Corona im Landkreis Wolfenbüttel: Die Fakten auf einen Blick

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Impfkommission empfiehlt flexiblere Reihenfolge bei Corona-Impfungen

Impfkommission empfiehlt flexiblere Reihenfolge bei Corona-Impfungen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) plädiert dafür, die Reihenfolge bei den Corona-Impfungen nicht allzu starr einzuhalten. In allen Impfzentren sollte es Listen dafür geben, "wer an die Reihe kommt, wenn Dosen übrig bleiben", sagte Stiko-Chef Thomas Mertens in einem Interview.

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Wolfenbüttel.  Der Inzidenzwert im Landkreis liegt bei 122,1. Der Landkreis Wolfenbüttel erklärt sich zur Hochinzidenz-Kommune.

Die Corona-Pandemie hat den Landkreis Wolfenbüttel nach wie vor im Griff. Die Zahl der Infizierten ist weiterhin hoch. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat die Landesregierung eine aktuelle Allgemeinverfügung erlassen. Im Folgenden berichten wir über die Konsequenzen für den Landkreis Wolfenbüttel und die aktuellen Geschehnisse.

Corona in Wolfenbüttel: Wie lauten die aktuellen Zahlen?

Die aktuellen Corona-Zahlen im Landkreis Wolfenbüttel (Stand: 16. April):

  • Im Landkreis Wolfenbüttel sind 2331 (+29) Fälle nachgewiesen worden.
  • Davon sind mittlerweile 1940 (+16) Personen wieder genesen
  • 301 (+12) Personen sind aktuell mit dem Virus infiziert.
  • 90 (+1) Personen sind verstorben.
  • Der Inzidenz-Wert liegt bei 122,1 (Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den letzten sieben Tagen).

Fallzahlen der Samt- und Einheitsgemeinden sowie der Stadt Wolfenbüttel

  • Stadt Wolfenbüttel: 1047 (+16)
  • Gemeinde Cremlingen: 150 (+1)
  • Gemeinde Schladen-Werla: 176 (+1)
  • Samtgemeinde Baddeckenstedt: 260 (+5)
  • Samtgemeinde Elm-Asse: 342 (+4)
  • Samtgemeinde Oderwald: 113 (+2)
  • Samtgemeinde Sickte: 243 (+0)

Alle tagesaktuellen Zahlen vom Landkreis gibt es hier.

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Der Lockdown in Wolfenbüttel

Die Kindertageseinrichtungen sind seit Anfang März geöffnet für den eingeschränkten Regelbetrieb („Kita-Szenario B“). Die Kitas sind damit im Grundsatz geöffnet und bieten Betreuung in Regelgruppengröße an, aber ohne Gruppenmischung. Seit dem 15. März ist der Schulbereich geöffnet für Unterricht im Wechselmodell nach Szenario B für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-7 sowie den Schuljahrgang 12. Beträgt der Inzidenzwert über 100 sind die vorgenannten Öffnungen nicht möglich. Dann bleibt es bei der Öffnung nur von Grundschulen, Förderschulen für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung und Abschlussklassen. Die Kitas bieten eine Notbetreuung bis 50 Prozent an.

Seit dem 8. März dürfen Buchhandlungen und Büchereien öffnen. Außerdem gibt es jetzt erweiterte Regelungen für Fahr- und Flugschulen.

Der Einzelhandel kann im ersten Schritt zum 8. März über das sogenannte Terminshopping („Click & Meet“) geöffnet werden. Danach ist die Beratung und der Verkauf von jeglicher Ware in Geschäftsräumen nach vorheriger Terminvereinbarung und unter Wahrung des Abstandsgebots möglich,

Es gilt aber weiterhin: In Geschäften und ÖPNV eine medizinische Maske tragen und, wenn möglich, ins Homeoffice zu wechseln.

Gibt es eine Maskenpflicht in Wolfenbüttel?

Die kurze Antwort lautet: Ja. Seit dem 29. Oktober gilt in der Stadt Wolfenbüttel die Pflicht zum Tragen einer Maske. Diese ist räumlich beschränkt auf die Lange Herzogstraße, die Bärengasse, die Krambuden, den Stadtmarkt, den Großen Zimmerhof und die Löwenstraße. Sie gilt täglich zwischen 7 und 23 Uhr. Verstöße gegen diese gelten als Ordnungswidrigkeit und werden mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet. In der Fußgängerzone darf eine Alltagsmaske getragen werden. Sobald aber ein Geschäft betreten wird, muss eine FF2-Maske oder OP-Maske getragen werden.

Wolfenbütteler Polizei und Ordnungsdienst kontrollieren regelmäßig in der Fußgängerzone

Auch in Hornburg gilt eine Maskenpflicht. In der Marktstraße sind von 9 bis 18 Uhr jederzeit die Atemwege zu bedecken. Das bestimmen die Verordnungen der jeweiligen Städte.

Die Verordnung des Landes, die auch für den Kreis als Ganzen gilt, sieht ebenfalls Masken vor. In Geschäften und Verkehrsmitteln des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) gilt demnach eine Maskenpflicht. Die Fahrer der Verkehrsmittel sind ausgenommen. Bei Veranstaltungen, Versammlungen und ähnlichen Events im Freien muss ebenfalls eine Maske getragen werden.

