Tourismus und Coronavirus: Das müssen Reisende wissen

Trotz Corona in den Urlaub? Für einige Länder hat das Auswärtige Amt Reisewarnungen ausgesprochen. Das muss man als Reisender wissen.

Urlaub in Zeiten von Corona: Das müssen Sie wissen

Das Coronavirus hat die Urlaubsplanung vieler Menschen komplett umgeworfen. Doch es gibt Hoffnung für den spontanen Sommerurlaub: Immer mehr Lockerungen treten in Kraft.

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  • Eines ist schon jetzt klar: Die Urlaubssaison 2020 funktioniert grundlegend anders als sonst
  • Wer in Europa oder anderswo im Ausland seinen Urlaub verbringen will, muss vieles beachten
  • Je nach Land gelten unterschiedliche Vorschriften und Regelungen
  • Unser Überblick zeigt verschiedenen Regeln in beliebten Urlaubsländern wie Italien, Griechenland und Kroatien
  • Reisewarnungen für viele Länder wurden aufgehoben, zum Beispiel für Teile der Türkei

Berlin. Die Haupturlaubszeit ist gestartet. Noch vor wenigen Monaten war mit größter Unsicherheit behaftet, ob Reisen im Sommer 2020 überhaupt möglich sein würden. Nun ist klar: Mit den Lockerungen wächst auch die Möglichkeit, im Ausland zu urlauben.

Zwar gilt die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes generell noch bis zum 31. August, für die meisten EU-Staaten hatte die Bundesregierung die verhängten Reisewarnungen aber bereits Mitte Juni zurückgenommen.

Allerdings: Wo das Infektionsgeschehen wieder steigt, drohen neue Einschränkungen. Wir geben einen Überblick, was aktuell möglich ist – und wo Urlauber lieber Vorsicht walten lassen sollten. Lesen Sie dazu auch: Auswärtiges Amt warnt – Diese Länder sind Corona-Risikogebiete.

Reisen ins Ausland – was Urlauber jetzt wissen müssen

Im Corona-Jahr 2020 sind spontane Reisen nochmal schwieriger als ohnehin während der Sommerzeit. Wer eine Auslandsreise machen will, sollte daher frühzeitig planen, sich vor Reiseantritt über die Situation im jeweiligen Land informieren und sich auch während des Auslandsaufenthalts über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Eine gute Quelle für Informationen rund um die Reise ist das Auswärtige Amt (AA). Um deutsche Touristen entsprechend zu informieren, gibt das AA unter dem Stichwort „Sicher Reisen“ tagesaktuelle Hinweise zu den jeweiligen Reiseländern auf seiner Internetseite. Die Hinweise richten sich nach dem Infektionsgeschehen vor Ort.

Das Auswärtige Amt verweist zudem auf den Twitter-Account des Krisenreaktionszentrums des AA und auf seine Reise-App. Die App bietet unter anderem Checklisten für die Reisevorbereitung, die Adressen der Vertretungen des Reiselandes in Deutschland, Infos für Notfälle vor Ort, die Adressen der deutschen Vertretungen im Reiseland sowie Reise- und Sicherheitshinweise per Push-Nachricht.

Wichtige Hinweise kann auch der jeweilige Reiseanbieter liefern. Zudem lohnt es sich immer, aktuelle Nachrichten zu verfolgen. Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten zum Coronavirus im News-Ticker.

Urlaub auf Mallorca – Auszeit in Spanien mit Einschränkungen möglich

Bei Spanien-Freunden herrschte lange Ungewissheit. Das Land war von COVID-19 stark betroffen. Nachdem die Zahlen zwischenzeitlich sanken, gibt es nun wieder neue regionale Infektionsherde – vor allem in Aragón, Katalonien und Navarra.

Das Robert-Koch-Institut hat diese Gebiete deshalb zu Risikogebieten erklärt. Daraus resultiert eine Quarantäneverpflichtung für Reiserückkehrer aus den Regionen, die man nur durch einen negativen COVID-19-Test vermeiden kann. Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor Reisen nach Aragón, Katalonien und Navarra.

Lesen Sie hier: Barcelona betroffen – Reisewarnung für Teile Spaniens

In den übrigen Regionen Spaniens – auch auf Mallorca und den Balearen – liegt die Zahl der Neuinfektionen unterhalb von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage. Daher gilt dort keine Reisewarnung.

Doch auch dort steigen die Infektionszahlen wieder. Zuletzt sorgte eine Skandal-Party auf Mallorca für Entsetzen. Die Behörden haben deshalb wieder eine strenge Maskenpflicht eingeführt. Lesen Sie hier, wo und für wen die neue Regel gilt. Zudem wurden aufgrund der wiederholten Corona-Verstöße die Lokale am Ballermann und in der Straße Punta Ballena in der Briten-Hochburg Magaluf zwangsgeschlossen. Für die nächsten zwei Monate bleiben dort die Zapfhähne trocken.

