Giftige Blaualgen werden in Niedersachsen zur Gefahr

Ein Algenteppich schwimmt im Jahr 2018 auf der Havel

Ein Algenteppich schwimmt im Jahr 2018 auf der Havel

Foto: (Archiv) Ralf Hirschberger / ZB

Hannover.  Bei Hitze lockt der Sprung in kühle Seen. Dort können sich bei Wärme allerdings auch Blaualgen ausbreiten – und zur Gefahr für die Badenden werden.

An Niedersachsens Badeseen treten derzeit vermehrt gesundheitsgefährdende Blaualgen auf. An mehreren Seen wird vor ihnen gewarnt und am Laascher See (Kreis Lüchow-Dannenberg) besteht wegen massenhaft Blaualgen sogar ein Badeverbot an der Badestelle II, wie der Badegewässer-Atlas auflistet (Stand Montag, 18.00 Uhr). Bei einer Laboruntersuchung waren bestimmte Blaualgen nachgewiesen worden, die nach dem Verschlucken Durchfall, Erbrechen, Schwindel und Benommenheit verursachen können.

Biologisch gesehen sind Blaualgen Bakterien. Ursachen eines starken Wachstums können ein hoher Phosphatgehalt und sommerliche Temperaturen sein.

Diese Gewässer sind in Niedersachsen von Blaualgen betroffen

Am Montag veröffentlichte der Kreis Friesland eine Warnung für den Sander See – Baden sei dort wegen Blaualgen nicht empfohlen. Vor hohen Anteilen warnen die Gesundheitsämter laut Badegewässer-Atlas derzeit auch an Badestellen am Doktorsee in Rinteln (Kreis Schaumburg), am See im Maschener Moor (Kreis Harburg) sowie am Ricklinger Bad und Siebenmeterteich in Hannover. Betroffen sind auch das Zwischenahner Meer (Kreis Ammerland), der Dümmer See (Kreis Diepholz) und der Otterstedter See (Kreis Verden).

Je nach Wind- und Wetterverhältnissen kann es zu Ansammlungen kommen. Das Baden in Bereichen mit sichtbaren Schlieren sollte dann vermieden und besonders spielende Kinder und auch Hunde sollten beaufsichtigt werden. Bei Kontakt können Blaualgen auch zu Hautreizungen führen.