Coronavirus: Bereits mehr als 30.000 Fälle in Deutschland

Berlin.  Das Coronavirus hat Europa fest im Griff. Infektions- und Todesfälle nehmen weiter zu. Alles Wichtige zur Pandemie in unserem Newsblog.

Erster Corona-Test bei Merkel negativ

Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben sich bislang keine Anzeichen für eine Infektion mit dem Corona-Virus gezeigt: Ein erster Test sei negativ ausgefallen, teilte das Bundespresseamt in Berlin mit.

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  • Das Coronavirus breitet sich auf der ganzen Welt weiter aus – trotz Gegenmaßnahmen. Deshalb wird in Deutschland das öffentliche Leben immer weiter heruntergefahren
  • Bund und Länder haben ein Kontaktverbot beschlossen
  • Mehr als 382.000 Menschen sind weltweit mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 16.500 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben
  • Italien hat weltweit die meisten Coronavirus-Opfer zu beklagen, fast 7500 Infizierte starben
  • In Deutschland sind mehr als 30.000 Menschen infiziert, 130 starben
  • Sachsen nimmt italienische Corona-Patienten auf, Russland entsendet Hilfe nach Italien
  • Angela Merkel ist in Quarantäne, ein erster Test auf das Coronavirus verlief aber negativ
  • Bundesweit sind alle Schulen und Kitas sind geschlossen, in mehreren Ländern gelten Ausgangsbeschränkungen
  • Die britische Regierung hat nach langem Zögern nun auch weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen
  • Die chinesische Provinz Hubei hat die Abriegelungen weitestgehend aufgehoben

In Deutschland wird das öffentliche Leben aufgrund der Coronavirus-Pandemie weitreichend eingeschränkt – mehrere Länder haben Ausgangsbeschränkungen verhängt. Es gilt eine weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Ansammlungen von mehr als zwei Personen sind verboten.

Die Zahlen der Infektionen und Todesfälle steigen überall in Europa, wo die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurzeit das „Epizentrum“ der Pandemie sieht. Weltweit sind inzwischen mehr als 360.000 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden, mehr als 15.400 Menschen starben an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19. Experten gehen davon aus, dass es noch Monate dauert, bis die Pandemie in Europa eingedämmt werden kann.

Das öffentliche Leben wurde in vielen Ländern Europas auf ein Minimum heruntergefahren. Schulen und Kitas sind geschlossen, viele Geschäfte dürfen nicht mehr öffnen, einige EU-Länder haben Ausgangssperren verhängt. Auch in einigen deutschen Bundesländern, darunter Bayern, gelten Ausgangsbeschränkungen.

Die Pandemie führt bereits zu einer Wirtschaftskrise. Viele Staaten schnüren milliardenschwere Hilfspakete. Dennoch sorgen sich viele Menschen um ihre wirtschaftliche Existenz.

Alle aktuellen Entwicklungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in unserem Newsblog:

Dienstag, 24. März 2020: Weltärztepräsident rechnet nicht mit schnellem Ende der Corona-Krise

11.22 Uhr: Dieser Blog wird nicht weitergeführt. Lesen Sie alle aktuellen Nachrichten zum Coronavirus in unserem neuen Newsblog.

10.43 Uhr: In Deutschland sind inzwischen mehr als 30.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, bisher gibt es 130 Todesfälle. Mit mehr als 8700 Fällen hat Nordrhein-Westfalen die meisten Infizierten. Rund 450 Menschen gelten bereits als genesen.

9.43 Uhr: Der Bundesrat kommt in der Corona-Krise am Mittwoch und Freitag zu Sondersitzungen zusammen. Wie die Länderkammer am Dienstag mitteilte, geht es am Mittwoch um den geplanten Nachtragshaushalt des Bundes. Der Bundesrat kann dazu Stellung nehmen, bevor der Bundestag voraussichtlich am gleichen Tag den Nachtrag in erster, zweiter und dritter Lesung verabschiedet. Am Freitag beraten die Länder dann die Gesetzespakete der Bundesregierung, mit denen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise abgefedert werden sollen.

9.35 Uhr: Russland verstärkt seine Hilfe für Italien im Kampf gegen das Coronavirus. Es seien drei weitere Flugzeuge des Typs Iljuschin Il-76 in der Nähe der Hauptstadt Rom gelandet, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstag der Staatsagentur Tass zufolge mit. Damit sind mittlerweile 14 Maschinen mit medizinischer Ausrüstung in das von der Pandemie besonders betroffene Nato-Land verlegt worden. An Bord seien Ausrüstung zur Diagnose und Desinfektion gewesen. Der Einsatz werde fortgesetzt, hieß es.

Präsident Wladimir Putin hatte der italienischen Regierung die Hilfe zugesagt. Kein Land könne diese Pandemie allein besiegen, hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow gesagt. Russland erwarte auch keine Gegenleistung mit Blick auf die angespannten Beziehungen zum Westen.

Nordrhein-Westfalen erlässt Bußgeldkatalog für Verstöße gegen Corona-Regeln

8.26 Uhr: Nordrhein-Westfalen hat einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die landesweiten Corona-Regeln mit Strafen bis zu 5000 Euro erlassen. Im Wiederholungsfall werden sogar bis zu 25.000 Euro fällig. Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, die nicht direkt verwandt sind, werden danach 200 Euro von jedem Beteiligten fällig.

Verbotenes Picknicken kostet 250 Euro pro Teilnehmer. Wer trotz Verbots Sportveranstaltungen organisiert, zahlt 1000 Euro. Der Verzehr von Außer-Haus-Speisen näher als 50 Meter am Restaurant oder Imbiss kostet 200 Euro. Zusätzliche Bußgelder seien möglich gegen Unternehmen, die von Verstößen profitieren. Teuer werden auch Hygieneverstöße oder Verstöße gegen das Besuchsverbot in Einrichtungen wie etwa Altenheimen.

7.55 Uhr: IOC-Präsident Thomas Bach und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe wollen einem Bericht zufolge an diesem Dienstag über eine Verschiebung der Olympischen Spiele wegen der Corona-Pandemie reden. In dem Telefongespräch mit dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees werde Abe sich voraussichtlich dafür aussprechen, dass die Sportveranstaltung aber noch binnen eines Jahres stattfinden sollte, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen nicht näher genannten Regierungsbeamten. Die endgültige Entscheidung treffen jedoch das IOC, die Stadt Tokio als Ausrichterin der Spiele sowie das Japanische Olympische Komitee.

An der Telefonschalte am Dienstag sollen demnach auch der Präsident des Organisationskomitees in Tokio, Yoshiro Mori, Tokios Gouverneurin Yuriko Koike und Japans Olympiaministerin Seiko Hashimoto teilnehmen.

Ministerpräsident Abe hatte am Montag betont, dass eine Absage der Spiele nicht zur Debatte stehe. Er räumte aber ein, dass die Sportveranstaltung unter den derzeitigen Gegebenheiten nicht stattfinden könne. Das IOC hatte angekündigt, in den kommenden vier Wochen zu entscheiden, ob die Sommerspiele stattfinden sollen.

Bürger von Wuhan dürfen ab 8. April wieder die Stadt verlassen

6.54 Uhr: Der Präsident des Weltärztebundes rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Krise. „Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten“, sagte Frank Ulrich Montgomery der Deutschen Presse-Agentur. Bis ein Impfstoff verfügbar sei, „werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen“.

Montgomery begrüßte die Einigung von Bund und Ländern auf eine Kontaktbegrenzung. Es sei ein großer Unterschied, ob Menschen durch staatliche Repression eingeschlossen würden – wie bei einer Ausgangssperre – „oder ob sie es selber in der Hand haben“. Der Weltärztepräsident hatte sich zuvor gegen ein Ausgangsverbot ausgesprochen.

6.40 Uhr: In China wird die wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. In der dortigen Millionenmetropole Wuhan, die als Ausgangspunkt der Pandemie gilt, wird das allgemeine Verbot zum Verlassen der Stadt und Provinz zum 8. April aufgehoben, wie die örtlichen Behörden am Dienstag ankündigten.

Für die übrigen Bewohner von Hubei gilt, dass sie ab Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch aus der Provinz ausreisen dürfen. Voraussetzung ist, dass sie gesund sind. Die Behörden hatten das knapp 60 Millionen Einwohner zählende Hubei zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet. In den vergangenen Wochen waren die offiziellen Zahlen der Neuinfektionen innerhalb der Provinz deutlich zurückgegangen.

Schon seit einigen Tagen gibt es laut den amtlichen chinesischen Statistiken im gesamten Land nur noch sehr wenige neue Corona-Patienten, die sich innerhalb Chinas angesteckt haben. Dagegen verzeichnen die Statistiken eine zunehmende Zahl von Corona-Infizierten, die aus dem Ausland in die Volksrepublik eingereist sind.

Keine betriebsbedingten Kündigungen wegen Corona-Krise bei der Deutschen Bahn

5.22 Uhr: Kuba hat in der Coronavirus-Krise seinen Bürgern die Ausreise vorerst untersagt. Das teilte der Ministerpräsident des sozialistischen Karibikstaates, Manuel Marrero, am Montag im Staatsfernsehen mit. Er begründete dies damit, dass zuletzt viele Kubaner in Länder gereist seien, die vom Coronavirus besonders betroffen seien, um dort Waren für den Verkauf in Kuba einzukaufen. Es gehe darum, die Gesundheit des Volkes zu schützen. Marrero gab auch eine einmonatige Schließung der Schulen bekannt.

Er verkündete zudem, dass die rund 32.000 in Kuba verbliebenen Touristen ihre Hotels nicht mehr verlassen dürften, während sie auf ihre Rückflüge warteten. Davon sind etwa 9400 in Privatunterkünften untergebracht – sie sollen in Hotels umziehen. Ausländer können die Insel weiter verlassen, ab Dienstag aber nicht mehr einreisen.