Urlauber aus Deutschland durften bereits am 15. Juni zu Testzwecken nach Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen und den Ernstfall für den Sommerurlaub in Corona-Zeiten üben. Wie die ersten deutschen Urlauber empfangen wurden, lesen Sie hier: Erste Deutsche auf Mallorca gelandet – und mit Applaus begrüßt. Unser Reporter wagte zudem den Selbstversuch: Test-Tourist im Urlaub – So war es im ersten Mallorca-Flieger

Diese Regeln gelten aktuell in Spanien:

  • Für die autonomen Gemeinschaften Aragón, Katalonien und Navarra gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts
  • In allen Regionen gibt es Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen bei der Einreise. Personen mit einer Temperatur von über 37.5 °C oder anderen Auffälligkeiten können einer eingehenderen Untersuchung unterzogen werden.
  • Touristen müssen vor der Anreise auf einem Fragebogen Angaben unter anderem zur Gesundheit sowie zu persönlichen Kontaktdaten machen. Danach erhalten sie einen QR-Code, der bei der Einreise vorgezeigt werden muss
  • In einigen Regionen gilt eine strenge Maskenpflicht: In geschlossenen Räumen und auch im Freien muss man eine Schutzmaske tragen. Bei Verstoß können Geldstrafen von bis zu 100 Euro verhängt werden, Ausnahmen gelten nur am Strand, am Pool und beim Essen und Trinken, etwa in Bars und Restaurants
  • Je nach Infektionslage können lokale Behörden jederzeit Mobilitätsbeschränkungen einführen

Urlaub in Dänemark: Was ist in diesem Jahr möglich?

Nachdem die Dänen als eines der ersten Länder Europas am 14. März ihre Grenzen für Ausländer ohne konkreten Einreisegrund dichtgemacht hatten, können deutsche Reisende mittlerweile wieder einreisen. Einzige Bedingung: Sie müssen sechs Übernachtungen im Land gebucht haben.

Ausnahmen davon gelten etwa für Deutsche, die ein dänisches Sommerhaus besitzen, ihre Partner im Land besuchen wollen oder Einwohner Schleswig-Holsteins sind. In Dänemark ist die Infektionslage derweil sehr positiv, die Zahl der Neuinfektionen gering. Regionaler Schwerpunkt war bisher die Hauptstadt Kopenhagen. Restaurants, Cafés und Geschäfte sind seit Mai wieder offen, eine Maskenpflicht besteht nicht.

Was für den Dänemark-Ausflug zu beachten ist:

  • Wer aus Deutschland einreisen möchte, muss nachweisen, dass er mindestens sechs Übernachtungen in einem Hotel, einem Ferienhaus oder auf einem Campingplatz gebucht hat, oder bei privaten Unterkünften eine Bestätigung der beherbergenden Person vorlegen
  • Es kommt zu verstärkten Einreisekontrollen sowie Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen; bei Krankheitssymptomen wird die Einreise verwehrt
  • Versammlungen im öffentlichen und privaten Raum mit mehr als 100 Personen sind untersagt
  • In Dänemark gibt es keine generelle Maskenpflicht, aber eine Abstandsregelung von mindestens einem Meter
  • Restaurants, Café, Geschäfte, kulturelle Einrichtungen und andere Einrichtungen wie Zoos, Schwimmbäder und Vergnügungsparks sind wieder geöffnet
  • Diskotheken und Nachtclubs sollen ab dem 8. August wieder öffnen dürfen
  • Durchreisen durch Dänemark für den Urlaub in Schweden oder Sylt aber auch für die Heimreise sind erlaubt. Die Durchreise muss aber auf direktem Weg ohne Verzögerung erfolgen

Griechenland: Welche Regeln gelten hier?

Das sind die schönsten Reiseziele in Griechenland
Das sind die schönsten Reiseziele in Griechenland

Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie den meisten EU-Staaten können frei in Griechenland einreisen – ohne Quarantänepflicht. Alle müssen sich aber mindestens 24 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Ein Algorithmus errechnet dann, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen. Bei Nichteinhaltung dieser Bestimmung könnte eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro verhängt werden. Mehr dazu hier: Griechenland: Touristen positiv getestet – Land reagiert

Wer positiv getestet wird, muss 14 Tage in eigens eingerichtete Isolier-Unterkünfte in Hotels gehen. Die Kosten übernimmt Griechenland. Das Land hat – verglichen mit anderen Staaten Europas – weiterhin eine sehr niedrige Infektionsrate. Maskenpflicht gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, Museen, archäologischen Stätten und Krankenhäusern. Wenn in Bars und Restaurants mindestens anderthalb Meter Abstand gehalten wird, muss keine Maske getragen werden. Lesen Sie auch: Urlaub in Griechenland: Welche Regeln für Touristen gelten.

