Urlaub im Ausland: In diese Länder können Sie 2020 reisen

Sommerurlaub trotz Corona: In vielen Ländern ist er wieder möglich. Doch es gibt unterschiedliche Regeln und Maßnahmen. Ein Überblick.

Urlaub in Zeiten von Corona: Das müssen Sie wissen

Das Coronavirus hat die Urlaubsplanung vieler Menschen komplett umgeworfen. Doch es gibt Hoffnung für den spontanen Sommerurlaub: Immer mehr Lockerungen treten in Kraft.

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  • Urlaub im Ausland ist prinzipiell wieder möglich, vor allem da die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für 27 EU-Länder nicht mehr gilt
  • So dürfen Touristen aus 29 Ländern wieder nach Griechenland einreisen – ohne Quarantänepflicht
  • In Portugal gelten für 19 Gemeinden erneut strenge Lockdown-Regeln bis zunächst 12. Juli
  • Welche speziellen Einreiseregeln gelten für beliebte Urlaubsländer wie Italien, Spanien und Kroatien? Was müssen Touristen vor Ort beachten?

Berlin. In mehreren Ländern in Europa ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus zurück gegangen. Dazu gehören auch einige beliebte Urlaubsländer der Deutschen. Corona-Maßnahmen werden gelockert und Touristen wieder ins Land gelassen. Das bedeutet für viele Menschen in Deutschland, dass der der Sommerurlaub in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie im Ausland stattfinden kann.

Für Spanien, dem favorisierten Reiseland der Deutschen, wurde die Einreisesperre zum 21. Juni aufgehoben. Zuvor durften in einem Pilot-Projekt zunächst 10.900 deutsche Urlauber auf die Balearen.

Auch die Bundesregierung hatte die Reisewarnung für 27 europäische Länder aufgehoben. Zudem gibt es keine Kontrollen mehr an den Grenzen zu den deutschen Nachbarländern.

Zwar ist damit ein Stück Reisefreiheit zurückgekehrt, doch die Bundesregierung machte auch klar, dass die Reisewarnung für bestimmte Länder oder Regionen reaktiviert werden könne, wenn die Zahl der Neuinfektionen wieder drastisch steigt.

Generell sollte der Urlaub in der Corona-Pandemie gut geplant sein. Spontane Reisen sind schwierig bis unmöglich. In Griechenland dürfen Touristen beispielsweise nur mit einem QR-Code einreisen. Den bekommen Sie nur, wenn sie 48 Stunden vor Einreise ein elektronisches Anmeldeformular ausfüllen. Auch in Spanien braucht es eine Anmeldung und QR-Code für die Einreise.

Reisen ins Ausland – Was Urlauber jetzt wissen müssen

Um deutsche Touristen entsprechend zu informieren, gibt das Auswärtige Amt tagesaktuelle Hinweise zu den jeweiligen Reiseländern auf seiner Internetseite. Die Hinweise sollen sich nach dem aktuellen Infektionsgeschehen richten.

Großbritanniens Regierung will die Quarantänepflicht für Einreisende aus bestimmten Ländern kippen. Die Vorgabe solle für Staaten fallen, die in der Corona-Pandemie als ein „geringeres Risiko“ eingestuft würden – etwa Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien, teilte die Regierung am Freitag mit. Die Quarantänepflicht soll ab dem 10. Juli aufgehoben werden.

Norwegen und Finnland lassen angesichts der jeweiligen Infektionsgeschehen noch keine deutschen Touristen einreisen. Finnland will ab dem 14. Juli seine Grenzen öffnen, Reisen von Deutschland nach Norwegen sollen ab dem 15. Juli wieder möglich sein.

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Urlaub in Dänemark: Was ist in diesem Jahr möglich?

Die dänischen Grenzen sind für Touristen aus Deutschland, Island und Norwegen wieder offen. Bedingung ist, dass sie mindestens sechs Übernachtungen gebucht haben. Wer als Deutscher ein Sommerhaus in Dänemark besitzt oder seinen Partner in dem Land besuchen will, darf bereits seit Ende Mai wieder einreisen.