5.09 Uhr: Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen nimmt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) Asylanträge nun schriftlich entgegen. Ein persönlicher Antrag soll vorerst zur Ausnahme werden und nur in besonderen Fällen möglich sein, wie das Bamf erklärte.

Asylsuchende erhalten auf der Grundlage eines schriftlichen Antrags eine Aufenthaltsgenehmigung. „Die persönlichen Anhörungen zu den individuellen Fluchtgründen und die damit verbundene weitere Bearbeitung der Asylanträge erfolgen, sobald dies auf Grund der Corona-Pandemie wieder möglich ist“, erklärte das Bamf. „Diese Maßnahmen wurden zum Schutz aller Beteiligten und zur Unterbrechung der Ansteckungskette ergriffen.“ Asylbescheide für Verfahren, die entscheidungsreif seien, würden aber weiterhin erstellt.

4.56 Uhr: Die Beschäftigten der Deutschen Bahn müssen keine betriebsbedingten Kündigungen aus Anlass der Corona-Krise fürchten. Der Konzern und die Gewerkschaften haben dies jetzt in einer Vereinbarung ausgeschlossen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Sie regelt auch zusätzliche Arbeitsbefreiungen für Beschäftigte mit Kindern, Entgeltfortzahlungen, flexiblen Ausgleich versäumter Arbeitszeiten und sichert die Mitsprache der Betriebsräte bei Kurzarbeit. Das Bundesunternehmen hat in Deutschland rund 200 000 Mitarbeiter.

Italienische Corona-Patienten in Sachsen gelandet

4.12 Uhr: Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat in der Corona-Krise schnelle Hilfen bis zum Monatsende gefordert – sonst gingen viele Betriebe pleite. „Wenn es nicht gelingt, dass die Gelder und Zuschüsse noch vor Ablauf des März bei den Betrieben ankommen, droht das Hilfsunterfangen der Bundesregierung zu scheitern“, sagte Wollseifer. „Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit, bei dem es um nicht weniger geht als die weitere Existenz und den Fortbestand von Tausenden Betrieben und Arbeitsplätzen. Für viele Betriebe im Handwerk ist es inzwischen eine Frage von Tagen, ob sie es schaffen, zu überleben oder ob sie pleitegehen.“

Die Bundesregierung hatte neben direkten Zuschüssen für kleine Firmen, die keine Kredite erhalten und nicht über Sicherheiten verfügen, auch ein unbegrenztes Kreditprogramm für Unternehmen über die staatliche Förderbank KfW beschlossen. Damit soll über die Hausbanken Liquidität gesichert werden.

2.39 Uhr: Eine Gruppe von in Sachsen zu behandelnden Corona-Patienten aus Italien ist in der Nacht zu Dienstag am Flughafen Leipzig-Halle gelandet. Zwei Rettungsfahrzeuge standen auf dem Flugplatz für den Transport der Patienten ins Krankenhaus bereit.

Am Montag hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, dass Sachsen Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen will. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Zunächst hatte Kretschmer von sechs Patienten aus Italien gesprochen, am Abend war dann von acht Patienten die Rede, die auf mehrere Kliniken verteilt werden sollen.

Erster Fall einer Coronavirus-Infektion in Justizvollzugsanstalt

2.42 Uhr: In Hamburg meldet die Justizbehörde den ersten Fall eines mit dem Corona-Virus infizierten Gefangenen. Der Inhaftierte sei nach Informationen unserer Redaktion in der Haftanstalt isoliert worden und die Kontaktpersonen der vergangenen Tage bereits ermittelt. Es ist der bisher erste Corona-Fall in einer deutschen Justizvollzugsanstalt. Einige Bundesländer verweigern jedoch die Auskunft über mögliche Corona-Fällen in Gefängnissen.

Um eine Infektion mit dem neuartigen Virus in den Haftanstalten zu verhindern, wurden die Ersatzfreiheitsstrafen ausgesetzt. Außerdem haben alle Bundesländer am Montag die länderübergreifenden Gefangenentransporte gestoppt. Elf von 16 Ländern haben die Besuche von Inhaftierten eingestellt, fünf haben sie stark eingeschränkt und erlauben sie nur hinter Trennwänden. Einige Länder haben die Auflagen vorerst bis zum 19. April befristet. Im rheinland-pfälzischen Worms wurde eine Jugendarrestanstalt aufgrund der Präventionsmaßnahmen in der Corona-Krise komplett geschlossen und der Arrest ausgesetzt. Einen Corona-Fall gab es in der Jugendhaftanstalt nicht.

Unterdessen hat die Gewerkschaft Strafvollzug vor Engpässen an Schutzausrüstung vor Corona-Infektionen in deutschen Gefängnissen gewarnt. „Desinfektionsmittel droht knapp zu werden, und dann stellt sich die Frage der zentralen Versorgung und Zuteilung“, sagte René Müller, der Bundesvorsitzende vom Bund der Strafvollzugsbediensteten (BSBD), unserer Redaktion. In allen Anstalten seien Quarantäne-Stationen eingerichtet, dort solle das Personal mit Schutzanzügen, Mundschutz und Schutzbrillen bereits ausgerüstet und eingewiesen sein.

Wirtschaftsforschungsinstitute halten Kurzarbeit für entscheidendes Instrument gegen Arbeitslosigkeit

1.03 Uhr: Mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute halten die Kurzarbeit für das entscheidende Instrument gegen einen drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit infolge der Coronakrise. „Die Kurzarbeit ist ein wichtiges Auffangnetz gegen die Arbeitslosigkeit. Dieses Instrument hatte sich auch in der Finanzmarktkrise 2009 bewährt“, sagte der Konjunkturchef vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Grömling, unserer Redaktion.

„Inwieweit die Arbeitslosigkeit in dieser Krise massiv ansteigt, hängt ganz zentral davon ab, ob es gelingen kann, mit der Unterstützung von Unternehmen, aber auch den gelockerten Regeln zur Kurzarbeit, Betriebe vor Pleiten zu bewahren und die Unternehmen dazu zu bewegen, ihre Beschäftigten zu halten“, meinte auch der Direktor des arbeitnehmernahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien.

Auch der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, zeigt sich für den Arbeitsmarkt zuversichtlich: Die allermeisten Unternehmen würden darauf bedacht sein, „ihr Personal zu halten und die Arbeitsausfälle über betriebsinterne Maßnahmen oder die Inanspruchnahme von Kurzarbeit aufzufangen“. Verlässliche Konjunkturprognosen sind nach Ansicht des Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, derzeit „ausgesprochen schwierig“. Niemand habe Erfahrungen mit Krisen dieser Art, zudem sei nicht absehbar, „wie lange das wirtschaftliche Koma andauern wird – und Zeit ist der kritische Faktor“, sagte Fratzscher unserer Redaktion.

Wie lange die Krise andauern wird, hänge entscheidend davon ab, wie schnell man die Neuinfektionen kontrollieren kann, ist der Direktor vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI), Henning Vöpel, überzeugt. „Die Krise unterscheidet sich der Art nach von früheren Krisen oder typischen Rezessionen. Wir gehen davon aus, dass die Produktion sehr schnell wieder hochläuft, sobald ein Mittel gegen das Virus gefunden ist oder die Infektionszahlen deutlich zurückgehen.“

0.36 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat der amerikanischen Bevölkerung eine baldige Erholung von der Coronavirus-Krise in Aussicht gestellt. „Die Beschwernisse werden enden, sie werden bald enden“, sagte Trump am Montagabend im Weißen Haus in Washington. „Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte“, versicherte er. Und dies werde früher sein als erst in drei oder vier Monaten. Das normale Leben werde zurückkehren und die Wirtschaft werde sich erholen

Montag, 23. März 2020: Coronavirus: Ausgangsbeschränkungen für 1,7 Milliarden Menschen

22.40 Uhr: Bei der Desinfektion von Altenheimen im Zuge der Corona-Krise haben Soldaten in Spanien in mehreren Residenzen tote Senioren entdeckt. Die Leichen seien offensichtlich länger unbemerkt geblieben, berichteten die Zeitung „El Mundo“, der staatliche Fernsehsender RTVE und andere Medien am Montag unter Berufung auf die Militärische Nothilfeeinheit UME.

Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte vor den Berichten schon morgens im TV-Sender Tele5 gesagt, Soldaten hätten in Heimen Senioren gesehen, „die völlig verlassen, wenn nicht sogar tot auf ihren Betten“ lagen. Man werde gegen die Verantwortlichen für solche Missstände in den Heimen „unerbittlich vorgehen“.

22.10 Uhr: In seiner Rede präzisierte Boris Johnson die Ausgangsbeschränkungen. Er wies seine Landsleute an, das Haus nur noch so wenig wie möglich zu verlassen. „Von heute Abend an muss ich dem britischen Volk eine einfache Anordnung geben: Sie müssen zuhause bleiben“, sagte Johnson.

Alle Läden, mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften und Apotheken, werden mit sofortiger Wirkung geschlossen. Sportliche Aktivitäten sind nur noch einmal am Tag und nur gemeinsam mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt.

Ansonsten dürfe das Haus nur noch für den Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente und für den Weg zur Arbeit verlassen werden, sagte Johnson. Versammlungen von mehr als zwei Personen seien nicht mehr erlaubt und würden von der Polizei aufgelöst.

Kontaktsperren in der Corona-Krise: Diese Regeln gelten jetzt
Kontaktsperren in der Corona-Krise- Diese Regeln gelten jetzt

21.45 Uhr: Die britische Regierung hat im Kampf gegen das Coronavirus weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Das verkündete Premierminister Boris Johnson am Montagabend in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation.