Diese Regeln gelten aktuell in Griechenland:

  • Für alle Einreisenden gilt eine Online-Anmeldepflicht, bei dem spätestens 24 Stunden vor Einreise ein Formular ausgefüllt werden muss. Die Touristen erhalten dann einen QR-Code, der bei Einreise vorgezeigt werden muss. Manche Flug- und auch Fährgesellschaften verlangen den QR-Code bereits beim Check-In
  • Es gelten weitreichende Verhaltens- und Abstandsregeln und Hygienevorschriften, die unbedingt eingehalten werden müssen, etwa eine Maskenpflicht, Kapazitätsbegrenzungen im ÖPNV sowie in Taxis, Krankenhäusern und Arztpraxen
  • Touristenunterkünfte mit Ganzjahresbetrieb wie Hotels, Campingplätze, Jugendherbergen und Ferienwohnungen sind wieder geöffnet
  • Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Bars und Diskotheken sind geöffnet und Open-Air-Veranstaltungen ebenfalls erlaubt – allerdings nur unter Auflagen. So gelten für Restaurants Abstandsregeln zwischen den Tischen sowie eine Beschränkung der Personenzahl pro Tisch. Buffets sind verboten.
  • Alle organisierten Strände und Badeanstalten haben wieder geöffnet
  • Indoor-Pools dürfen nicht betrieben werden

Wie ist die Situation in Italien?

Reisende aus der EU oder aus dem Schengenraum dürfen ohne Beschränkungen nach Italien einreisen, obwohl der Notstand noch bis zum 31. Juli gilt. Sie müssen – anders als Besucher aus Nicht-EU-Ländern – auch nicht in Quarantäne. Für 16 Länder hat Italien jedoch neue Einreiseverbote erlassen. Zuletzt kamen Serbien, Montenegro und der Kosovo auf die Liste der Risikoländer, aus denen Reisende nicht mehr nach Italien dürfen. Innerhalb des Landes darf man sich ungehindert fortbewegen.

Die Infektionszahlen waren zuletzt leicht angestiegen, was neue Unruhe ausgelöst hatte. Allerdings beschränkt sich das auf lokale, kleinere Brandherde. In Geschäften, in Zügen oder in anderen geschlossenen Räumen gilt Maskenpflicht. An Stränden müssen Distanzregeln eingehalten werden – was teils aber nicht richtig gelingt.

Deutschlands bekanntester Virologe, Christian Drosten, hatte im Mai die bedenklich hohe Zahl von Sterbefällen in dem Mittelmeerland thematisiert. Die mit Abstand allermeisten Fälle hatte die Lombardei.

Diese Regeln gelten aktuell in Italien:

  • Die Einreise nach Italien aus Deutschland ist bereits seit dem 3. Juni wieder gestattet, die Quarantäneregeln wurden zeitgleich aufgehoben
  • An Flughäfen und Häfen sowie im Überlandverkehr werden bei Reisenden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt
  • Es dürfen nur eine begrenzte Anzahl von Menschen aus unterschiedlichen Haushalten im selben Auto fahren. Nähere Infos dazu gibt es beim ADAC
  • Unter ausländischer Flagge fahrende Passagier- und Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht in italienischen Häfen anlegen
  • Hotels, Geschäfte, Bars und Restaurants sind unter Einhaltung strenger Auflagen wieder geöffnet
  • In vielen Geschäften – in manchen Regionen auch im gesamten öffentlichen Raum – sind das Tragen von Mundschutz und Einweghandschuhen vorgeschrieben
  • Es gilt ein Mindestabstand von ein bis zwei Metern
  • Kulturelle und soziale Veranstaltungen an öffentlichen oder privaten Orten können unter Einhaltung spezifischer Teilnehmerzahlen und Sicherheitsmaßnahmen wieder stattfinden
  • Die italienische Tracing-App „Immuni“ soll die Verbreitung der Infektion eindämmen. Sie kann in allen gängigen App-Stores heruntergeladen werden.

Portugal: Kann der Urlaub klappen?

Portugal galt lange als einer der Musterbeispiele innerhalb der EU. Doch ausgerechnet zum Start der Urlaubssaison machte das Land mit steigenden Infektionszahlen Negativschlagzeilen. In mehreren Vororten der Metropole Lissabon gilt deshalb wieder ein Lockdown, der die Bewegungsfreiheit der Bürger deutlich eingeschränkt. Die Maßnahme gilt aktuell noch bis zum 26. Juli. Lesen Sie hier: Corona: Aus Portugal kommen immer mehr Hiobsbotschaften

Seit dem 1. Juli sollen die Bürger in den betroffenen Gemeinden möglichst nur zum Einkaufen, zum Arbeiten und für Arztbesuche auf die Straße. Das touristische Stadtzentrum Lissabons ist von den Ausgangsbeschränkungen nicht betroffen.

Des Weiteren gelten unterschiedliche Regeln für das portugiesische Festland, Madeira und die Azoren.