Was für den Dänemark-Ausflug zu beachten ist:

  • Es kommt zu verstärkten Einreisekontrollen sowie Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen
  • Versammlungen im öffentlichen und privaten Raum mit mehr als zehn Personen sind untersagt
  • Wer einreisen will, muss mindestens sechs Nächte in einem Hotel, Ferienhaus oder auf einem Campingplatz gebucht haben
  • Mancherorts gelten besondere Hygiene-Regeln
  • In Dänemark gibt es keine generelle Maskenpflicht, aber eine Abstandsregelung von mindestens einem Meter
  • Diskotheken und Nachtclubs sollen ab dem 8. August wieder öffnen dürfen

Griechenland: Welche Regeln gelten hier?

Das sind die schönsten Reiseziele in Griechenland
Das sind die schönsten Reiseziele in Griechenland

Eine Quarantänepflicht nach der Einreise existiert in Griechenland für Reisende aus Deutschland nicht mehr. Touristen aus 29 Ländern dürfen wieder nach Griechenland – ohne Quarantänepflicht. Zu den 29 Staaten gehört auch Deutschland.

Alle Reisenden nach Griechenland – egal ob per Flugzeug, Schiff oder Auto – müssen sich mindestens 48 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und ein Formular ausfüllen, in dem sie mehrere Angaben machen müssen. In fast allen Hotels der griechischen Inseln wurden Isolierzimmer eingerichtet, wo mögliche Infektionsfälle bleiben müssen.

Mehr dazu hier: Griechenland-Urlaub: Einreiseregeln kurzfristig verschärft

Diese Regeln gelten aktuell in Griechenland:

  • Es gelten weitreichende Verhaltens- und Abstandsregeln und Hygienevorschriften, die unbedingt eingehalten werden müssen, etwa eine Maskenpflicht, Kapazitätsbegrenzungen im ÖPNV sowie in Taxis, Krankenhäusern und Arztpraxen
  • Touristenunterkünfte mit Ganzjahresbetrieb wie Hotels, Campingplätze, Jugendherbergen und Ferienwohnungen sind wieder geöffnet
  • Alle organisierten Strände und Badeanstalten sind wieder offen – allerdings gibt es strenge Regeln. So sind nur 40 Menschen pro 1000 Quadratmeter erlaubt, der Abstand zwischen den Sonnenschirmen muss vier Meter betragen, Strandbars dürfen nur verpacktes Essen verkaufen und keinen Alkohol ausschenken
  • Einreisende müssen sich mindestens 48 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und ein Formular ausfüllen, in dem sie angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Die Touristen erhalten dann einen QR-Code

Urlaub auf Mallorca – Auszeit in Spanien möglich

Bei Spanien-Freunden herrschte lange Ungewissheit. Doch inzwischen hat das Land seinen Corona-Notstand beendet und die Grenzen für Urlauber aus Schengen-Staaten geöffnet.

Für die Behörden gilt weiterhin „Safety first“. Man werde garantieren, dass weder die Touristen noch die Bürger des Landes Risiken eingehen werden, beteuerte Ministerpräsident Pedro Sánchez.

Mallorca-Fans hatten zuerst Glück: Urlauber aus Deutschland durften bereits am 15. Juni zu Testzwecken nach Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen und den Ernstfall für den Sommerurlaub in Corona-Zeiten üben. Wie die ersten deutschen Urlauber empfangen wurden, lesen Sie hier: Erste Deutsche auf Mallorca gelandet – und mit Applaus begrüßt

So wird der Sommerurlaub auf Mallorca
So wird der Sommerurlaub auf Mallorca

In Katalonien haben die Behörden rund um die Stadt Lerida Anfang Juni erneut Ausgangsbeschränkungen verhängt. Betroffen sind davon rund 200.000 Menschen. Zuvor war es in der Gegend namens Segria zu einem „sehr deutlichen Anstieg“ von Ansteckungen gekommen, sagte Kataloniens Regionalpräsident Quim Torra. Die Ein- und Ausreise ist für das Gebiet seitdem eingeschränkt.

