Anmelder hatten im Vorfeld knapp 50 000 Teilnehmer angemeldet, die Polizei hatte sich auf bis zu 10 000 Menschen eingestellt. Die Teilnehmer müssen keine Masken tragen, aber einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten. So sieht es die nordrhein-westfälische Corona-Schutzverordnung vor.

Corona-Schulgipfel: Parteichefin Esken schlägt kostenlose Nachhilfe vor

13.01 Uhr: Vor dem zweiten Corona-Schulgipfel mit Kanzlerin Angela Merkel und den Bundesländern schlägt SPD-Chefin Saskia Esken vor, sozial benachteiligten Schülern kostenlose Nachhilfe zu ermöglichen. Dafür könnte der bestehende Bildungs- und Teilhabepaket genutzt werden.

„Warum eröffnen wir den Schülerinnen und Schülern nicht ein Abonnement auf einer qualitätsgeprüften Nachhilfeplattform, anstelle der Kosten für das Schullandheim, das in diesem Schuljahr ohnehin ausfallen dürfte?“, sagte Esken unserer Redaktion. Die Politik müsse in der Pandemie Nachteile für sozial schwächere Familien und deren Kindern aus der Pandemiebewältigung so gering wie möglich halten.

Corona-Regeln in England: Es drohen hohe Geldstrafen

6.48 Uhr: Wer in England gegen die Corona-Regeln verstößt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. Wer etwa die Isolationspflicht nach einem positiven Corona-Test oder nach Aufforderung durch die Gesundheitsbehörden missachtet, muss künftig mit einer Geldstrafe von bis zu 10.000 Pfund (11.000 Euro) rechnen, wie die britische Regierung am Samstag mitteilte. Die neuen Regelungen gelten demnach ab dem 28. September.

Auch Bürgern, die sich nach einer internationalen Reise nicht in Quarantäne begeben, droht ein Bußgeld. Die Mindeststrafe für Verstöße liegt bei 1000 Pfund. Bei wiederholten oder besonders schlimmen Verstößen werden 10.000 Pfund fällig. Den Höchstbetrag müssen auch Unternehmen zahlen, die ihren Mitarbeitern bei Einhaltung der Quarantäne mit Entlassung drohen.

Grünen-Fraktionschefin: „Ein neuer Lockdown lässt sich vermeiden“

2.01 Uhr: Angesichts deutlich steigender Corona-Infektionszahlen hat Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt an die Solidarität der Deutschen appelliert. „Ein neuer Lockdown lässt sich vermeiden, wenn alle vorsichtig bleiben und die AHA-Regeln konsequent einhalten“, sagte sie unserer Redaktion. „Dafür braucht es weiterhin eine große Solidarität.“ Die AHA-Formel bedeutet Abstand wahren, auf Hygiene achten und eine Alltagsmaske tragen.

Als unsolidarisch kritisierte Göring-Eckardt das Verhalten von AfD-Abgeordneten im Bundestag. „Sie halten sich nicht an die Regeln, tragen keine Maske und bringen dadurch womöglich andere in Gefahr“, sagte sie. „Das ist nicht akzeptabel.“

Scheuer kündigt Gipfeltreffen zur Rettung der Luftverkehrswirtschaft an

1.23 Uhr: Verkehrsminister Andreas Scheuer hat neue Corona-Hilfen für den Luftverkehr gefordert. ‚Ich werde schnellstens zu einem Luftverkehrsgipfel einladen, der sich mit den Folgen der Corona-Krise für die gesamte Luftverkehrswirtschaft beschäftigt’, sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion. „Da werden wir helfen und retten müssen.“

Vor allem gehe es um die 22 Flughäfen in Deutschland, die 180.000 Menschen beschäftigten. „Bei einem Passagieraufkommen von 20 Prozent des normalen Niveaus habe ich sehr große Sorge, dass der Erhalt dieser wichtigen Infrastruktur in Gefahr ist“, sagte Scheuer. „Deshalb werde ich ein Hilfskonzept für die Flughäfen vorlegen.“ Unser komplettes Interview mit dem Bundesverkehrsminister lesen Sie hier: Zugverkehr in Europa: Scheuer plant Hochgeschwindigkeitsnetz