Als Maske kann ein handelsüblicher Mundschutz, aber auch ein Schal, ein Tuch oder ein Buff genutzt werden. Bedingung ist, dass die Maske Mund und Nase bedeckt und eng anliegt. So können Tröpfcheninfektionen durch Husten oder Niesen verhindert werden.

Wichtig: In den Geschäften und Läden sind ausschließlich FFP-2-Masken oder medizinische Masken erlaubt.

Ausnahmen: Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist und dies durch ein ärztliches Attest oder ein vergleichbare amtliche Bescheinigung glaubhaft machen können, und Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres sind von der Verpflichtung ausgenommen.

Wer wird auf Corona getestet?

Die Entscheidung, wer getestet wird, trifft der Hausarzt, beziehungsweise der Bereitschaftsarzt. Die Ärzte orientieren sich dabei an den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes (RKI). Die Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie etwa erhöhte Temperaturen, Fieber, Halsschmerzen, Husten oder Kurzatmigkeit. Wenn diese Symptome vorliegen und wenn eine dieser beiden Kriterien zutrifft, sollte eine Testung erfolgen: wenn es bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem bestätigten positiven Fall gab oder wenn es Hinweise auf eine Lungenentzündung (Pneumonie) und einen Zusammenhang mit anderen gehäuft aufgetretenen Lungenentzündungen in einer Pflegeeinrichtung oder Krankenhaus gibt. Beide oben genannte Konstellationen sind sogenannte begründete Verdachtsfälle.

Wer kommt in Quarantäne?

In Quarantäne kommen alle Menschen, die getestet werden UND die Menschen, die Kontakt mit einem nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen hatten. Die zuletzt genannte Gruppe ist ansteckungsverdächtig, ohne bereits krank zu sein. Das Gesundheitsamt ordnet die Quarantäne an. In der Regel sollen sich die betroffenen Menschen zu Hause isolieren. Schwerkranke werden gegebenenfalls im Klinikum isoliert.

Was passiert während einer Quarantäne?

Während einer Quarantäne darf das Haus nicht verlassen werden – auch nicht für kurze Zeit oder um Besorgungen zu erledigen. Betroffene können Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn bitten, ihnen zu helfen und beispielsweise Lebensmittel zu besorgen, die dann vor der Haustür abgestellt werden können. Sollte dies nicht möglich sein, kann das Gesundheitsamt über das Deutsche Rote Kreuz eine Versorgung veranlassen. Um den Gesundheitszustand der Betroffenen im Blick zu behalten, stehen das Gesundheitsamt und die Betroffenen in Kontakt. Sollten sich Symptome, wie beispielsweise eine erhöhte Körpertemperatur, abzeichnen, wird ein Test auf das Coronavirus veranlasst.

Auch in der Quarantäne ist es möglich, soziale Kontakte zu pflegen – nur eben nicht persönlich. Eine Quarantäne kann unter Umständen auch psychisch belastend sein, daher ist es wichtig, dass Betroffene im Austausch und Kontakt mit Freunden und Familie über Telefon und Internet bleiben.

Was passiert, wenn jemand gegen die Quarantäne-Auflagen verstößt?

Die Quarantäne dient dem Schutz aller Menschen vor der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus. Es ist daher sehr wichtig sich an die Anordnung zu halten. Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer hohen Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden. Es ist ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro vorgesehen.

Wann wird man wieder aus der Quarantäne entlassen?

Wenn jemand, der gar nicht erst getestet wurde, nach 14 Tagen Quarantäne symptomfrei und gesund ist, wird die Quarantäne aufgehoben. Falls jemand positiv auf den Coronavirus getestet wurde, wird ebenfalls nach 14 Tagen Quarantäne geschaut, ob der Betroffene symptomfrei ist. Dann findet vor Aufhebung der Quarantäne noch ein abschließender Test statt.

Die wichtigsten Telefonnummern im Fall einer möglichen Infektion:

Krankheitssymptome: Wer grippeähnliche Symptome hat (Fieber, trockener Husten, Abgeschlagenheit, Halskratzen, Atemproblemen, Kopf- und Gliederschmerzen) und Kontakt zu einer infizierten Person hatte oder in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet war sollte seinen Hausarzt anrufen! Bitte NICHT in die Notaufnahmen der Kliniken gehen. Die Risikogebiete werden auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts täglich aktualisiert.

Außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117 (Montag, Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr, Mittwoch und Freitag ab 15 Uhr sowie Sonnabend, Sonntag und Feiertag ab 8 Uhr und jeweils bis 7 Uhr des darauffolgenden Tages).

Informationen für Unternehmen

Infos zu wirtschaftlichen Auswirkungen und finanziellen Fördermöglichkeiten für betroffene Unternehmen gibt es beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter (030) 18615-1515 und beim Niedersächsischen Wirtschaftsministerium unter (0511) 120-7872.

Mehr zum Thema Corona:

Unsere Redaktionen sammeln alle wichtigen Infos zum Coronavirus auf lokalen FAQ-Seiten, die stets aktualisiert werden. Online sind die Überblicke aus Braunschweig, aus Wolfsburg, aus Wolfenbüttel, aus Gifhorn, aus Salzgitter, aus Peine und Helmstedt sowie aus Osterode.

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