Diese Regeln gelten aktuell in Portugal:

  • Für Reisende aus Deutschland, die über den Luftweg einreisen, gelten momentan keine Beschränkungen für die Einreise auf dem portugiesischen Festland. Wer hingegen nach Madeira oder auf die Azoren reisen will, muss eine Gesundheitserklärung abgeben und teilweise einen Covid-19-Test durchführen beziehungsweise ein negatives Ergebnis vorlegen
  • Unter Umständen müssen Touristen persönliche Angaben zum Zielort und zum Reisegrund gemacht werden
  • Portugiesische Häfen sind für Kreuzfahrtschiffe weiterhin gesperrt
  • Das öffentliche Leben in Portugal wurde in nahezu allen Bereichen wieder aufgenommen, allerdings unter Auflagen
  • In Geschäften und im ÖPNV gilt Maskenpflicht und ein Mindestabstand von mindestens zwei Metern
  • Hotel- und Campingbetriebe müssen mit Einschränkungen rechnen
  • Restaurants sind geöffnet, Bars und Diskotheken hingegen nicht
  • Spontane Versammlungen sind in ganz Portugal auf 20 Personen begrenzt
  • Öffentliche Verkehrsmittel fahren zwar, die Nutzung zu Stoßzeiten soll aber vermieden werden
  • Der Strandbetrieb läuft unter Auflagen, ein Ampel-System und eine Onlineplattform sollen bei der Einhaltung der Hygiene-Regeln helfen
  • Für den Großraum Lissabon gelten strengere Maßnahmen
Fünf Städtetrips in Portugal
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Ist ein Urlaub in Frankreich möglich?

Reisende aus Deutschland können ohne Probleme nach Frankreich einreisen. Eine Quarantäne oder spezielle Unterlagen sind nicht notwendig. Die Situation im ganzen Land ist zur Zeit recht entspannt – die Zahl der Neuinfektionen konstant.

In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt Maskenpflicht. Läden und andere Einrichtungen entscheiden selbst, ob eine Maske getragen werden muss. In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten wieder geöffnet – Tickets müssen in der Regel vorher online gebucht werden. Die Strände im Land sind wieder geöffnet. Viele Restaurants etwa in Paris haben ihre Terrassen vergrößert, damit die Menschen genug Abstand halten können.

Ab 15. Juli empfangen Mickey Mouse und Co. sogar wieder Besucher im Disneyland Paris. Tickets müssen jedoch vorerst im Internet gebucht werden. Außerdem werden aufgrund der vorgeschriebenen Abstandsregel von mindestens einem Meter nicht alle Attraktionen zur Verfügung stehen. Unser Reporter hat dem erfolgreichsten Freizeitpark Europas mit Maske und Mindestabstand einen Besuch abgestattet.

Von touristischen Reisen in die französischen Überseegebiete Französisch-Guyana, Mayotte, Neu-Kaledonien sowie Wallis und Futuna wird laut dem Auswärtigen Amt dringend abgeraten.

Diese Regeln gelten aktuell in Frankreich:

  • In Frankreich regelt eine Corona-Ampel, welche regionalen Beschränkungen Bestand haben
  • Generell gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an Bahn- und Flughäfen und Bushaltestellen
  • In einigen Städten oder hoch frequentierten Orten kann ebenfalls eine lokal angeordnete Gesichtsmaskenpflicht gelten
  • Parks und Strände sind landesweit grundsätzlich wieder zugänglich, es gelten Abstandsregeln
  • Museen sind ebenfalls zum Teil wieder geöffnet, gegebenenfalls müssen Eintrittskarten vorab für bestimmte Besuchszeiten gebucht werden
  • Da, wo die französische Corona-Ampel auf „grün“ steht, dürfen Gastronomie und Campingplätze – unter Auflagen – öffnen
  • Ungeordnete Versammlungen von mehr als zehn Personen sind in der Öffentlichkeit untersagt
  • Großveranstaltungen mit über 5000 Teilnehmern bleiben bis September verboten
  • Für die Überseegebiete gelten gesonderte Regeln

Urlaub in Kroatien: Was ist zu beachten?

Das stark vom Tourismus abhängige Land an der Adria mit seiner langen, buchtenreichen Küste und den vielen Inseln konnte es kaum erwarten, dass die europäischen Grenzen wieder geöffnet wurden. Kroatien erlaubt deutschen Bundesbürgern – wie allen anderen Staatsangehörigen von EU-Mitgliedsstaaten auch – die Einreise ohne Angabe von Gründen.

Allerdings: Galt das Infektionsaufkommen in Kroatien über Wochen als niedrig und die Pandemie sogar als eingedämmt, nehmen die Fallzahlen aktuell rasant zu. Am stärksten betroffen sind die Hauptstadt Zagreb, Slawonien und die Gespanschaft Split-Dalmatien. An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt seit dem 13. Juli wieder Maskenpflicht. Lesen Sie dazu: Südafrika, Israel, Kroatien: Die neuen Hotspots der Pandemie

Bei der Einreise nach Kroatien werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts in Kroatien registriert. Wer längere Wartezeiten vermeiden möchte, kann vor der Einreise ein Formblatt auf der Webseite „entercroatia.mup.hr“ ausfüllen. Nach der Registrierung wird ein Text mit einer Benutzer-ID-Nummer angezeigt. Diese Nummer sollte man sich notieren und den Text vorsichtshalber ausdrucken, damit man ihn bei der Einreise vorzeigen kann.