21.33 Uhr: Frankreich verschärft seine strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus weiter. So würden etwa Straßenmärkte weitgehend geschlossen sowie Sport und Spaziergänge mit Kindern weiter eingeschränkt, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe am Montagabend im französischen Fernsehen an. Die Ausgangsbeschränkungen könnten außerdem noch einige Wochen anhalten. Die Regeln gelten in ganz Frankreich seit vergangenem Dienstag und waren ursprünglich für 15 Tage angesetzt.

„Ich ziehe meinen Hut vor den Franzosen, die die Anweisungen respektieren. Aber wir haben Menschen beobachtet, die das nicht tun“, sagte Philippe. Künftig würden daher Spaziergänge mit Kindern und Sport vor der Tür auf maximal eine Stunde und einen Radius von einem Kilometer um das Wohnhaus begrenzt - und zwar einmal pro Tag. Es sei empfehlenswert, auf den Passierschein, den die Französinnen und Franzosen ausfüllen müssen, wenn sie das Haus verlassen, die entsprechende Uhrzeit zu vermerken.

20.10 Uhr: In Sachsen-Anhalt gibt es einen ersten Todesfall nach einer Infektion. In Halle sei am Samstag eine 80-jährige Frau mit schweren Vorerkrankungen gestorben, bei der auch das Coronavirus festgestellt wurde, teilte die Stadt Halle am Montagabend mit. Es sei die erste bekannte Tote im Zusammenhang mit Corona in Sachsen-Anhalt, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums.

20.06 Uhr: Der Flughafen Weeze am Niederrhein stellt in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bis auf Weiteres den Linienbetrieb ein. Die letzte Ryanair-Maschine komme am Dienstagabend um 21.50 Uhr aus Thessaloniki an, sagte ein Sprecher am Montag. Für alle Bereiche des Airports sei Kurzarbeit beantragt worden, hieß es in einer Mitteilung. „Die Flughafengesellschaft prüft, ob und in welchem Umfang sie von staatlichen Hilfsprogrammen profitieren kann.“

Die irische Fluggesellschaft Ryanair, die als einzige Airline Linienflüge von und nach Weeze anbietet, hatte in der vergangenen Woche angekündigt, so gut wie alle Maschinen der gesamten Flotte am Boden zu lassen. Der kleine NRW-Flughafen im Kreis Kleve zählte 2019 etwa 1,2 Millionen Reisende.

19.57 Uhr: Die Niederlande verbieten alle Veranstaltungen und Zusammenkünfte bis zum 1. Juni, teilte Justizminister Ferdinand Grapperhaus am Montag in Den Haag mit. Bislang hatte ein Verbot von Veranstaltungen ab 100 Personen bis zum 6. April gegolten. Bei Zuwiderhandlungen könne die Polizei eingreifen und hohe Geldstrafen verhängen.

„Mir ist bewusst, dass das sehr hart ist“, sagte der Minister. „Aber wir haben keine Wahl.“ Anlass für die Verschärfung ist nach den Worten des Ministers, dass zahlreiche Niederländer die bisherigen Regeln missachteten. Am Wochenende waren viele Strände und Parks überfüllt. Der Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern müsse eingehalten werden, betonte auch Premierminister Mark Rutte. „Bleibt so viel wie möglich zu Hause.“

Strengere Regeln gelten auch für das Privatleben der Niederländer: Bürger sollen auch in ihren Wohnungen höchstens drei Gäste empfangen. Sie sollen nur noch allein einkaufen gehen. Das Versammlungsverbot gilt vorerst nicht für Kinder, sie dürfen draußen noch zusammen spielen. Nach den neuen Regeln dürfen Bürgermeister nun auch Strände, Parks und Zeltplätze schließen.

In den Niederlanden wurden bisher 4749 Corona-Infizierte gemeldet und 213 Todesfälle (Stand 23. März).

19.30 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Chinas Präsident Xi Jinping haben sich wegen der Corona-Krise für einen Sondergipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) ausgesprochen. Macron habe in einem Telefonat mit Xi am Montag die Notwendigkeit der internationalen Koordinierung zur Behandlung von Covid-19 auf G20-Ebene zum Ausdruck gebracht, teilte der Élyséepalast mit. Macron und Xi betonten demnach außerdem ihre gegenseitige Solidarität in der Krise.

19.15 Uhr: Laut dem früheren IOC-Vizepräsidenten Richard Pound ist eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Krise bereits beschlossene Sache. „Auf der Grundlage der Informationen, die das IOC hat, wurde eine Verschiebung beschlossen. Die zukünftigen Parameter wurden noch nicht festgelegt, aber die Spiele werden nicht am 24. Juli beginnen, soweit ich weiß“, sagte Pound der Zeitung „USA Today“ am Montag.

18.30 Uhr: Weltweit sind laut der Nachrichtenagentur AFP rund 1,7 Milliarden Menschen von immer strikteren Ausgangsbeschränkungen betroffen. Mehr als 50 Länder und Gebiete schränken inzwischen die Bewegungsfreiheit ihrer Bürger ein, wie aus einer Zählung der Nachrichtenagentur vom Montag hervorgeht. In mindestens 34 Ländern und Gebieten wie Italien, Frankreich und dem US-Bundesstaat Kalifornien sind die Ausgangssperren verpflichtend. In den meisten Ländern dürfen die Menschen aber immer noch zum Arbeiten, zum Einkaufen und zum Arzt gehen.

17.51 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) rechnet angesichts der Ausgehbeschränkungen in Deutschland mit einer Zunahme häuslicher Gewalt. Dass momentan viele Menschen zu Hause seien und Familienmitglieder sehr viel Zeit auf engem Raum miteinander verbrächten, könne zu einer Verschärfung von häuslichen Konflikten führen.

„Das führt dann eben auch zu einer erhöhten Fallzahl, davon gehen wir aus“, sagte Giffey am Montag in Berlin. Ähnliche Befürchtungen hatte auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) bereits geäußert.

Giffey rief Länder und Kommunen dazu auf, sicherzustellen, dass es genügend Unterbringungsmöglichkeiten in Frauenhäusern gibt. „Wenn ein Frauenhaus keine freien Plätze mehr hat, dann müssen sich die Kommunen und die Landkreise Gedanken machen, wo sie sonst die Frauen unterbringen können“, sagte sie. Am Mittwoch werde sie mit den Gleichstellungsministern der Länder in einer Schaltkonferenz über dieses Thema sprechen, kündigte Giffey an.

17.35 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie beschleunigt sich weiter. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus nannte die Entwicklung am Montag „herzzerreißend“. Es habe 67 Tage gedauert, bis die ersten 100.000 Fälle bestätigt waren, 11 Tage für die zweiten 100.000 und nur vier Tage für die dritten 100.000.

Die Zahl der Infektionen unter Ärztinnen und Ärzten und Pflegepersonal sei alarmierend, sagte Tedros. Wenn diejenigen, die Kranke pflegen können, krank werden, würden viel mehr Menschen sterben, sagte Tedros.

Er rief die G20-Länder auf, zusammenzuarbeiten, um die Produktion etwa von Schutzkleidung hochzufahren. Das Material müsse gerecht verteilt werden und da ankommen, wo es am nötigsten gebraucht werde.

EU-Länder einigen sich auf Aussetzung der Schuldenregeln

17.31 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise werden erstmals überhaupt die europäischen Schulden- und Defizitregeln vorübergehend ausgesetzt. Dem stimmten die EU-Wirtschafts- und Finanzminister zu.

17.20 Uhr: In Argentinien ist der erste Rückholflug für Urlauber aus Deutschland gestartet, die wegen der Corona-Krise in dem Land gestrandet waren. Die Lufthansa-Maschine mit insgesamt 365 Passagieren aus Deutschland und anderen europäischen Ländern an Bord hob am Montagmittag (Ortszeit) vom Flughafen Ezeiza nahe Buenos Aires ab. Sie sollten am Dienstagmorgen in Frankfurt am Main landen.

17.12 Uhr: Die Lufthansa-Billigmarke Eurowings streicht ihr Flugprogramm wegen der Corona-Krise wie erwartet weiter zusammen. Ab 25. März werde die Kapazität auf noch etwa zehn Prozent des bisherigen Plans schrumpfen, teilte das Unternehmen mit. Betroffene Kunden würden informiert. Im Zuge der Kürzungen legt der Konzern zwei seiner Flugbetriebe vorerst still. Die Töchter Germanwings und Eurowings Europe, die für Eurowings fliegen, lassen ihre Maschinen dann komplett am Boden.

Auch Eurowings Deutschland fährt den eigenen Flugplan stark zurück und konzentriert sich auf die Rückholer-Flüge sowie eine Grundversorgung an großen deutschen Standorten. Bereits in den vergangenen Wochen habe Eurowings auf mehr als 100 Flügen rund 20.000 Passagiere nach Hause geflogen, hieß es.

16.58 Uhr: Mit geschenktem Desinfektionsmittel haben Patienten den Betrieb einer Kölner Arztpraxis sichergestellt. Dem Arzt war zuvor – wohl ebenfalls von Patienten – so viel Desinfektionsmittel gestohlen worden, dass er kurz davor stand, seine Praxis zu schließen. „Ich habe zum Glück einige sehr nette Patienten gehabt, die mir neues Desinfektionsmittel von zu Hause geschenkt haben“, sagte der Arzt.

