„Homeschooling“ in Niedersachsen hakt teilweise gewaltig

Hannover.   Störungen auf Schulplattform „IServ“ haben das Homeschooling gerade zu Schulbeginn im Lockdown streckenweise unmöglich gemacht.

Über Iserv bleiben Lehrer mit ihren Schülern in Kontakt, können sie mit Aufgaben versorgen und Videokonferenzen abhalten.

Über Iserv bleiben Lehrer mit ihren Schülern in Kontakt, können sie mit Aufgaben versorgen und Videokonferenzen abhalten.

Foto: Ulrich Perrey / dpa

Mit Beginn des „Homeschoolings“ nach den Weihnachtsferien ist es auch in Niedersachsen zu erheblichen Störungen bei der Schulplattform „IServ“ gekommen. Das bestätigte ein Sprecher des Kultusministeriums. Die Plattform soll teilweise nicht erreichbar gewesen sein.

Auch bei anderen Platformen gab es Beeinträchtigungen

Erhebliche Beeinträchtigungen gab es auch in anderen Bundesländern, auch bei anderen Plattformen. Über Iserv werden unter anderem Videokonferenzen und Chats abgewickelt. „Wir bedauern die Störung der technischen Abläufe“, das Problem sei behoben, hieß es in einer Erklärung von Iserv. Die Störung habe sich auf das Videokonferenzen-Modul bezogen, alle anderen Funktionen seien dank des dezentralen Ansatzes problemlos gelaufen.

Ein Sprecher des Kultusministeriums erklärte, die Niedersächsische Bildungscloud NBC sei weitgehend stabil gelaufen. Auf lokale Netzprobleme einer Schule oder Stadt und auf private Anbieter habe man keinen Einfluss. Man gehe aber davon aus, dass die Probleme bei Iserv behoben würden. Auch in der Region Braunschweig klagten Eltern über gestörte Videokonferenzen, Fehlermeldungen und Schwierigkeiten zeitweise E-Mails abzurufen.

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FDP kritisiert mangelnden Schutz der Schüler

Der FDP-Landtagsabgeordnete Björn Försterling hat unterdessen der Landesregierung Versäumnisse beim Schutz der Schüler vor dem Coronavirus vorgeworfen. „In vielen Teilen der Landesverwaltung werden Räume mit Luftfiltern nachgerüstet und damit sicherer gemacht. Nur die Schulen bleiben mal wieder außen vor“, sagte Försterling. Das Land setze auf Schließungen, statt die Schulen pandemiesicher zu machen.

Hintergrund ist die Antwort der Landesregierung auf eine FDP-Anfrage im Landtag. Laut FDP wurden unter anderem auch die Räume des Corona-Krisenstabs im Innenministerium mit Luftfiltern ausgestattet. In anderen Bereichen, etwa im Kultusministerium und Schulbehörden, werden sie laut der Liste allerdings nicht eingesetzt. Das Land verfolgt für die Schulen das Konzept des Stoßlüftens. Luftfilter werden allenfalls als „Ergänzung“ gesehen.

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