Samstag, 19. September: Gesundheitsministerin Huml rügt den FC Bayern

21.45 Uhr: Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die Top-Funktionäre des FC Bayern für ihr Verhalten beim Auftaktspiel der Fußball-Bundesliga gerügt. Der CSU-Politikerin zufolge wäre es für die Münchner Führungsriege „klüger gewesen, wenn sie nicht so eng aufeinander gesessen wären – weil auch ausreichend Platz war“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die Bayern-Spitzen damit irritiert, dass sie wie auch die Vertreter des FC Schalke 04 beim Spiel am Freitagabend ohne Abstand und Mund-Nasen-Schutz auf der Ehrentribüne saßen.

Bayern-Vorstand Oliver Kahn hatte danach im ZDF gesagt, man habe sich an „die bayerische Verordnung gehalten, die genau das auch erlaubt“. Es habe keine Vorgaben gegeben. Ministerin Huml sagte, die bayerische Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung erlaube zwar vor allem in Gaststätten zehn Personen in einer Gruppe nebeneinander zu sitzen. „Aber laut Verordnung sind bei bundesweiten Sportereignissen grundsätzlich 1,5 Meter Mindestabstand vorgesehen“, fügte Huml hinzu.

Frankreich verschärft erneut Corona-Maßnahmen

21.00 Uhr: Im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen verhängen immer mehr Städte und Departements in Frankreich strengere Regeln. Ab Montag sind im Departement Indre-et-Loire in der Mitte des Landes Tanzabende, Aperitifs und Umtrunke verboten. Bars ohne Sitzmöglichkeiten in geschlossenen Räumen müssen zubleiben. Toulouse, Nizza, Bordeaux und Marseille haben bereits ähnliche Regeln eingeführt.

Die französischen Gesundheitsbehörden meldeten am Samstagabend einen neuen Höchstwert von 13 498 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. In den vergangenen sieben Tagen kamen 3853 Covid-19-Patienten ins Krankenhaus, davon 593 auf Intensivstationen.

Corona in Osteuropa wieder auf dem Vormarsch

19.13 Uhr: Nach Polen werden auch aus anderen Teilen beunruhigende Ost-Europas alarmierende Infektionszahlen vermeldet. In der Slowakei wurden am Samstag 290 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit wurden in dem Land mit 5,4 Millionen Einwohnern bislang mehr als 6500 Ansteckungen nachgewiesen. „Die Lage ist kritisch geworden“, kommentierte Regierungschef Igor Matovic den Rekord an Neuansteckungen im Online-Netzwerk Facebook.

In Litauen stieg die Zahl der Corona-Infektionen am Samstag um 99 auf mehr als 3600 Fälle. Tschechien hatte am Freitag einen Rekord von 3130 Neuinfektionen gemeldet. Am Samstag waren es gut 2100 neue Fälle. Für all diese Länder sind das neue Rekordstände an Neuinfektionen.

Düsseldorf erwartet tausende Corona-Demonstranten

17.53 Uhr: Die Polizei erwartet morgen rund 10.000 Teilnehmer einer Corona-Demonstration. Veranstaltet wird der Protest gegen die Corona-Politik von einem regionalen Ableger der Initiative Querdenken. Die Organisatoren hoffen sogar auf 50.000 Demonstranten. Die Polizei wird die Demo mit einem Großaufgebot begleiten. Auch mehrere Gegendemos wird es geben: Unter anderem hat die Initiative „Düsseldorf stellt sich quer“ zu einer Veranstaltung aufgerufen.