Lesen Sie hier: Urlaub in Kroatien 2020: Das müssen deutsche Urlauber wissen

Diese Regeln gelten aktuell in Kroatien:

  • Bei der Einreise werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts registriert. Diese können auch vorab auf der Website des kroatischen Tourismusministeriums hinterlegt werden
  • Fernverkehr und Inlandsflüge sind eingeschränkt wieder möglich
  • Die touristische Infrastruktur steht noch nicht in gewohntem Umfang zur Verfügung
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern
  • Soziale Kontakte sind „auf ein Mindestmaß zu reduzieren“
  • Nur in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes. Das kroatische Gesundheitsministerium empfiehlt dennoch das Tragen einer Maske im gesamten öffentlichen Raum
  • Sollte das Infektionsgeschehen auf den kroatischen Inseln ansteigen, müssen Reisende damit rechnen, dass Brücken- und Fährverbindungen kurzfristig unterbrochen werden und ein Verlassen beziehungsweise Betreten der Inseln nicht mehr möglich ist

Ist ein Urlaub in der Türkei 2020 möglich?

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei am 4. August teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte am Dienstag in seinen Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt.

Bei allen vier Provinzen handelt es sich um Urlaubsregionen an der Westküste. Bisher zählte die Türkei zu den etwa 160 Ländern außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums, für die die Reisewarnung eigentlich bis zum 31. August galt. Mit dem jetzigen Schritt macht die Bundesregierung erstmals eine Ausnahme.

Das Auswärtige Amt betonte, dass sie die Reisewarnung „unter der Voraussetzung der strikten Einhaltung des von der türkischen Regierung verfügten umfassenden Tourismus- und Hygienekonzepts“ aufgehoben habe. „Dieses beinhaltet u.a. eine verpflichtende PCR-Testung für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor Rückreise nach Deutschland.“

Die Kosten von umgerechnet 15 Euro in einem zertifizierten Labor beziehungsweise 30 Euro am Flughafen müssten die Reisenden selbst tragen. Positiv Getestete müssen sich in der Türkei in Quarantäne beziehungsweise in ärztliche Behandlung begeben.

Die Türkei hatte viele Wochen auf diesen Schritt gedrungen. Die deutschen Urlauber gehören zu den größten Touristengruppen in der Türkei.

Lesen Sie hier: Urlaub in der Türkei: Muss man in Quarantäne?

Das sind die schönsten Reiseziele in der Türkei
Das sind die schönsten Reiseziele in der Türkei

Diese Regeln gelten aktuell in der Türkei:

  • Die allgemeine Reisewarnung für die Türkei ist teilweise aufgehoben. Die Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt
  • Vor der Einreise werden u.a. Temperaturmessungen durchgeführt und gegebenenfalls auch zusätzliche Gesundheitsuntersuchungen vorgenommen. Bei positivem Testergebnis wird eine medizinische Behandlung angeordnet, auch Quarantänemaßnahmen sind möglich
  • Die Einhaltung des türkischen Tourismus- und Hygienekonzeptes ist Pflicht
  • Dazu gehört eine PCR-Testung für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor Rückreise nach Deutschland verpflichtend
  • Auf Marktplätzen, in Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen von Schutzmasken Pflicht; in vielen Städten gilt diese Regel sogar überall im öffentlichen Raum.
  • Es gilt ein Mindestabstand von drei Schritten, Zuwiderhandlungen werden geahndet.
  • In der gesamten Türkei gilt eine Ausgangssperre für Menschen über 65 zwischen 20 Uhr abends und 10 Uhr am Morgen

Urlaub in Österreich: Trotz Corona-Krise möglich?

Alle Deutschen haben wieder freie Fahrt nach und durch Österreich. Intensive Kontrollen haben die Behörden allerdings an den Grenzen zu Ungarn oder Slowenien angekündigt. Das ist die Folge der Reisewarnungen Österreichs für die sechs Westbalkan-Staaten sowie für Rumänien und Bulgarien.

Wegen der zuletzt deutlich gestiegenen Zahl an Corona-Neuinfektionen gilt in Österreich wieder eine verschärfte Maskenpflicht. In Supermärkten und anderen Lebensmittelgeschäften muss nun wieder eine Maske getragen werden. Gleiches gilt an Tankstellen, in Bank- und Postfilialen sowie beim Besuch von Krankenhäusern, Pflegeheimen und Arztpraxen.