Diese Regeln gelten aktuell in Spanien:

  • In geschlossenen Räumen und auch im Freien muss man eine Schutzmaske tragen, wenn ein Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann. Bei Verstoß können Geldstrafen von bis zu 100 Euro verhängt werden
  • Bei Einreisenden wird die Temperatur gemessen
  • Touristen müssen vor der Anreise auf einem Fragebogen Angaben unter anderem zur Gesundheit sowie zu persönlichen Kontaktdaten machen. Danach erhalten sie einen QR-Code , der bei der Einreise vorgezeigt werden muss.

Wie ist die Situation in Italien?

Italien ist eines der Länder, die besonders stark von dem Ausbruch des Coronavirus betroffen waren und noch immer sind. Deutschlands bekanntester Virologe, Christian Drosten, hatte die bedenklich hohe Zahl von Sterbefällen in dem Mittelmeerland thematisiert. Die mit Abstand allermeisten Fälle hatte die Lombardei.

Doch schon seit dem 3. Juni sind Einreisen aus dem Ausland nach Italien wieder erlaubt. Auch innerhalb Italiens kann man wieder reisen. An Flughäfen, Bahnhöfen und an anderen öffentlichen Orten müssen Reisende mit Fieber-Scannern rechnen.

Wer mit dem Auto von Deutschland nach Italien reist, fährt unweigerlich durch Österreich oder die Schweiz. Die Grenzen zwischen Deutschland und Österreich sind frei befahrbar. Auch die Grenze zwischen Österreich und Italien ist in beiden Richtungen frei passierbar.

Transitreisende dürfen daher auch wieder Tankstopps, Pausen oder längere Aufenthalte in Österreich einlegen ohne dass Strafen drohen. Die Grenze zwischen der Schweiz und Italien ist ebenfalls wieder geöffnet.

Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum und der Petersdom in Rom, die Uffizien in Florenz, die Kathedralen in Mailand und Florenz, der Schiefe Turm von Pisa und die Ausgrabungsstätte Pompeji sind wieder geöffnet.

In jedem Fall sollen überall Abstandsregeln eingehalten werden und Sonnenschirme am Strand weit genug voneinander entfernt stehen. Buchungen für den Zugang zu Strandbädern sollen verhindern, dass die Menschen zu dicht in der Sonne liegen. Buffets in Hotels sind verboten. Desinfektionsmittel müssen überall bereit stehen.

Diese Regeln gelten aktuell in Italien:

  • Die Einreise nach Italien aus Deutschland ist bereits seit dem 3. Juni wieder gestattet, die Quarantäneregeln wurden zeitgleich aufgehoben
  • An Flughäfen und Häfen sowie im Überlandverkehr werden bei Reisenden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt
  • Es dürfen nur eine begrenzte Anzahl von Menschen aus unterschiedlichen Haushalten im selben Auto fahren. Nähere Infos dazu gibt es beim ADAC.
  • Unter ausländischer Flagge fahrende Passagier- und Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht in italienischen Häfen anlegen
  • Hotels dürfen keine Buffets anbieten
  • In einigen Geschäften besteht die Pflicht, Einweghandschuhe zu tragen
  • Kulturelle und soziale Veranstaltungen an öffentlichen oder privaten Orten können unter Einhaltung spezifischer Teilnehmerzahlen und Sicherheitsmaßnahmen wieder stattfinden
  • Geschäfte, Bars und Restaurants sind unter Einhaltung strenger Auflagen wieder geöffnet

Portugal: Kann der Urlaub klappen?