Polen registriert Höchstwert bei Corona-Neuinfektionen

12.35 Uhr: Auch in Deutschlands Nachbarländern steigen die Corona-Zahlen: Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Samstag verzeichneten die Behörden 1002 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, es gebe keine großen lokalen Epidemieherde. „Die Werte, die wir jetzt sehen, sind ein Ergebnis davon, dass die Menschen zum normalen Alltagsleben und zur Arbeit zurückgekehrt sind Es geht um das, was wir auch auf den Straßen sehen: mehr Menschen, mehr Kontakte.“

Paul-Ehrlich-Institut: Impfstoff-Zulassung Ende 2020 oder Anfang 2021

11.12 Uhr: Das Paul-Ehrlich-Institut rechnet weiterhin mit einer Zulassung von Corona-Impfstoffen für Ende 2020 oder Anfang 2021. Derzeit befänden sich neun Impfstoff-Kandidaten in der abschließenden klinischen Phase III, sagte Instituts-Chef Klaus Cichutek den Sendern RTL und ntv. Zwar sei der Zeitpunkt Spekulation, „aber rechnen wir mal Ende diesen Jahres, mit Beginn des nächsten Jahres mit den ersten Zulassungen.“ Diese Einschätzung vertritt das Paul-Ehrlich-Institut – das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe – unverändert seit längerer Zeit.

Auch bei einer Zulassung von Impfstoffen zu diesem Zeitpunkt werde es noch mehrere Monate dauern, bis in Deutschland ein Impfstoff flächendeckend zu Verfügung stehe. Dann sei es Aufgabe des Robert Koch-Instituts, für Deutschland zu entscheiden, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden sollten. „Ich nehme an, dass noch einige Monate im nächsten Jahr ins Land gehen, bis wir von flächendeckender Verfügbarkeit reden. Weltweit kann das den größten Teil des nächsten Jahres, wenn nicht das gesamte nächste Jahr in Anspruch nehmen“, sagte Cichutek.

Spahn: Deutsches Gesundheitssystem nicht überlastet

10.49 Uhr: Das deutsche Gesundheitssystem ist derzeit trotz steigender Corona-Infektionszahlen noch nicht überlastet. Mit fast 2300 Neuinfektionen an einem Tag sei zwar der höchste Wert seit April erreicht worden, schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag bei Twitter. „Aktuell kann unser Gesundheitssystem gut mit der Situation umgehen, aber die Dynamik in ganz Europa besorgt“, fügte er hinzu. Er appellierte erneut an die Bürger, Abstand zu halten, Mund-Nase-Schutz zu tragen und Hygiene-Regeln zu beachten.

Lesen Sie hier: Gerät Corona außer in Deutschland erneut außer Kontrolle?

FDP lädt zum Parteitag unter Corona-Bedingungen

7.35 Uhr: Trotz der Corona-Pandemie treffen sich heute beim FDP-Parteitag mehr als 600 Delegierte – auch wegen einer Veränderung an der Parteispitze. Lesen Sie hier, welche Bedeutung das Treffen für die Partei hat: Parteitag in der Pandemie wird für Lindner Corona-Stresstest

US-Gesundheitsbehörde rudert bei umstrittener Corona-Test-Empfehlung zurück

1.27 Uhr: Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat ihre umstrittene Empfehlung zurückgenommen, Coronavirus-Tests bei Personen ohne Symptome zurückzufahren. In einer Aktualisierung der CDC-Richtlinien vom Freitag heißt es nun wieder, dass auch sie getestet werden sollen, wenn sie Kontakt mit Infizierten hatten. Die CDC hatte das Dokument am 24. August geändert und erklärt, ein Test sei in diesen Fällen nicht unbedingt nötig, wenn man keine Symptome aufweise – außer bei Menschen, die zu Risikogruppen gehörten.

Diese Einschätzung geriet unter heftige Kritik von Experten. Jetzt geht die CDC auf deren Argumente ein. Da es eine erhebliche Gefahr der Coronavirus-Übertragung durch Personen ohne Krankheitssymptome gebe, seien Tests auch bei ihnen notwendig, heißt es ausdrücklich in einer „Klarstellung“.

