Unfälle beim Baden: Zwei Kinder ertrinken am Wochenende

Hannover/Hückelhoven.  Badeunfälle in Deutschland: In Niedersachsen und NRW starben zwei Mädchen. Im Süden ertrank ein 30-Jähriger beim Junggesellenabschied.

Wie rettet man jemanden vor dem Ertrinken?

Prüfen, ob ein Rettungsschwimmer in der Nähe ist. Jemanden vor dem Ertrinken zu retten, kann sehr gefährlich sein. Wer kein guter Schwimmer ist, sollte von einem Rettungsversuch absehen.

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  • Am Wochenende kam es in ganz Deutschland zu Badeunfällen
  • Unter anderem ertrank ein Mann bei einem Junggesellenabschied an der Donau
  • Auch zwei Kinder, eine Fünfjährige und eine Elfjährige, starben

Das schöne Wetter hat seine Schattenseiten: Am Wochenende häuften sich die Meldungen über Badeunfälle in Deutschland. Mehrere Menschen kamen dabei ums Leben, darunter zwei Kinder.

Im Märchensee in Hannover starb ein fünfjähriges Mädchen. Sie hatte nach Polizeiangaben am Freitagabend mit zwei Vierjährigen an dem Gewässer gespielt. Ein Spaziergänger bekam mit, dass ein Kind fehlte und wählte den Notruf. Feuerwehr und Polizei suchten nach dem Mädchen, ein Beamter fand die Fünfjährige schließlich unter Wasser und zog sie ans Ufer.

Trotz versuchter Wiederbelebung und schnellem Transport ins Krankenhaus starb sie wenig später. Die Polizei prüft nun, ob die Erziehungsberechtigten gegen ihre Aufsichtspflicht verstoßen haben.

Elfjähriges Mädchen stirbt nach Badeunfall im Krankenhaus

Eine Elfjährige starb nach einem Unfall im Adolfosee in Hückelhoven. Laut Polizei ging das Kind am Freitagabend in den Adolfosee, verlor den Halt und geriet unter Wasser. Eine Gleichaltrige, die am Ufer wartete, versuchte, mit ihrem Fahrrad Hilfe zu holen. Schwimmen konnte sie den Angaben zufolge nicht.

Schließlich alarmierten Spaziergänger, die den im Wasser treibenden Körper sahen, den Rettungsdienst. Das Mädchen starb im Krankenhaus.

Mehr zum Thema: Tod im Wasser – warum Kinder oft lautlos ertrinken

30-Jähriger ertrinkt bei Junggesellenabschied

Im baden-württembergischen Obermarchtal ertrank ein 30 Jahre alter Mann bei einem Junggesellenabschied am Samstag in der Donau. Er gehörte zu einer Gruppe, die sich zu einer Tour mit Booten aufgemacht hatte, an verschiedenen Stationen Zwischenstopps machte und dabei „nicht unerhebliche Mengen Alkohol“ trank, wie die Polizei mitteilte.

Ersten Ermittlungen zufolge suchte der 30-Jährige am späten Nachmittag seine Sonnenbrille im Wasser, die er dort zum wiederholten Mal verloren haben soll. Ohne Schwimmweste stand er zunächst im niedrigen Wasser und war dann plötzlich weg.

Fast 120 Einsatzkräfte waren an der Suche mit Boot, Hubschrauber und Drohne beteiligt. Taucher fanden den Mann schließlich tot im Wasser.

Überblick: Badeunfälle in Deutschland

Erst vor wenigen Tagen war ein 32 Jahre alter Mann vor Ahrenshoop in der Ostsee ertrunken, nachdem er zwei Kinder aus der Strömung gerettet hatte. Ende Juni starben in einem Badesee in Oberfranken ein Vater und seine vierjährige Tochter.

(küp/jha/dpa)

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