Kreuzfahrtschiff „Zaandam“ unter Quarantäne

16.50 Uhr: Nach Dutzenden Krankmeldungen hat die Reederei Holland America Line ihr Kreuzfahrtschiff „Zaandam“ vor der südamerikanischen Küste im Pazifik unter Quarantäne gestellt. Alle Passagiere sollen bis auf weiteres in ihren Zimmern bleiben, wie das Unternehmen mitteilte. Alle öffentlichen Bereiche des Schiffs wurden demnach geschlossen, die Mahlzeiten werden auf die Zimmer geliefert. Die „Zaandam“ hat 1243 Passagiere und 586 Besatzungsmitglieder an Bord.

Zuvor hatten sich 29 Besatzungsmitglieder und 13 Passagiere mit Grippe-Symptomen auf der Krankenstation gemeldet. Da keine Tests auf das neuartige Coronavirus an Bord möglich seien, könne bislang nicht ausgeschlossen werden, dass sich Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert haben, hieß es in einer Mitteilung der Reederei.

Die „Zaandam“ war am 7. März von Buenos Aires zu einer Kreuzfahrt aufgebrochen, die eigentlich am 21. März im chilenischen San Antonio enden sollte. Wegen der Corona-Pandemie hat Chile allerdings mittlerweile alle seine Häfen für Kreuzfahrtschiffe geschlossen.

Am Wochenende ankerte die „Zaandam“ vor der chilenischen Hafenstadt Valparaíso und bunkerte Treibstoff, Lebensmittel und Medikamente. Am Montag war das Schiff auf dem Weg Richtung Norden. Derzeit bemüht sich die Reederei um eine Durchfahrtserlaubnis durch den Panamakanal, um dann durch die Karibik nach Fort Lauderdale im US-Staat Florida zu fahren.

16.32 Uhr: Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. „Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt.“

Dänemark weitet Corona-Maßnahmen bis Ostern aus

16.08 Uhr: Dänemark verlängert all seine Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus bis einschließlich Ostern. Alle ergriffenen Initiativen gelten nun vorerst bis zum 13. April, dem Ostermontag, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen.

Oberste Priorität habe, zu verhindern, dass Menschen schwer erkranken. Seit dem Beginn der Maßnahmen vor fast zwei Wochen sei es den Dänen geglückt, ihr Verhalten zu ändern. „Wir halten Abstand, und wir bleiben zu Hause“, sagte Frederiksen. Das müsse auch an Ostern gelten, so schwer das gerade für Familien sei.

16.07 Uhr: In Offenbach ist ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Der 89-Jährige habe mehrere Vorerkrankungen gehabt, teilte die Stadt mit. Ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt, war den Angaben zufolge unklar. Er starb am Sonntag.

15.44 Uhr: Die Quiz-Show „Wer wird Millionär?“ mit Moderator Günther Jauch (63) führt wegen des Coronavirus neue Joker ein. Der Grund: Die neuen Folgen werden ohne Publikum produziert, wie RTL am Montag mitteilte. Damit sind auch die bisherigen Joker, bei denen man einen oder alle Menschen im Publikum befragen konnte, hinfällig. Dafür werden nun ein „Millionärsjoker“ und ein „Begleitpersonenjoker“ eingeführt.

Beim „Millionärsjoker“ bilden nach RTL-Angaben drei ehemalige „Wer wird Millionär?“-Millionäre das Publikum. Einer kann vom Kandidaten befragt werden. Beim „Begleitpersonenjoker“ darf man – wie es der Name andeutet – die jeweilige Begleitperson ins Boot holen.

Darüber hinaus gibt es weitere Neuerungen, um soziale Kontakte zu vermeiden und eine Ausbreitung des Virus zu stoppen. In der Auswahlrunde wird die Zahl der Kandidaten von acht auch sechs verkleinert. Weitestgehend sollen es zudem Kandidaten sein, die am Aufzeichnungstag ins Studio und danach nach Hause fahren können – so sollen Hotelübernachtungen vermieden werden.

DOSB bevorzugt Olympia-Verlegung um ein Jahr

15.31 Uhr: Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie ist ein Angestellter des Europäischen Parlaments an dem Virus gestorben. Bei dem Todesopfer handele es sich um einen „externen Mitarbeiter“, sagte ein Parlamentssprecher. Sein Tod sei nach bisherigen Erkenntnissen auf das Coronavirus zurückzuführen. Aus Parlamentskreisen verlautete, bei dem Verstorbenen handele es sich um einen Italiener im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, der im IT-Bereich des Parlaments gearbeitet habe.

15.23 Uhr: DOSB-Präsident Alfons Hörmann hatte eine eindeutigere Position vom IOC in der Debatte um eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio erwartet. Die Prüfung der Verlegung durch das Internationale Olympische Komitee sei ein „richtiger und in Anbetracht der aktuellen gesundheitlichen Weltlage längst fälliger Schritt“ gewesen, sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

„Allerdings hätten wir uns jetzt eine klare Aussage dahingehend gewünscht, dass die Spiele definitiv nicht zum geplanten Termin stattfinden können und nun über denkbare Alternativen beraten wird.“

14.58 Uhr: Die Maßnahmen gegen das Coronavirus machen sich auf den Straßen bemerkbar, vielerorts ist die Verkehrslage ruhig. Doch laut ADAC würden einige Fahrer die leeren Straßen nutzen, um mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs zu sein. „Offensichtlich wird die ruhige Verkehrslage teilweise für Raserei missbraucht. Das ist nicht hinnehmbar und in keiner Weise nachvollziehbar“, sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand unserer Redaktion. „Ich kann nur an den Verstand der Menschen appellieren, keine unnötigen Gefahren zu provozieren“, sagte Hillebrand und betonte: „Unsere Rettungsdienste sind ausgelastet!“

Frankfurt verbietet Hamsterkäufe per Verordnung

14.56 Uhr: Die Stadt Frankfurt am Main will Hamsterkäufe per Verordnung unterbinden. Nach einer am Montag ergangenen Allgemeinverfügung dürfen in den Geschäften der Stadt nur noch handelsübliche Mengen verkauft werden. Außerdem wird die Zahl der Menschen begrenzt, die sich in Geschäften aufhalten dürfen. Niemand darf nach der Verfügung mit mehr als einem Einkaufswagen unterwegs sein.

14.53 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat wegen der Grenzkontrollen in Europa erneut vor Engpässen beim Warenangebot gewarnt und Verbesserungen für den Güterverkehr angemahnt. Alle Transporte müssten auf grünen Spuren in höchstens 15 Minuten die Grenze passieren können, forderte von der Leyen in einer Videobotschaft. Zudem sollten Wochenend- und Nachtfahrverbote für Lastwagen ausgesetzt werden. „Wir brauchen in dieser Situation Flexibilität, und ich baue auf das Verständnis der Bevölkerung“, sagte von der Leyen.

14.43 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Montag einem Test auf das neuartige Coronavirus unterzogen und wartet nun auf das Ergebnis. „Der Bundeskanzlerin geht es gut“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Merkel habe telefonisch zugeschaltet die Kabinettssitzung geleitet und mache ihre Arbeit vorläufig von zu Hause aus. „Jetzt warten wir das Ergebnis ab und sehen dann, was daraus folgt.“ Grundlagen dafür seien die Empfehlungen der Ärzte und des Robert-Koch-Instituts.

Sachsen nimmt Coronavirus-Patienten aus Italien auf

14.28 Uhr: Sachsen will sechs Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag in Dresden an. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. „Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können“, sagte Kretschmer.

14.21 Uhr: Zwei Hamburger Schüler haben angesichts der Corona-Pandemie eine Petition zur bundesweiten Absage der Abitur-Prüfungen gestartet. Stattdessen solle in diesem Jahr jede Schülerin und jeder Schüler deutschlandweit ein sogenanntes Durchschnittsabitur erhalten, heißt es in der unter anderem an Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und zahlreiche Bildungsminister der Länder gerichteten Petition.

Dabei soll ein Durchschnitt der einzubringenden 32 bis 40 Semesterergebnisse der vergangenen vier Halbjahre errechnet und als Abiturnote festgelegt werden. Die bei change.org veröffentlichte Petition hatten bis Montagmittag gut 18.000 Unterstützer unterzeichnet.

Aus Sicht der beiden Hamburger Schüler sind Abiturprüfungen für die in diesem Jahr rund 350.000 betroffenen Schülerinnen und Schüler gesundheitlich, psychologisch und gesellschaftlich nicht tragbar.

So verteilen sich Keime beim Husten in der Luft
So verteilen sich Keime beim Husten in der Luft

Bauern suchen in Corona-Krise mit Websites nach Helfern

14.06 Uhr: Wer in der Coronavirus-Krise nicht wie gewohnt Arbeit, Studium oder Ausbildung nachgehen darf, kann Landwirten Hilfe anbieten. Das Interesse ist offenbar groß: Das unter anderem vom Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützte Portal „Das Land hilft“ war zum Start am Montagmittag wegen zahlreicher Abrufe teils überlastet.

Bauern können dort Arbeitsangebote einstellen, Interessierte ihre Mitarbeit anbieten. Zunächst waren auf der Seite allerdings deutlich mehr Arbeitsangebote Freiwilliger als Nachfragen verzeichnet. Eine ähnliche Plattform zur Arbeitsvermittlung in der Landwirtschaft betreibt der Bauernverband mit seiner Seite „Saisonarbeit in Deutschland“.

14.00 Uhr: Im Klinikum Wolfsburg ist ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Das teilte die Stadt am Montag mit. Angaben zu Alter und Geschlecht sowie der Frage, ob es Vorerkrankungen gab, wurden zunächst nicht mitgeteilt.

13.42 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat erneut deutlich gemacht, dass der Staat in der Corona-Krise notfalls auch Firmen teilweise oder ganz übernehmen wird. Man lege es nicht darauf an, „aber unser Land muss sich schützen können“. Durch diese Pandemie dürften die Wirtschaftsstrukturen in Deutschland nicht nachhaltig beschädigt werden.