Ansonsten gibt es kaum mehr coronabedingte Beschränkungen. Auf Mindestabstand nicht zuletzt beim Baden und Wandern muss aber geachtet werden. Insgesamt ist die Corona-Lage unter Kontrolle, zuletzt stiegen die Zahlen allerdings wieder etwas an.

Diese Regeln gelten aktuell in Österreich:

  • Die Einreise aus Deutschland ist generell ohne Einschränkung möglich
  • In Grenznähe werden stichprobenartige Kontrollen durchgeführt, auch wenn die Grenzkontrollen an der Grenze zu Deutschland aufgehoben wurden
  • Ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen muss weiter eingehalten werden
  • Mundschutzpflicht gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Apotheken und bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ohne feste Sitzplatzzuweisung
  • In Oberösterreich gilt aufgrund regional steigender Zahlen erneut eine Mundschutzpflicht beim Betreten öffentlicher Orte in geschlossenen Räumen, dazu zählen insbesondere Einkaufszentren, Markthallen und Gaststätten

Niederlande – Reisen mit Einschränkungen möglich

Einer Reise in die Niederlande steht für deutsche Touristen generell nichts im Wege. „Touristen aus Ländern mit vergleichbaren niedrigen Gesundheitsrisiken wie in unserem Land sind in diesem Sommer willkommen in den Niederlanden“, schreibt die Regierung. Und das gilt sicher für die deutschen Nachbarn. Urlaubsunterkünfte müssen aber unbedingt vorab reserviert werden, mahnen die Behörden. Das gilt auch für Restaurants, Museen und viele andere Sehenswürdigkeiten.

Im öffentlichen Leben sollte zudem nach wie vor ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht. Touristen sollten Bus, Bahn oder Metro möglichst nicht zu den Stoßzeiten nutzen.

Lesen Sie hier: Urlaub in den Niederlanden und Belgien: Wie er 2020 möglich ist

Diese Regeln gelten aktuell in den Niederlanden:

  • Zwischen den Niederlanden und Deutschland finden derzeit keine Grenzkontrollen statt
  • Laut Informationen der niederländischen Polizei dürfen zusammen in einem Auto nur maximal zwei Personen, die aus unterschiedlichen Haushalten stammen, sitzen, sofern sie dabei den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten
  • Museen sind geöffnet, die Besucherzahl wird aber über vorherige Online-Buchungspflicht reguliert
  • Strände sind geöffnet, es besteht jedoch die Möglichkeit von regulierenden Sperrungen von Parkplätzen und Zufahrten
  • Mögliche Einschränkungen bei Unterkünften sollten direkt dort erfragt werden
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern
  • Für alle Personen ab 13 Jahren besteht Maskenpflicht im ÖPNV und auf Fähren

Belgien – Das müssen Reisende beachten

Insgesamt war Belgien im europäischen Vergleich eher stark von der Corona-Pandemie betroffen. Inzwischen steht das Königreich Touristen aus Deutschland wieder offen. Quarantäneregeln gelten für deutsche Urlauber nicht – im Alltag gibt es aber grundlegende Hygienebestimmungen wie das Abstandsgebot. Im öffentlichen Nahverkehr muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Restaurants, Cafés, Hotels und auch Museen sind mittlerweile wieder geöffnet.

An den Nordseeküsten gelten zum Teil zusätzliche Regeln: Für Strandbesuche an bestimmten Abschnitten wie in dem beliebten Oostende müssen Urlauber und Einheimische sich anmelden. Die Infektionszahlen in dem elf Millionen Einwohner zählenden Land sind seit Wochen niedrig, stiegen zuletzt aber wieder. Für Reisende aus besonders schwer betroffenen Regionen hat Belgien mittlerweile Quarantäneregeln und Test-Pflichten eingeführt. Dazu zählen derzeit etwa einige Gegenden in Portugal und Spanien.

Diese Regeln gelten aktuell in Belgien:

  • Einreisen aus dem europäischen Ausland, aus Schengen-assoziierten Staaten, aus Großbritannien und Nordirland sind mittlerweile erlaubt
  • Die Quarantäne-Pflicht und Grenzkontrollen wurden aufgehoben
  • Am Brüsseler Flughafen werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt, bei Körpertemperatur über 38°C wird die Einreise verweigert
  • Geschäfte, Hotels, Restaurant sind unter Beachtung von Hygieneregeln geöffnet, Bars und Diskotheken bleiben geschlossen
  • Die maximale Gruppengröße für private Treffen oder Restaurantbesuche ist auf 15 Personen, einschließlich Kinder, beschränkt
  • Im öffentlichen Raum sind Versammlungen mit 200 (in geschlossene Räumen) bzw. 400 Personen (im Freien) erlaubt
  • Großveranstaltungen bleiben verboten
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern
  • Maskenpflicht besteht vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an Bahnhöfen und Flughäfen, darüber hinaus auch in manchen Geschäften und in manchen Haupteinkaufsstraßen

Weitere Länder – Das sollten Urlauber wissen

USA: Mit mehr als drei Millionen nachgewiesenen Corona-Fällen haben die USA eine traurige Spitzenposition in der Corona-Statistik. Es gilt die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Zugleich haben die USA für Europäer und alle, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Schengen-Staat aufgehalten haben, eine Einreisesperre verhängt. Ausnahmen gibt es für US-Bürger und Menschen mit Wohnrecht im Land. Wann die Sperre aufgehoben wird, ist noch nicht klar.

