Architektur in Wolfsburg

Café öffnet zur Alvar-Aalto-Week in der Wolfsburger Innenstadt

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Die Gestaltungsidee für das temporäre Café im Alvar-Aalto-Kulturhaus in Wolfsburg setzt auf helle Farben und stellt durch das Motiv der Architekturzeichnung einen Bezug zum Architekten Alvar Aalto her.

Die Gestaltungsidee für das temporäre Café im Alvar-Aalto-Kulturhaus in Wolfsburg setzt auf helle Farben und stellt durch das Motiv der Architekturzeichnung einen Bezug zum Architekten Alvar Aalto her.

Foto: Olga Plinzner und Chiara Petz

Wolfsburg.  Das Alvar-Aalto-Kulturhaus wird 60 Jahre alt. Studierende haben aus diesem Anlass ein Pop-Up-Café entworfen. Die Stadt gibt einen ersten Einblick.

Der finnische Architekt Alvar Aalto gehört nicht nur für Kenner zu den Ikonen der Architekturgeschichte. Mit dem Alvar-Aalto-Kulturhaus, der Heilig-Geist-Kirche und dem Stephanus-Gemeindezentrum hat er in Wolfsburg so viele Bauten wie in keiner anderen Stadt außerhalb Finnlands realisiert. Zehn Jahre hatte Aalto zwischen 1958 und 1968 in der VW-Stadt gewirkt.

Ende August jährt sich die Eröffnung des Alvar-Aalto-Kulturhauses in Wolfsburg zum 60. Mal. Aus diesem Anlass richtet das Forum Architektur gemeinsam mit dem internationalen „Alvar Aalto Cities Network“ vom 1. bis zum 11. September die erste „Alvar Aalto Week“ außerhalb Finnlands aus. Geplant ist neben einem Kulturprogramm auch ein Café...

Temporäres Café öffnet in der Wolfsburger Innenstadt

Gemeinsam mit zahlreichen Beteiligten und Mitwirkenden ist ein umfangreiches Kultur- und Architekturprogramm rund um den finnischen Architekten und seine drei Wolfsburger Bauten in Planung. Ein besonderer Ort der „Alvar Aalto Week“ nimmt in diesen Wochen langsam konkretere Formen an, wie die Stadt Wolfsburg mitteilte. Ein Pop-Up-Café am Eingang des Alvar-Aalto-Kulturhauses in der Porschestraße soll das Gebäude während der Veranstaltungswoche zentraler Anlaufpunkt für alle Interessierten sein.

In einem Entwurfsprojekt des Studiengangs Innenarchitektur an der Hochschule Hannover haben Studierende nun Ideen für das temporäre Café entwickelt, heißt es weiter. Ausgewählt wurde der Entwurf von Olga Plinzner und Chiara Petz, die sich auch in die Planung für die Umsetzung weiter einbringen werden. Auch ein Betreiber für das Pop-Up-Café sei bereits gefunden: Sebastian Fork und sein Team vom Amsel Kaffee werden die Gäste während der Alvar Aalto Week mit Kaffee und anderen Getränken versorgen.

Das gestalterische Konzept der beiden Studentinnen setze auf helle, natürliche Farben und Materialien. Das Motiv der Architekturzeichnungen Alvar Aaltos diene als Blickfang. Damit haben sie das Auswahlgremium aus Mitarbeitenden des Baudezernats, der Denkmalpflege und des Geschäftsbereich Kultur unter Leitung von Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide überzeugt.

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Förderanträge zur Finanzierung des Projekts

„Mit ihrem Entwurf haben die beiden ein gutes Gespür für die Qualitäten des Raumes gezeigt“, erläutert Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide die Entscheidung. „Wir werden das sehr schöne Konzept nicht komplett umsetzen können, uns aber eng daran orientieren“, ergänzt Nicole Froberg, Leiterin des Fachbereichs Baukultur und Denkmalpflege. Zur Finanzierung des Projekts wurden Förderanträge beim Bauministerium des Landes Niedersachsen und beim Verein zur Förderung der Baukunst gestellt.

Von innen soll das temporäre Café einen Ausblick auf das Treiben auf dem Wolfsburger Marktplatz bieten, während verteilte Ausstellungstafeln im Außenraum Passanten auf Angebot aufmerksam machen. Das Café ist aber nicht nur als Info- und Treffpunkt für die Veranstaltungswoche gedacht. Es soll vor allem neue Aufmerksamkeit auf das Gebäude lenken. „Wir wollen einen Anreiz schaffen, auch unabhängig von Veranstaltungen in das Kulturhaus zu kommen und zu entdecken, was für ein besonderer Ort und architektonischer Schatz hier im Zentrum der Stadt liegt“, sagt Nicole Froberg.

Auch Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide verspricht sich positive Effekte von dem Projekt: „Mit der Einrichtung eines zeitlich begrenzten Café-Betriebes können wir erproben, wie sich das Kulturhaus wieder stärker mit dem öffentlichen Raum vernetzen und zu einem lebendigen Anlaufpunkt in der Innenstadt werden kann.“

Weitere Informationen zur Alvar-Aalto-Week 2022 in Wolfsburg gibt es hier.