Toten Hosen: Was Campino über ein Ende seiner Band denkt

Düsseldorf/Berlin.  Die Toten Hosen sind seit mehr als 35 Jahren erfolgreich. Frontmann Campino denkt darüber nach, wie lange seine Band noch weitermacht.

Der Frontmann der Toten Hosen, Campino, sagt über seine Band: „Das Ende muss jetzt nicht mehr in unendlicher Ferne sein.“

Der Frontmann der Toten Hosen, Campino, sagt über seine Band: „Das Ende muss jetzt nicht mehr in unendlicher Ferne sein.“

Foto: imago stock&people / imago/APress

Ist das Ende der Toten Hosen absehbar? Zumindest beschäftigt sich Sänger Campino offenbar mit dem Gedanken, wie lange seine Band noch weitermachen wird. „Der Begriff ,Bis zum bitteren Ende’ wird natürlich mit der Zeit immer gruseliger. Aber wir sind Realisten. Das Ende muss jetzt nicht mehr in unendlicher Ferne sein“, sagte der 57-Jährige der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwoch).

Der Musiker zieht Vergleiche, um seine Gedanken anschaulicher zu machen. „Verglichen mit einem Fußballspiel befinden wir uns jetzt vielleicht schon in der 82. Minute“, erklärte der bekennende Fan von Fortuna Düsseldorf und dem FC Liverpool. „Wir führen aber 3:1 – wir können uns also ganz ruhig den Ball hin und her schieben“, fügte Campino hinzu.

Sorge hat er offenbar davor, am Ende einen unwürdigen Abgang hinlegen zu müssen. „Wir fänden es schön, wenn uns unsere Freunde darauf aufmerksam machen, ab wann es langsam peinlich wird.“

Campino: Toten Hosen haben „keine Ermüdungserscheinung“

Der Toten-Hosen-Frontmann, der seit März offiziell Brite ist, betonte allerdings im selben Atemzug: „Noch können wir jedenfalls mithalten. Wir sehen das an den Festivals, wo wir uns ja auch mit anderen, auch jüngeren Gruppen messen müssen – solange wir da noch so beliebt sind, haben wir das Gefühl, noch richtig zu liegen.“

Fans, die nun Angst haben, die Toten Hosen könnten bald hinschmeißen, beruhigt Campino: „Es gibt also keine Ermüdungserscheinungen.“ Erst im März dieses Jahres sah das noch anders aus: Damals hatte Sänger Campino nach einem Hörsturz kurzzeitig Panik vor dem vorzeitigen Karriere-Ende.

Die Toten Hosen gaben 1982 ihr erstes Konzert und „lieferten sich hier und da eine Straßenschlacht mit der Polizei“, wie es auf der Homepage der Band heißt. Spätestens den 1990er Jahren errangen sie den Status als Rockstars, feierten aber auch einen traurigen Tiefpunkt ihrer Karriere: Ausgerechnet bei ihrem 1000. Konzert starb im Gedränge ein 16-jähriges Mädchen.

Den größten Hit landeten die Hosen mit „Tage wie diese“ im Jahr 2012; der Song wurde noch erfolgreicher als „Hier kommt Alex“ oder „10 Kleine Jägermeister“. An diesem Freitag veröffentlichen die Toten Hosen ihr neuestes Werk, das zweite Akustik-Album „Alles ohne Strom“. (jkali/dpa)

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