Altmaier erläuterte weiter, wenn Unternehmen größere Bedeutung für das Land hätten, verfüge die Regierung über den geeigneten Instrumentenkasten. Allerdings werde die Bundesregierung sehr sorgfältig damit umgehen. Man wolle so wenig wie möglich eingreifen, aber „im Bedarfsfalle auch handeln“.

Trotz Corona: Japaner feiern Kirschblüte
Trotz Corona- Japaner feiern Kirschblüte

Zweiter Corona-Todesfall in Schleswig-Holstein

13.39 Uhr: Die Europäische Union hat vorübergehend ihre Regeln geändert, um auch während der Corona-Krise entscheidungsfähig zu bleiben. Dies teilte der Rat der EU-Länder in Brüssel mit. Damit soll das Problem gelöst werden, dass die nun üblichen Videokonferenzen der 27 EU-Staaten keine formalen Beschlüsse fassen können. Die Änderungen gelten zunächst für einen Monat.

13.26 Uhr: Im Kreis Plön in Schleswig-Holstein hat es einen zweiten Coronavirus-Todesfall gegeben. Der Erkrankte habe aufgrund seines fortgeschrittenen Alters und seiner Vorerkrankungen zu der Hochrisikogruppe gehört, teilte die Kreisverwaltung am Montag mit.

Genauere Angaben zu Alter und Geschlecht machte die Kreisverwaltung nicht. Demnach starb die an Covid-19 erkrankte Person am Wochenende.

13.16 Uhr: In Ägypten sind binnen 24 Stunden zwei ranghohe Generäle an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen erfuhr, wurden in Ägypten weitere ranghohe Armeeangehörige positiv auf das neuartige Coronavirus getestet.

Nach offiziellen Angaben gibt es in Ägypten 327 nachgewiesene Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus, 14 Menschen starben.

Zahl der Intensivbetten soll auf 56.000 verdoppelt werden

13.10 Uhr: Das Bundeskabinett hat Nothilfen für deutsche Kliniken beschlossen, damit sie für die besonderen Belastungen in der Corona-Krise gewappnet sind.

So soll es für jedes nun frei gehaltene Bett eine Tagespauschale von 560 Euro geben. Für jede neue intensivmedizinische Behandlungseinheit mit künstlicher Beatmung sollen Kliniken 50.000 Euro Bonus bekommen. Außerdem soll die Zahl von bisher 28.000 Intensivbetten verdoppelt werden.

Um Mehrkosten aufzufangen, soll es – für die Zeit von April bis Ende Juni – außerdem einen Zuschlag von zunächst 50 Euro für jeden Patienten geben.

Hintergrund ist, dass die Krankenhäuser planbare Operationen und Neuaufnahmen, wenn medizinisch vertretbar, vorerst aussetzen sollen. Dies soll Kapazitäten freimachen, um für viele Corona-Patienten mit schwereren Krankheitsverläufen vorbereitet zu sein.

12.56 Uhr: Nach Italien ist Spanien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land Europas. Dort stieg die Zahl der Coronavirus-Todesfälle auf 2182. In den vergangenen 24 Stunden seien 462 weitere Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Montag mit.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen erhöhte sich dem Gesundheitsministerium zufolge auf mehr als 33.000.

Fast 60.000 Coronavirus-Infizierte und 5500 Tote in Italien

12.55 Uhr: Die Lage in Italien ist dramatisch. Fast 60.000 Infizierte und fast 5500 Tote wurden bis Montagvormittag in dem europäischen Land registriert. Rund 40 Prozent aller weltweiten Todesfälle stammen aus Italien. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Wie Italien zum Leichenhaus der globalen Seuche wird.

12.38 Uhr: In Frankreich sind Medienberichten zufolge zwei weitere Ärzte nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Ein 66-jähriger Gynäkologe aus Mülhausen (Mulhouse) in der stark betroffenen Region Grand Est sei am Sonntag im Universitätsklinikum Dijon gestorben, berichtete die Regionalzeitung „Dernières Nouvelles d’Alsace“ am Montag.

Er habe bis zum 12. März in Mulhouse praktiziert und sich wahrscheinlich dabei infiziert, schrieb die Zeitung unter Berufung auf die Klinik. Anschließend sei er in sein Landhaus in der Region Burgund gereist und dort schließlich mit Atemproblemen ins Krankenhaus gekommen.

Ebenfalls in der Region Grand Est starb ein 60-jähriger Allgemeinmediziner. Er sei am Mittwoch mit Atemwegsproblemen in eine Klinik in Saint-Avold eingeliefert worden, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Bürgermeister der Stadt.

12.21 Uhr: Zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Corona-Krise hat das Bundeskabinett am Montag ein beispielloses Hilfspaket beschlossen. Dafür will sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschulden. Zudem sollen Mieter entlastet, Hartz-IV-Anträge erleichtert und Kliniken unterstützt werden.

Ein Überblick, wem das außergewöhnlich umfangreiche Notpaket helfen soll. Hierfür will die Regierung Milliarden ausgeben.

Über 8000 Coronavirus-Infektionen in NRW

12.14 Uhr: Die Bundesbank rechnet wegen der Coronavirus-Krise mit einer „ausgeprägten“ Rezession in Deutschland. Die Maßnahmen zu Eindämmung der Infektionszahlen hätten massive wirtschaftliche Auswirkungen, heißt es im aktuellen Monatsbericht der Notenbank. „Das Abgleiten in eine ausgeprägte Rezession ist nicht zu verhindern.“ Eine wirtschaftliche Erholung werde erst einsetzen, wenn die Pandemiegefahr wirksam eingedämmt sei.

12.01 Uhr: Wegen eines zu geringen Sicherheitsabstands in einer Kassenschlange hat ein Drogeriekunde im nordrhein-westfälischen Kamen mit einem Besenstiel auf den hinter ihm wartenden Einkäufer eingeschlagen. Der angegriffene 46-Jährige wurde mit leichten Verletzungen in einem Krankenhaus versorgt, wie die Polizei in Unna berichtete. Gegen den 41-jährigen Angreifer läuft nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

11.33 Uhr: Die Gemeinde Neustadt am Rennsteig in Thüringen steht seit Sonntag unter Quarantäne. Für zwei Wochen darf nun niemand mehr den Ortsteil der Landgemeinde Stadt Großbreitenbach verlassen, wie die Sprecherin der Kreisverwaltung des Ilm-Kreis am Montag sagte.

Auch betreten werden dürfe der etwa 900 Bewohner zählende Ort nur noch in Ausnahmefällen und unter strengen hygienischen Sicherheitsvorkehrungen.

Man habe sich zu dem Schritt entschieden, weil sechs der am Montagmorgen bekannten elf Fälle im Kreis von bestätigten Infektionen aus dem Bereich Neustadt stammten, sagte Huth. Wie die sonstige Versorgung der Bewohner in der Zeit sichergestellt wird, berät nun ein Krisenstab.

11.31 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen über die Marke von 8000 Fällen gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag gab es im bevölkerungsreichsten Bundesland 8011 nachgewiesene Fälle und damit 560 mehr Fälle als am Tag zuvor.

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle erhöhte sich um acht auf nun 40 in NRW.

11.30 Uhr: Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten noch einmal drastisch angestiegen. Das Land meldete am Montag 127 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf 1812. Die Gesamtzahl der Infektionen gab das Gesundheitsministerium in Teheran am Montag mit 23.049 an. Das war ein Anstieg um 1411 Fälle innerhalb von 24 Stunden.

KfW bringt Sonderkreditprogramm für Unternehmen an den Start

11.29 Uhr: Als eines der letzten Länder in der arabischen Welt hat auch Syrien seinen ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Betroffen davon sind die Gebiete unter Kontrolle der Regierung. Es handele sich um eine etwa 20 Jahre alte Person, die aus dem Ausland eingereist sei, erklärte der syrische Gesundheitsminister Nisar Yasidschi, wie die staatliche Agentur Sana am Sonntagabend meldete. Aus welchem Land der Patient nach Syrien gekommen ist, blieb zunächst unklar.

11.20 Uhr: Ein Sonderkreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW ist an den Start gegangen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte laut Mitteilung, es komme nun darauf an, den Unternehmen schnell und unbürokratisch zu helfen und Liquidität zu sichern. „Die Auszahlung erfolgt schnellstmöglich, denn wir wissen, dass für viele Unternehmen jede Woche zählt.“ Anträge sollten schnell und unbürokratisch abgewickelt werden. Die Kreditbedingungen seien nochmals verbessert worden.

11.18 Uhr: Die in Kapstadt festsitzenden 1240 hauptsächlich deutschen Passagiere des Kreuzfahrtschiffs „AidaMira“ sind auf dem Weg nach Hause. Die letzte Maschine sei abgehoben, sagte ein Aida-Cruises-Sprecher am Montag.

Das Schiff lag seit einer Woche im Hafen der südafrikanischen Touristenmetropole. Die Menschen durften das Schiff nicht verlassen, da sechs Personen an Bord zuvor möglicherweise mit einem Covid-19-Verdachtsfall in Kontakt gekommen waren. Ihre Tests fielen negativ aus. Alle Menschen an Bord blieben Aida Cruises zufolge bis zuletzt frei von Symptomen.

Papst verschiebt wegen Coronavirus-Krise seine Reise nach Malta

11.11 Uhr: Papst Franziskus verschiebt eine für Mai geplante Reise nach Malta. Das teilte der Sprecher des Vatikans, Matteo Bruni, am Montag in Rom mit. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wollte eigentlich am 31. Mai Malta und die Insel Gozo, die zu dem Mittelmeerland gehört, besuchen.