Spahn will Corona-Impfstoffverteilung bis Ende Oktober regeln

1.01 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Verteilung von Corona-Impfstoffen in Deutschland bis Ende Oktober regeln: Dazu sollen Ärzte, Ethikexperten und Sozialwissenschaftler Grundsätze erarbeiten, wie unsere Redaktion aus Regierungskreisen erfuhr. Die neu eingesetzte Expertengruppe soll neben Mitgliedern der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut, auch Forscher der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Mitglieder des deutschen Ethikrates umfassen.

Begründet wird der Schritt mit dem Umstand, dass die Frage der Verteilung angesichts zunächst knapper Impfdosen nicht nur eine medizinische, sondern auch eine ethische und sozialpolitische Dimension habe. Im Detail festgelegt wird das Verteilungskonzept nach unseren Informationen dann, wenn ein konkreter Impfstoff zugelassen ist und dessen möglicherweise spezifische Wirkung bei einzelnen Bevölkerungsgruppen bekannt ist.

Aktuelle Reisewarnungen - Wien, Amsterdam, Budapest
Aktuelle Reisewarnungen - Wien, Amsterdam, Budapest

Freitag, 18. September: Trump kündigt Impfstoff für alle Amerikaner im April an

  • US-Präsident Donald Trump hat verkündet, dass das Land bis April kommenden Jahres genug Corona-Impfstoffe für alle Amerikaner haben werde. Es ist ein ambitioniertes Ziel, da bisher noch kein Impfstoff zugelassen wurde. Experten von Trumps Regierung hatten bisher gesagt, dass es eher bis zur Jahresmitte 2021 dauern werde, bis jeder eine Impfung bekommen könne.
  • In Amsterdam, Rotterdam und weiteren großen Städten der Niederlande werden die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus verschärft. In insgesamt sechs besonders betroffenen Regionen dürfen Gaststätten künftig ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1 Uhr schließen, wie die Regierung am Freitag in Den Haag mitteilte. Die Maßnahmen treten demnach am Sonntagabend in Kraft. Feiern mit mehr als 50 Personen sind ab dann verboten. Das gilt auch für Feste im Freien. Die Behörden in Amsterdam verfügten zusätzlich, dass die Parks nachts geschlossen werden, um illegale Partys zu verhindern.
  • In Madrid werden erneut drastische Einschränkungen der Bewegungsfreiheit zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus verhängt. Wie die Regierungschefin der spanischen Hauptstadtregion, Isabel Díaz Ayuso, am Freitag ankündigte, dürfen die Bewohner einer Reihe von Vierteln diese nur noch verlassen, wenn sie zur Arbeit gehen, zum Arzt oder wenn sie Kinder zur Schule bringen. Etwa 850.000 Madrilenen sind betroffen – rund 13 Prozent der 6,6 Millionen Einwohner der Stadt.
  • Im Kampf gegen die Corona-Krise will Finanzminister Olaf Scholz im Bundeshaushalt 2021 rund 96 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Der Krise solle nicht hinterhergespart werden.
  • Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 50,7. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bayernweit ermittelt. Für Donnerstag (Stand 23.59 Uhr) meldete die bayrische Landeshauptstadt 141 neue Corona-Fälle.