Portugal galt lange als einer der Musterknaben innerhalb der EU. Doch ausgerechnet zum Start der Urlaubssaison macht das Land mit steigenden Infektionszahlen Negativschlagzeilen. Die Lage ist so bedenklich, dass die Regierung in 19 Vorstädten rund um die Metropole Lissabon wieder das Ausnahmerecht verhängte und die Bewegungsfreiheit der Bürger einschränkte. Lesen Sie hier: Corona: Aus Portugal kommen immer mehr Hiobsbotschaften

Spanien und Portugal haben ihre gemeinsame Landesgrenze am 1. Juli wieder geöffnet. Portugal hatte darauf bestanden, die Grenze erst jetzt und nicht – wie von Spanien zunächst vorgeschlagen – schon am 21. Juni zu öffnen. Für Portugals Tourismusbranche ist die Öffnung besonders wichtig, damit spanische Touristen wieder an die Strände des Landes reisen können. Der grenzüberschreitende Verkehr für Arbeitnehmer war schon zuvor möglich.

Seit dem 1. Juli sollen die Bürger in den betroffenen Gemeinden möglichst nur zum Einkaufen, zum Arbeiten und für Arztbesuche auf die Straße. Das touristische Zentrum Lissabons ist von den Ausgangsbeschränkungen noch nicht betroffen. Noch nicht? Wie es weiter geht, bleibt ungewiss.

Diese Regeln gelten aktuell in Portugal:

  • Für Reisende aus Deutschland, die über den Luftweg einreisen, gelten momentan keine Einreisebeschränkungen für die Einreise auf dem portugiesischen Festland, jedoch immer noch für Madeira und die Azoren
  • Unter Umständen müssen persönliche Angaben zum Zielort und zum Reisegrund gemacht werden
  • Die Einreise über den Landweg ist bis zum 30. Juni nur möglich, wenn ein Wohnsitz in Portugal nachgewiesen werden kann
  • Der internationale Flugverkehr wird allmählich wieder aufgenommen
  • Das öffentliche Leben wurde in nahezu allen Bereichen wieder aufgenommen – teilweise mit Einschränkungen
  • Es gibt weiterhin Einschränkungen für Hotel- und Campingbetriebe
  • Restaurants sind geöffnet, Bars und Diskotheken nicht
  • Spontane Versammlungen sind auf 20 Personen begrenzt
  • Öffentliche Verkehrsmittel fahren, die Nutzung zu Stoßzeiten soll aber vermieden werden
  • Der Strandbetrieb läuft unter Auflagen
  • Für den Großraum Lissabon sind einige Lockerungen wieder zurückgenommen worden
  • Für 19 Gemeinden gelten erneut strenge Lockdown-Regeln bis zunächst 12. Juli
  • Zu anderen Personen soll ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden
  • In Geschäften und im ÖPNV gilt Maskenpflicht

Ist ein Urlaub in Frankreich möglich?

Ein Urlaub in der Bretagne oder an der Cote d’Azur ist wieder möglich. Allerdings müssen deutsche Touristen dafür neben einer Erklärung zum Einreisegrund auch eine Selbsterklärung zur Symptomfreiheit ausfüllen und gegebenenfalls in häusliche Quarantäne.

Schon seit dem 2. Juni haben Touristenunterkünfte wieder geöffnet – unter der Voraussetzung, dass in den einzelnen Regionen die französische Corona-Ampel auf grün steht, gab Premierminister Édouard Phillipe an. In Frankreich zeigen die Farben rot, orange und grün an, wie stark eine Region von dem Coronavirus betroffen ist.

Museen dürfen wieder Besucher empfangen. Dort und an Denkmälern gilt die Maskenpflicht. Bereits geöffnet sind auch in ganz Frankreich wieder Restaurants und Cafés. In weiten Teilen des Landes haben Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber wieder geöffnet.