Diese Reise werde nun auf unbestimmte Zeit verschoben, erläuterte Bruni. Der Papst nimmt wegen der Covid-19-Krankheit seit längerem keine öffentlichen Termine mehr wahr.

10:56 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sich vorsichtig optimistisch gezeigt, dass sich der Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen in Deutschland leicht abschwächt. „Wir sehen den Trend, dass die exponentielle Wachstumskurve sich etwas abflacht“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Montag in Berlin.

Für eine definitive Bewertung sei es jedoch zu früh, wahrscheinlich sei dies erst am Mittwoch möglich.„Aber ich bin optimistisch, dass diese Maßnahmen schon jetzt sichtbar sind – was sehr früh ist, weil sie ja erst seit einer Woche wirklich gefahren werden“, sagte Wieler.

10.51 Uhr: Auch Neuseeland schränkt das öffentliche Leben ein. Premierministerin Jacinda Ardern kündigte am Montag vierwöchige Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen an. Auch alle nicht unbedingt notwendigen Unternehmen müssen schließen, die Menschen sollen zu Hause bleiben.

Ende vergangener Woche war bereits die neuseeländische Grenze für Touristen geschlossen worden. Wenn die Ausbreitung unkontrolliert weitergehe, werde das neuseeländische Gesundheitssystem „überflutet und zehntausende Neuseeländer werden sterben“, warnte Ardern.

10.48 Uhr: Mittlerweile haben 15 europäische Staaten Grenzkontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum eingeführt. Über das Wochenende kamen Belgien und Luxemburg hinzu, wie ein Sprecher der EU-Kommission mitteilte.

Neben Deutschland haben somit zwölf weitere EU-Staaten Kontrollen bei der Brüsseler Behörde gemeldet. Hinzu kommen die Schweiz und Norwegen, die ebenfalls zum Schengenraum gehören.

Die Kontrollen hatten in der vergangenen Woche mitunter zu Megastaus an den europäischen Binnengrenzen geführt. An der deutschen Grenze zu Polen staute der Verkehr sich zeitweise 60 Kilometer.

Coronavirus: Mehr als 26.000 Menschen in Deutschland infiziert – 106 Tote

10.34 Uhr: In Deutschland sind – Stand Montagmorgen – mehr als 26.000 Menschen infiziert. 106 Menschen sind im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gestorben.

Berlin meldete einen zweiten Coronavirus-Toten. Es handele sich um einen 70-jährigen Mann, teilte die Gesundheitsverwaltung am Montag mit.

10.24 Uhr: Gastgeber Japan rückt immer stärker von den Olympischen Spielen in diesem Sommer ab. „Wir sind nicht so blöd, die Olympischen Spiele wie geplant auszutragen“, sagte Yoshiro Mori, der Präsident des Organisationskomitees von Tokio, am Montag auf einer Pressekonferenz.

Japans Premierminister Shinzo Abe hatte zuvor von einer möglichen Verschiebung der Sommerspiele in seinem Land gesprochen. Vor dem Parlament in Tokio sagte er am Montag, dass damit gerechnet werden müsse. Von einer Absage könne aber keine Rede sein. „Es ist schwierig, Spiele unter diesen Umständen abzuhalten, wir müssen über eine Verschiebung entscheiden, wobei die Gesundheit der Athleten oberste Priorität hat“, sagte der Premierminister.

Die endgültige Entscheidung aber liege beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Coronavirus-Krise: Britische Streitkräfte liefern Hilfsgüter an Krankenhäuser

10.13 Uhr: In Großbritannien werden die Streitkräfte bei der Verteilung von Hilfsgütern an das medizinische Personal der staatlichen Kliniken eingesetzt. Ärzte und Krankenpfleger sollen mehr Schutzausrüstungen wie Masken, Schürzen, Sicherheitsbrillen und Handschuhe bekommen.

Gesundheitsminister Matt Hancock sagte am Montag dem britischen Sender BBC, dass er das Thema „sehr ernst“ nehme. Viele Artikel seien schon geliefert worden.

Fast 4000 Angestellte des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS (National Health Service) hatten zuvor in einem Brief in der „Sunday Times“ Premierminister Boris Johnson aufgefordert, das „Leben der Lebensretter“ zu schützen und den „unakzeptablen“ Mangel zu beseitigen.

So hatten sich Krankenschwestern in einer Londoner Klinik, in der viele Covid-19-Lungenkranke behandelt werden, in ihrer Not große Müllbeutel als Schutz über den Körper gezogen.

Es wird befürchtet, dass in Großbritannien die Lage schlimmer als in Italien werden könnte. Nach Regierungsangaben vom Sonntag haben sich mehr als 5680 Menschen nachweislich infiziert. Rund 280 Patienten im Alter von 18 bis 102 Jahren sind den Statistiken zufolge an dem Erreger gestorben.

9.46 Uhr: In Schleswig-Holstein ist die Zahl der bestätigten Infektionen weiter gestiegen. Nach Angaben der Landesregierung vom Montag wurden bis einschließlich Sonntag 467 Fälle gemeldet. Das sind 31 gemeldete Covid-19-Fälle mehr als einen Tag zuvor.

Weiterhin wurde seit Beginn der Pandemie ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung registriert.

9.31 Uhr: Saudi-Arabien hat eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Diese gilt auf Anordnung von König Salman ab Montag für die nächsten drei Wochen in der Zeit von 19 Uhr bis 6 Uhr, wie die amtliche Nachrichtenagentur SPA berichtete.

Ausnahmen gelten demnach für Beschäftigte des Gesundheitswesens und Sicherheitskräfte.

In Saudi-Arabien wurde das Coronavirus bislang bei 511 Menschen nachgewiesen, ein Todesfall wurde noch nicht vermeldet.

In dem Königreich gelten bereits massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Kinos, Einkaufszentren und Restaurants wurden geschlossen, Passagierflüge gestrichen und die Pilgerfahrt Umrah wurde ausgesetzt.

9.01 Uhr: Argentiniens Vizepräsidentin Cristina Kirchner ist am Sonntagabend (Ortszeit) zusammen mit ihrer Tochter Florencia aus Kuba zurückgekommen und hat sich wegen der Coronavirus-Pandemie gleich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Das berichteten argentinische Medien.

„Auch wenn Kuba kein Risikoland ist, werde ich bei der Ankunft die 14 Tage Isolierung erfüllen“, hatte Kirchner auf Twitter geschrieben. Wegen des sich rasch ausbreitenden Coronavirus hatte die Regierung des südamerikanischen Landes in der Nacht zum Freitag eine weitgehende Ausgangssperre verfügt.

Die Ex-Präsidentin verbrachte eine Woche auf Kuba, um die Rückkehr ihrer Tochter nach Argentinien vorzubereiten. Florencia Kirchner (29) war im Februar 2019 für einen Filmregie-Kurs nach Kuba gereist und dann auf der Karibikinsel geblieben, um sich wegen „posttraumatischen Stresssymptomen“ behandeln zu lassen.

8.51 Uhr: Medienberichten zufolge steht der Große Preis von Aserbaidschan vor einer Verschiebung. Der Grand Prix soll eigentlich am 7. Juni in Baku stattfinden. Die Verantwortlichen in Aserbaidschan sollen sich in einer Krisensitzung für die Verschiebung ausgesprochen haben.

Der Aufbau für das Stadtrennen sei aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie nicht mehr zeitlich einzuhalten. Der früheste Saisonstart wäre somit am 14. Juni mit dem Großen Preis von Kanada in Montréal.

Coronavirus-Krise kostet Deutschland Hunderte Milliarden

8.39 Uhr: Die Coronavirus-Krise könnte Deutschland nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts mehr als eine halbe Billion Euro und mehr als eine Million Jobs kosten. „Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag. „Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspricht Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro.“

„Auch am Arbeitsmarkt kommt es durch die Krise zu massiven Verwerfungen“, betont Fuest. „Diese stellen die Zustände auf dem Höhepunkt der Finanzkrise in den Schatten.“ Bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs könnten abgebaut werden, mehr als sechs Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen sein.

Die Krise werde zu Produktionsausfällen von Hunderten Milliarden Euro führen, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit „in die Höhe schnellen lassen und den Staatshaushalt erheblich belasten“, heißt es in einer Mitteilung des Wirtschaftsforschungsinstituts. „Es lohnt sich daher, quasi jeden denkbaren Betrag für gesundheitspolitische Maßnahmen einzusetzen“, betont Fuest.

Für einen zweimonatigen Teilstillstand der Wirtschaft errechnet das Ifo-Institut Kosten zwischen 255 und 495 Milliarden Euro. Bei drei Monaten sind es demnach 354 bis 729 Milliarden.

8.21 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Ausgangssperren in Bayern verteidigt. Das sei eine „sehr kleine Sache“, sagte Söder am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Er habe bereits am Freitag über Ausgangsbeschränkungen entschieden, die Regelung sei „eins zu eins mit Österreich umgesetzt“ worden und eine angemessene und notwendige Entscheidung gewesen.

Die Betroffenheit der Bundesländer sei unterschiedlich, sagte der CSU-Chef. „Wir haben viel mehr Tote, wir haben höhere Infektionen“, sagte er, deshalb müsse er als Ministerpräsident „ein Stück weit schneller reagieren“.

