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Kabelfernsehen: Vodafone stellt in Braunschweig TV-Frequenzen um

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In Braunschweig führt Vodafone die Frequenzumstellung in der Nacht vom 27. auf den 28. September durch.

In Braunschweig führt Vodafone die Frequenzumstellung in der Nacht vom 27. auf den 28. September durch.

Foto: Federico Gambarini / dpa

Braunschweig.  Bis zu 350 TV- und Hörfunksender erhalten im Kabel-Glasfasernetz eine neue Frequenz. Was müssen Kunden im Zuge der Umstellung beachten?

Mehr als 13 Millionen Fernseh-Kunden hat Vodafone bundesweit – und etliche davon auch in Braunschweig. Für sie steht jetzt eine Änderung bevor: Wie der Netzbetreiber mitteilt, erhalten bis zu 350 TV-Sender und Hörfunkprogramme eine andere Frequenz. „Um das Programmangebot wie gewohnt zu empfangen, ist nach der Umstellung ein Sendersuchlauf erforderlich“, kündigt Vodafone an. In vielen Fällen werde dieser automatisch vom TV-Receiver durchgeführt.

In Braunschweig findet die Frequenzumstellung in der Nacht vom 27. auf den 28. September statt (Dienstag auf Mittwoch). Lars Riedel, Leiter TV Entertainment bei Vodafone: „Da wir immer nachts umstellen und die meisten TV-Endgeräte automatisch einen Sendersuchlauf durchführen, werden viele unserer Kunden von der Umstellung überhaupt nichts mitbekommen. Durch das einheitliche Frequenzspektrum erhalten wir einen größeren technischen Gestaltungsspielraum und steigern die Leistungsfähigkeit des Netzes. Dadurch können unsere Kunden auch zukünftig von unserem vielfältigen Unterhaltungsangebot für GigaTV und höheren Datenraten profitieren.“

Vodafone: Bei älteren Empfangsgeräten kann ein Sendersuchlauf notwendig sein

Empfangsgeräte von Vodafone, Unitymedia oder Sky sowie moderne Fernsehgeräte finden die Sender nach der Umstellung automatisch, erläutert Riedel. Vodafone empfiehlt seinen Kunden, ihre Empfangsgeräte und den Kabel-Router zum Umstellungszeitpunkt nicht vom Stromnetz zu trennen und am Morgen nach der Umstellung zu prüfen, ob alle Sender wie bisher zu empfangen sind.

„Dies sollte vor allem bei Vodafone-eigenen Endgeräten der Regelfall sein, da sich die Sendeplätze (LCN-Nummern) nicht verändern“, sagt er. „Bei älteren Empfangsgeräten von anderen Anbietern kann jedoch ein Sendersuchlauf notwendig sein. Je nach Gerät kann es erforderlich sein, Favoritenlisten anzupassen und Aufnahmen neu zu programmieren, damit alles wie gewohnt funktioniert.“

Bundesweit betreibt Vodafone fünf große Sendezentren

Über die Umstellung habe Vodafone die Kunden im Vorfeld per Brief oder via E-Mail, über Hausaushänge, SMS und Social-Media informiert. Informationen und Hilfestellungen zur Frequenz-Umbelegung gebe es zudem auf der Serviceseite www.vodafone.de/frequenzumbelegung oder über die Telefonhotline unter der Nummer (0800) 10 70 830.

Zur Verbreitung des Fernsehsignals unterhält Vodafone insgesamt fünf große Sendezentren. Sie stehen dem Unternehmen zufolge in Frankfurt-Rödelheim, München, Kerpen bei Köln, Stuttgart und Mannheim. „In den Sendezentren werden die ankommenden Daten der TV-Sender in sendefähige Signale aufbereitet und fließen dann von dort weiter in das regionale Verteilnetz“, so Vodafone.

Dort stehen die sogenannten „Hubs“. „Dies sind regionale Technik-Standorte, die die verschiedenen Regionen und Einzugsgebiete mit dem digitalen TV-Signal versorgen. Zudem werden hier regionale TV-Programme dem Datenstrom hinzugefügt.“

Ziel: Mehr Leistung und höhere Datenraten

Vodafone gleiche nun das bislang regional unterschiedlich genutzte TV-Frequenzspektrum im Kabel-Glasfasernetz netzweit an. Über mehrere Monate hinweg würden bei den insgesamt 13 Millionen TV-Kunden bundesweit die TV- und Hörfunksender umgestellt. Das Ziel sei es, langfristig einen größeren Gestaltungsspielraum für mehr Leistung und höhere Datenraten zu erhalten.

Über die TV- und Entertainment-Plattform GigaTV biete Vodafone Zugang zu mehr als 100 Free-TV- und mehr als 130 Pay-TV-Sendern und eine Mediatheken-Auswahl. „Viele dieser Programme werden in HD-Qualität ausgestrahlt“, so das Unternehmen. „Zudem liefert das Kabel mit einer Internet-Geschwindigkeit von bis zu 1000 Mbit/s die perfekte Grundlage, um die Inhalte der populärsten Streaming-Anbieter ruckelfrei abzurufen.“

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