  • Hessen hebt die coronabedingten allgemeinen Besuchsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime auf. Es werde keine verbindlichen Vorgaben des Landes zur Dauer und Anzahl der Besuche mehr geben, teilten Staatskanzlei und Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden mit. Maßgeblich seien nun die jeweiligen Schutzkonzepte und Hygienepläne der Einrichtungen.
  • Der Landkreis Cloppenburg hat den 7-Tages-Grenzwert bei Corona-Neuinfektionen überschritten. Am Freitag wurden 61,5 neue Infektionen auf 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche gemeldet, teilte das Sozialministerium in Hannover mit. Ab einem Wert von mehr als 50 müssen verstärkte Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.
  • Innerhalb eines Tages hat Tschechien mehr Corona-Neuinfektionen verzeichnet als das viel größere Deutschland. Am Donnerstag wurde mit 3130 neuen Fällen erstmals die 3000er-Marke überschritten, wie am Freitag aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Prag hervorging.
  • Die Corona-Krise bleibt eins der Top-Themen im Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Nachdem erneut eine Ex-Regierungsmitarbeiterin den Präsidenten Donald Trump beschuldigte, die Pandemie wider besseren Wissens kleingeredet zu haben, hat Präsidentschaftskandidat Joe Biden mit deutlichen Worten reagiert. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Wegen Corona-Lügen: Biden ruft Trump zum Rücktritt auf
  • Die Punkband Die Ärzte verschiebt coronabedingt ihre ausverkaufte Tour um ein Jahr. Sie soll Ende 2021 nachgeholt werden. „Leider können aufgrund behördlicher Auflagen im Zusammenhang mit Covid-19 die Konzerte der „In The Ä Tonight Tour“ in 2020 nicht stattfinden“, teilte die Berliner Band am Freitag unter Hinweis auf den Veranstalter mit. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Die Ärzte: „In The Ä Tonight“-Tour auf 2021 verschoben
  • Die russische Operndiva Anna Netrebko befindet sich nach zwei Auftritten zur Wiedereröffnung des Moskauer Bolschoi-Theaters mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus. „Sie helfen mir. Alles wird gut“, schrieb die 48-jährige Sopranistin im Online-Dienst Instagram. Sie befinde sich bereits seit fünf Tagen mit einer Covid-19-Lungenentzündung im Krankenhaus. „Ich werde mich bald erholen“, hieß es weiter. Ihr Manager sagte der „New York Times“, es gehe ihr bereits besser.
  • Die israelische Regierung will mit einem zweiten landesweiten Lockdown eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Von Freitagnachmittag an müssen sich die Menschen in dem Mittelmeerstaat für mindestens drei Wochen erneut mit starken Einschränkungen arrangieren. Während des erneuten Lockdowns sollen nun Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Auch Hotels, Einkaufszentren sowie Freizeitstätten und Strände müssen schließen. Restaurants dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind aber weiterhin erlaubt. Die Menschen dürfen sich aber nur noch in Ausnahmefällen weiter als 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Ein parlamentarischer Ausschuss teilte allerdings am Donnerstag nach Medienberichten mit, die Entfernung könnte auf einen Kilometer ausgeweitet werden.
  • Lesen Sie dazu: Diese Länder sind Corona-Risikogebiete

