Tim Bendzkos Corona-Konzert: Freiwillige fehlen noch

Leipzig.  Eine Studie erforscht Großveranstaltungen in Corona-Zeiten – mit einem Tim-Bendzko-Konzert. Die Suche nach Probanden dauert weiter an.

Coronakrise: Welche Veranstaltungen stattfinden könnten

Langsam kehrt die Normalität zurück. Doch um eine neue Ausbreitung zu verhindern, sind Großveranstaltungen noch sehr eingeschränkt. Was stattfinden könnte und was nicht, erfahren Sie im Video.

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Ein Livekonzert in einer großen Halle mit Tausenden Besuchern? Während der Coronavirus-Pandemie eigentlich ein kaum vorstellbares Szenario. Fans des Musikers Tim Bendzko können sich jedoch darauf freuen – sofern sie eine gewisse Risikobereitschaft mitbringen. Am 22. August in Leipzig findet ein Konzert des Musikers statt, das von einem Forschungsprojekt initiiert wird. Bislang fehlen aber noch mehr als 2000 Probanden.

Forscher der Uniklinik Halle wollen mit dem Konzert mehr über Großveranstaltungen in Corona-Zeiten herausfinden. Insgesamt werden 4200 gesunde Freiwillige zwischen 18 und 50 Jahren gesucht, die das Konzert besuchen wollen, wie die Projektverantwortlichen in Halle mitteilten. Erste Ergebnisse der Studie sollen vier bis sechs Wochen später vorliegen.

Wer als Proband an Konzert und Studie teilnehmen möchte, kann sich online noch bis zum 16. August anmelden. Auf der Webseite des Projekts ist auch zu sehen, wie viele Personen sich bereits registriert haben – noch mehr als die Hälfte der Freiwilligen fehlt. Allerdings reiche auch die jetzige Zahl an Teilnehmern aus, um die Studie durchzuführen, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte.

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Tim Bendzko gibt Konzert in Leipzig unter strengen Hygieneauflagen

Während des Projekts gelten strenge Hygieneregeln. Die Probanden sind etwa verpflichtet, sogenannte FFP2-Masken zu tragen. Hauptziel der Forscher ist es, ein mathematisches Modell zu entwickeln, mit dem das Risiko eines Corona-Ausbruchs nach Großveranstaltungen in Hallen berechnet werden kann. .

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Zudem wollen die Forscher herausfinden, mit wie vielen anderen Menschen ein Konzertbesucher auch bei der Anreise in Kontakt kommt. „Die größte Herausforderung – glaube ich – wird die Datenauswertung“, sagt Projektleiter Stefan Moritz. „Denn wir werden über einen ganzen Tag hinweg alle fünf Sekunden die Kontakte zu allen anderen Probanden im Umkreis von 30 Metern messen.“

Studie zu Großveranstaltungen in Leipzig spielt drei Szenarien durch

Laut den Projektbeteiligten ist es die erste Studie dieser Art in Deutschland. Konkret sollen bei dem Konzert drei Szenarien durchgespielt werden. Es soll einen Ablauf geben, wie er vor Corona stattgefunden hätte: mit zwei Eingängen in die Arena Leipzig, ohne Abstandsregeln und ähnliches. Danach wird ein Szenario mit einem strengeren Hygienekonzept, mehr Eingängen und deutlich größeren Abständen durchgespielt.

„In Szenario 3 wird auf den Zuschauertribünen ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten. Hier sind nur noch knapp 2000 Probanden beteiligt“, heißt es. Finanziert wird das knapp eine Million Euro teure Projekt zum Großteil von den Ländern Sachsen-Anhalt und Sachsen. (küp/dpa/raer)

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