Freude über den Storchennachwuchs in Leiferde

Leiferde.  In acht Dörfern im Landkreis Gifhorn sind die ersten Jungstörche zur Welt gekommen – In Tülau brütet nach mehr als 50 Jahren erstmals wieder ein Paar.

Nicht nur Mai und Fridolin freuen sich über den Storchennachwuchs im Leiferde: Das gesamte Team des Artenschutzzentrums und viele Interessierte verfolgen das Geschehen um die drei Jungstörche via Livecam.

Nicht nur Mai und Fridolin freuen sich über den Storchennachwuchs im Leiferde: Das gesamte Team des Artenschutzzentrums und viele Interessierte verfolgen das Geschehen um die drei Jungstörche via Livecam.

Foto: Dirk Kühn / Screenshot

Der erste Storchennachwuchs im Landkreis Gifhorn ist da! In acht Orten im Landkreis haben der Storchenbeauftragte Hans-Jürgen Behrmann und seine Helfer die ersten Jungstörche registriert. Neben Rothemühle, Triangel, Dannenbüttel, Osloß, Wahrenholz und Wesendorf gehören auch die Leiferder Störche dazu – sowohl auf dem Schornstein des Artenschutzzentrum als auch auf dem Freigelände auf dem Masten.

„Mit großer Freude haben die Mitarbeiter, allen voran Lisa Tonagel, die von zu Hause die Aktivitäten auf dem Schornsteinnest via Storchencam verfolgte, sowie viele Beobachter der Webcam am Sonntag beobachtet, dass bei Fridolin und Mai zwei kleine Störche geschlüpft waren“, berichtet Bärbel Rogoschik vom Nabu-Artenschutzzentrum. Am Montag sei sogar noch ein weiterer Jungstorch dazugekommen.

Auch auf der Nisthilfe im nördlichen Teil des Freigeländes sind seit Freitag drei kleine Störche im Nest. Auf dem neuen Mast, der im Herbst letzten Jahres errichtet wurde, wird auch fleißig gebrütet und es ist anzunehmen, dass dort ebenfalls schon Nachwuchs vorhanden ist. „Es hätte alles auf den Punkt gepasst“, so Rogoschik, „denn am Sonntag wäre unser Storchenfest gewesen. Leider können wir noch keine Besucher auf unser Gelände lassen. Wir bekommen so viele Anfragen aber momentan haben wir noch geschlossen“.

Die Mitarbeiter hoffen diese Woche auf Regen, da die Jungstörche Regenwürmer, Insekten und Kaulquappen als Nahrung benötigen. Wer das Familienleben von Fridolin und Mai von zu Hause verfolgen möchte, kann dies über die Webcam des Nabu-Artenschutzzentrums unter www.nabuzentrum-leiferde.de tun.

Groß ist die Freude auch in Tülau. Dort gibt es zwar noch keinen Nachwuchs, aber nach über 50 Jahren brütet erstmals wieder ein Storchenpaar in Tülau-Fahrenhorst. Bereist Anfang April haben sich die beiden Störche auf der Nisthilfe am Bienenlehrpfad niedergelassen. Altbürgermeister Herbert Lange freut sich über die erfolgreiche Wiederansiedlung besonders. 2004 sei die Nisthilfe errichtet worden, immer mal wieder habe sich ein Storch niedergelassen – jetzt hat dort ein Paar zusammengefunden.

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