Donnerstag, 17. September: Wehrbeauftragte Högl in Corona-Quarantäne

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Anstieg der Corona-Infektionen in Europa als „alarmierend“ bezeichnet. Im Nordosten Englands gelten ab Freitag strikte Ausgehregeln, in Österreich werden private Treffen wieder stark eingeschränkt. Frankreich verschärft die Corona-Maßnahmen in Lyon und Nizza. In Europa – wozu die WHO 53 Länder inklusive Russland zählt – wurden bisher fast fünf Millionen Corona-Fälle registriert. Mehr als 227.000 Menschen starben an den Folgen der Viruserkrankung. Täglich werden der WHO zufolge derzeit zwischen 40.000 und 50.000 neue Ansteckungen festgestellt.
  • In Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind für das deutsche Gesundheitssystem zusätzliche Kosten von mindestens zwei Milliarden Euro entstanden. Das geht laut einem Bericht der Düsseldorfer „Wirtschaftswoche“ aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Getragen würden diese Kosten allein von den gesetzlichen Krankenkassen, private Krankenversicherungen blieben außen vor, hieß es dazu weiter.
  • Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl, hat sich vorsorglich in Quarantäne begeben. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem sie bei einem Truppenbesuch Kontakt zu einer infizierten Soldatin gehabt habe, bestätigte ihr Büro der Nachrichtenagentur dpa. Ein Testergebnis liegt noch nicht vor.
  • Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle hat die österreichische Regierung die Sozialkontakte nochmals drastisch eingeschränkt. Bei privaten Feiern und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind ab kommenden Montag nur noch zehn Teilnehmer erlaubt, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz am Donnerstag mitteilte. In Restaurants müssen auch Gäste künftig eine Schutzmaske tragen. Lediglich wenn sie an ihrem Tisch sitzen, dürfen sie diese abnehmen. Auch auf Märkten und Messen soll ab Montag eine allgemeine Maskenpflicht gelten – auch, wenn diese im Freien stattfinden.
  • Das Tragen einer Brille kann womöglich das Risiko senken, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Diese Schlussfolgerung legt eine Beobachtungsstudie aus China nahe, die jetzt im Fachjournal „Jama Ophthalmology“ veröffentlicht worden ist. Mehr dazu: Warum Brillen das Infektionsrisiko für Corona senken könnten
  • Der finanzielle Unterschied zum Altersruhegeld zwischen Rentnern und Pensionären ist groß. Die Corona-Krise könnte die Kluft noch weiter vertiefen. Lesen Sie hier: Vielen Rentnern droht wegen Corona eine Nullrunde
  • Mehr als 30 Corona-Fälle stehen möglicherweise im Zusammenhang mit einer Hochzeit nach einer Panne im Krankenhaus Vilshofen. „Aus der Hochzeitsgesellschaft direkt haben sich bisher rund 25 Infektionsfälle bestätigt“, teilte ein Sprecher des Landratsamts Passau mit. Zudem seien acht Personen positiv getestet worden, die im Kontakt mit Hochzeitsgästen gestanden hätten. Zwei Personen sind in stationärer Behandlung. Zuvor hatte es eine Testpanne im Krankenhaus Vilshofen gegeben, bei der zwei Personen mit Symptomen zunächst nicht getestet und isoliert wurden, wie das Krankenhaus bestätigte.
  • So ein Spielstand kommt selten vor: Aus Angst vor einer Corona-Infektion haben Fußballer der 3. Kreisklasse im niedersächsischen Uelzen absichtlich ein Spiel verloren – und zwar haushoch: 0:37 hieß es am Ende. mehr zum Spiel lesen Sie