Zwei der beliebtesten Touristenattraktionen Paris stehen außerdem wieder vor der Eröffnung. Seit dem 1. Juli können Besucher wieder die Aussicht vom Eiffelturm genießen. Ab 15. Juli empfangen auch wieder Mickey Mouse und Co. im Disneyland Paris Besucher. Tickets müssen jedoch vorerst im Internet gebucht werden. Außerdem werden aufgrund der vorgeschriebenen Abstandsregel von mindestens einem Meter nicht alle Attraktionen zur Verfügung stehen.

Diese Regeln gelten aktuell in Frankreich:

  • Am 11. Mai wurde die strikte Ausgangssperre aufgehoben, seither dürfen Geschäfte wieder öffnen
  • Insbesondere im Großraum Paris gelten weiterhin Abstands- und Hygienegebote
  • Strände und Schwimmbäder dürfen wieder öffnen. Voraussetzung ist auch hier, dass die Corona-Ampel in den entsprechenden Gebieten auf grün steht
  • Kinos haben unter Hygieneauflagen wieder geöffnet
  • Der öffentliche Personennahverkehr und der Fernverkehr wird ausgeweitet. Alle Stationen der Pariser Metro werden wieder angefahren. Es gilt weiterhin eine Maskenpflicht für Personen ab elf Jahren. In einzelnen Städten kann eine Pflicht zum Tragen von Gesichtsmasken auch im öffentlichen Raum angeordnet werden

Urlaub in Kroatien: Was ist zu beachten?

Das stark vom Tourismus abhängige Land an der Adria mit seiner langen, buchtenreichen Küste und den vielen Inseln konnte es kaum erwarten, dass die europäischen Grenzen wieder geöffnet wurden. Kroatien erlaubt Bundesbürgern die Einreise ohne Nachweis von Gründen.

Reisende müssen künftig an der Grenze lediglich erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt.

Um längere Wartezeiten zu vermeiden, können Urlauber schon vor der Einreise ein Formblatt auf der Webseite „entercroatia.mup.hr“ ausfüllen. Nach der Registrierung wird ein Text mit einer Benutzer-ID-Nummer angezeigt. Diese Nummer sollte man sich notieren und den Text vorsichtshalber ausdrucken, damit man ihn bei der Einreise vorzeigen kann.

Lesen Sie hier: Urlaub in Kroatien 2020: Das müssen deutsche Urlauber wissen

Diese Regeln gelten aktuell in Kroatien:

  • Bei der Einreise werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts registriert. Diese können auch vorab auf der Website des kroatischen Tourismusministeriums hinterlegt werden
  • Es werden verstärkt Einreisekontrollen und Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen durchgeführt
  • Fernverkehr und Inlandsflüge sind wieder möglich
  • Die Strände unterliegen Zugangsbeschränkungen
  • Bis zu zehn Personen dürfen sich privat treffen, solange der Mindestabstand eingehalten wird
  • Es gibt keine Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes. Das kroatische Gesundheitsministerium empfiehlt dennoch das Tragen einer Maske

Ist ein Urlaub in der Türkei 2020 möglich?

Die Türkei hofft sehr auf deutsche Urlauber und hat bereits am 11. Juni das Einreiseverbot aufgehoben. Doch die Bundesregierung spielt nicht mit und hat die Reisewarnung für das Land bis auf Weiteres verlängert. Zudem wurde die Türkei als Corona-Risikogebiet eingestuft.

Die Türkei, das drittbeliebteste Urlaubsland der Deutschen, wirbt seit längerem offensiv um deutsche Touristen. Hotels und Restaurants unterliegen strengen Auflagen: Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden, Personal in Hotels soll eine Pandemie-Ausbildung erhalten, Gepäck wird mit Desinfektionsmitteln behandelt.

Die Regierung hat ein Zertifikationsprogramm entwickelt, an dem sich Gastronomen und Hotels freiwillig beteiligen können. Auch deutsche Firmen wie der Tüv Süd stellen Inspektoren.

Lesen Sie hier: Urlaub in der Türkei: Muss man in Quarantäne?

