Getötete aus der Weser ist eine 19-Jährige aus Schöningen

Schöningen.  Die junge Frau, deren Leiche Ende April bei Balge im Kreis Nienburg in der Weser gefunden wurde, stammt aus Schöningen.

Polizeitaucher suchten nach Hinweisen (Symbolbild).

Polizeitaucher suchten nach Hinweisen (Symbolbild).

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Nach Informationen unserer Zeitung und einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge handelt es sich bei der Getöteten um eine 19-Jährige. Die „Bild“-Zeitung gibt den Namen des Opfers mit „Andrea K.“ an.

Die „Bild“-Zeitung berichtete außerdem, dass die Frau noch gelebt haben könnte, als sie mit auf dem Rücken gefesselten Händen und mit Betonplatten beschwert ins Wasser geworfen wurde. Die Staatsanwaltschaft Verden und die Polizei in Nienburg wollen Einzelheiten des tödlichen Geschehens mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen weder preisgeben noch kommentieren. Sie machen auch keine Angaben zum Todesopfer. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden bestätigte am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung lediglich, dass die Identität des Todesopfers geklärt sei. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen seien überdies noch nicht abgeschlossen, so der Sprecher.

Die „Bild“-Zeitung spricht in ihrem Online-Portal davon, dass Andrea K. Mutter zweier Kinder (2 und 3 Jahre) gewesen sei, die von einer Pflegefamilie betreut würden. Die Getötete sei in Heimen aufgewachsen und später in die Prostitution abgerutscht, so die „Bild“-Zeitung, die den Bruder der 19-Jährigen bezüglich seines letzten Telefonats mit seiner Schwester zu Wort kommen lässt.

Die Leiche der Schöningerin war am 28. April im Wasser des Schleusen-Kanals nahe Balge von Binnenschiffern entdeckt worden. Weil schnell klar war, dass die Frau das Opfer eines Gewaltverbrechens geworden war, bildete die Polizei die Mordkommission „Anker“. Ein Spezialboot und Polizeitaucher kamen zum Einsatz. Mit deren Hilfe wurde im Schleusen-Kanal und in den Uferbereichen nach weiteren Spuren gesucht. Das bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden am Donnerstag. Zu dem Ergebnis der Spurensuche machte er keine Angaben – aus den erwähnten Gründen.

Offen bleibt damit vorerst auch, ob die Ermittler bereits einen konkreten Verdacht haben. Die „Bild“-Zeitung äußert in ihrem Bericht die von offizieller Seite nicht bestätigte Vermutung, dass der Ex-Freund der Getöteten unter Verdacht stehen solle.

Unterdessen kursiert auf Facebook ein Spendenaufruf für die Familie von Andrea K. – es geht dabei um die Bestattungskosten.

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