Mittwoch, 16. September: RKI weist Wien als Risikogebiet aus

  • Die Bundesregierung hat auch Budapest am Mittwochabend zu Corona-Risikogebieten erklärt. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte, sind von der Einstufung als Risikogebiet auch weitere Regionen unter anderem in den Niederlanden, Kroatien, Frankreich und der Schweiz betroffen.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat Wien auf die Liste der Corona-Risikogebiete gesetzt. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. I
  • Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, muss in – Quarantäne? Oder Isolierung? Wer ordnet das eigentlich an und wie lange dauert das? Eine Übersicht über die Begrifflichkeiten und die Quarantäne-Regeln, finden Sie hier: Wie lange dauert die Corona-Quarantäne?
  • Stammt das Coronavirus womöglich doch nicht von einem Tiermarkt im chinesischen Wuhan – sondern aus einem Militärlabor? Das glaubt die chinesische Virologin Li-Meng Yan und hat in einer Arbeit angebliche Beweise vorgelegt. Ob diese belastbar sind, lesen sie hier.
  • In der österreichischen Hauptstadt Wien steigen die Corona-Zahlen weiter an, die deutsche Bundesregierung ist laut Medienberichten alarmiert. Wie „Der Standard“ schreibt, erwäge Deutschland Wien zum Risikogebiet zu erklären und eine Reisewarnung für die Stadt auszusprechen.
  • Statt einem Mundschutz hat sich in Manchester ein Mann im Bus eine Schlange ums Gesicht gewickelt – eine lebendige. Mehr über die kuriose Geschichte lesen Sie hier.
  • US-Schauspieler Neil Patrick Harris (47), sein Ehemann David Burtka (45) und die gemeinsamen 9-jährigen Zwillinge Gideon und Harper kämpfen Ende März mit einer Coronavirus-Infektion. Lesen Sie hier: „How I Met Your Mother“: Das machen die Schauspieler heute
  • Zwei Tage vor Beginn eines Lockdowns in Israel hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen eine Rekordmarke erreicht. Das Gesundheitsministerium teilte mit, am Vortag seien 5523 neue Fälle registriert worden.
  • Darauf machen Forscher des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie aufmerksam. Welche Impfungen jetzt schützen sollen und warum sich die Corona-Übertragungen ab Oktober mehr als verdoppeln könnten, lesen Sie hier.
  • Indien hat mehr als fünf Millionen bekannte Corona-Infektionen erfasst. In absoluten Zahlen gerechnet steigen die bekannten Neuinfektionen in der südasiatischen Nation seit Wochen schneller als in jedem anderen Land. In den vergangenen 24 Stunden kamen mehr als 90.000 neue Fälle dazu.
  • Babyboom, gestiegene Nachfrage nach Schwangerschaftstests, Rückgang der Frühgeburten im Frühjahr: Verliefen Schwangerschaften während der Corona-Pandemie unproblematischer? Lässt sich sagen, welche Auswirkungen der Lockdown auf Geburten und Schwangerschaften in Deutschland hat?
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut rechnet damit, dass es in Deutschland in Zukunft mehrere unterschiedliche Impfstoffe gegen das neue Coronavirus geben wird.

Dienstag, 15. September: Drosten weißt Kritik an Corona-Maßnahmen zurück.

Montag, 14. September: Vereinigte Arabische Emirate geben grünes Licht für Notfall-Impfstoff

Sonntag, 13. September: Israels Regierung beschließt landesweiten Lockdown

  • Die Corona-Lage in Deutschland hat sich zuletzt stabilisiert – Virologe Streeck plädiert dafür, nicht nur auf die Ansteckungszahlen zu achten. Lesen Sie dazu: Pandemie – Virologe Streeck fordert einen Strategiewechsel
  • Israels Regierung hat angesichts steigender Neuinfektionen mit dem Coronavirus die Verhängung eines zweiten landesweiten Lockdowns beschlossen. Das Kabinett stimmte am Sonntagabend gegen den Widerstand einiger Minister für neue drastische Ausgangsbeschränkungen.
  • Nach einem heftigen Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Konsequenzen für die mutmaßliche Verursacherin.
  • Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hatte in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ gefordert, in der Corona-Debatte nicht nur auf die Infektionszahlen zu schauen, sondern auch die nicht stark wachsenden Todeszahlen in den Blick zu nehmen.
  • Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) greift diese Forderung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter auf. Er teile nicht die Annahme, dass es bei leichten Fällen bleiben wird. „SarsCov-2 ist nicht harmloser geworden, dafür gibt es eine Evidenz.“
  • Die Zahl der Neuinfektionen auf Mallorca wurde pro 100.000 Einwohner für die vergangenen sieben Tage aufgrund der Übertragungsfehler mit deutlich unter 50 angegeben, obwohl sie tatsächlich wesentlich höher lag.
  • Bei der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in München sind mehrere Menschen festgenommen worden.
  • Die meisten am Frankfurter Flughafen positiv auf das Coronavirus getesteten Reiserückkehrer sind aus dem Kosovo eingereist.
  • Trotz der Pannen bei den Corona-Tests in Bayern halten die meisten Bürger den CSU-Vorsitzenden Markus Söder für die beste Option für das Kanzleramt. 31 Prozent trauen Söder den Posten zu, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für die „Bild am Sonntag“ ergab.