Auch bei Schulschließungen sei Bayern „ein Stück weit vorangegangen“, sagte Söder. „Ich glaube, dass allein die Tatsache, dass wir es am Freitag in Bayern beschlossen haben, über das Wochenende viele, viele Infektionen, die jetzt gekommen wären, verhindert hat.“

Mit Blick auf mögliche noch strengere Beschränkungen sagte Söder, er hoffe, dass man nun rechtzeitig reagiert habe, aber das könne niemand garantieren. Wichtig sei, gleichzeitig das deutsche Gesundheitssystem hochzufahren. „Wir haben vielleicht das beste der Welt, aber auch das wird überfordert sein, wenn wir jetzt nicht schnell reagieren.“

Coronavirus: Johannes B. Kerner über die Diagnose: „Ich hatte Angst“

8.10 Uhr: Johannes B. Kerner hat in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ über seine Quarantäne-Erfahrungen gesprochen. „Das ist etwas, was man irgendwann körperlich spürt. Die sozialen Kontakte kann man nicht digitalisieren. Das ist etwas anderes“, sagte der 55-Jährige über Videochat.

Er sei zuhause alleine gewesen. Als sein Sohn ihm etwas zu essen brachte, habe er das Bedürfnis gehabt, ihn zu umarmen. „Das war auch ein trauriger Moment.“

Er könne sich vorstellen, dass Menschen, die insgesamt nicht sehr stabil seien, wirklich unter der Isolation leiden. „Da sollten wir vorsichtig mit umgehen“, appellierte Kerner.

Der Moderator hatte am 13. März auf Instagram mitgeteilt, dass er positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde. Auch Cem Özdemir und Oliver Pochers Frau sind infiziert. Kerners Quarantäne ende am Montag. Er habe einen sehr flachen Verlauf gehabt, so der Moderator.

In der Sendung sprach er auch über die Diagnose: „Im ersten Moment bist du schockiert. Dann hast du Angst.“ Die Ärzte hätten ihn aber beruhigt: gesunder Mann, keine Vorerkrankungen.

7.53 Uhr: Aufatmen bei Familie Hanks: Der Schauspieler Tom Hanks und seine Ehefrau Rita Wilson befinden sich auf dem Weg der Genesung.

„Hey, Leute, zwei Wochen nach unseren ersten Symptomen fühlen wir uns besser“, schrieb der US-Schauspieler am Montag auf Twitter.

Der 63-Jährige appellierte zugleich an seine Fans, geltende Beschränkungen zur Reduzierung sozialer Kontakte zu beachten. „Es wird eine Weile dauern, aber wenn wir aufeinander achten, helfen, wo wir können, und auf ein paar Annehmlichkeiten verzichten... dürfte auch dies vorübergehen“, schrieb Hanks. „Wir können das schaffen.“

Hanks und Wilson waren vor etwa anderthalb Wochen während eines Australien-Aufenthalts positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden.

Coronavirus-Hilfe: Kabinett will umfassende Maßnahmen beschließen

6.03 Uhr: Zur Linderung der Folgen der Coronavirus-Krise will das Bundeskabinett am Montag umfassende Maßnahmen beschließen. Dabei geht es um große Schutzschirme für Unternehmen, Beschäftigte und Kliniken. Geplant sind umfangreiche Rechtsänderungen. Im Schnellverfahren soll dann am Mittwoch der Bundestag den Maßnahmen zustimmen, am Freitag der Bundesrat.

„Die umfassenden Maßnahmen, die heute im Kabinett auf den Weg gebracht werden, unterstützen Familien, Mieter, Arbeitnehmer, Selbstständige und Unternehmen ganz praktisch, schnell und unbürokratisch“, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil der Deutschen Presse-Agentur. Es seien gewaltige Summen, die Finanzminister Olaf Scholz (SPD) dafür aufbringe. Es seien aber auch gewaltige Herausforderungen. Die Bundesregierung plant einen Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro für 2020 und will dafür die Notfallregel bei der Schuldenbremse ziehen, um mehr finanziellen Spielraum zu haben.

Coronavirus-Pandemie: IOC überlegt Olympia-Verschiebung

5.35 Uhr: Die Anzeichen für eine historisch einmalige Verschiebung von Olympischen Sommerspielen wegen der Coronavirus-Pandemie mehren sich. Nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Sonntag erstmals Gedankenspiele dieser Art zugelassen und sich selbst einen Vier-Wochen-Zeitraum für die Entscheidung gegeben hatte, sprach auch Japans Premierminister Shinzo Abe von einer Verschiebung der Sommerspiele in seinem Land. Vor dem Parlament in Tokio sagte er am Montag, dass damit gerechnet werden müsse.

Von einer Absage könne aber keine Rede sein. „Es ist schwierig, Spiele unter diesen Umständen abzuhalten, wir müssen über eine Verschiebung entscheiden, wobei die Gesundheit der Athleten oberste Priorität hat“, sagte Premierminister Abe. Die endgültige Entscheidung aber liege beim IOC. Diskutiert werden offenbar drei Szenarien: Eine Verschiebung in den Herbst 2020, ein Verschiebung um ein Jahr und eine Verschiebung um zwei Jahre auf den Sommer 2022.

Kanada hatte schon den Verzicht auf eine Teilnahme an Olympischen Spielen in diesem Sommer verkündet; nur bei einer Verschiebung wolle das Land teilnehmen.

4.31 Uhr: Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek erwartet noch in diesem Monat einfachere und schnellere Tests auf das Coronavirus. „Was die Tests angeht wird sich die Lage bald entspannen“, sagte Ciesek der Deutschen Presse-Agentur. Ciesek ist eine der führenden Forscherinnen für Sars-CoV-2 in Deutschland und arbeitet am Klinikum der Frankfurter Goethe-Universität. Sie sei sehr hoffnungsvoll, dass es in den kommenden Wochen Tests geben werde, die nicht so anspruchsvolle Laborarbeit erfordern.

Coronavirus: „Schockierende Zahl“ von Infektionen in New York City

4.17 Uhr: In New York City steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter stark an. „Wir befinden uns an der Schwelle von 10.000 Fällen“, teilte der Bürgermeister von New York am Sonntag mit. Bill de Blasio sprach von einer schockierenden Zahl im „Epizentrum“ der Corona-Pandemie in den USA und warnte vor einer „neuen Realität“, die Wochen oder Monate andauern werde. Auf die mit knapp neun Millionen Einwohnern größte Stadt in den USA kommen damit rund ein Drittel der erfassten Covid-19-Fälle in den Vereinigten Staaten.

In dem besonders betroffenen US-Bundesstaat New York stieg die Zahl der Infizierten nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bis Sonntagabend (Ortszeit) auf knapp 15.800, 117 Menschen sind in dem Staat bereits an Covid-19 gestorben. Mehr Tests haben die Zahl der Corona-Fälle in New York in den letzten Tagen hochschnellen lassen.

2.56 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump die Einrichtung von Feldlazaretten in besonders stark betroffenen Regionen der Vereinigten Staaten angeordnet. Die Katastrophenschutzbehörde Fema werde die provisorischen Kliniken mit Kapazitäten von insgesamt 4000 Betten in den Bundesstaaten Kalifornien, New York und Washington einrichten, sagte Trump am Sonntag in Washington.

In Kalifornien sollen nach Angaben des Präsidenten acht Notlazarette mit insgesamt 2000 Betten installiert werden. In New York und Washington solle es insgesamt vier mobile Kliniken mit 2000 Betten geben. „Wir sind im Krieg, im wahrsten Sinne des Wortes im Krieg“, sagte Trump in einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Coronavirus: Städtetag nennt Kontaktverbot „richtig und verhältnismäßig“

1 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, das von Bund und Ländern beschlossene Kontaktverbot gutgeheissen. „Die Beschränkungen sind richtig und verhältnismäßig“, sagte der Leipziger Oberbürgermeister unserer Redaktion.

„Es geht darum, Menschenleben zu retten und unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Das muss so konsequent wie möglich geschehen.“ Die Kontaktbeschränkungen seien nötig, „damit sich nicht nur die große Mehrheit, sondern alle angemessen in der Corona-Krise verhalten“, betonte Jung. „Wir werden in den Städten mit unseren Ordnungsbehörden gemeinsam mit der Polizei sicherstellen, dass das verabredete Kontaktverbot umgesetzt wird.“

Jung begrüßte auch das Rettungspaket der Bundesregierung. „Diese Hilfen werden jetzt zwingend gebraucht, damit die Wirtschaft nicht ins Bodenlose abstürzt“, sagte der Städtetagspräsident. „Einzelhandel, Gastronomie, Klein-Gewerbe und Solo-Selbständige sind ein wichtiger Teil unseres städtischen Lebens. Ihre Existenz muss deshalb auch für die Zukunft gesichert werden.“ Daher sei die hohe Neuverschuldung des Bundes „absolut gerechtfertigt“.

"Kriegspräsident" Trump rüstet zum Kampf gegen Coronakrise
Kriegspräsident Trump rüstet zum Kampf gegen Coronakrise

China meldet erneut 39 aus dem Ausland eingeführte Virusfälle

2.37 Uhr: China kämpft weiterhin mit „importierten“ Coronavirus-Fällen: Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurden bei Menschen, die in das Land eingereist sind, 39 weitere Infektionen nachgewiesen. Insgesamt zählt China damit bislang 353 Infektionen durch sogenannte Coronavirus-Importe. Allerdings gab es nach den offiziellen Angaben erneut keine Infektion innerhalb des Landes mehr. Internationale Experten stellen diese Angaben immer wieder in Frage.

In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo das Virus Sars-CoV-2 sich ab Ende 2019 weltweit auszubreiten begann, starben den offiziellen Angaben zufolge weitere neun Menschen. Auf dem chinesischen Festland sind damit nach Angaben der Gesundheitskommission 3270 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. China als Ausgangspunkt ist mit mehr als 81.000 Infizierten weiter das am stärksten betroffene Land.