Die Stadt New York erlässt unterdessen immer drastischere Maßnahmen gegen einen drohenden Rückfall in die Pandemie. Neben einem Stopp für die allermeisten Aktivitäten in geschlossenen Räumen wurden nun zudem die Beschränkungen für Reisende aus dem Rest der USA ausweitet. Gäste aus mehreren Regionen, darunter Alaska, Washington und Virginia müssen künftig bei Ankunft in New York 14 Tage in Quarantäne gehen. Personen, die nicht kooperieren, riskieren eine saftige 2000-Dollar-Strafe.

Großbritannien: Zum Sommerurlaub hat England seine wegen der Corona-Pandemie getroffenen Quarantäne-Vorschriften für Einreisende gelockert. Besucher unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien müssen sich bei ihrer Ankunft nicht mehr für 14 Tage isolieren. Die Regelung gilt für insgesamt mehr als 70 Länder und Überseegebiete, die nach Auffassung der britischen Regierung die Corona-Krise im Griff haben.

In England müssen nun auch Masken in Geschäften getragen werden. Die britische Regierung hatte die Maskenpflicht in Geschäften zunächst unbedingt vermeiden wollen, um den Handel und die Wirtschaft nicht zusätzlich zu belasten. Doch später vollzog Premierminister Boris Johnson, der wegen seiner Corona-Politik massiv in der Kritik steht, eine Kehrtwende.

Wer nach Großbritannien einreist, muss außerdem aufpassen: Vorab muss ein Formular ausgefüllt werden. Zudem werden die Listen mit den „Luftbrücken“ zwischen Großbritannien und anderen Ländern regelmäßig aktualisiert. Die Staatenauswahl kann also schnell veraltet sein. Auch Schottland, Wales und Nordirland verkündeten Lockerungen.

Vorsicht ist beim Urlaub dennoch angebracht: Großbritannien hat die meisten Covid-19-Todesfälle in Europa und jeder Landesteil seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Schweden: Das Auswärtige Amt hat angesichts sinkender Infektionszahlen die Reisewarnung für Schweden aufgehoben. Die schwedischen Grenzen sind für EU-Bürger ohnehin offen – die Anreise per Flugzeug, Fähre oder Auto über die Öresundbrücke ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es keine Beschränkungen.

Allerdings haben die Schweden trotz insgesamt sinkender Todes- und Infektionszahlen noch vergleichsweise hohe Corona-Werte zu verkraften. Dies sorgt unter anderem dafür, dass sie innerhalb Skandinaviens und Europas nicht so freizügig reisen können wie manch andere. Regionale Schwerpunkte an Neuinfektionen gab es zuletzt es in Gävleborg und Jönköping.

Luxemburg: Wegen einer erhöhten Zahl an Coronavirus-Neuinfektionen in Luxemburg hat das Auswärtige Amt am 14. Juli eine Reisewarnung für das Nachbarland ausgesprochen. „Vor nicht notwendigen, insbesondere touristischen Reisen nach Luxemburg wird derzeit gewarnt“, erklärte das Ministerium.

In dem Land sei die Zahl der Neuinfektionen von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner zuletzt überschritten worden. Das Robert Koch-Institut hatte Luxemburg zuvor als Risikogebiet eingestuft. Grenzkontrollen zwischen Luxemburg und Deutschland finden nach Angaben des Auswärtigen Amts jedoch nicht statt.

Maskenpflicht gibt es unter anderem im öffentlichen Nahverkehr. In Geschäften und öffentlichen Einrichtungen muss zudem ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden. In manchen Bereichen gelten unter Umständen noch strengere Bestimmungen.

Norwegen: Das Auswärtige Amt hat die coronabedingte Reisewarnung für Norwegen am 15. Juli aufgehoben. Zuvor hatte das norwegische Außenministerium eine Liste mit Ländern veröffentlicht, aus denen die Einreise vom 15. Juli an wieder gestattet ist – darunter auch Deutschland. Damit sei nun die Einreise aus Deutschland für alle Zwecke wieder erlaubt, teilte das Auswärtige Amt mit. Sie sei quarantänefrei entweder direkt oder über Dänemark beziehungsweise Finnland möglich, über Schweden nur in direktem Transit.

Das Auswärtige Amt weist auf seiner Norwegen-Seite im Internet darauf hin, dass in dem skandinavischen Land Abstands- und Hygieneregeln gelten. Es bestehe keine Maskenpflicht, jedoch werde dringend dazu geraten, Hand- und Hustenhygiene strikt zu befolgen und bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben.