Das sind die schönsten Reiseziele in der Türkei
Das sind die schönsten Reiseziele in der Türkei

Diese Regeln gelten aktuell in der Türkei:

  • Für die Türkei gilt eine Reisewarnung der Bundesregierung bis zum 31. August
  • Es gilt eine Ausgangssperre mit stundenweisen Ausnahmen für chronisch Kranke sowie für Menschen über 65 und unter 18 Jahren
  • Die Reisebeschränkungen zwischen den Provinzen wurde mittlerweile aufgehoben
  • Es herrscht Maskenpflicht auf Märkten, in Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Verstöße gegen Abstandsregeln (drei Schritte) werden geahndet

Urlaub in Österreich: Trotz Corona-Krise möglich?

Wer nicht richtig weit reisen, aber auch nicht in Deutschland bleiben möchte, könnte im Nachbarland Urlaub machen. In Österreich dürfen Hotels, Tourismusbetriebe und Sehenswürdigkeiten seit Ende Mai wieder für Urlauber öffnen. Das Land hat inzwischen die Reisefreiheit zu Deutschland und zu fast allen anderen Nachbarländern wieder hergestellt. Die Nachtzüge der ÖBB starten ab 26. Juni vorbehaltlich behördlicher Auflagen im In- und Ausland.

Lesen Sie hier: ÖBB-Nightjet: So ist die Fahrt im Nachtzug durch Deutschland

In Österreich hat sich das öffentliche Leben weiter normalisiert. Seit dem 15. Juni ist das Tragen von Mund- und Nasenschutz nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Apotheken, Praxen und Kliniken sowie für Angestellte in manchen Dienstleistungsberufen Pflicht.

Innerhalb einer Reisegruppe muss in Österreich nicht mehr der Sicherheitsabstand eingehalten werden, Buffets dürfen unter Auflagen angeboten werden und auch die Wellness-Bereiche der Hotels machen wieder auf.

Um dennoch Sicherheit zu gewährleisten, will die Regierung in Österreich ab Juli 65.000 Corona-Tests pro Woche für Angestellte von Hotelbetrieben zur Verfügung stellen. Lesen Sie hier: Alle Punkte des Corona-Konjunkturpakets

Diese Regeln gelten aktuell in Österreich:

  • Die Republik Österreich hat seit dem 4. Juni alle Einreisebeschränkungen gegenüber ihren Nachbarstaaten (mit Ausnahme Italiens) aufgehoben
  • Die Einreise aus Italien wird nur gestattet, wenn ein ärztliches Gesundheitszeugnis mit molekularbiologischem Test, das nicht älter als vier Tage ist, vorgelegt werden kann
  • Ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen muss weiter eingehalten werden
  • Öffentliche Veranstaltungen mit maximal zehn Teilnehmern dürfen wieder stattfinden
  • Auch Geschäfte mit mehr als 400 Quadratmetern dürfen wieder öffnen
  • In Restaurants und Cafés entfallen einige bislang gültige Regeln, darunter auch die Pflicht, beim Betreten eines Lokals einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen
  • Die Sperrstunde in der Gastronomie wurde auf 1 Uhr ausgeweitet.
  • Auch Hotels, Tourismusbetriebe und Sehenswürdigkeiten dürfen wieder öffnen
  • In Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht
  • Die Mundschutzpflicht gilt auch im Eingangsbereich sowie an der Rezeption von Hotels

Niederlande – Reisen mit Einschränkungen möglich

Nicht nur ein Österreich-Urlaub, auch eine Reise in die Niederlande ist bislang in diesem Sommer – mit leichten Einschränkungen – möglich. Denn Ministerpräsident Rutte hat für den 1. Juli umfassende Lockerungen der Corona-Beschränkungen bekannt gegeben. Besonders interessant für Touristen: Kinos, Theater, Kirchen und Gaststätten dürfen dann wieder unbegrenzt Besucher empfangen. Bis dahin gilt in der Regel noch eine Obergrenze von 30 Personen und es muss vorab reserviert oder ein Ticket gekauft werden.