Sonntag, 22. März 2020: Coronavirus – Weltweit 330.000 Menschen infiziert

23.44 Uhr: Der wegen Sexualverbrechen zu 23 Jahren Haft verurteilte Ex-Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist laut US-Medienberichten positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der 68-Jährige sei nach der Diagnose in der Haftanstalt Wende im US-Bundesstaat New York isoliert untergebracht worden, meldete am Sonntag die Lokalzeitung „Niagara Gazette“ unter Berufung auf Behördenmitarbeiter. Die Sprecher Weinsteins wollten die Berichte nicht kommentieren.

Der einstige Hollywood-Mogul war erst am Mittwoch in das Hochsicherheitsgefängnis Wende gebracht worden, das rund 550 Kilometer nordwestlich der Stadt New York liegt. Zuvor war er in der Haftanstalt Rikers Island in New York City untergebracht. Weinstein war am 11. März wegen Vergewaltigung in einem minder schweren Fall und schwerer sexueller Nötigung zu 23 Jahren Haft verurteilt worden.

23.17 Uhr: Das Bürgerkriegsland Syrien hat seinen ersten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Die Infektion sei bei einem aus dem Ausland eingereisten Menschen festgestellt worden, sagte der syrische Gesundheitsminister Nisar Yasidschi am Sonntag im Staatsfernsehen.

Im Kampf gegen die Pandemie kündigte der Minister an, dass der gesamte private und öffentliche Verkehr in syrischen Städten ausgesetzt werde. Ab Dienstag dürften auch die Verbindungsstraßen zwischen den einzelnen Provinzen des Landes nicht mehr genutzt werden.

Coronavirus: Infektionszahlen steigen weltweit

21.53 Uhr: Trotz des weltweiten Kampfes gegen die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 haben sich nach Angaben von US-Experten fast 330.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Knapp 14 400 Covid-19-Tote seien bisher gezählt worden, berichteten die Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins am Sonntag weiter.

21.17 Uhr: Die offizielle Zahl der Coronavirus-Fälle in der Türkei ist auf mehr als 1000 gestiegen. Am Sonntag seien 289 Menschen positiv getestet worden, damit steige die Gesamtzahl der Infizierten auf 1236, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf Twitter mit. An einem Tag seien zudem neun Menschen an Covid-19 verstorben, damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf 30.

Insgesamt seien in der Türkei bislang 20.345 Menschen auf das Coronavirus getestet worden, teilte Koca weiter mit. In der Türkei, die wie Deutschland rund 83 Millionen Einwohner hat, werden damit vergleichsweise wenig Tests durchgeführt.

20.51 Uhr: In Berlin haben sich bis Sonntagnachmittag nachweislich 1071 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Das waren 46 Fälle mehr als am Vortag. Insgesamt gibt es damit erstmals weniger Neuinfektionen als in der vergangenen Woche mit teils mehr als 100 neu registrierten Ansteckungen pro Tag. Allerdings lag nun das Wochenende bei den Auswertungen dazwischen.

41 Menschen werden zur Zeit in Krankenhäusern behandelt, 20 von ihnen wegen schwerer Verläufe auf Intensivstationen. Das sind mehr als in den vergangenen Tagen. Ein hochbetagter Berliner Patient mit Vorerkrankungen, der mit Sars-CoV-2 infiziert war, ist gestorben.

Coronavirus-Pandemie verzögert Formel-1-Start

20.30 Uhr: Der Saisonstart in der Formel 1 verzögert sich wegen der Corona-Pandemie offenbar immer weiter. Wie das Fachmedium Autosport am Sonntag unter Berufung auf hochrangige Quellen berichtete, soll auch der achte WM-Lauf am 7. Juni in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku aufgrund der weltweiten Krise verschoben werden. Die Entscheidung werde am Montag offiziell bekannt gegeben.

19.56 Uhr: Auf einer Sondersitzung will das Bundeskabinett am Montag umfangreiche Hilfsmaßnahmen auf den Weg bringen, um Bürger und Unternehmen vor den Folgen der Corona-Krise zu schützen. Ein Nachtragshaushalt soll dem Bund erlauben, in diesem Jahr mehr als 150 Milliarden Euro neue Schulden aufzunehmen. Unternehmen und Selbstständige sollen unter einen Schutzschirm gestellt werden: Ein „Wirtschaftsstabilisierungsfonds“ soll dafür mit 400 Milliarden Euro ausgestattet werden. Weitere 200 Milliarden Euro sollen für Kredite und direkte Beteiligungen bereitgestellt werden.

Die Bedingungen für den Bezug von Hartz IV sollen gelockert werden. Das Bundesarbeitsministerium rechnet mit bis zu 1,2 Millionen neuen Beziehern. Mieter sollen vor dem Verlust ihrer Wohnung geschützt werden, wenn sie infolge der Krise mehr als zwei Monate mit der Miete in Rückstand geraten. Familien mit kleinem Einkommen sollen leichter den Kinderzuschlag erhalten. Krankenhäuser sollen stärker finanziell unterstützt werden. Die Vorlagen sollen in den kommenden Tagen im Eiltempo von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden. Hintergrund: Für diese Projekte will die Regierung in der Corona-Krise Milliarden ausgeben.

19.11 Uhr: Nach der von Bund und Ländern angeordneten umfassenden Reduzierung sozialer Kontakte zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist ein baldiger Neustart der Fußball-Bundesliga auch faktisch vom Tisch. Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündeten Einschränkungen des sozialen Lebens machen auch die Austragung sogenannter Geisterspiele ohne Zuschauer für mindestens zwei Wochen praktisch unmöglich.

Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga kommt am Dienstag zur Vorbereitung einer weiteren Mitgliederversammlung am 31. März zusammen, bei der das künftige Vorgehen beschlossen werden soll. Bislang hatten die 36 Profi-Clubs eine Zwangspause bis zum 2. April vereinbart, allerdings gleichzeitig verkündet, dass man nicht davon ausgehe, „dass der Spielbetrieb am ersten April-Wochenende wieder möglich sein wird“.

19.03 Uhr: Der Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus trägt in Österreich erste Früchte. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen stieg zwischen Samstag und Sonntag lediglich noch um 15 Prozent oder auf insgesamt 3244 Infektionen, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober mitteilte. Vor Beginn der weitreichenden Ausgangsbeschränkungen war es in der Spitze ein Anstieg um 40 Prozent an einem Tag gewesen.

19.01 Uhr: In Berlin-Schönefeld ist am frühen Sonntagabend eine Maschine mit rund 200 Touristen aus dem Coronavirus-Risikogebiet Ägypten gelandet. Die Urlauber kamen gegen 18.20 Uhr mit knapp einstündiger Verspätung am Flughafen in Brandenburg an, wie die Flughafengesellschaft auf Anfrage bestätigt. Der Landkreis Dahme-Spreewald, die Flughafengesellschaft und Hilfsorganisationen hatten die Ankunft seit dem Vormittag vorbereitet, hieß es zuvor in einer Mitteilung der Interministeriellen Koordinierungsstab Corona Brandenburg.

Es handelte sich nicht um ein Flugzeug im Rahmen der konzentrierten Rückholaktion für gestrandete deutsche Touristen der Bundesregierung. Alle Passagiere müssten zunächst in Quarantäne, da Ägypten laut dem Robert Koch-Institut (RKI) zu den Coronavirus-Risikogebieten gehört. Jeder Kontakt zu anderen Flugreisenden sollte verhindert werden, hieß es. Angehörige durften die Rückkehrer nicht direkt in Empfang nehmen.

Coronavirus: Bundeskanzlerin Angela Merkel muss sich in Quarantäne begeben

18.43 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Corona-Krise nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mit. Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Mehr dazu hier: Coronavirus: Merkels Arzt positiv – Kanzlerin in Quarantäne

18.36 Uhr: In Italien sind binnen 24 Stunden weitere 651 Menschen durch das Coronavirus ums Leben gekommen. Damit starben in dem EU-Land bereits fast 5500 Infizierte, wie der Zivilschutz am Sonntag mitteilte. Es ist die zweithöchste Tagesbilanz an Corona-Toten in Italien. Am Samstag hatte die Zahl der täglichen Todesopfer mit 793 einen neuen Rekord erreicht.

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in Italien stieg der Behörde zufolge am Sonntag um 5560 auf 59.158. Dies war ein Zuwachs von gut zehn Prozent im Vergleich zum Vortag.

18.33 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bevölkerung zu „Verzicht und Opfern“ im Kampf gegen die Corona-Krise aufgerufen. Das öffentliche Leben und die sozialen Kontakte müssten durch neue Abstandsregeln und Schließungen weiter reduziert werden, sagte Merkel bei der Vorstellung eines neuen Maßnahmenkatalogs von Bund und Ländern. „So retten wir Leben“, betonte sie.

Kernpunkt der Vereinbarung sei die neue Abstandsregelung, wonach Menschen in der Öffentlichkeit einen Mindestabstand „von mindestens 1,5 Metern, besser noch zwei Metern“ einzuhalten haben, sagte die Kanzlerin. Ausgenommen davon seien Angehörige des eigenen Hausstands. Versammlungen von mehr als zwei Menschen seien verboten – auch hier sind Angehörige des eigenen Hausstands ausgenommen.

„Es ist das allerwichtigste, dass die Abstandsregeln eingehalten werden“, sagte Merkel. „Mit einem bestimmten Abstand reduziert sich das Infektionsrisiko nahezu auf Null“, sagte sie weiter. Es mache einen „Riesenunterschied“, ob ein halber Meter oder anderthalb Meter Abstand eingehalten würden. „Jeder soll seine Bewegungen und sein Leben für die nächsten Wochen nach diesen klaren Vorgaben organisieren.“

Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Nachmittag in einer Telefonkonferenz beraten, welche weitere Einschränkungen vorgenommen werden müssen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Zuvor hatten bereits Bayern und das Saarland weitreichende Ausgangsbeschränkungen erlassen.

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