Die touristische Infrastruktur sei größtenteils zugänglich, teilweise wegen der Abstands- und Hygieneregeln aber mit stark reduzierten Kapazitäten. Es könne zu längeren Wartezeiten, Ausfällen oder anderen Einschränkungen kommen.

Thailand: Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt für Thailand noch immer. Das südasiatische Land verbietet zudem nach wie vor die Einreise für ausländische Reisende. Kommerzielle Fluggesellschaften dürfen derzeit Passagiere nur mit einer Sondergenehmigung der thailändischen Regierung nach Thailand befördern. Zudem will die thailändische Regierung den Corona-Notstand noch einmal um einen Monat bis Ende August verlängern, er gilt seit bereits seit Ende März.

Polen: Nachdem die Regierung in Warschau im März die Grenzen für Ausländer geschlossen hatte und Einreisen nur in Ausnahmefällen möglich waren, sind die Grenzen inzwischen wieder offen. Die Hotels im Land sind bereits wieder geöffnet. In der Öffentlichkeit gilt ein Mindestabstand von zwei Metern, in Restaurants und Cafés eine Maskenpflicht.

Ägypten: Für Touristen ist die Einreise nach Ägypten teilweise wieder möglich, die Bundesregierung rät aber weiterhin von Reisen in das von der Corona-Pandemie stark betroffene Land ab. Die Flughäfen haben ihren Betrieb wieder aufgenommen. Die ägyptische Regierung hat die drei touristischen Zonen Südsinai, Rotes Meer und Matrouh wieder freigegeben, nächtliche Ausgangssperren gelten dort nicht.

Südafrika: Weder Ein- noch Ausreisen sind derzeit möglich. Landesgrenzen und Flughäfen sind geschlossen. Südafrika hatte Mitte März ein Einreiseverbot für Reisende verhängt, die aus Risikoländern stammen. Hierzu zählt auch Deutschland. Das Auswärtige Amt rät außerdem von Reisen nach Südafrika ab.

Mexiko: EU-Bürger können ungehindert einreisen und sich bei Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln im Land bewegen. Es gibt keine Zwangsquarantäne oder Verpflichtung, einen Gesundheitsnachweis zu erbringen. Allerdings müssen Urlauber derzeit nach der Rückkehr in Selbstisolation und die Bundesregierung warnt vor Reisen nach Mexiko.

Kreuzfahrten in Corona-Zeiten: Bundesregierung rät dringend ab

Kreuzfahrten: Weil sich unter vielen Menschen auf engem Raum das Virus besonders schnell verbreiten kann, gelten Kreuzfahrtschiffe als Hotspots der Pandemie. Im März hatten mehrere Schiffe mit infizierten Menschen an Bord Pro­bleme, einen Hafen zu finden, in den sie einlaufen konnten.

Die Bundesregierung rät deshalb weiter dringend von Kreuzfahrten ab. Die Rostocker Reederei Aida Cruises hatte bis Ende Juli alle Reisen abgesagt. Viele Staaten verbieten Kreuzfahrtschiffen, die unter ausländischer Flagge unterwegs sind, weiterhin die Einfahrt in ihre Häfen.

Am 9. Juli wurde ein Corona-Hygienekonzept, das die Kreuzfahrtindustrie gemeinsam mit den deutschen Behörden und Hafenverwaltungen erarbeitet hat, vorgestellt. Die Wiederaufnahme der Kreuzfahrten soll demzufolge in drei Phasen eingeteilt werden, wie die Cruise Lines International Association (Clia), der größte Verband der Kreuzfahrtindustrie, am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Für die Fahrgäste bedeutet das: Nur Seetage und mehr Platz und Service an Bord.

In der ersten Phase sollen die ersten Schiffe von Hamburg, Rostock, Kiel oder Bremerhaven aus mit Gästen aus dem deutschsprachigen Raum an Bord starten können. Ohne einen anderen Hafen anlaufen zu dürfen, sollen die Schiffe bereits nach maximal sieben Tagen wieder im Starthafen ankommen. Zudem werden deutlich weniger Passagiere mitfahren dürfen als üblich. Verbunden sind diese ersten Reisen mit umfangreichen Abstands- und Hygieneregeln an Bord. Außerdem sollen die Schiffe unter anderem mit Covid-19-Schnelltests ausgestattet sein. Lesen Sie hier: Mit diesen Regeln geht es bald auf See.

Tui Cruises wird am 24. Juli von Hamburg aus zur ersten Kurzkreuzfahrt in Richtung Norwegen starten. Hapag-Lloyd Cruises legt am 31. Juli in Hamburg in Richtung Dänische Südsee ab und das Kreuzfahrtunternehmen Aida wird am 5. August von Hamburg aus in der Nordsee unterwegs sein.

Corona – Mehr zur Pandemie

(amw/yah/jkali/les/lhel/jas/bef/dpa/AFP)

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