Generell wird in den Niederlanden auch weiter die Pflicht zum Abstand von anderthalb Metern gelten. Auch die Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr bleibt bestehen. Urlaubsunterkünfte sollten unbedingt vorab reserviert werden, heißt es zudem in den amtlichen Mitteilungen für ausländische Touristen.

Bungalowparks und Ferienhäuser sind stufenweise geöffnet worden. Letztere können auch jeweils von mehreren Familien gemeinsam genutzt werden. Seit dem 15. Juni stehen auf Campingplätzen und in Ferienparks wieder Duschen und WCs zur Verfügung.

Lesen Sie hier: Urlaub in den Niederlanden und Belgien: Wie er 2020 möglich ist

Diese Regeln gelten aktuell in den Niederlanden:

  • Zwischen den Niederlanden und Deutschland finden derzeit keine Grenzkontrollen statt
  • Laut Informationen der niederländischen Polizei dürfen zusammen in einem Auto nur maximal zwei Personen, die aus unterschiedlichen Haushalten stammen, sitzen, sofern sie dabei den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten
  • Seit dem 1. Juli dürfen alle Campingplätze und Ferienparks wieder voll öffnen
  • Die einzelnen Sicherheitsregionen in den Niederlanden können selbst über die Öffnung von Übernachtungsangeboten entscheiden
  • Museen dürfen seit dem 1. Juni wieder Besucher empfangen
  • Restaurants, Cafés, Strandpavillons und Kneipen dürfen jeweils maximal 30 Gäste bewirten, diese müssen allerdings eine Reservierung vorweisen
  • Im Juli fällt diese Obergrenze weg

Belgien – Das müssen Reisende beachten

Auch Belgien kehrt ein Stück weit zur Reise-Normalität zurück. Das Land hat seine Grenzen für Reisende aus 31 europäischen Ländern wieder geöffnet. Schon seit längerem dürfen Belgierinnen und Belgier zumindest wieder Besuch von Verwandten aus dem Ausland empfangen. Zudem dürfen sie selbst zu Verwandten oder zum Einkaufen in Nachbarländer wie Deutschland oder die Niederlande fahren.

Mittlerweile haben auch Restaurants, Cafés und Bars wieder den Betrieb aufgenommen. Bei Urlaubern sind sowohl die Nordseestrände im Norden des Landes als auch die belgische Hauptstadt Brüssel mit den EU-Institutionen und die Wallonie mit den Ardennen beliebt.

Diese Regeln gelten aktuell in Belgien:

  • Nicht zwingend notwendige Grenzübertritte, dazu zählen vor allem touristische Reisen, sind verboten
  • Reisebeschränkungen sollen nur gelockert werden, wenn die Virus-Situation in den Nachbarländern vergleichbar ist
  • Der ICE und die Lufthansa verkehren zwischen Deutschland und Belgien, jedoch ist die Zahl der Züge und Flüge noch deutlich vermindert
  • Das öffentliche Leben in Belgien ist stark eingeschränkt, der öffentliche Personennahverkehr reduziert
  • Geschäfte sind unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln wieder geöffnet
  • Tagesausflüge und private Treffen mit bis zu 15 Personen einschließlich Kindern sind wieder erlaubt
  • Großveranstaltungen bleiben bis mindestens 31. August untersagt

Weitere Lände – Das sollten Urlauber wissen

USA: Mit mehr als zwei Millionen nachgewiesenen Corona-Fällen haben die USA eine traurige Spitzenposition in der Corona-Statistik. Es gilt die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Zugleich haben die USA für Europäer und alle, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Schengen-Staat aufgehalten haben, eine Einreisesperre verhängt. Ausnahmen gibt es für US-Bürger und Menschen mit Wohnrecht im Land. Wann die Sperre aufgehoben wird, ist noch nicht klar.