Samstag, 12. September: Corona-Demos in München und Hannover

Freitag, 11. September: Garmisch-Partenkirchen verschärft die Corona-Maßnahmen

  • Über 80 Mitglieder einer kurdischen Jugendbewegung haben in einem Zug von Lüneburg Richtung Hamburg erst eine Zugbegleiterin heftig angepöbelt und danach die hinzugerufene Bundespolizei attackiert. Die Aktivisten waren am Donnerstag ohne Mund-Nasenschutz und gültige Fahrscheine unterwegs.
  • Nach einem starken Anstieg der Corona-Ansteckungszahlen verschärft Österreich die landesweiten Maßnahmen wieder.
  • Durch die Corona-Krise hat sich die Lage am Ausbildungsmarkt nach Angaben von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek weiter verschlechtert.
  • Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat vor einer weiteren Isolation der Menschen in Alten- und Pflegeheimen gewarnt.
  • Eine Mehrheit der Deutschen ist laut einer Umfrage dafür, dass der Bundestag bei der Corona-Bekämpfung wieder die volle Entscheidungshoheit zurückerhält. Knapp 58 Prozent der Befragten vertraten in einer repräsentativen Erhebung die Auffassung, dass die im März zugebilligten Sonderrechte der Bundesregierung im Kampf gegen die Pandemie enden sollen.
  • Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes bekommen auf iPhone-Modellen mit der neusten Betriebssystem-Version iOS 13.7 unter Umständen ein höheres Risiko angezeigt, als sie tatsächlich hatten. Darauf haben die Entwickler der App in einem Blogeintrag hingewiesen.
  • US-Präsident Donald Trump hat dementiert, die Amerikaner über die Gefahr durch das Coronavirus belogen zu haben. „Ich habe nicht gelogen“, sagte Trump im Weißen Haus auf eine entsprechende Frage eines Reporters. In Interviews des Investigativjournalisten Bob Woodward hatte Trump gesagt, er habe die Gefahr durch das Virus heruntergespielt.
  • Deutschland wird nach einer Prognose der EU-Kommission ein Gewinner des neuen Verteilungssystems für die Milliardenbeträge aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm sein. Nach den der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Zahlen könnte die Bundesrepublik rund 22,7 Milliarden der insgesamt 312,5 Milliarden Euro erhalten.

Donnerstag, 10. September: Trump gibt in Interview Lügen über Corona zu

  • Die Ärzte in Madrid wollen wegen der durch die Corona-Pandemie verursachten Überlastung streiken. Die größte Mediziner-Gewerkschaft der Region um die spanische Hauptstadt hat zu einem „unbefristeten und kompletten“ Streik ab dem 28. September aufgerufen.
  • Die Gesundheitsbehörden in Frankreich haben mehr als 8500 Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden bestätigt. Das ist gut viermal so viel wie in Deutschland. Die französische Regierung will deshalb am Freitag über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen beraten.
  • Das Robert Koch Institut (RKI) hat für Würzburg einen Wert von 52,4 bei der Sieben-Tage-Inzidenz vermeldet. Doch die Stadt wollte die Zahl gegenüber dem Bayrischen Rundfunk (BR) nicht bestätigen. Zudem wies eine Sprecherin des Gesundheitsamtes Würzburg auf eine bayernweite Panne bei der Übertragung der Daten an das RKI hin.
  • Die Stadt München hat eine für Samstag angekündigte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit 5000 angemeldeten Teilnehmern auf dem Odeonsplatz untersagt. Stattdessen dürfe sie unter strikten Auflagen und mit weniger Teilnehmern auf der Theresienwiese stattfinden.
  • Schon früh soll der US-Präsident Donald Trump über die Gefährlichkeit des Coronavirus gewusst haben. Dennoch soll er die Öffentlichkeit bewusst angelogen haben. Lesen Sie hier: Trump soll Corona-Gefahr ganz bewusst heruntergespielt haben
  • In Österreich wurden am Donnerstag 664 Neuinfektionen registriert. Das ist der stärkste Anstieg innerhalb eines Tages seit März.

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