Großbritannien: Reisende aus Deutschland müssen sich bei einer Reise nach England künftig dort nicht mehr in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Der Wegfall der Quarantänepflicht gilt ab dem 10. Juli. Auch Einreisende aus Frankreich, Italien und Spanien müssen sich dann nicht mehr in Isolation begeben.

In anderen Teilen des Vereinigten Königreichs wird allerdings weiterhin die Quarantäne-Vorschrift gelten. Wer aus Deutschland also nach Schottland, Wales oder Nordirland reist, muss sich dort weiterhin für zwei Wochen in Isolation begeben.

Wegen der Quarantänepflicht warnt das Auswärtige Amt in Berlin bislang vor Reisen nach ganz Großbritannien. Die britische Regierung äußerte jedoch die Erwartung, dass die jetzige teilweise Aufhebung der Vorschrift zu entsprechenden Lockerungen bei den davon profitierenden Staaten führen werde.

Thailand: Das südasiatische Land will nach einer mehrwöchigen Corona-Pause wieder bestimmte Ausländergruppen ins Land lassen. Auch Massagesalons, Bars und Schulen sollen ab Mittwoch öffnen, sagte ein Regierungssprecher am Montag. Im Thailändischen benutzte der Sprecher einen Ausdruck, der oft als Massagesalons übersetzt wird und ein Euphemismus für Bordelle ist. Offiziell ist Prostitution in Thailand aber illegal.

Bei den Ausländern sollten zuerst Menschen mit Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis und deren Familien, Ehepartner von Thailändern, Menschen, die für eine medizinische Behandlung kommen sowie ausländische Studierende wieder einreisen dürfen. Pro Tag sollten auch 200 Geschäftsreisende aus Südkorea, Japan, China, Hongkong und Singapur nach Thailand kommen dürfen. Alle müssten zunächst 14 Tage in Quarantäne.

Polen: Nachdem die Regierung in Warschau im März die Grenzen für Ausländer geschlossen hatte und Einreisen nur in Ausnahmefällen möglich waren, sind die Grenzen inzwischen wieder offen. Die Hotels im Land sind bereits wieder geöffnet. In der Öffentlichkeit gilt ein Mindestabstand von zwei Metern, in Restaurants und Cafés Maskenpflicht.

Ägypten: Für Touristen ist die Einreise nach Ägypten derzeit nicht möglich. Nach einer monatelangen Grenzschließung wegen des Coronavirus will das Land aber einige seiner Urlaubsorte ab 1. Juli wieder für ausländische Touristen öffnen. Auch der Flugverkehr dorthin soll wieder aufgenommen werden.

Südafrika: Weder Ein- noch Ausreisen sind derzeit möglich. Landesgrenzen und Flughäfen sind geschlossen. Südafrika hatte Mitte März ein Einreiseverbot für Reisende verhängt, die aus Risikoländern stammen. Hierzu zählt auch Deutschland.

Mexiko: EU-Bürger können ungehindert einreisen und sich bei Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln im Land bewegen. Es gibt keine Zwangsquarantäne oder Verpflichtung, einen Gesundheitsnachweis zu erbringen. Allerdings müssen Urlauber derzeit nach der Rückkehr in Selbstisolation.

Kreuzfahrten in Corona-Zeiten: Bundesregierung rät dringend ab

Kreuzfahrten: Weil sich unter vielen Menschen auf engem Raum das Virus besonders schnell verbreiten kann, gelten Kreuzfahrtschiffe als Hotspots der Pandemie. Im März hatten mehrere Schiffe mit infizierten Menschen an Bord Pro­bleme, einen Hafen zu finden, in den sie einlaufen konnten. Die Bundesregierung rät deshalb weiter dringend von Kreuzfahrten ab. Die Rostocker Reederei Aida Cruises hatte bis Ende Juli alle Reisen abgesagt.

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(yah/jkali/les/jas/bef/dpa/AFP)

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